Styropor Polystyrol...

09.03.2011



Hallo,
wer kennt die günstigste Methode, Styropor- oder Polystyrolgranulat in großen Mengen zu Formen zu kleben.

Ich hatte so eine Idee, Styroporreste mit Fassadenkleber zu Formen zu Kleben und so im Bau einzusetzen.

Ich weiß, klingt exotisch, aber vielleicht kennt jemand einen anderen günstigen Kleber....
Liebe Grüße...



Sparfüchsle



Da sparst du bestimmt richtig, richtig viel Geld, wenn du einen Kleber kaufst und dann hübsche Styropor-Mosaike bastelst...:-)





Hallo,

wer soll Ihnen die Übungsbaustelle zur Verfügung stellen ?
:-)
In einen normalen VOB-Vertrag passt das nicht rein.

Grüße



Styropor Polystyrol...



Danke für die Antworten, liebe Leute. Meine gewünschte war leider noch nicht dabei...

Es geht um ein "Low Cost Housing" Projekt von mir für das Ausland....

Seit langem suche ich nach einem Kleber, mit welchem man Styroporgranolat kleben kann.

Habe schon ähnliches mit Papercrete gesehen, aber das ist mir etwas zu exotisch. Ich brauche einen Kleber, welcher in Massen hergestellt und günstig ist......

Es geht nur um die Herstellung von Formen, die keine statische Bedeutung haben...



low cost



Ich schätze mal die Beschaffung des Granulats und des Klebers wird Ihnen teurer kommen als frisches Material zu kaufen; von dem Arbeitsaufwand und dem fragwürdigen Ergebnis mal abgesehen.
Übrigens gibt es auch im Ausland Zulassungskriterien für Baumaterialien.

Viele Grüße



Kleber



Hi Mustafar



Jetzt mal eine passende Antwort:
Wir haben früher im Modellbau Chemitar und R100 zum Styropor kleben genommen. Chemitar ist ein Schuhkleber und R100 die entsprechende Verdünnung dazu. Der Kleber wurde verdünnt bis zur Wässrigkeit, er wurde damit sprühfähig.
Diese Mischung hat Styropor nicht angegriffen.


Jetzt liegt es an Dir, was Du draus machst....sfg... denn beides waren Ostprodukte Made in DDR... grins...



Andreas



Gut, die deutsche demokratische DDR --



-- gibt es nicht mehr - auch nicht den Schuhkleber Chemisol ! - Den Kleber gab es im Osten und auch im Westen
- gleiche chemische Zusammensetzung - gleiche Verdünnungsmittel- gleiche Klebwirkung.----
- Nur eben andere Markenbezeichnungen.
- Oho sprach der Uhu -- oder umgekehrt.
-
An den Fragesteller der Ursprungsfrage : " Kaufe Dir bitte einen
Holzhammer und schlag Dir damit Deine Idee aus dem Kopf!"
-
Gute Besserung wünscht : A. Milling



Styropor Polystyrol...



@Andreas, danke, das war in etwa eine Antwort, die ich gebraucht habe.
Kennst du vielleicht einen Kleber, welcher momentan verwendet wird und günstig ist?

Danke im Voraus... Das mit dem Hammer mache ich nicht, dafür habe ich jetzt lange genug mit der Entwicklung verbracht...

-Woher kennst du eigentlich meinen Namen?-

Eigentlich versuche ich nur, den Kern meines Sandwichelementes noch günstiger herzustellen. Dass es mit fertigen Polystyrolplatten leichter geht, ist mir klar.

Liebe Grüße,,,



Aceton



Billig und löst Styro an, dann einfach zusammenpressen und gut......

Halte ich aber selbst für Billigvariante im Ausland für Unsinn.....

Dann schon eher:
http://www.zeit.de/2010/09/PET-Haus

Gruss,

oli



Styropor Polystyrol...



Danke für die Antwort. Werds mal überlegen...

Bei Aceton ist das Problem, dass ich jedes einzelne Stück Styropor in die Hand nehmen müsste. Zu aufwendig...

Ich hatte eher die Idee, Abfallstyropor in kleinere Stücke zu schreddern, ca. 5-10 cm gro, die mit einem Kleber zu besprühen und dann in Formen zu pressen.

Meine Idee ist ähnlich, wie die SIPS Häuser aus den USA (Einfach SIPS in Youtube eintippen...)

Die Seite hier ist auf jeden Fall interessant, was alternatives Bauen angeht (Englisch):

www.greenhomebuilding.com.

Liebe Grüße,,,



green?



