Daemmung so richtig?

09.06.2006



Hallo
Habe bei einem Bekannten diesen Dachaufbau gesehen .
Dieser gefaellt mir gut und ich wollte wissen , ob dieser so funktioniert , oder ob es Probleme mit Feuchtigkeit geben kann .
Er hat ein Haus aus den 60er Jahren wo die Dachschraegen nur aus Schilfplatten mit Putz bestehen.
Diese hat er auch nicht veraendert.
Er hat die Pfannen abgenommen und Styrodurplatten auf die Sparren gesetzt . Darauf wieder die Pfannen.
Er meint das Styrodur kann atmen und es gibt keine Probleme mit Feuchtigkeit.
Stimmt das so ?
Danke
Gruss
Michael



seit wann kann Styrodur "atmen"?



Dämmen aus Polistyrolschaumprodukten heißt: das Haus mit Sondermüll dämmen. Die Werbung verspricht vieles ,(läßt sich toll und schnell verarbeiten, soll auch noch ewig halten...)Die Baupraxis beweist oft das Gegenteil.
Die Feuerwehrleute würden am liebsten das ganze chemie-Zeug vom Bauwesen verbannen. Beim Brand entwickeln sich übel giftige Dämpfe,die heiß abtropfen und den ganzen Bau und die Umwelt verseuchen. Außerdem sind die meisten Styro...-Produkte nicht volumensicher,da weiterhin Restmonomere sehr lange ausgasen (was bedeutet,daß sich das Zeug in aller Ruhe langsam verflüchtigt)
Ersparen Sie sich zukünftige Bauschäden und dämmen Sie mit Naturdämmstoffen,die Feuchteschwankungen gut Verarbeiten können.



Absurde Kombination



Putz auf Schilfrohrmatten mit Polistyrol - eine recht absurde Kombination. Als zöge man sich über einen feinen Leinenanzug eine Plastiktüte.

Will man Argumente ins Feld führen, so wäre neben dem sondermüll und der naturschädlichen Herstellung noch die mangelnde Speicherfähigkeit zu nennen. Auch dies ist ein wichtiges Kriterium für die Dauerhaftigkeit der Gesamtkonstruktion, nicht nur eines einzelnen Materials.

Jenseits von Einzelargumenten steht aber ein gesamter Widerspruch. Das will einfach nicht zusammenpassen: Einer traditionellen Bauweise mit Naturmaterialien und geschlossenem Materialkreislauf steht eine höchst naturbelastende industrielle chemische Produktion mit unverrottbarem Sondermüll gegenüber.
Für mich unvereinbar in einer Konstruktion.

beste Grüsse,
jh





Hallo und danke erstmal
wie schaut es denn mit eventuellen baumaengeln aus ?
ich meine funktioniert dieser Aufbau oder laeuft ihm dann das wasser von der Innenseite des styrodurs herunter ?
danke
michael



Der gute Apfelbaum...



...von Urgroßmutter mit guten aromatischen Äpfeln einfach mal mit Schutzfolie einwickeln (vielleicht zum Schutz gegen Ungeziefer!!) und dann auf eine Ertragserhöhung warten!

Soll einfach einmal aufzeigen, wie sich chemische Dämmstoffe und Naturmaterialien Holz) vertragen.
Desweiteren entsteht ein sommerliches Barackenklima, denn Styropore sind Pufferdämmstoffe und nicht diffussionsoffen.
Sollte dies proklamiert werden, dann einfach einmal nachfragen, in wieviel Jahren (10, 20, 50 etc.) die Diffussionsfeuchte durch den Dämmstoff hindurch ist.

Eine Alternative zu Ihrer gesichteten Variante, wäre eine Holzweichfaserunterdeckplatte auf die Sparren zu bringen und nachher mit einem Einblasdämmstoff ausblasen.
Vorrausgesetzt, die Sparrendicke gibt es her.

Grüße in die Fußballzeit

Udo Mühle