Isolierung von innen mit Styropor

14.01.2004



Hallo,

Ich möchte ein altes Haus von innen ducrh Aufkleben von Styropor wärmedämmen.

Ist das grundsäztlich o.K. ?

Grüße,

Bernd



Dämmung



Nein



Was für ein Haus?



Fachwerkhaus, Steinhaus, Baumhaus, Gartenhaus...



Dämmung gehört nach außen



und Styropor gehört verboten! (Die schwer verrottbaren Müllberge hinterlassen wir unseren Kindern!)



grrrrrrrrrrrrrr



eine Gesunde Fassade braucht keine Dämmung
Bei Bedarf 0174/9250901



oh je..



ich lese hier gerade, daß fachwerkhäuser nicht gedämmt werden dürfen. wir habe ein fachferkhaus, das anfang der 70er von unseren vorbesitzern mit styropor und darauf rigipsplatten innen gedämmt wurde. fast alle räume sind so gedämmt. was sollen wir denn jetzt machen? wir haben nicht so viel geld, um alles rausreißen lassen zu können.



Die gute alte Zeit



Hallo, ich muss ein bisschen weit ausholen: Grundsätzlich müsste man, um gar nichts verkehrt zu machen, alte Häuser so lassen wie sie sind: keine Dämmung, keine Heizung abgesehen vom Bullerofen, Plumpsklo im Garten und Kerzenlicht. Für die Gesundheit des Hauses wäre dies wohl das Beste. Aber wir leben halt nicht mehr im 17. Jahrhundert und stellen heute an ein Haus andere Anforderungen; nicht jeder möchte sich eine Kuh ins Haus stellen, um sich an ihr zu wärmen. Nicht alles Neue ist aber auch verkehrt; es ist eine Gradwanderung, fast schon eine Kunst, altes Haus und neues Wohnen unter einen Hut zu bringen, und die notwendigen Kompromisse hängen ab von der Persönlichkeit der Bewohner und des Hauses. Deshalb kann man so pauschal nicht sagen, dass Dämmung immer verkehrt ist. Selbst Styropor muss nicht das Todesurteil für ein altes Haus bedeuten, wenn man es schafft, das Haus trocken zu halten. Das geht aber nur durch 100 % dichte Innen- und Außenschalen, und die sich in der Praxis fast nicht zu erreichen und auch nicht wünschenswert: Warum habe ich dann ein altes Haus? Wenn die Dichtigkeit folglich nicht ereichbar ist, muss die Undichtigkeit zum Prizip werden, sprich: Feuchtigkeit, die irgendwo eindringt, sei es als Regen von Außen über die Fassdae, sei es als aufsteigende Feuchte von unten über die Grundmauer oder als Dampf von innen, muss wieder raus, und das schafft man nur mit durchgehend diffusionsoffenen Aufbauten. Daher haben alle Stoffe, die irgendwo ewas dicht machen, im alten Haus und besonders im Fachwerkhaus nichts zu suchen. Hinter Plastikfolien, Styroporplatten, Mineralwolle und Beton bildet sich dann zwangsläuif ein Feuchtigkeitsstau, der Fäulnis und Schädlingsbefall begünstigt. Im Fall der von Innen an die Wand geklebten Styroporplatten sind zwar die Wohnräume wärmer, aber die Außenwand bleibt immer kalt und feucht; es ist nur eine Frage der Zeit, bis man nur noch hinter Styropor sitzt. Ganz abgesehen davon, dass Styropor Sondermüll ist: Wenn's heute in einem Haus brennt, entstehen durch den ganzen Plastikmist gefährliche Gase! Eine vorhandene Dämmung dieser Art würde ich zumindest Raum für Raum bei anstehenden Renovierungen entfernen - das ist immer noch billiger als die später sicher anstehende Genralsanierung (habe ich gerade hinter mir: Hinter Styropor und Beton verfaulten 200 Jahre alte Eichenschwellen!)
Gruß gf





kleiner Tippppppppp
Fachwerkgerechte Innendämmung mit Wärmedämmlehm
Mit seiner 125jährigen Firmengeschichte ist die Firma HAACKE aus der Fachwerkstadt Celle einer der ältesten Isoliermittelhersteller. Ende der 80er Jahre war Firma HAACKE an der Fachwerkforschung von Bund und Land Niedersachsen beteiligt. Ergebnis dieser Forschung war CELLCO-Wärmedämmlehm. Dieses Spezialprodukt für die innere Wärmedämmung von Fachwerkaussenwänden besteht aus den natürlichen Rohstoffen Kork, Kieselgur, Stroh und Lehm und zeichnet sich besonders durch seine diffusionsoffenen und kapillar leitfähigen Eigenschaften aus. Durch Einstampfen des Wärmedämmlehmes zwischen Fachwerkaußenwand und beispielsweise einer inneren Schalung schafft CELLCO einen homogenen und fachwerkgerechten Wandaufbau. Auch heute ist die Firma HAACKE durch beispielsweise Zusammenarbeiten mit der TU Dresden sowie als Mitglied der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege) an der Fachwerkforschung beteiligt.



...... Schmerz - Schmerz - Schmerz



immer zu!!!! Ich kenne auch noch Lagerbestände, die kann ich Dir kostenlos übereignen!!!! Trotzdem Grüße und vielleicht etwas mehr nachdenken über Bauphysik und nicht einfach alles glauben, was einem Tag täglich widerfährt! Grüße aus einer Albauregion ,mit vielen ebensolchen Baufehlern.