Mich würde mal interessieren, was daran "green" ist, wenn du Unmengen von Kleber verbrauchst, der zweifelsohne ein hohes Maß an umweltschädlichen Ausdünstungen erzeugt...von mangelhafter Haltbarkeit und Kältebrücken mal ganz zu schweigen.



Ähm...



das S in SIP steht für "structural", also tragend... SIPs sind gleichzeitig tragfähige und wärmedämmende Bauplatten. So etwas selber panschen... auweia! Vielleicht noch für irgendeinen afrikanischen Markt wo sich etwaige Autoritäten um wichtigeres zu kümmern haben als die Standsicherheit von Gebäuden, aber in jeder halbwegs funktionierenden Bürokratie würde ich das nicht machen.



...2 Seiten der Medailie ...



... wenn Du wirklich auf der Suche nach einem Kleber für Styropor bist, solltest Du Dich mal an die Firmen Henkel oder Sika wenden. Das sind die Kleberspezialisten, die Dir sicher auch fachliche Auskunft geben.


Trotzdem! Falls noch nicht offensichtlich ... Sowohl in Punkto Kleber als auch Styropor wirst Du hier im Forum in der überwiegenden Mehrheit eher auf wenig Verständnis stoßen. Nicht nur aus bauphysikalischer oder gesundheitlicher Sicht. Ich nehme mich da nicht aus, und möchte zusätzlich anregen, daß es auch noch andere, eingermaßen umweltverträgliche Kernmaterialien für Sandwichaufbauten gibt ( ... wie wäre es z.B. mit Balsa, Bambus oder andere nachwachsende Rohstoffe) wenn es denn wirklich einer sein muß.

Wenn Du von "Low Cost Housing" sprichst, geht es sicher eher um Märkte wie Afrika, Lateinamerika oder Asien. Schon mal da gewesen? ...
Diese Länder versinken jetzt schon in dem Müll, dennen wir Ihnen frei Haus mit unseren Wohlstandsprodukten oder aber ganz schamlos als Recyclingrohstoff liefern. Müssen wir auch noch Geld damit verdienen, daß wir deren reginale "Bauwirtschaft" in den Boden stampfen, nur um Ihnen eine aus unserer Sicht bessere Welt zu ermöglichen. Denke, Du solltest Dich mal mit Organisationen wie Ingenieure ohne Grenzen oder der UNO in Verbindung setzen um auch mal mögliche Folgen Deiner Entwicklung zu betrachten. Die eine Seite ist sicher, den Leuten in den Slums dieser Welt ein würdigeres Wohnumfeld zu ermöglichen, das andere und vermutlich nachhaltigere, diesen Leuten eine Perspektive für Ihr Leben zu geben. Das wird man nur erreichen, wenn man die lokalen Gegebenheiten (verfügbare Rohstoffe, ökonimische & soziale Strukturen, Bildung etc.) in solch ein projekt mit einbezieht.

Gruß aus Berlin,
Stephan



Styropor Polystyrol...



@Stefan und andere

Danke. Ja, dein Ansatz ist gut. Es geht genau um Schwellenländer (stamme selber von einem) und ich bin auch in einer internationale Hilforganisation, von daher habe ich einen Überblick.

Was den Müll angeht,so haben mittlerweile schon Menschen angefangen, zu recyclen und damit Geld zu verdienen. In Kenia z.B. lässt ein Unternehmer alte Tüten sammeln und produziert damit Zaunpfosten.

Nachhaltigkeit ist bei meiner Idee ein Faktor.

Ausserdem bin ich gegen die Idee, Menschen aus Drittweltländern immer nur Häuser aus Bambus und Lehm bauen zu müssen.

Nach einem Erdbeben, wie z.B. in Haiti ist schnelles Handeln gefragt, für ein behagliches und menschengerechtes Wohnen.
---
Liebe Grüße und danke an alle!



Moin,



hab letztens einen Beitrag gesehen, wo ein paar Architekten aus Kalifornien in Haiti aus leeren, zugeschraubten PET-Flaschen in Mörtel einfache Kuppelbauten erstellt haben unter dem Motto: "Nimm was da ist und zeig den Leuten, wie sie's selber machen können". Fand ich klasse.

In einem anderen Beitrag über ein schweizer Entwicklungshilfe-Projekt, wurden hingegen erdbebensichere "Paläste" aus Holz und Stein erstellt...mit dem Erfolg, dass alle neidisch waren, deren Hütte nicht zusammengefallen war und die also keinen Ersatz bekommen haben.....Neid hält auch ewig.......

