Thema Wärmepumpe




Hi,
hatte ja letztens schon erwähnt, dass ich eventuell eine Pellet-Heizung anschaffen möchte.
Jetzt hat mich jemand gefragt, warum ich nicht gleich ne Wärmepumpe nehme.
?!?
Was kostet den so ne komplette Anlage ?
Am besten eine mit Erdwärme (angeblich am effektivsten).
Ich habe da keine Ahnung von.
Kann mich mal jemand aufklären?



Abwägung Strompreis/Holzpreis



Hallo Uwe
Man kann nicht pauschal sagen, was eine Wärmepumpenanlage im Vergleich zu einer Pelletsheizung kosten wird, ohne das Bauwerk nicht zu kennen (Größe, Dämmwerte der bauteile, etc.).
Grundsätzlich sollten aber in die Entscheidungsfindung noch einige Randaspekte mit einfliesen:
- Die Wärmepumpe funktioniert mit Strom. Bei einer Arbeitszahl von 4-5 wird 20-25% der Heizwärme in Form von Strom benötigt. Ich bin da immer noch am überlegen mit der Strompreisentwicklung.
- Eine Erdwärmepumpe braucht Platz für die Erdreichwärmetauscher, entweder meherere Bohrungen mit Pfahlsystemen bzw. Strangverlegung im Grundstück (einige 100m Leitungen je nach Bedarf).
+ Der Platzbedarf im Haus ist äußerst gering.
- Für die Pelletsheizung braucht man einen Lagerraum für die Pellets (EFH ca. 15m³).
- Die Heizung muß regelmäßig gereinigt werden.
+ Holz als nachwachsender Rohstoff, geringer Strombedarf.
+ Pelletspreise sehr stabil, bei uns eher fallend da die umgesetzten Menge steigen (Mittelfranken) und auch das Angebot zunimmt.

Man hört schon heraus, dass ich die Pelletsheizung favorisiere, aber auch eine Erd-Wärmepumpe hat ihre Vorteile. Am besten Angebote für beides einholen und Platzbedarf klären.

Schönes Wochenende,
Thomas



Hängt natürlich vom Bestand ab...



... wenn wir jetzt mal einen einigermaßen gedämmten Altbau mit 150 qm nehmen, Warmwasser auch über WP, dann kostet so eine Anlage vom Listenpreis rd. 16.000 Euro plus Erdarbeiten und Instaufwand. Im Vergleich zu Pellets als nicht unbedingt teurer. Im Gegentum: im Zuge der aktuellen Steuerdiskussion wird drüber nachgedacht den MWSt.-Vorteil bei Pellets zu Streichen und dann auch auf 16% zu gehen. Thema ist natürlich auch die Versorgungssicherheit. Hier im Norden kannste das fast vergessen. Viele Grüße

Rüdiger Berg
www.idealhus.com



WP kontra Holzheizung



Noch ein paar Argumente:
Eine WP ist eine vergleichsweise komplizierte thermodynamische Maschine mit entsprechendem Wartungsbedarf und begrenzter Lebensdauer.
Versorgungssicherheit bei Pellets wird bei steigender Nachfrage sicher nicht schlechter.
Scheitholzkessel (es gibt auch solche, die bivalent mit Pellets gefahren werden können) haben keine Probleme mit Versorgungsengpässen und schwankenden Preisen.

mit besten Grüßen
Dietmar Beckmann



Butter bei die Fische...



... Dietmar, was kostet??? Bin sicherlich auch ein pellets-Fan, wenn ich 500 km weiter nördlich wohnen würde. Aber zum einen kostet da ein qm Grundstück ein 0/00- Anteil von hier, zum anderen kostet die Anlage ein Bruchteil der deutschen Preise und zum dritten gibts an jeder Ecke die Pellets (und: unter uns: selbst mit 25 % Moms sind die billiger als die subventionierten deutschen Pellets)



Erdwärmepumpe



... ist nicht überall gestattet, so tief bohren zu lassen... frag vorher mal nach.

