Suche Abrißunternehmer für Fachwerkhaus - Raum Bergisches Land

08.08.2017



Hallo zusammen,

ich möchte einen Anbau an unser Wohnhaus (sozusagen Doppelhaushälfte) aus Fachwerk abreißen lassen. Da die Häuser zusammen hängen und unsere Hälfte stehen bleiben soll, hier die Frage nach euren Empfehlungen.
Danke!
Natascha



Fachwerkabriß



Also, verstehe ich das richtig: Sie möchten von einem Forum, welches sich dem Erhalt und der Pflege von Fachwerkbauten verschrieben hat, eine Empfehlung wie mit dem Abriß vorgegangen werden soll? Wenns denn nicht zu retten ist, bleibt der Rückbau und der Verkauf/die Weitergabe von noch brauchbaren Bauteilen.Wenn es ein Anbau ist, sollte Ihr Wohnhaus auch allein standfest bleiben.



Fachwerk-Rückbau



Der Abriss ist eventuell bauantragspflichtig, wenn das Gebäudevolumen über 300m3 groß sein sollte. Zudem bleibt vor dem Abriss zu prüfen, wie die Fachwerkkonstruktionen miteinander verbunden sind. Das Abrissunternehmer kann also nicht einfach loslegen.

Es gibt oftmals nur eine gemeinsame Gebäudetrennwand und durchlaufende Pfetten (Fusspfette, Mittelpfette, Firstpfette). Die müssen sauber getrennt werden. Auch die Deckenbalkenkonstruktion, der Fussboden gegen Erdreich oder über dem (Teil-)Keller müssen vorher auf ihre Verbindung mit dem Fachwerkrohbau überprüft werden.

Wenn eine ganze Hälfte abgebrochen wird, muss das Restgebäude ggf. auch vom Statiker auf Standsicherheit überprüft werden. Das betrifft die Längsaussteifung, damit das Gebäude sich nicht zu einer Seite neigt, weil im Nebengebäude die Abstrebungen entfernt werden.

Ohne genaue Kenntnisse des Objektes lässt sich also zur Vorgehensweise nicht viel sagen.

Besteht Denkmalschutz ? Was soll an der Stelle des abgebrochenen Gebäudes entstehen ? Wird kein neues Gebäude angebaut, muss die freie Giebelwand gedämmt und regensicher verkleidet werden.