Wanddurchbruch

21.08.2011



Hallo zusammen.
Wir haben vor 3 Jahren ein altes Haus von 1938 gekauft. Es ist in Ordnung. Keine Feuchtigkeit usw.
Jetzt wollen wir einen alten Türdurchbruch wieder öffnen. Es ist eine ehemalige Außenwand, wor der Vorbesitzer in den 80 Jahren einen massiven Anbau vorgesetzt hat. Der Durchbruch wurde einfach zugemauert. Beim entfernen der ersten Steine, ist uns aufgefallen, dass Die Wand aus zwei Mauern besteht, in deren Mitte ein Holzbalken senkrecht steht. Wir wollten eigentlich einen Sturz einziehen und dann den unteren Teil für eine Tür entfernen. Jetzt sind wir uns aber nicht mehr sicher, ob das so geht.
Wir sind für Tips und Ratschläge immer offen.



1938



wurde nicht selten zweischalig gemauert. Der Balken könnte den Luftspalt (warum auch immer) verschlossen haben unter der alten Tür. Warum könnt ihr die alten Stürze nicht verwenden ? Zu niedrig oder zu schmal ?
Einen breiteren tragenden Sturz einziehen ist eigentlich keine komplizierte Arbeit. Ein Ziegelsturz trägt hingegen nur sich selber und benötigt eine Aufmauerung (2-3 Schichten Ziegel, mit Mörtel vermauert, nicht geklebt !)





Wir können den Balken eigentlich verwenden, aber wir haben keinen Gegenpart. Der Ziegelsturz würde vorne und hinten die Wand abfangen. Ist das mgl. Gibt es da dann Probleme, wenn wir das mit Rigips verkleiden?



was



versteht Ihr unter "Gegenpart". Ich kennne nur das Foto.
Bitte mehr Fotos !!



und



mal das ganze von außen. Es könnte auch sein, dass es in der Fassade Zusammenhänge gibt, die statisch bedingt sind. Wenn es ein Haus der Bausiedlungen ist (hat damals etwa 10000 Mark gekostet), sind es oft billig-Selbstbauhäuser, die dem Charakter der Zeit geschuldet sind. Die müssen deswegen nicht schlecht sein.





Vielen Dank für die Antworten.

1. Es handelt sich um ein freistehendes Haus. Es wurde 1937/38 erweitert. Wir haben dazu alle Zeichnungen mit Abnahmen.

2. Das Bild zeigt, ich nennen es mal Steher, den linken Steher. Der Rechte (Gegenpart) ist mit einer Endoskopkamera nicht zu finden. Wir wollten jetzt vor und hinter dem Steher einen Sturz einmauern und dann da Ganze mit RIGIPS verkleiden. Gibt es da Probleme mit der Feuchtigkeit und Statik? Alle Räume werden übrigens dann auch noch beheizt, und es gibt überall Fenster zwecks Zirkulation.



Wenn es



Probleme mit der Statik geben würde, dann wäre die Mauer bestimmt schon jetzt eingestürzt.
Also innen und außen einen Ziegelsturz einmauern, evtl. gegenüber dem "Steher" den Spalt zuputzen.
Probleme mit Feuchtigkeit wird es sicher nicht geben.

Viele Grüße



wenn



es so ist, wie ich (und Gerhard) verstehe, ist der Balken ev. nur zum Verschluß und zur Stabilisierung eingebaut worden, um Fenster/Tür befestigen zu können. Wenn es auf der Gegenseite noch keinen gibt, dann ev. nachrüsten und oben statt Putz noch ein kantholz mir Winkel dazwischenschrauben. Dann alles mit Putzträger grob überputzen (2 Anschlüsse sind schlechter als ein durchgehendes Stück), Rahmentür rein und dann fein einputzen. Bei Futtertür wäre halt nur der Grobputz von Vorteil, um Luftundichtigkeiten zu vermeiden.



Dank



Vielen Dank für die Ratschläge.
Ich habe weiter oben eine Aussparung für einen Querbalken gefunden. Demzufolge stimmt es wohl, das er zur Befestigung einer Tür gediehnt hat. Ich werde also wieder einen Querrbalken und einen zweiten Steher einziehen, zwei Stürze einsetzen und fertig. Es soll ja auch keine Tür eingebaut werden. Es wird nur mit Rigips verkleidet und dann gefließt.
Ist es eigentlich normal mit zwei Wänden und einem Zwischenspallt. Wie wurden die Giebelseiten denn verankert. Das Haus ist relativ gerade. Keine schiefen Wände und so. Hut ab, wenn das früher so gemacht wurde, das sieht man heute sehr selten.



es



schaut ja auch nicht jeder in die Wand. Diese Bauweise war in der zeit nicht unüblich. Verankerung der beiden Schalen mittels Ziegel-Verbinder oder Eisen.





Hallo, Gibt es Erfahrungen, wie Stabil das auch noch nach 70 Jahren ist. Wenn man bedenkt, dass Eisenteile oder Holz zum Einsatz kommen?
Will nicht, dass das ganze doch irgendwann einstürzt.



zweischalige Wände



sind eigentlich Stabil.
Es kommt wie immer auf die Qualität des Materials und des Handwerkers an. aber so schnell stürzt nichts ein, Du hast ja keine ausbeulenden Wände oder Risse. Das Problem ist eher der Mörtel und Feuchte.
Hier mal ein Beispiel, wie so etwas gebaut wurde.





Vielen Dank, habe ich verstanden.
Und wie ist es mit der Isolierung?
Ich habe mal gelernt, dass eine Sandwichbauweise, und das kommt ja dieser sehr nahe, sehr gut ist. WIe ist es denn hier?
Uns ist aufgefallen, dass selbst in heißen Sommern oder kalten Wintern, die Temperaturen immer um 20C° sind.
Wir denken aber über eine neuen Fasade nach(nur malern, neu Verputzen oder dämmen und Verputzen), da wir lauter Schrumpfrisse im Putz haben. Deshalb meine Frage.



Die^



Wärmedämmung ist abhängig vom Luftspalt, den verwendeten Ziegel und der Feuchte. Im allgemeinen sind diese Bauweisen für ein Eigenheim nicht schlecht, haben aber Ihre Schwachstellen. Z.B. wenn Binder als Verbindung gewählt worden. oder eben Dein Fensteranschluss. technisch keine saubere Lösung.