Ich hab mir von nem Hersteller sagen lassen, dass das nicht repariert werden kann, falls da was dran kaputt ist. Da muss der komplette Schrank ausgetauscht werden.
Grüße Annette



Wärmepumpe



Wir sind dabei, für unser Haus eine Wärmepumpe zu planen. Diese soll in Verbindung mit einem Erdkollektor geplant werden. Bekomme morgen Details über Preise und werde dann hier einiges einstellen. Klar erkennbarer Vorteil ist für mich schon einmal die wegfallende Vorratshaltung. In Verbindung mit einer Wandheizung bei 35° Vorlauftemperatur ideal.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



wärmepumpe



alles heizen mit Strom bedeutet letztendlich die Förderung von atomstrom und braunkohlestrom

lehne ich aus den unterschiedlichsten gründen entschieden ab

strom ist ein hochwertiger energieträger der nicht für niedertemperaturanwendungen verschwendet werden sollte

auch erdöl und Erdgas sind entsprechend hochwertige energieträger

deshalb im bereich der niedertemperaturanwendungen wie hier die beheizung nachwachsende rohstoffe verwenden

kosten sind nicht höher als bei allen konventionellen energieträgern im gegenteil meistens sogar erheblich günstiger

weiteres problem bei der Wärmepumpe ist dass das Warmwasser
nur durch durchlauferhitzer bereitgestellt werden kann
dies führt zu einer weiteren verteuerung des heizsystems
und der betriebskosten

gruss aus münster



@Jörg Seifert



Habe meine Wachskerzen gegen Glühbirnen eingetauscht. Fördere ich jetzt auch den Atomstrom? Wie sieht es mit dem Herd aus? Herdfeuer mit Holz? Ich finde,Erdwärme ist eine gute Alternative zu Heizöl und Erdgas. Wer hat schon alles Gelegenheit, sich etliche m³ Pellets auf Lager zu legen. Jeder sollte hier für sich die richtige Entscheidung finden.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





schönen sonntag nach dortmund

wenn du ca 100 kWh/m² Wohnfläche für deinen Herd benutzt könnte ich das wohl bejahen

jeder der bisher eine Ölheizung hat hat zukünftig auch platz für pellets

und damit ist die Nutzung der nachwachsenden rohstoffe noch längst nicht erschöpft

und Erdwärme nutzen und erdwärme nutzen können durchaus zwei paar stiefel sein

wenn ich das ca 7 °C warme erdreich in etwa 2m tiefe in meinem Garten meine naja thermodynamisch nicht gerade optimal

wenn ich warme quellen habe die ich anbohren kann/darf schon besser

gruss aus münster nach dortmund



Wärmepumpeneignung des Heizsystems



Hallo Uwe,
in den vorangegangenen Beiträgen wurde viel über Kosten und Ökologie gesprochen, aber für mein Verständnis, muß doch erstmal geklärt werden, was hast Du für ein Heizungssystem im Haus? Werden zur Beheizung des Hauses Heizkörper eingesetzt oder Flächenheizung? Es geht also um die Vorlauftemperatur. Je geringer umso besser für eine Wärmepumpe. Ich als Laie würde sagen, die Grenze liegt so bei 40°C. Warmwasser kann dabei natürlich nicht über die WP mit erhitzt werden. Ich plane auch gerade eine WP für mein Haus mit einer max. Vorlauftemp. von 37°C. Dazu habe ich aber auch einen Kamin im Wohnzimmer stehen, der einen Wassersatz hat, mit dem ich, wenn ich denn meinen Ofen anheize, gleichzeitg meine Zentralheizung mit beheize.
Also erstmal klären, ob vom techn. die Wärmepumpe überhaupt möglich ist (Wärmepumpenhersteller sagen gern, dass dies immer möglich ist) und dann zur Kosten- und Energiebilanz übergehen, vielleicht hat es sich bis dahin schon erledigt.
Viele Grüße





Also ich denke, ich bleibe bei der Pellet-heizung.
An Platz hab ich eine ungenutze Garage (für Pellets).
Das müsste ja reichen.
War ur mal so ein Gedanke.
Das Haus hat momentan keine Heizung.
Da muss man genau überlegen, was man macht.





@ uwe

prima, stehe gerne für weitere fragen zur verfügung

adresse im profil

gruss aus münster





Atomstrom für Wärmepumpe???

Hör ich immer wieder. Ist aber Blödsinn.
1. ist der Strom ja nur so teuer, weil wir alle die 10000 Solaranlagen auf den Dächern der Bauern zahlen müssen
2. ist die WP 4 Std am Tag abschaltbar, sprich ohne Strom
Es braucht also kein Atömchen mehr gespalten werden wegen einer neuen WP, da der Strom ja sowieso für die Spitzen ausgelegt ist. und genau dann wird der Strom für die WP vom Energieversorger abgeschaltet.

Sind aber trotzdem am überlegen Pellets/WP hab keine Lösung

gibt Vor- und Nachteile bei beiden.



