Sturz einziehen

28.12.2009



Hallo Leute,

auf dem Bild ist ein zugemauerter Türdurchgang zu sehen.
Nun soll wieder ein Türdurchgang entstehen, jedoch nicht an dieser Stelle, sondern ca. 1m links vom jetzigen Durchgang.
Die Holzbalken kommen dann komplett raus, ein Sturz soll dann rein. Wie würdet Ihr nun vorgehen, hat jemand ne kleine Anleitung für mich? Es handelt sich hierbei um eine Zwischenwand (27cm dick) im Haus.

Vielen Dank im Voraus.



Du nimmst



einfach deine Maus, ziehst ein Rechteck über die Tür, rechtsklick "Ausschneiden", fährst nen Meter nach links, "Einfügen", fertig!

Plan B: Du schnappst dir ne große Flex und schneidest dat Stück Wand raus, wo der neue Sturz hin soll und setzt da einen neuen passend dimensionierten ein. Dann den Rest drunter rausbröseln und erstmal duschen gehen!

Plan C: Du machst erstmal ein paar Löcher mit nem langen Bohrer und klöpfelst die Steine von Hand raus - einmal duschen gespart!

Falls du tatsächlich den alten "Holzsturz" da rauspuhlen willst, wünsche ich dir viel Spaß.....

;-) Boris





Plan A ist noch am besten :-)

Von der machbaren Seite her würde ich auch auf Plan B tippen. Vorsichtshalber nen Helm tragen.

Plan A müßte ich mal mit meiner Frau probieren, nur das mit dem Einfügen lass ich dann sein. Schwups und weg is Sie.



Mensch Sascha,



das kost jetz aber nen Fünfer in die Schowie-Kasse.....

:-) Boris



nix da Boris,



der Sascha kriegt von jedem einen Heiermann aus der"pech gehabt mit der Frau"-Kasse...hab ihn schon mal rausgelegt.

@Sascha: Kopf hoch, am Ende war es doch die Beste!

softer Gruß...J.



Statiker ?



Hallo, emroko,

Mein Statiker hat Ahnung vom Bauen. Bevor ich an eine Wand gehe, kommt er vorbei. Danach bin ich schlauer und er ist verantwortlich. Er schlägt mir die Materialien vor- Sturz, Quellmörtel etc. Auch wenn es manchmal etwas zu penibel erscheint, kann ich bisher gut schlafen.

Liebe Grüße
Rheinpilot





Stütz die Decke auf der beiden Seiten der Wand mit nem Joch ab.
Markiere dir die Lage des Neuen Sturzes.
Entferne nur die Steine im Bereich des Sturzes.(Nicht das Auflager für den Sturz vergessen).
Leg den Sturz in die dann vorhandene Öffnung.
Richte ihn aus (So das er die richtige Höhe hat, und das er nicht aus der Wand rausguckt.)
Verfuge ihn satt mit Mörtel (MG3 oder Quellmörtel)
Scheide das Mauerwerk unter dem Sturz ein (Trennscheibe)
und entferne es.



Türöffnung



Zur Abwechslung hier mal die Variante, die jeder Maurer in der Lehre beigebracht bekommt:

Zum Material:
Es werden zwei Beton- oder Stahlstürze verwandt.
Als Auflagerlänge ca. 10 cm vorsehen, nicht mehr.
Beide sind vorgebohrt bzw. haben Löcher, um sie später verbolzen zu können.
Zum Mauern wird normaler MG II (Anschläge)und MG III Sturzauflager, Auffütterung) verwandt, kein Quellmörtel.

Wenn über der neuen Öffnung nur das Lastdreieck ohne zusätzliche Decken- bzw. Einzellasten liegt, dann können auch Ziegelflachstürze verwendet werden, die nicht verbolzt werden müssen.

Zum Einbau:
1.Zuerst wird auf einer Seite das Mauerwerk in Sturzgröße einen halben Stein tief ausgestemmt.
2. Dann wird der Sturz eingesetzt und straff eingemauert.
3. Nach dem Abbinden des Mörtels wird die andere Seite freigestemmt.
4. Der zweite Sturz wird von der anderen Seite eingebaut.
5. Beide Stürze werden miteinander verbolzt.
6. Es wird von der Mitte her abgebrochen, bis ein senkrechter Schlitz vorhanden ist.
7. Eine Baustütze wird unter den Sturz gestellt.
8. Die Laibungen werden auf Maß ausgebrochen und von unten her sauber neu aufgemauert.
9. Die Widerlager werden, falls erforderlich, mit Klinkern oder Hartbrandsteinen neu aufgeführt.
10. Die Stege von Stahlträgern werden mit Gasbeton ausgeklebt.

