Wärmedämmung mit Strohballen als Vorwandschale einer Bruchsteinwand




Hallo Zusammen,

ich möchte ein Haus Bj. 1950 mit ca. 50cm dicken Bruchsteinwänden mit einer Wärmedämmung versehen. In dem Zusammenhang schwebt mir vor, Strohballen zu verwenden.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Georg Böttcher zitieren, der in einem anderen Beitrag an mich schrieb:


Also, 35 cm Stroh und davor noch mindestens 5-8 cm vorgehängte Fassade mit Luftschicht.
Das ergibt eine Verbreiterung der Außenmaße des Gebäudes um eta 1 m in der Länge und 1 m in der Breite.

Was ist dann:
- mit den Abstandsflächen bzw. Grundstücksgrenzen?
- mit der Brandsicherheit bzw. Brandübertragung?
- mit den Laibungstiefen der Fenster und damit der
Besonnung?
- mit dem Dachüberstand?

Ein halber Meter mehr Ausdehnung bedeutet ein völlig neue Dachform, entweder die Neigung ändert sich oder der First wird höher.

Was ist mit dem unteren Abschluß?
Wo und wie werden die Strohballen aufgestellt?
Werden sie samt Vorhangfassade mit einer auskragenden Holzkonstruktion an die vorhandene Fassade gehängt oder erfolgt eine separate Fundamentierung?
Was ist mit dem Sockelbereich, reicht die Dämmung bis zum Boden, in den Spritzwasserbereich hinein?

Mein Vorschlag:
Erst mal drüber schlafen und ein wenig nachdenken.

Viele Grüße



Wanddicke



Hallo Herr Böttcher,

ich denke gerne beim Schreiben und in der Diskussion.

Die Wandstärke wird um knapp einen halben Meter zunehmen.

Abstandsflächen sind kein Problem. Das Grundstück ist groß.

Strohballen brennen nicht (viel dichtes Stroh auf kleinem Raum, wenig Luft). Verputzte Strohballen haben bei einem Test in 2006 Feuerwiderstandsklasse F90 erreicht. Holz & Co. brennen besser als Stroh(-ballen)!

Ich habe das noch nicht ausgerechnet, aber ich denke, dass die in den Wohnräumen verfügbare Lichtmenge nicht entscheidend geringer werden wird, da mit einer Vergrößerung der Laibungsflächen durch Reflexion Licht in den Raum gelangt und damit der Effekt verminderter Besonnung abgeschwächt wird. Da die solaren Gewinne von Fenstern in unseren Breitengraden ohnehin eher gering sind und wir zum Sonnen einen großen Garten haben, nehmen wir erhöhte Laibungstiefen und dadurch verminderte Besonnung in Kauf.

Bezüglich Dachüberstand denke ich, dass die Holzkonstruktion, die die Strohballen aufnimmt, dazu dienen kann die Verlängerung des Dachüberstandes daran zu befestigen. Über die Strohballenebene hinaus würde ich den Dachüberstand noch um weitere 30-50cm auskragen lassen. Es handelt sich um ein relativ steiles Sparrendach. Derzeit ist so gut wie gar kein Dachüberstand vorhanden. Auch eine Dämmebene mit "nur" 15cm Dicke würde eine Vergrößerung des Dachüberstandes bedingen.

Um die Last der Strohballenebene abzutragen plane ich Punktfundamente ca. alle 3m rund um das Haus, frostfrei gegründet. Auf den Punktfundamenten ein Unterzug(Balken), der noch zu dimensionieren ist. Auf den Unterzügen ruht die Tragkonstruktion der Strohballendämmebene und eine daran hängende hinterlüftete Verschalung.

Meine Idee ist es unter den Unterzügen an der Bruchsteinebene einen 30cm breiten Streifen Perimeterdämmung (Styrodur 2800C - mit zum Verputzen geeigneter Oberfläche) anzubringen um die unter den Strohballen entstehende Wärmebrücke zu minimieren. Nehmen wir an mit 12cm Dicke. Die Perimeterdämmung soll an der Oberkante mit dem Strohballen abschließen, der Unterzug also 12 cm von der Bruchsteinebene entfernt liegen. Die Perimeterdämmung wird verputzt.