@ atomstrom



bei der elektrizitätserzeugung gibt es verschiedene lastbereiche:

grundlast anlage laufzeit mehr als 15 h pro tag da leistung schlecht regelbar (lange anfahr- und abfahrzeiten):
atomkraftwerke, braunkohlekraftwerke, laufwasserkraftwerke, müllverbrennungsanlagen, biogasanlagen

mittellastanlagen laufzeit 10 - 15 h pro tag (mittlere anfahr- und abfahrzeiten):
steinkohleanlagen, msichanlagen

spitzenlastanlagen laufzeit unter 10 h pro tag kurzfristig regelbar (kurze
gas- und ölturbinen, speicherwasserkraftwerke

eine sonderstellung nehmen Photovoltaik und Wind ein
wegen der schlechten steuerbarkeit der anlagenerträge verdrängen sie die stromerzeugung der grundlastkraftwerke
die zeiten in denen diese regenerativen anlagen kein Strom produzieren muss von mittellast- und spitzenlastkraftwerken ausgeglichen werden

fazit:
die Wärmepumpe benötigt im Winter mehr als 15 h pro tag strom also verbraucht sie grundlaststrom

atomenergie hat am grundlaststrom einen anteil von über 50%

also verbrauchen wärmepumpen überwiegend atomstrom

gruss aus münster



Thema Wärmepumpe



@Jörg Seifert
Wenn man schon mit Zahlen spielt um sein bevorzugtes Produkt im rechten Licht erscheinen zu lassen, sollte man diese auch richtig darlegen.
Wie die letzte mir zugängliche Statistik zeigt lag der Primärenergieverbrauch von Kernenergie im Jahr 2001 bei 12,87 %.
Wenn sich der Trend von 1999 - 2001 so weiter fortsetzt, dürfte der Verbrauch noch gesunken sein.
Der Jahresenergieverbrauch einer Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus dürfte bei ca. 400.-€ +/- je nach Heizverhalten liegen.
Im Übrigen wird Warmwasser nicht per Durchlauferhitzer erzeugt, sonder mittels Wärmetauscher.
Also: Keine Milchmädchenrechnung fürs eigen Produkt.
Die Entscheidung, welche Heizung, mit welchem Energieträger sollte man nicht Doktrinär vertreten, sondern die Entscheidung für oder wider mit Fakten untermauern.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Nachtrag



Statistik findest Du unter




http://www.mvel.nrw.de/cipp/mvel/custom/pub/content,lang,1/oid,11405/ticket,g_u_e_s_t




Energiebroschüre NRW - Daten, Fakten - 2001



Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik



@ harald



schöne statistiken muss man auch lesen können

und lass uns doch mal über das gleiche thema reden

ich rede über stromverbrauch und stromerzeugung

als basis für unsere diskussion können wir z.b. die statistiken der vdew verwenden

http://www.strom.de/wysstr/stromwys.nsf/d0170ba3e9a2f3e4c1256b020042d7f6/927268e05300431ac1256bd70046684f/$FILE/VDEW-Jahresbericht%202001.pdf

einverstanden?



@ harald



1, kernkraft, braunkohle, laufwasserkraftanlagen, Müll etc
müssen aus technischen gründen 24 h am tag laufen

2, damit erzeugen sie sogenannten grundlaststrom

3,für 2001 gilt:
vdew statistik seite 13 Strom aus kernkraft 170,2 Mrd kWh

vdew statistik seite 27 strom aus braunkohle 142,3 Mrd kWh

vdew statistik seite 13 strom aus wasserkraft 36,2 Mrd kWh

vdew staistik seite 13 strom aus sonstigen 2 Mrd kWh

Zusammenfassung:

Grundlaststrom wird überwiegend aus Kernkraft erzeugt

Schlussfolgerung

Heizen mit Strom (z.B. Wärmepumpe) erfolgt 20 h am Tag also wird Grundlaststrom verwendet

ergo Stromheizungen nutzen überwiegend Atomstrom

strahlende Gürsse aus Münster
vdew 2



atomstrom



wer hat denn gesagt, dass WP ohne Atomstrom betrieben werden.
Alles was Strom braucht braucht auch Atomstrom.
(ausser mit Atomstromfilter bei ebay)

Aber es braucht kein KKW mehr gebaut werden,
da in den Spitzenverbrauchszeiten die WP abgeschaltet wird.



Ah ja, und die Pellets-Anlage...



