Makulatur + Leimfarbe = abwaschen bei späterer renovierung überflüssig?

14.01.2005



um eine diffusionsoffene oberfläche zu erhalten, möchte ich die Wände mit Leimfarbe streichen.die Wände sind frisch verputzt. ist es möglich, das lästige abwaschen der leimfarbe bei einer späteren Renovierung zu umgehen, wenn vor dem malern eine makulaturtapete auf den Putz geklebt wird?





Ich denke, das würde so gehen, daß man später einmal diese Tapete mit den Anstrichen schneller entfernen kann als alle Leimfarben & Anstriche abzuwaschen. Nur: Es kostet eben jetzt etwas mehr.
Die Tapete darf sich bloß beim nachfolgenden Streichen nicht lösen.
Gutes Gelingen wünscht
D.Fr.



Untergrund



Hallo,

Leimfarben sind normalerweise für mineralische Untergründe gedacht. Auf glatten Flächen (Tapete, Pappe, gehobeltes Holz) kann es Probleme geben.

Gruß aus BS

Bernd



Makulaturtapete ist zu dünn



um sich bei späteren Renovierungen gut in großen Flächen vom Untergrund zu lösen. Es ähnelt oft dem Schälen einer Apfelsine, da Spachtel oder Tapetenschaber einfach darüberwegrutschen.

Besser ist das PATENTVLIES von MARBURG, dessen innere Festigkeit garantiert das Entfernen in einem Stück. Allerdings sollten dafür die Flächen ziemlich eben sein - auf Untergrundwölbungen kommt es durch die Formstabilität des Materials zu Überlappungen und Klinsen im Nahtbereich.

Alternativ: eine etwas elastischere und damit anpssungsfähigere, fast strukturlose Raufasertapete ERFURT 75. Aber bei stark verschossenen Untergründen, sind ebenfalls die Nahtbereiche erkennbar!

Sind Untergründe stark uneben, hat eine Struktur die wunderbare Eigenschaft, durch Brechung des Streiflichtes und Strukturschatten, die Unebenheiten optisch zu kaschieren. Je grober - umso wirkungsvoller.

Mit farbenfrohen Grüßen
Peter Seifarth, Malermeister