Sumpfkalk herstellen, Kalkgrube




Ich möchte sehr viel Sumpfkalk für hochwertige Faben herstellen.

Ich habe die Möglichkeit, Kalkhydrat CL80 zu bekommen, allerdings kann man damit laut meiner Recherche, keinen richtigen Sumpfkalk herstellen, ob ein Monat eingesumpft oder drei Jahre eingesumpft sei fast das gleiche, ist das richtig?

Es gibt hier Kalkwerke, die haben ungelöschten Kalk, laut ihnen mit einem Mindestkalziumgehalt von 75 %, das Wasser wird bim Löschen total heiss und die Brühe ist dann viel weißer als beim eingesumpften Kalkhydrat. Nun würde man mit diesem Material hochwertigen Sumpfkalk für die Farbherstellung erhalten, wenn man den Kalk mindestens für 1-3 Jahre einsumpft?

Kann man eine Kalkgrube in der Erde, aus Beton bauen und ist Frost sehr schlimm für Sumpfkalk? Oder muss man jetzt dutzende Plastikfässer besorgen?Kann man den Kalk auch in einem riesigen Metallcontainer einsumpfen?

Vielleicht hat jemand Tipps für mich...Danke im Voraus





Schaue doch mal bei "youtube" da malert Peter Rauch seine Küche in den Karpaten. Den findest du auch hier in der Community.

Das Ergebnis ist erkennbar nicht ganz einwandfrei. Wenn ich schon die Pinsel sehe.

Jedenfalls verwendet er einen "fertigen" Kalkteig den er da für ein Taschengeld gekauft hat. Das wäre doch nutzbar?



Sumpfkalk



Ist das wahr, dass man richtigen Sumpfkalk nur aus gebranntem Kalkstein herstellen kann?Also nicht mit Kalkhydrat und ist der Unterschied belegbar?





Man kann auch Weißkalkhydrat einsumpfen und reifen lassen.

Weißkalkhydrat ist industriell "trocken" gelöschter Kalk. Da wird Branntkalk mit Wasserdampf in derart abgestimmter Menge zugeführt, dass der "gelöschte" Kalk als trockenes Pulver vorliegt. Dieses wird fein vermahlen und abgesackt.

Beim Sumpfkalk wird Branntkalk mit reichlich Wasser abgelöscht, so das ein dicker Kalkbrei entsteht, der abgeseiht wird und in Lagerbecken/Kalkgrube eingeleitet.

Der Löschvorgang setzt sich so weiterhin fort. Der Kalk zerfällt in immer kleinere Strukturen.

Bei "trocken" Kalkhydrat ist dieser Prozess unterbrochen. Ob dieser in Geschwindigkeit und Qualität durch neuerliche Wasserzugabe wieder in Gang kommt ist fraglich.

Traditionell wurde der Branntstückkalk gelöscht, dass hatte den Vorteil das "taube" Bestandteile und Verunreinigungen durch Siebe zurückgehalten wurden oder sich bei der Lagerung am Boden absetzten.

Heute wird "alles" vermahlen, so das die Verunreinigungen ins Produkt übergehen.

So das hier auch Farbunterschiede gibt.

Sicher kann man auch mit Kalkhydrat aus dem Sack Farbe angesetzt werden. Es gibt Anbieter die solche Kalkfarbe "trocken" anbieten. Diese werden wohl aber mit Zusatzbindemittel vergütet.

Traditionell wurden solch einfachen Farben als Pulver angeboten.

("CALCIMO", "KALSOMINE", heute: "KALKLITIR")

Man kann Kalkhydrat länger einsumpfen, der Kalkteig wird etwas geschmeidiger, es ist aber kein Vergleich zu aus Branntkalk (Weissfeinkalk), selbiger Sumpfzeit.