Wie ich den Anschluss oben mache, ist mir noch nicht klar. Ich muss erst mal ein paar Dachpfannen runternehmen um zu schauen wie das aussieht - aber da findet sich schon eine Möglichkeit.



Feuerwiderstandsklasse F90..............



ehrlich gesagt kann ich mir das nun wirklich nicht vorstellen bei Stoh!!!
kenn zwar den von dir erwähnten Test nicht, wohl aber ist mir bekannt das Stroh unmöglich 90 min lang ein Feuer von 1200C oder 1400C (kenn jetzt die genaue Zahl nicht)aushalten kann ohne Rauch durchzulassen!!
ist wahrscheinlich eher in 90sec. verbrand das Zunder.
und in der DIN 4102 hab ich auch nochnie was von Stroh als Brandschutzmaterial gelesen!
was den Rest des Dämmkonzepts anbelangt, viel Erfolg beim Basteln
gruß jens



Vorstellungskraft erweitern



Hallo Jens,

zu den Baustoffeigenschaften von Strohballen zitiere ich folgende Seite:

http://www.fasba.de/index.php?option=com_content&task=view&id=16&Itemid=51

Dort steht:

Brennbarkeit
Auf Basis von zwei erfolgreichen Brennbarkeitstests (B-2 nach DIN 4102-1) am FIW München (Rohdichten 90-130 kg/cbm) in der sog. Drahtharfe wurde ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (Nr.: P-BAY08-H.2-01/03) ausgestellt. Hiermit dürfen Strohballen zur Ausfachung in Unterstützungsabständen von kleiner 1m bereits jetzt verwendet werden, wenn Sie keine Aufgaben der Standsicherheit und des Wärmeschutzes übernehmen (nach Bauregelliste C, Nr. 1.3).


Feuerwiderstand/ Brandschutz
International wurden inzwischen unter vergleichbaren Testbedingungen unterschiedlichste Wandaufbauten auf ihren Feuerwiderstand geprüft - mit Ergebnissen von F-30 bis F-120. An der MPA in Braunschweig wurde im Sommer 2003 ein großer Feuerwiderstandstest einer belasteten, lehmverputzten Strohballenwand durchgeführt. Die Wand widerstand der nach EN 13651- 1999-10 durchgeführten Feuerbeanspruchung über 90 Minuten. Auf Basis dieses Tests ist die Ausstellung eines AbP über F-30/ F-90 beabsichtigt.


Ich möchte mit Strohballen dämmen, da ich Stroh für einen Baustoff mit vielen Vorteilen halte - zu einem erschwinglichen Preis. Mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,045 erreiche ich mit einer Dämmstoffdicke von 35cm einen U-Wert von 0,13 nur für die Strohballenebene. Für die gesamte Konstruktion mit Bruchsteinwand etwa 0,11 W/m2K.

Angesichts der aktuellen Energiepreisentwicklung finde ich schon, dass es sich lohnt über unkonventionelle Dämmsysteme, die für jeden erschwinglich und zudem selbstbautauglich sind, nachzudenken.





Hallo Jörg

Wenn die Quelle so stimmt, wie du sie zitiert hast ( und das nehme ich mal an ), brauchst du gar nicht weiterfragen. Weil du sagst selber :"...Hiermit dürfen Strohballen zur Ausfachung in Unterstützungsabständen von kleiner 1m bereits jetzt verwendet werden, wenn Sie keine Aufgaben der Standsicherheit und des WÄRMESCHUTZES übernehmen (nach Bauregelliste C, Nr. 1.3).
Ist vielleicht schade, aber so isses nun mal.
Gruß
Dorothée



Mal ein paar



Bemerkungen eines notorisch ungläubigen,
@Jens: Versuch mal einen Stroballen zu verbrennen, er wird ausgehen, eh das Stroh alle ist. Weiss ich aus Erfahrung. Und eine beidseitig mit Lehm verputzte Strohballenwand hat die F90 locker gebracht, ging seinerzeit mal durch die Lokalpresse.
@Dorothee: Die "anerkannten Regeln der Technik" waren noch nie der Weisheit letzter Schluss, sonst würden sie nicht seit hunderten von Jahren ständig erneuert, erweitert und neuen Erkenntnissen angepasst.
@Jörg: Kreatives Querdenken hat schon oft verblüffende Erkenntnisse gebracht, und ist ja auch nicht verboten, die Zeit der Inquisition ist ja schon ein wenig her.
MfG
dasMaurer



Wärmeschutz = Wärmedämmung?