Ich könnte mir Styro-Granulat eher als Zuschlag für (Fertig-)Leichbauteile vorstellen, also mineralisch gebunden. Das wäre im weitesten Sinne auch recyclebar.


Die Fachleute findest du natürlich bei den EPS-Herstellern und vielleicht stellen sie dir ja Material und know-how zur Verfügung, wenn du dein Anliegen vorträgst. So nen "Heiligenschein" können die dringend brauchen.

Gruss, Boris



... Styrol ! ...



... eine Sache die ich in Bezug auf Styropor noch mit auf den Weg geben wollte ist ein Problem, wie ich es zumindest aus dem Bereich Windenergie (speziel Rotorblätter) kenne ...

Styropor sieht zwar von außen betrachtet nachhaltig haltbar (unverrotbar) aus, sollte aber bei hohen thermischen Belastungen zum Ausgasen des Nervengiftes Styrol tendieren. Nervengift hin oder her ... das Styropor verliert damit auch schrittweise an Form und struktureller Festigkeit.

Was Deinen Satz angeht: ... "Ausserdem bin ich gegen die Idee, Menschen aus Drittweltländern immer nur Häuser aus Bambus und Lehm bauen zu müssen. " ... stimme ich Dir natürlich in der Sache zu. Für herkömmliche Bauten, also nicht jene als Nothilfe in Katastrophenfälle so wie Du sie wohl planst, würdest Du hier aber sicher dennoch Leute finden, die Dir in Punkte Lehm und erziehlbare Wohn- & Lebensqualität gern des Gegenteil beweisen.

Gruß aus Berlin,
Stephan



low cost



Jezt verstehe ich Dein eigentliches Ziel, Mustafa:
Du willst aus alten HWL- Platten und Styroporabfällen Sandwichelemente zusammenpappen!

Vergiß es.

Diese andere Schnapsidee mit den leeren Colaflaschen kannst Du auch vergessen, die ist fast genauso blöd.
Statt die Flaschen mühsam mit Sand und Lehm zu füllen (man stelle sich mal diese Fummelei vor, erst Sand sieben und dann mühsam mit dem Trichter in die Flaschen füllen)
kann man besser eine einfache Schalung stellen und eine Stampflehmwand bauen (oder Adobe herstellen und vermauern)
Die Flaschen haben zwei für Wände üble Eigenschaften:
Sie verbinden sich weder mit Zement noch mit Lehm.
Dann schrumpfen oder dehnen sie sich je nach Temperarur aus, wenn sie zugeschraubt sind. Offen sind sie matschige Gleitschichten zwischen Mörtellagen.
Da gibt es bessere Beispiele, z.B. wo sich Leute Hütten aus leergetrunkenen gläsernen Schnaps- oder Bierflaschen und Zementmörtel gebaut haben.
Vorteile:
Zement haftet gut am Glas, es gibt eine stabile Wand, da Glas druckfest ist.
Man braucht die Flaschen nicht füllen, die leeren Flaschen wirken wärmedämmend.
Die Materialbeschaffung ist angenehmer zu bewerkstelligen (Flaschen leertrinken).

Viele Grüße





Herzlich willkommen im Paradies.


Mir stellt sich ernsthaft die Frage ob Sie wirklich daran glauben speziell in Entwicklungsländern an den lokal verfügbaren Baumaterialien vorbei kommen zu können.
Ich traue der Industrie ja so einiges zu, mit Sicherheit aber nicht das diese mit industriell gefertigten Baumaterialien den Weltweiten Wohnungsbedarf auch nur annährend decken könnte.

Unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe kann die Industrie so ihren Sondermüll bestens entsorgen.



@Georg:



..."aus leergetrunkenen gläsernen Schnaps- oder Bierflaschen"...

Aus irgendwelchen Gründen liefern die Hilfsorganisationen aber meistens H2O in PET-Flaschen....
Bei deiner Variante liesse sich das Elend sicher besser ertragen....;-)

@Oliver (BAUST):

"lokal verfügbaren Baumaterialien"

Wieso darf das kein "Zivilisationsmüll" sein, der sonst bestenfalls verbrannt wird, oder ins Meer geworfen zu Fisch-und Mövenfutter wird?