... läuft völlig ohne Strom? Ist ja ganz was neues. Und die Pellets kommen auch Marke "Beam-me-up-pellets" zum Endverbraucher???

Also wenn, sollten alle Parameter berücksichtigt werden...

Viele Grüße



@ Jörg Seifert



Kann mich den vorhergehenden Einträgen nur anschließen.
Auch aus Deiner Statistik kann ich keinen Prozentsatz von 50% herausschönen.
Deine Argumentation kommt mir fast ein bischen Fundamentalistisch vor. Recht hat nicht der, der das letzte Wort hat.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



@ MoRüBe



schön wenn man immer weiss mit wem man es zu tun hat

und wenn es leute gibt, die in der lage sind unter ihrem eigenen namen kommentare ins forum zu schreiben

gruss aus münster



@ harald



recht und unrecht ist sicher auch eine frage
des standpunkts

mir geht es hier um den Austausch von wissen,
die schlüsse hieraus muss jeder selber ziehen

zum thema atomstrom:
zahlreiche störfälle in atomanlagen haben gezeigt, dass die technologie eben doch nicht beherrschbar ist

und soviel raum wie in russland wo dann schnell mal ein ganzer landstrich umgesiedelt wird, den haben wir nicht.

also muss diese technologie so schnell wie möglich wieder abgeschafft werden

wenn wir uns aber in immer grösserem umfang abhängig von Strom machen (z.b. durch stromheizungen), wird es uns unmöglich werden die akws irgendwann mal abschalten zu können, denn die alternativen biogas, Wind und sonne reichen nur im begrenzten maße aus um den strombedarf zu decken

also sollten nicht zusätzliche stromfresser installiert werden, sondern alternativen für die stromanwendungen gesucht werden

gruss aus münster



Gruß nach Münster zurück...



... schau bitte in meinen ersten Beitrag, da steht alles. Und als Halbschwede stelle ich fest, daß trotz überwältigender Anzahl von WP`s dort als erstes die AKW`s abgeschaltet werden.
So, und wenn wir denn schon bei dieser Glaubensdiskussion sind: Dann fangen wir doch mal an alle Geräte abzuschaffen, die im "Standby-betrieb" Unmengen an Strom unsinnig verbrauchen, usw. usf, aber das gleitet jetz völlig vom Thema ab.

Ich Frage mich nur ernsthaft, wo der ökologische Vorteil von Pellets liegt, wenn ein LKW aus dem Westerwald mir heute nach 600 Kilometern 3 Kubikmeter Pellets nach S-H bringt.



@ MoRüBe



schöner name und wer hat es nötig sich dahinter zu verstecken?

ansonsten gebe ich dir bezüglich des pellettransports volkommen recht, die lkw-maut scheint noch zu niedrig zu sein

glücklicherweise entstehen mittlerweile beinahe flächendeckend pelletierwerke, sodass pellets regional verfügbar sind

und übrigens nicht überall wo bioenergie draufsteht sind pellets drin, da wären dann noch die hackschnitzelheizungen, stückholzkessel, holzvergaser, strohheizungen, biogasanlagen, .....

gruss aus münster



Wärmepumpen bringen keine Kostenersparnis in Altbauten



"Rheinbreitbach (dpa/gms) - Für Altbaubesitzer ist die Installation einer Wärmepumpe keine geeignete Maßnahme, um die Heizkosten zu senken. Darauf weist die vom Bund der Energieverbraucher herausgegebene Zeitschrift "Energiedepesche" hin.

Die Betriebskosten für das Heizsystem bewegen sich zwar in einer ähnlichen Größenordnung wie jene für Öl-, Gas-Brennwert- und Pellet-Heizungen. Jedoch sind die höheren Investitionskosten nicht mehr wettzumachen. Lediglich in optimal geplanten Neubauten ließen sich Kostenersparnisse erzielen.

Das kostengünstigste Heizsystem für ein ungedämmtes Haus ist den Angaben zufolge der Ölheizkessel. Er schneide sogar spürbar günstiger ab als die Gas-Brennwertheizung. Die kostengünstigste Lösung für ein gedämmtes Haus unter Einbeziehung der Investitionskosten ist laut "Energiedepesche" eine Pelletheizung, die kleine Presslinge aus Hobelspänen und Sägemehl verbrennt. Die Strom-Direktheizung sei sowohl für Altbauten als auch für Neubauten mit Abstand das unwirtschaftlichste Heizsystem."

aus: dpa