Sumpfkalk selbst herstellen

01.12.2018 jimbob



Hallo,
ich hatte im Frühjahr Kalk in einer 300L Regentonne aus Plastik eingesumpft. Da diese leider etwas gelitten hat durch die starke Hitzeentwicklung, habe ich mir nun eine Metalltonne gekauft.
Diese ist jedoch etwas kleiner, so dass ich vorhabe den Kalk nach ein paar Tagen umzufüllen, um einen weiteren Sack abzulöschen.

Meine Frage ist jetzt ob ich den Sumpfkalk nicht schon gleich in mehrere Farbeimer mit Deckel abfüllen kann und dann einige Monate in den Eimern weitersumpfen lassen kann ? Oder wird das Resultat besser wenn ich die ca. 150-200L in einem großen Gefäß weiter einsumpfe ?

Die kleinen Eimer wären für mich einfach besser zu handhaben - da ich sie frostsicher nur im Hausaufbewahren kann könnte es durchaus sein, dass ich sie während der Monate mal umlagere....



Warum



Wenn Du die technischen Mittel nicht zur Verfügung hast, warum tust Du Dir dann das Procedere des Löschens und Einsumpfens von Brandkalk an ? Es gibt sehr gute Produkte fertig zu kaufen (z.B.: Dolomit-Kalk) Den Kalk brennst Du ja auch nicht selbst, oder?



Nacheinander



Ich habe auch eine Kunststofftonne verwendet. Einfach jeden Tag nur einen Sack löschen, dann hält sich dies auch mit der Temperatur in Grenzen. Also Menge Wasser für 3 Säcke einfüllen, ein Sack löschen. Nach einem Tag den nächsten und je nach Wärmeentwicklung den dritten am Abend oder am nächsten Tag. Dann hält auch die Tonne. Ich habe dazwischen mit einer Holzlatte die Mischung etwas gerührt nachdem sich der Löschvorgang beruhigt hat. Meine Tonne mit 2 Säcken ist jetzt 3 Jahre alt und wird eifrig verwendet.

Es können aber auch kleinere Portionen in Mörtelkübeln angemacht werden. 90 Liter Kübel sollten dazu reichen. Da hatte ich auch 2 Kübel, die ich nach einem Jahr für Putz verwendet habe.



Was das Löschen angeht



würde ich mich an die Herstellerangaben zum Verhältnis Branntkalk-Löschwasser halten. Die thermische Reaktion beeinflusst die Qualität des Sumpfkalks. Wird zuviel Wasser verwendet ersäuft der Kalk.

Der gelöschte Kalk kann nach abkühlen natürlich in kleinere Gefäße gefüllt werden und dort weiter vor sich hin sumpfen (Auf die Wasserschicht achten)

Grüße



Problemlos



Nicht jeder hat einen Bezug zu traditioneller Handwerkskunst und Bauweise. Solche Leute begegnen einem immer wieder mit Unverständnis und teilweise sogar mit Hohn. Das sind genau die selben Leute, die dem alten Zimmermann sagen "Er solle doch einfach Stahlwinkel setzen, statt seine Zeit mit Zapfen und Holznagel zu verschwenden"... Lass dich nicht aus dem Konzept oder gar von deinem Vorhaben abringen! Es ist gut, dass es Menschen gibt, die die traditionelle Handwerkskunst am Leben halten.
Aber nun zum eigentlichen Thema.
Nach meiner Einschätzung ist es dem beim Ablöschen entstandenen Calciumhydroxid so ziemlich egal, ob es in einem Eimer, Grube oder Fass sumpft. Wichtig ist, dass der Löschvorgang abgeschlossen und die entstandene Suspension abgekühlt ist. Ich würde einige Tage mit dem Umfüllen warten. Desweiteren ist darauf zu achten, das immer eine Schicht Kalksinterwasser die Sumpfkalkoberfläche bedeckt und du deine Eimer verschlossen hältst. Da Sumpfkalk stark alkalisch reagiert ist dein Metallgefäß aufgrund starker Korrosion keine gute Idee, Hier kann man Abhilfe durch das Einlegen einer starken Folie schaffen(Teichfolie).
Ich persönlich lösche meinen Branntkalk auch in Kunststofffässern und Bottichen. Mir ist es auch sehr wichtig, nach Möglichkeit, traditionelle Materialien und Techniken anzuwenden. Also weiter so und viel Erfolg!