Grüsse, Boris



low cost



Ich wollte damit zeigen, das solche Ideen allenfalls lustig sein können aber nichts mit der Realität zu tun haben.
Die Wohnprobleme der dritten Welt löst man nicht mit Plastikabfällen, auch nicht mit Almosen und doll gemeinten Ideen von sich dazu berufen fühlenden Gutmenschen.
Es gibt in diesen Ländern genügend intellektuelles und materielles Potential, solche Probleme selber anzugehen. Man muß diesen Kräften die Möglichkeit geben sich zu entfalten, statt abgehobene Eliten zu füttern, damit deren Clans sich Villen in Südfrankreich finanzieren können.
Wenn man die Märkte mit billigen subventionierten Lebensmittelüberschüssen, Altkleiderspenden oder sonstigen Zivilisationsschrott überschwemmt, hilft man der einheimischen Wirtschaft damit nicht.
Ich finde sowas anmaßend, wenn da ein weißer Massa ankommt und den Einheimischen erklären will, wie man baut. Die Leute wollen anständige, angepasste Häuser und keine halben Müllhalden.

Viele Grüße



Styropor Polystyrol...



Hab mal in einem Bericht mitbekommen, dass die Gesamtbiomasse der Ameisen auf der Welt die der Menschen um das 30fache übersteigt. Ameinsen sind aber Meister im wiederverwenden, was Menschen bisher nicht so richtig hinbekommen haben, was dazu führt, dass wir uns beim Kampf um Rohstoffen mit grausamen Kriegen überziehen.

Ich denke, dass man auch etwas zu einer besseren Welt beitragenn kann, wenn man Menschen in armen Ländern behagliche und nachhaltige Wohnmöglichkeiten bereitstellt. Auch wenn eine solche Hütte nur 50 Jahre hält, das sind genau die Jahre, in welcher Kinder zur Schule gehen oder sich sonstwie um Bildung kümmern können.



Sparen, Nachhaltigkeit und Sondermüll



Ich finde, dass einige Leute hier sehr interessante Gedanken haben, die über die (sonst eher beschaulichen) Probleme der Erste-Welt-Häusle-Bauer hinausgehen.

- Thema Umwelt: Wir tun den Menschen in Schwellenländern keinen Gefallen, wenn wir Materialien, die in einem Wärmeverbundssystem bei uns gute Dienste leisten, als Abfallreste abschieben. Kleberdämpfe, Strolausdünstung, Erosion der Materialen (und damit ins Trinkwasser) - muss alles nicht sein.

- Thema Nachhaltigkeit: Du schreibts, du seist "gegen die Idee, Menschen aus Drittweltländern immer nur Häuser aus Bambus und Lehm bauen zu müssen."
War müssen? Können! Warum glaubst du, arbeiten viele der Leute hier im Forum mit dem Baustoff Lehm, wenn es doch Beton gibt? Lehm hat in Sachen Klimatisierung hervorragende Eigenschaften, in kalten wie in warmen Ländern. Ebenso Bambus (oder bei uns anderes Holz): Der ist elastisch, und steht gerade bei einem Erdbeben weitaus länger. Warum glaubst du, halten Fachwerkhäuser so lange? Die Konstruktion geht bei allen Setzungen mit, Mauerwerk und Beton dagegen reißt, stürzt schlimmstenfalls ein.
Die traditionellen Bauweisen nehmen, klar, was für Materialien in einer Region vorhanden sind. Aber das sind auch gute Erfahrungswerte. Es macht Sinn, auf die alten Bauleute zu hören.

- Was die PET-Flaschen betrifft: Damit lässt sich Sinnvolleres anstellen als originelle Buden bauen: Wasser entkeimen! Das Sodis-Prinzip ist bewährt und billig:
http://de.wikipedia.org/wiki/SODIS


Ich hoffe, du verstehst die Anregungen der Schreiber hier nicht als Schelte an deiner Idee, sondern als wohlmeinende Überlegungen im Interesse der zukünftigen Bewohner deiner Häuser.



low cost



Lieber Mustafa,
für das Geld das man aufwenden muß um hier in Deutschland die Kosten für die
- sortenreine Bergung,
- den Transport zu einer zentralen Aufbereitungsstelle
- die Aufbereitung,
- die Verfrachtung nach Übersee,
am Zielort
- das Schmieren des Zolls und der lokalen Potentaten,
- das Zusammenpappen der Sondermüllreste,
- den Bau einer nicht verwendbaren Müllhütte
zu finanzieren, kann man mit einheimischen Kräften ein halbes Dorf errichten, das den Einwohnern auch genehm ist.

Viele Grüße

p.s. Allein für das Geld das man braucht nur um Deinen Arsch nach Hahiti und zurück zu fliegen können sich Einheimische eine anständiges Häuschen ohne Müll bauen!



