Styropor Innendämmung

24.03.2021 drumbledore


Hallo Forum :-)

Wir haben ein Fachwerkhaus erworben- kein Sichtfachwerk, verputzt.
Irgendwann wurden neue Holzfenster (Denkmalschutz) eingebaut. Vermutlich wurde dann auch die Innendämmung gemacht- mit ca. 2cm Styropor und irgendwelche deckenhohen Schalen aus Karton oder sowas. Darauf dann Putz.

An einer Stelle habe ich diese Schale weggemacht, um zu schauen was drunter ist. Styropor eben. Nun habe ich einiges über Taupunktverschiebung etc gelesen. In den fensternischen sieht man nirgendwo Schimmel, es riecht auch nicht. Trotzdem habe ich Sorge, ob die innendämmung so toll ist.

Ist es schlimm, wenn man die an einer Stelle rausmacht und ggf wieder dranklebt, wenn alles okay ist?
Ist Styropor eh Quatsch und man reißt es am besten raus? Was würde man dann hinmachen bzw. muss man uberhaupt was dort hinmachen?

F3rtige Lehmbauplatten oder irgendwelche Fermacell Platten sprengen das Budget...

Oder: An wendet man sich, um diese Frage zu beantworten? Gipser? Bauingenieur? Architekt? Energieberater?

Danke!

Holger



Re: Styropor Innendämmung



Hallo Holger,

ich verstehe deinen Beitrag nicht wirklich....???...
Du machst "einfach so", (weils dich interessiert?) die Wand von innen auf, stellst fest, dass da zwar 2 cm Styropor sind, die aber (anscheinend?) keinen Schaden anrichten und fragst dann was du machen sollst.
Gleich mit dem Nachsatz: ....sprengt das Budget....
Welche Antworten erwartest du darauf?
Bemühe bitte zuerst die Suchfunktion hier rechts oben, das Thema Innendämmung auf Fachwerk ist gefühlt das meist besprochene dieses Forums überhaupt.

Ansonsten, richtig, du kannst einen erfahrenen Architekten, Bauingenieur und/oder Energieberater fragen.
Oder hier https://www.dachverband-lehm.de/firmen?bereich=1+4+6&plz=D-7 einen Lehmbaukollegen aus deiner Region. Die sollten aber Ahnung von den Besonderheiten von Fachwerkhäuser haben.

Nix für ungut, aber wenn dann bitte etwas konkreter fragen.

Gruß,
KH



Meine Frage war...


Meine Frage war...

...bescheuert. Ich habe es mir gerade nochmals durchgelesen... Ich hätte auch nicht verstanden, was ich will.... Sorry dafür!

Ich versuche das mal besser zu formulieren: Das besagte Fachwerkhaus muss Innen saniert werden - wir benötigen eine neue Heizung (heute haben wir einen Warmluftofen), neue Elektrik, und ohnehin: Wir müssen unbedingt die Wände neu machen (verputzen, streichen).

Ich wollte schauen, wie gut der Putz an der Wand runtergeht und habe dann gesehen, dass der Putz auf Platten festgemacht ist (Fotos folgen gleich). Und dann wollte ich wissen, was hinter dieser Platte ist. Und ich finde Styropor. Ich vermute, dass diese "Innendämmung" zusammen mit den Fenstern eingebaut wurde. Die Verkäufer sind leider verstorben - Rechnungn etc. habe ich keine gefunden. Gleichzeitig finde ich viel "lieblos" selbst repariertes - daher denke ich, dass vielleicht nicht alles fundiert gemacht worden ist in dem Haus.

Dann bin ich auf die Suche gegangen, ob Styropor als Innendämmung gut ist - oder eher nicht. Dabei stößt man im Zusammenhang mit Fachwerk auf viele, wirklich sehr viele Beiträge. Von "Styropor is der sichere Tod deines Hauses" bis "Ich rate das meinen Kunden sogar" ist eigentlich alles dabei (Styropor ist des Todes kommt allerdings etwas häufiger vor).

Nun sind wir am renovieren/sanieren. Leider ohne Architekt und Bauingenieur. Weil es hat schlicht keiner Zeit - wenn man überhaut eine Rückmeldung bekommt. Jetzt kann ich aber nicht warten: ich will ja irgendwann da einziehen.

Jetzt stehe ich vor diesem Styropor und frage mich: Rausteißen und neu machen? Lassen, weil ist nicht schlimm? Das mir das Haus dann wegfault ist nicht mein Ziel... Vielleicht hat es schon angefangen? (bevor ich Internet foren gelesen habe, hatte ich jetzt keinen Verdacht, dass das bei uns so wäre)

Dabei bin ich dann auf Lehmbauplatten im Internet gestoßen oder auch Fermacellplatten. Nicht gerade billig - weil dafür hatten wir kein Budget eingeplant. Nur wenn wir an dieser Stelle was machen, dann jetzt. Nicht erst, wenn wir darin wohnen.

Und jetzt mal ganz konkret:
- was würdet ihr machen?
- Gibt es einen Bauingenier im Raum Ludwigsburg (bei Stuttgart), der vielleicht Kapazität hat, um mit mir mal eine Begehung zu machen? (selbstverständlich bezahlt)

Danke & Grüße
Holger



"Schale"



vor de Styropor



Pauschale Antwort immer schwierig



Es kommt immer auf das Gesamtsystem an. Wie dick ist die Wand z.B. isgesamt usw.
In meinem Haus hatte ich auch 2cm Styropor/Gipskarton innen, die wiederum auf eine 38cm Ziegelwand geklebt waren. Ich denke der Gedanke des Vorbesitzers war hauptsächlich die Wände zu begradigen. Hat 40 Jahre so funktioniert ohne Schimmel. Ich habe es mal nachgerechnet, der Dämmwert war in diesem Fall aber kaum nennenswert. Ich habe mir die Arbeit gemacht alles zu entfernen und neu zu verputzen. Die Elektrik und Fenster wurden in diesem Zug auch erneuert. Letztendlich wäre sonst auch nur ein Flickenteppich übrig geblieben.
Zur innendämmung: das Thema sollte vor allem gut durchdacht sein. Zu viel Dämmung kann z.B. die Auflieger der Holzbalkendecke zerstören, wenn aber wiederum mit einer Wandheizung gearbeitet wird kann die gleiche Dammstärke funktionieren. Ein erfahrener Planer ist hier sinnvoll.



Diffusionsoffene Innendämmung



Dass das Fachwerk außen flächig zu verputzt ist, ist schon mal vorteilhaft. Achte nur bitte darauf dass keine Risse im Putz sind, in die Wasser (Schlagregen) eindringen kann!!!
Evtl. vorhandene Risse solltest du schnellstmöglich verschließen!

Für innen, schau mal ob das hier eine Option für dich ist: https://www.claytec.de/Arbeitsbl%C3%A4tter/3_Arbeitsblatt-Innendaemmung/Arbeitsblatt_Innendaemmung_02-2020-2_web.pdf
Da kannste dann evtl. auch gleich eine Wandflächenheizung mit einbauen (lassen).
Das kostet zwar erst mal mehr, spart aber in Zukunft Heizenergie und -kosten.