Viele Grüße



Tür neu



@ Georg


da fand ich die Idee mit der Flex und zwei senkrechte Schnitte links und rechts für die Laibung doch schon besser...
Stemmen und dann neu hochmauern? bei der Wand bröseln beim stemmen nicht nur die Ziegel an der neuen Türe raus sondern auch noch der Holzsturz der alten Türe...


MfG Andreas



Sturz einziehen



Wie die Öffnungen ausgebrochen werden, ist mir egal, Hauptsache das Gefüge der Wand geht dabei nicht mit zum Teufel.
Ich nehme bei solchem Mauerwerk lieber den Fäustel und ein paar gute Meißel.
Die Steine werden ganz herausgelöst, der Mörtel sieht nicht gerade fest aus.
Die Erschütterungen sind am Mauerwerk minimal, das Gefüge lockert sich nicht.
Und, welche Flex schneidet schon 24 cm ?
Auf jeden Fall keine, die man in der Hand hält.
Ich habe schon einmal eine Öffnung in eine (nur) halbsteinstarke Wand mit der Flex versucht zu schneiden, man muß beidseitig exakt in der selben Ebene arbeiten. Mit der schweren, bockigen Maschine freihändig so gut wie unmöglich, einen sauberen Schnitt hinzukriegen.
Vom Staub will ich gar nicht erst reden.
Selbst einen Anschlag für meine neue Zwischentür im Keller in 1 Stein dickes Mauerwerk zu schneiden war Knochenarbeit und bedurfte trotzdem der Nacharbeit mit Hammer und Meißel.

Viele Grüße



Die vorgehensweise von Gerog



ist doch OK, ich würde allerdings auch die Flex nehmen.
Bei Punkt 10. wird Porenbeton genommen Georg und nicht Gasbeton :-))

schmunzelnde Grüsse



Sturz



Stimmt, Gasbeton ist die alte Bezeichnung und nicht mehr in Gebrauch.
Übrigens kann man auch Ziegelstücken nehmen oder zugerichtete Heraklithplatten, je nach Größe des Trägers.



Sieht auf dem Bild so aus, als wäre



jeweils eine Reihe 7/11/24 er Steine die Längs und einmal die Quer gemauert.
Grundsätzlich frage ich mich jedoch, wie bei der Idee mit der Flex:
1. Das darüberliegende Mauerwerk halten soll;
2. Eine normale 230er Flex, die max. 8,9 cm ins Material eintauchen kann, eine 27er Wand so aufschneiden soll, daß man das Stück für den Sturz einfach rausnehmen kann;
Jetzt könnte man natürlich sagen, eine Motorflex schneidet tiefer. Aber wer will die schon in dieser Höhe bei einem horizontalen Schnitt einsetzen ? Ich jedenfalls nicht :)
Ich finde Georgs Vorgehensweise völlig korrekt und nachvollziehbar, man stemmt normalerweise zuerst die Hälfte der Wand aus, setzt dann einen Sturz ein und macht sich dann an die andere Seite. Die Vorgehensweise mit dem Verbolzen kenn ich dagegen nicht.
Quellmörtel wäre sicher zu empfehlen, zumal davon auszugehen ist, daß die 24er Zwischenwand mit ziemlicher Sicherheit auch als tragende Wand fungiert.
Ich zähle auf dem Bild noch knapp 11 Schichten über dem Sturz. Lt. meiner Annahme, es handle sich um 7/11/24er Ziegel, wären das grob gerechnet 80 cm, die noch oberhalb des Sturzes als Mauerwerk verbleiben. Mir wär das ehrlich gesagt zuviel, um einfach ein Loch in die Wand zu stanzen.



Tür neu



Hallo


beim Einschneiden mit der Flex gehts mit Sicherheit nich um einen horizontalen Schnitt in eine Fuge. Es geht um einen Schnitt links und rechts an der neuen Laibung, um die Steine kontrolliert zu brechen.
Mache ich die lichte Weite der Öffnung beide Seiten 2cm größer, passt die neue Zarge warscheinlich ohne große Nachstemmarbeiten...
Der Rest der Schritte 1-10 von Georg hat niemand zur Abrede gestellt.


Quellzement? Quellmörtel? Gibts in AT nicht mal im gut sortierten Fachhandel...




MfG Andreas



Tür neu



Ich stimme Andreas zu!
So hatte ich es gedacht.
Quellmörtel bekommt man beim gut sortierten Fachhandel (Baustoffhandel), bei Baumärkten habe diesen auch noch nicht gesehen.