Strommast im Dach und Kondenswasser




Hallo zusammen!

Wir haben unseren Dachboden mittlerweile fast fertig ausgebaut. Es gibt aber noch ein Problemchen zu meistern: die Stromzuführung übers Dach! Der Stahlmast, der die Dachisolierung elegant durchdringt, wird im Winter natürlich schön kalt und sorgt dementsprechend für reichlich Kondensat. Die bisherige "Eimerlösung" ist zwar pragmatisch, aber eines Wohnraumes nicht würdig. Ich würde also gerne den Mast isolieren, dampfdicht abschließen und mit Holz verkleiden. Das Problem daran ist aber der Kasten mit den NH-Sicherungen, an die man ja im Zweifel auch nochmal drankommen sollte.
Ich könnte einfach alles ordentlich verpacken und müßte dann im Notfall den Krempel aufschneiden und nachher wieder instandsetzen, aber vielleicht gibt es ja auch elegantere Lösungen? Eine Wartungsklappe wäre schön, aber wie sollte das jemals dicht werden...
Der eine oder andere von Euch wird sicher auch schon einmal vor dem Problem gestanden haben. Ich bin für alle Ideen zu haben! Einzige Ausnahme: eine Einspeisung im Keller ist nicht möglich.

Grüße
Roland





Hallo Roland,

hierfür gibt es wärmeisolierte Dachdurchführungen diverser Hersteller wie Lindab, Hauff-Technik etc..

Am Dacheinstand selbst wie an der Hauptsicherung hat niemand etwas verloren. Der erste Weg bei solchen Arbeiten ist jener, mit dem Versorger das Gespräch zu suchen. Verbaut werden dürfen meist nur von diesem zugelassene Systeme und in der Regel auch nur durch von diesem zugelassene Firmen. Das selbst Zukleben geht gar nicht.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

Hinweis: Beim Dachausbau ist neben den in den Landesbauordnungen geforderten Mindesthöhen auch auf die Situation der ersten und zweiten Rettungswege zu achten. Dachausbeuten stellen fast immer Umnutzungen dar und sind aus diesem Grunde genehmigungspflichtig.



Hallo Christoph,



eine neue Dachdurchführung kommt kostenmäßig nicht in Frage. Es muß aber möglich sein, die Gerätschaft einzuhausen. Ich will ja nichts auf den Mast oder Kasten kleben... hier gilt logischerweise das "Finger-weg-Prinzip". Irgendwo muß es eine Grenze geben, wo der Abstand groß genug ist, daß der Versorger nichts mehr sagen kann. Also ein Koffer, von außen nach innen Holz, Dampfsperre, Isolierung (nicht brennbar), Luft, Sicherungskasten. Natürlich irgendwie zu öffnen...

Grüße
Roland





Es gibt auch luftdichte Revisionsklappen (z.B. AluPlana o. glw.). Trotzdem: Vor einer Einhausung würde ich unbedingt mit dem Versorger über die Mindestabstände und Oberflächenbeschaffenheit (innen) reden.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer