Stromanschluß




Besitze ein Fachwerkhaus Bj.ca 1915.
Strom wurde im Ort ca 1915 verlegt.Jetzt habe ich ein Foto Mitte 1950 gefunden,auf dem in der Straße keine Strommasten zu sehen sind.Kann es sein ,daß damals die Stromleitung von Haus zu Haus befestigt wurden?
MfG J.



Es wäre...



... nicht unüblich, wenn Spannseile von Haus zu Haus gezogen gewesen sind, an denen dann die Haupleitung sozusagen mittig über der Straße befestigt gewesen wäre...

Sebastian Hausleithner



Stromanschluß



Und wenn es damals schon Erdkabel gab?
Wo liegt jetzt der Hausanschluß? Wie sieht er aus?

Viele Grüße



Stromanschluß



Danke. Auf dem Foto sind auch quer der Straße keine Leitungen erkennbar.
Unter der Erde schließe ich aus. Von Spanndrähten war glaube ich in der damaligen DDR noch keine Rede.
Jetzt ist die Straße erneuert und erdverkabelt.
Vorher standen Maste auf der Gegenseite mit einem Spannseil wegen Kraftstromanschluß zu unserem Fachwerkhaus.
Aber vor meiner Zeit????



Hatte denn 1950 ...



.. überhaupt schon jedes Haus Strom?



Stromanschluß



.. überhaupt schon jedes Haus Strom?
Klar doch.Wir mußten doch in der damaligen DDR Radio hören.
Scherz!!!!
Stromanschlüsse gab es lt.Chronik seit 1920 für jedes bestehende Haus.





Strom wird auch heute noch in Teilen Bayerns von Haus zu Haus weitergeleitet; an den Dachständern finden auch noch die Telefonleitungen Platz. Warum? In Gestein buddelt man nicht mal eben.



Auch im niedersächsischen...



... war es gang und gäbe, so zu verlegen...

Das Bild zeigt einen Ausschnitt einer Reihenhaussiedlung BJ Anfang der 60er, wo im Bereich des Drempels noch die alte Leitungsführung mit den außenliegenden Anschlusskästen zu erkennen ist. Die Häuser links und rechts daneben haben einen Thermoputz erhalten.

Die Leitungen wurden zentral je Block (6 Blocks zu je 6 Häusern) von einer vorhandenen offenen Leitung gespeist... die hat wohl da gestanden, wo man jetzt die Laterne erkennt.

Auf der anderen Seite der Straße stehen tw. Fachwerkhäuser ab 1870, tw. Ziegelbauten aus der Zeit um 1900. Hier kann man zum Teil noch die Mauerhaken für die Zugentlastung erkennen...

Das ganze ist dann nach Aussage einer langjährig hier lebenden Nachbarin im Zuge der Straßen- und Entwässerungssanierung unter die Erde verlegt worden, das muss um 1972 gewesen sein...



Stromanschluß



Danke für die Auskunft.Könnte vielleicht ähnlich gewesen sein.
An unser Haus ging bis 1980 vom Mast gegenüber eine Stromleitung 2 Kabel die an Isolatoren am Haus befestigt waren in eine Durchführung in einen Kasten mit einer Sicherung ca 36 Amp.(für ein 2 Familienhaus)
Nach Beantragung Kraftstrom wurde dan ein isoliertes Kabel mit nat. höherer Absicherung und einem Spanndraht verlegt.
Leider hab ich eben keine Erinnerung daran,was vor der Zeit war,als der Lichtmast schon gegenüber war.Kann schon sein das von Haus zu Haus verkabelt wurde.
Bei Wendebeginn hab ich erst erfahren,daß in unserer Nachbarregion Bayern auch ohne Einverständnis des Hauseigentümers auf seinem Dach öffentliche Leitungen verlegt weden konnten.
MfG.



Stromverkabelung am Hausdach



Hallo !

Ein kleiner Beitrag zum Thema Stromanschluss über's Dach:

Ich habe eben auf Googlemaps einen Ort gefunden wo immernoch alle Häuser über's Dach am Stromnetz hängen.

