Elektrische Fußbodenheizung

11.06.2003



Hallo, unser kleines Fachwerkhäuschen wird komplett mit Strom geheizt(Direktheizungen in jedem Raum). Ein(beim Kauf noch nicht fertig gestellter) Anbau soll jetzt in Angriff genommen werde. Da kam die Idee auf, diesen Raum (ca.20m²) mit einer elektr.Fußbodenheizung auszustatten. Weiß jemand zu diesem Thema etwas? Ist es überhaupt möglich? Wie muss der Boden aufgebaut werden (Estrich noch nicht vorhanden)? Und was muss jetzt elektr. vorgesehen werden? Ich habe zu diesem Thema schon mal im Internet gesurft, aber bin nicht wirklich schlauer geworden. Gruß Svenja



Anbau



Hallo Svenja, bei uns wird auch gerade ein Anbau wieder errichtet (gibt mal das Bad). So eine elektrische Fußbodenheizung gibts in jedem Baumarkt. Wollt Ihr die selbst legen? Soweit ich weiß, kommt da dann Estrich oben drauf. Frag doch dann mal im Baumarkt nach, die geben Dir sicher gerne Auskunft. Grüße Annette





Ich würde mal zu einem Energieberater gehen (wird in der Regel sogar kostenlos von den Energieversorgerunternehmen und dem Umweltamt angeboten) und mir die Alternativen auflisten lassen.
PS. Ich hätte ein sehr schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber wenn ich heute noch mit Strom heizen würde.
Martin Preiß



Strom...



Huhuuu Herr Preiß, hallo Svenja, sicherlich ist es überlegenswert, eine Heizung, die nicht mit Strom betrieben wird, einzubauen. Eine Stromheizung ist sehr teuer (ich hatte mal eine in ner Mietswohnung), möglicherweise habt Ihr ja auch noch alte Öfen, die asbesthaltig sind. Allerdings ist das natürlich auch abhängig davon, was eine neue Heizung kostet und ob man das im Etat mit eingeplant hat. Unsere wird jetzt um die 10 T Euro kosten (bei 120 qm Wohnfläche), und das ohne Einbau... Grüße Annette



Elektroheizung



Hallo Svenja,
Ich habe in unserem Haus seit nunmehr fünf Jahren eine Fußbodenheizung,die über den Niedrigtarif des Nachts betrieben wird.Das Haus ist ein Fertighaus ohne Keller, Wohnfläche 129qm.Wir haben es immer warm in allen Räumen,lüften "verkehrt",soll heißen Fenster auf Kipp.Und die Stromrechnung beläuft sich auf 55 € für Tagstrom inklusive Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer(natürlich auch elektrisch!!!)und 54 € Nachtstrom pro Monat.Desweiteren spare ich mir den Schornstein,die "Besuche" des Kaminkehres und die Jährliche Wartung eines Heizungsfachmannes.Die Heizung wurde von mir verlegt inkl. Dämmung,obendrauf ein Anhydritestrich mit 8cm Aufbau.Noch Fragen?
Tschö Mario



Heizen mit Strom ist NICHT teuer!



Wenn es das richtige Heizsystem ist!
Natürlich ist der Ruf den heizen mit Strom hat ist nicht gerade gut, das kommt aber von Nachtspeichergeräten, welche zwischen 2 und 8 KW (teils sogar bis zu 12 KW) Strom "fressen", ebenso wie von Direktheizgeräten (Heizlüfter) welche über die Steckdose Strom beziehen. Die Marmorheizung dagegen hat niedrige Anschlusswerte (von 335 - 980 Watt), ebenso raten wir diese NICHT ÜBER DIE STECKDOSE zu betreiben!! Wir erhalten vom Energieversorger einen SONDERTARIF-HEIZEN, welcher im Durchschnitt zwischen 6 und 10 Cent je kWh kostet (Dies ist der Nachfolger des alten Nachtstroms, und wird ebenso per DOPPELTARIFZÄHLER abgerechnet). Dies ist kostengleich bis günstiger im vergleich zu Öl oder Gas (ich bitte Sie bei diesen beiden Brennstoffen ebenso die Bevorratungskosten zu berechnen).



Wärmepumpen bringen keine Kostenersparnis in Altbauten



"Rheinbreitbach (dpa/gms) - Für Altbaubesitzer ist die Installation einer Wärmepumpe keine geeignete Maßnahme, um die Heizkosten zu senken. Darauf weist die vom Bund der Energieverbraucher herausgegebene Zeitschrift "Energiedepesche" hin.

Die Betriebskosten für das Heizsystem bewegen sich zwar in einer ähnlichen Größenordnung wie jene für Öl-, Gas-Brennwert- und Pellet-Heizungen. Jedoch sind die höheren Investitionskosten nicht mehr wettzumachen. Lediglich in optimal geplanten Neubauten ließen sich Kostenersparnisse erzielen.

Das kostengünstigste Heizsystem für ein ungedämmtes Haus ist den Angaben zufolge der Ölheizkessel. Er schneide sogar spürbar günstiger ab als die Gas-Brennwertheizung. Die kostengünstigste Lösung für ein gedämmtes Haus unter Einbeziehung der Investitionskosten ist laut "Energiedepesche" eine Pelletheizung, die kleine Presslinge aus Hobelspänen und Sägemehl verbrennt. Die Strom-Direktheizung sei sowohl für Altbauten als auch für Neubauten mit Abstand das unwirtschaftlichste Heizsystem."

aus dpa



Elektrische Fußbodenheizung



Hallo,
in der zwischenzeit haben wir unser Häuschen fast komplett renoviert. Im Haus waren beim Kauf überall Elektro-Direkt-Heizungen installiert und so haben wir es auch im Anbau gemacht. Außerdem wurde ein Specksteinofen installiert, der im Winter das ganze Haus beheizt (die Elektroheizungen sind fast nie an). Dies war für uns kosten- und platztechnisch die beste Lösung. Ich bedanke mich für alle für die Anregungen und Tips!! Ich werde bei Gelegenheit mal ein paar Bilder einstellen. Gruß Svenja



Auf das RICHTIGE System kommt es an!!!



Die Aussagen über die Wärmepumpe kann ich aus Erfahrung nur bestätigen.
Leider ist vorbezeichnete "Energiedepesche" auch der Propaganda gegen moderne Stromheizungen nicht abgeneigt, da die Damen und Herren aus Rheinbreitbach immer noch nicht mitbekommen haben, dass es mittlerweile energiesparende Elektroheizungen gibt, welche nicht nur die neue EnEv komplett erfüllen, sondern auch noch deren Einbau gefördert wird.
Leider schafft es die Öl- und Gaslobby mit Ihren Einfluss immer noch dies klein zu halten!!!
Aber da sind wir in Bayern zum Glück wieder einen Schritt vorraus :-)



Hilfe



...ich hoffe ich treffe hier noch jemanden an?

Wir haben eine Doppelhaushelfte mit verbauter "Nachtspeichefußbodenheizung" in der engeren Auswahl.

Was uns nachdenklich macht ist die besagte Fußbodenheizung.

Der Eigentümer gibt seine monatlichen Energiekosten mit 268€ an. Bei eine Wohnfläche von 110 qm. Ist das realistisch?

Kann man mit Solarplatten und dem Verkauf des Stromes ein wenig gegensteuern?



Hallo Gregor:



also Nachtspeicherfußbodenheizung ist für mich eine völlig neue Heizungsart!

Entweder Nachtspeichergeräte oder Fußbodenheizung?

286 Euro Energiekosten, ist natürlich eine sehr pauschale Aussage, bei welcher Sie differenzieren müssen, ob damit nur die Heizungsenergiekosten (dann wäre es SEHR TEUER!!!) oder der gesamte Wohn-Energieverbrauch des Hauses gemeint ist. (dann kommt es aber darauf an, wieviele Personen in den Haus leben, wie wird dass Warmwasser zubreitet, ...)

Mit Solarzellen können Sie prinzipiell Ihr Brauchwasser erwärmen, wenn dies über einen Standspeicher aufgeheizt wir, mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie Strom erzeugen, welchen Sie wieder an Ihren Energieversorger verkaufen, ob Sie damit jedoch viel Gelsd verdiehnen ist fraglich, da so einen Anlage mehr als langfristige Investitionsanlage gesehen werden muss, und Sie sich über Finanzierung sowie Ankaufs der Stroms natürlich mit Ihren Energieversorger, ihrer Bank (oder der KFW?) in Verbindung setzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen,
A.Rupp