Styropor Polystyrol...



Danke nochmal an alle für die wertvollen Tips!

Werd schauen, was sich daraus machen oder nicht machen lässt.

Liebe Grüße!!!



Auch noch zu bedenken:



Styropor ist zwar unverrottbar, aber es fühlt sich genug Viehzeug drin wohl!

Unser Gartenhaus ist eine Pfostenkonstruktion, an die später außen auf einer Seite (an der Grundstücksgrenze) eine Ziegelmauer gebaut wurde. Zwischen Holz- und Ziegelwand hat der Vorbesitzer Styroporplatten geschoben (lose). Als wir das (nach einem Dachschaden) entfernt haben, waren die Styroporplatten ein gigantischer Ameisenhaufen und sogar die Holzbretter teilweise weggenagt - es waren nur mehr die harten Teile der Maserung der Fichtenbretter über!



Styropor Polystyrol...



Das hatte ich auch mal von einem bekannten Ingenieur mitbekommen.
Daran leiden viele vollwärmegedämmte Gebäude.
Aber ist der Insektenbefall nicht eher auf die Hohlräume, als auf das Material (Styropor) zurückzuführen?

Die Seite gefällt mit immer mehr....



... Feuchtestau !? ...



Das Problem mit den kleinen Tierchen und dem weggefaulten/"weggenagten" Holz kam sicher von der sich stauenden Nässe an der Grenzschicht Holz zu Styropor und nicht daher, daß Styropor so schön kuschlig ist! ...

Nicht ohne Grund steht dieses weiße Plastikzeug, was, wenn man es verarbeitet, überall kleben bleibt (Späne) und dann für Jahrhunderte in lauter kleinen Flöckchen in der Umwelt herumfliegt so hoch im Kurs bei den Fachwerkleuten hier im Forum.

Gruß aus Berlin,
Stephan



Auch noch zu bedenken:



Ich nehme an, daß es hier um warme Regionen geht. Styropor ist im Hitzeschutz ziemlich hilflos, da ist hohe thermische Speichermasse wie bei konventionellen Adobe- und Stampflehmbauten eher interessant. In Gegenden mit feuchtem Klima wird nicht umsonst sehr leicht gebaut um die Durchlüftung zu verbessern.

Mir haben schon mehrere Experten (vor allem für den Bereich Asien) erklärt: "Die wissen dort, warum sie so bauen wie sie bauen! von europäischen Hilfsorganisationen gebaute Häuser sehen nur deshalb so aus wie sie aussehen, weil das die europäischen Spender auf den Fotos so sehen wollen, bewohnbar sind die nicht, da verkocht man drin." (u.a. ging es um Thailand, Wiederaufbau nach dem Tsunami 2004).



Styropor Polystyrol...



Ja, das habe ich auch bedacht. Eigentlich bin ich gar nicht so sehr an Styropor verliebt. Habe lange mit Papercrete experimentiert und Lehm ist grundsätzlich ein schöner Baustoff, wobei ich leichtgebrannte Ziegel bevorzuge. Ich kann hier mein ganzes Projekt (auch Diplomarbeit) nicht vorstellen, nur sollte das Ergenbis leicht zu bauen, erdbebensicher und nachhaltig (u.a. erweiterbar) sein.
In manchen lateinamerikanischen Kändern wurden traditionelle Lehmhäuser wegen der Anfälligkeit bei Erdbenen nach meinen Recherchen schon verboten...
Liebe Grüße...



low cost



Dann müsste man in vielen Erdbebengebieten auch Stahlbetonbauten verbieten, auch die fallen manchmal zusammen.
Das liegt ebensowenig wie bei Lehm am Material, sondern an der Bauweise und der Art der Ausführung.


Viele Grüße



Nicht lediglich leicht...



...sondern elastisch sollte es sein, wenn's um Erdbeben geht.

"Menschen aus Drittweltländern immer nur Häuser aus Bambus und Lehm bauen zu müssen"

Nee, nicht müssen, sondern dürfen, statt Erster-Welt-Müll baulich zwischenlagern. Der Ansatz sollte eher dahin gehen, mit den regional vorhandenen Mitteln nachhaltig und sicher zu bauen.

Mit dem gar nicht langweiligen Baumaterial Holz sind in einer Tafelbauweise wie Holz 100 oder NUR-HOLZ hoch erdbebensichere Gebäude realisierbar, ein "altes" Material in neuer Anwendung. Ähnliches aus Lehm und Bambus zu entwickeln, wäre die Herausforderung.

Grüße

Thomas