Gebt einfach bei google maps Heimbolweg 472459 Albstadt ein und Schaut mal bei den Häusern neben der Schneider OHG, da sind fast alle Strassenzüge mit Dachanschluss versehen !
Ich denke auch dass man dies gerne in Überflutungsflächen gemacht hat.



Stromanschluß



uff--gut zu erkennen.Sieht aber so aus,als wenn auf diese tlw. weite Entfernung ohne Spanndraht gearbeitet wurde.???



Ohne Spanndraht



Das kannte ich aus meiner Jugendzeit auch.
Bei uns im Dorf (überwiegend 2-3-geschossige Bauten) gingen die Leitungen aber nicht über die Dächer, sondern wurden mit den Isolatoren direkt an den Hauswänden befestigt. Es gab Abzweigungen auf die andere Straßenseite und z.T. Zickzack-Anordnungen. Nur bei größeren Bebauungslücken wurden holzerne Masten dazwischen gesetzt.

Viele dieser alten Oberleitungsrelikte wurden noch Jahre bis Jahrzehnte an den Häusern belassen, als es schon längst unterirdische Kabel gab. Ich weiß allerdings nicht, ob es eine Art Übergangszeit gab, wo noch beide Nutzungen parallel liefen, oder ob ab einem Stichtag die Oberleitung abgeschaltet wurde.

Spätestens jetzt hätte die Metallmafia sich drüber her gemacht.





Spätestens jetzt hätte die Metallmafia sich drüber her gemacht
Bei uns war da EON Thüringen schneller.
Äh-gehört jetzt das Netz in der Ortschaft nicht der Kommune??



Wenn es darum geht...



... öffentliches Eigentum zu verschleudern, sind sie doch alle immer gern sofort dabei. Die Kunst besteht darin, den Leuten erst eine Gebühr für die Demontage der alten Kabel abzuverlangen und diese Kabel dann gewinnbringend an den Metallhandel weiterzuveräußern.



Es



gibt durchaus bis heute Frieleitungsanlagen im Ortsgebiet, und zwar mit Masten, Dachständern und Mauerständern.

Dachständer:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/20/RoofStand.jpg/393px-RoofStand.jpg
Hier noch mit blanker Freileitung, oft wurde streckenweise oder komplett ein 4-adriges Kabel auf einen der vorhandenen Isolatoren montiert oder simplere Dachständer mit nur einer Aufhängung verbaut.

Von Mauerständern finde ich leider aktuell kein Bild, sind aber simple Stahlausleger, die im OG aus der Hausfassade kommen, mit vier Isolatoren unten dran. Bei Häuserzeilen mit unregelmäßiger Bebauungshöhe wurde auch gerne kombiniert - ebenerdige Häuser mit Dach-, einstöckige mit Mauerständer.

Erdkabel gab es um 1920 durchaus schon, aber überwiegend in größeren Städten, wo die Menge an Freileitungen zu dicht geworden wäre. Freileitung war und ist deutlich billiger als Erdkabel, und von Diebstählen hört man selten - alleine schon deshalb, weil die fast komplett aus Aluminium bestehen ;-)



Stromanschluß



Nach Anbringung Erdverkabelung(Bei uns über Außenleitung am Haus hochgeführt--natürlich verdeckt)Weiterleitung über Dachboden.
Da Zweifamilienhaus wurde im Obergeschoß bei mir die vorhandenene Verteilung genutzt um bei mir zum Zähler und bei meinem Untermieter auch zum Zähler zu gelangen.
Früher war dieses Verteilung,da sie vor dem Zählern sitzt verplombt.
Heute schert sich keiner drum und ich hab sie wieder mit Paneelen verblendet.
Theoretisch könnte man unbemerkt Strom zapfen.
Hat sich auch bis heute kein Stromanbieter gemeldet,der verantwortlich ist.
Diese Verteilung ist zwar heute nicht mehr zeitgemäß,scheint aber noch möglich,weil die Umstellung von einer größeren Elektrofachfirma
ausgeführt wurde.