Wie enfernt man Raufasertapete von Gipskartondecke?

04.02.2011



Hallo,

wir möchten in unserer Altbauwohnung gerne die Raufasertapete gegen Kalkputz eintauschen(habe dazu schon ausführlich in den Foren gelesen und bereits selber verputzt.
Da zum Selbermachen keine Zeit ist, muss ich nur noch den auf Gipsspachtel("ist ganz natürlich")fokussierten Maler davon überzeugen, mir diesmal die Arbeit abzunehmen.
(Ist das eigentlich normal, dass die Handwerker immer so tun, als hätte man einen an der Waffel, wenn man natürliche Materialien verwendet haben will?)

Jetzt zu meinem Problem:
In einigen Räumen wurden bei der Sanierung die Decken wegen eines Dachausbaus(Leitungen) mit Gipskarton abgehängt und hübsch mit Raufaser tapeziert. Wie bekommen wir diese hässliche Tapete von der Decke runter, ohne die Platten zu beschädigen oder - wenn das nicht geht - wenigstens diese Raufaseroptik weg?

Timi moto



Es sind



Geschichten wie diese , warum mir dieses Forum so ausserordentlich Spass macht!

Seid wann ist den Gips kein natürlicher Baustoff mehr hab ich da in den letzten 10 Tagen was verpasst?
Und wenn wir schon dabei sind , keine Ahnung wie man Raufaser von GK_Platten kriegt aber schon selber Kalkputz verputzt, is klar nee!





Hallo,

wer natürliche Materialien verwenden will, ist ein Gesinnungstäter. Also hat er definitiv einen an der Waffel.
Aber Raufaser und Gips sind natürliche Materialien.

Der Profi macht die Raufaser mit der Giraffe ab und nimmt dafür etwa 3 bis 5 Euro/m².
Wenn Sie es glatter haben wollen, fragen Sie Ihren Maler, was er Ihnen vorschlägt.
Sie sollen ihm sagen, was Sie haben wollen, er sagt Ihnen dann wie es geht.
Umgekehrt wird es nicht funktionieren.

Viel Erfolg !





Wie kriegt man Raufaser von GK Platten ab???????????????

Was soll denn der Quatsch, du scheinst mir ein Samstagsnachmittaghandwerker zu sein, der alles weiß aber nix kann.
Allein schon ein teil deiner Fragestellung is für´n Arsch. Stell deinen Krempel bei My-Hammer rein. Wird sich schon ein Depp finden, der dir die Tapete für teuer Geld abkratzt.
Solche Fragen gehen mir sowas von auf´n Keks.



Na was fürn' Glück



dass heute Samstagnachmittag ist.
Ich musste auch Grinsen. Wir können ja tauschen: Ich kann Tapete abmachen und du kannst meinen Kalkputz machen. Aber o.k.
Sollte die Frage ernst gemneint sein: Versuchs mal mit der guten alten Wassermethode. Tapete wieder in den Feuchtezustand der Aufbringung versetzen und dann Abziehen, abspachteln,abpulen. Wenn man zuviel Feuchtigkeit aufbringt oder der Vorgänger Pattex :)) verwendet hat - kommt auch schon mal etwas von der Kaschierschicht(Papier) des Rigips mitherunter. Ob man dann noch Handlungsbedarf in Richtung spachteln, Malervlies ( ganz dünne "Untertapete" )oder ähnliches hat - muss man dann vor Ort sehen.
Da es sich um eine Decke handelt, ist es in jedem Fall eine ziemliche Sauerei und armermüdend....
Viel Spass wünscht
Anna



Man kann



dem Wasser noch Tapetenlöser beimischen und die Tapete vorher mit einer Nagelwalze ordentlich löchern. Gibts in jedem Baumarkt für "Samstagnachmittaghandwerker". Dort findet Ihr auch Spachteln fürs anschliessende fröhliche Schaben und freundliche Beratung, falls noch was unklar sein sollte.
Mit handwerklichen Grüßen
ollerich



Danke für die freundlichen Antworten zu meiner Frage



Einen schönen guten Abend der Community,
ich muß schon sagen, dass ich erstaunt war über die überwiegend recht ruppigen und selbstgerechten Antworten.

Was ist an Raufaser natürlich, davon abgesehen, dass sie selbst aus Papier, etc.(was auch per se kein natürliches, sondern ein industriell hochverarbeitetes Produkt ist)besteht?
Wie ich in diesem Forum ja sicher niemandem erklären muss, kommt Raufaser im Wohnbereich höchst selten ohne Dispersionsfarbe daher die wohl, auch wenn man den Begriff "natürlich" noch so weit dehnt, nicht darunter fällt.
Oder bin ich da zu doof und zu hobbyhandwerkermäßig um das beurteilen zu können?
Nach meinen Informationen ist der handelsübliche Gipsspachtel auch kein reines Naturprodukt, sondern mit Kunststoffen versetzt, damit er leichter verarbeitet werden kann...
Mir geht es aber eigentlich darum einen alkalischen, schimmelresistenteren Putz zu nehmen, der auch schon in den restlichen Räumen verwendet wurde und zudem auch zu dem alten Putz passt.
Der Handwerker wurde zum erwähneten Tapetenproblem befragt, hatte aber keine Lösung dafür ausser: mit anderer Tapete überkleben oder vielleicht abschleifen und irgendwie drüberspachteln.

Ich weiß im übrigen("klar nee") wie man Tapeten von normalen Wänden entfernt, diese dann mühselig abwäscht und ggf. anschleift, Löcher im Putz ausbessert, Grundierung aufträgt, zur Not mit Schellack alte Wasserflecken absperrt und wie man dann den Feinputz mühsam aufbringt, dann Kalkkaseinfarbe selbst anmischt...
DIESMAL habe ich aber keine Zeit und Kraft dafür und der Raum muss JETZT gemacht werden und mit Gipskartondecken, gegen die ich nichts machen kann, habe ich eben keine Erfahrung und hatte mir von den(wie ich dachte) netten Menschen in diesem Forum einfach nur ein paar sachliche Tipps erhofft und keine respektlosen und klugscheißerischen Belehrungen.

und... ja, ich bin ein notgedrungener Hobbyhandwerker, auch am Samstagnachmittag bis spät in die Nacht. So what?
Ist das jetzt ein Verbrechen Herr Premium-Mitglied-Ohne-Manieren Schildgen?

Vergesst es einfach.

PS: Danke, für den Giraffentipp Herr Beckmann.



Tschuldigung



Auch mein Beitrag mag flapsig klingen, aber ich habe ihn durchaus ernst gemeint. Habe das Tapetenlösen vor einem 3/4 Jahr bei gefühlten 1000m2 und verschiedensten Tapeten selbst erst durchlitten. Diese waren ohne Ausnahme bis in den vierlagigen Bereich auf GKPlatten verklebt.
Am Ende waren sie unten, ohne Schaden am Untergrund.
Obwohl die Flächen mehrfach und intensiv mit einer "Gloria"-Druckspritze besprüht wurden.
Schade, das die Zeit wiedermal das Hauptproblem verursacht.
Bei Deinem Vorwissen sollte Dir ja auch klar sein, das die beste Lösung die Entfernung der gesamten GKP-Decke wäre.
Mit handwerklichen Grüßen
ollerich





Mit der Schleifgiraffe und grober Körnung schleifst du dich tot! Zumindest reißt du aber die Oberfläche der Tapete auf, so kann sie leichter mit Wasser durchweichen.
Das dringt auch leichter nach einer Behandlung mit der Nagelwalze/Tapetenigel durch die Tapete durch.Das einfachste wird sein,Tapetenigel und
wässern und kratzen, wässern und kratzen, wässern und kratzen. :-)
Wurden die Rigipsplatten vor dem tapezieren nicht satt mit Tiefgrund oder einen Tapetenwechselgrund eingelassen wirds auf alle Fälle ein Geduldsspiel.Und es geht bei allen erwähnten Vorschlägen wahrscheinlich auch das Trägerpapier der Platten mehr oder weniger flöten.Macht nichts,danach anständig Putzgrund,dann Putz.Viel Spaß!
Geld für den Tapetenablöser kannst du dir sparen,etwas Seife oder Spüli ins Wasser tuts genauso.Brauchts aber eigentlich nie,ich halte das für eine moderne Mythe.Einfach Wasser,Wasser,Wasser





Aloso,

zur ersten Frage: natürlich an der Raufaser ist die Zellulose und das Lignin, die tolle Farbe wird gegenüber bei Sachtleben aus Titan gemacht, kommt auch natürlich vor. Bei der Betrachtung bleibt, wie Sachtleben zeigt, allerdings der Produktionsprozess aussen vor.
Naturgips gibt es auch noch, häufiger ist allerdings der aus der Rauchasentschwefelung /Dekontaminierung/Entquecksilberisierung. Was wir nicht einatmen dürfen, packen wir in die Hauswände.

Es gibt noch eine Möglichkeit, gut klebende Raufaser dichtzumachen: Rollputz, mittel oder fein. Inhalte: Marmormehl und Sumpfkalk. www.alpenkalk.de

Grüße vom Niederrhein