Hallo Dorothée,

ich bin mir nicht sicher ob man die Wörter "Wärmeschutz" und "Wärmedämmung" im Sinne der zitierten Regelung als gleichbedeutend ansehen kann.

Ich gehe mal davon aus, dass die nachträgliche Wärmedämmung einer bestehenden Wand mit Strohballen erlaubt sein könnte, werde das aber prüfen lassen.

Grundsätzlich möchte ich die Diskussion ungeachtet der offenen Frage nach der tatsächlichen Bedeutung der zitierten Regelung gerne fortsetzen.

Mir geht es darum, die Konstruktion einer solchen Dämmebene zu verstehen, zu planen und später zu bauen.





Hallo Jörg,

das würde ich gerne mal sehen, in Planung, Bau und nach Fertigstellung.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph



Bauaufsichtliche Zulassung für Strohballen als Wärmedämmung



Hallo Zusammen,

für alle die sich für die Zulassung von Strohballen als Wärmedämmung interessieren folgender Link zu einem Beitrag hier im Forum:

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/Marktplatz/a/showForum/49075$.cfm

Die Bauaufsichtliche Zulassung für Strohballen als Wärmedämmung wurde 2006 vom Fraunhofer-Informationszentrum
Raum und Bau IRB erteilt.
Grüße,
Jörg



Kragträger?



Ich habe ein interessantes Foto gefunden auf dem der untere Teil einer Strohballendämmebene als Vorwandschale abgebildet ist. Die gesamte Konstruktion steht nicht auf einem eigenen Fundament, sondern ist an der bereits vorhandenen Wand befestigt.

Wie nennt man diese Träger, mit denen Holzkonstruktion an der Wand befestigt ist? Kragträger? Gibt es solche Träger auch aus Stahl? Wo?

Das würde mir eine Menge Buddelarbeit ersparen.



Foto vom Haus?



Hallo,

stellen Sie doch mal ein Foto von Ihrem Haus ein. Von der technischen Machbarkeit abgesehen, stelle ich mir momentan vor, dass es Ihr Haus unglaublich verschandeln würde, da ja keinerlei Proportionen mehr passen. Und was machen sie mit den Wärmebrücken? Insbesondere an den Fensterlaibungen?

Viele Grüße Andrea



Jetzt noch nicht



Hallo Andrea,

Sie bringen da einen ganz neuen Aspekt ein: Den der Proportionen bzw. Gestaltung.

Momentan kann ich noch kein Foto einstellen, kann aber versuchen das Haus zu beschreiben:
Es hat eine Grundfläche von 14,24m x 8,35m. Das Grundstück hat eine leichte Hanglage von Nord nach Süd. Auf der Nordseite ist der Eingang und auch die Straße. Der Eingang ist zwei Treppenstufen hoch. Das Haus ist auf der Nordseite eingeschossig. Über dem ersten Stock folgt ein relativ spitzes Dach (ich schätze ca. 50 Grad). Von der Südseite aus gesehen hat es zwei Geschosse. Man kann durch den "Keller" in den Garten gelangen. Der große auf der Südseite liegende Garten hat aber kein Gefälle. Das Haus steht in einem kleinen Ort in Westfalen. Eine Straße ist an der Nordseite, die andere an der Westseite.

Bis ungefähr zur Höhe der Unterkante Eingangstür ist die Wand dunkel gestrichen, darüber dann weiß.

Zu den Proportionen: Ja, diese würden sich verändern. Vor allen Dingen durch die Vergrößerung des Dachüberstandes würde das Dach überproportional "wachsen" und auch weiter nach unten kommen. Ich denke dem könnte man optisch etwas entgegenwirken, indem man die Linie mit der dunklen "Sockelfarbe" weiter nach unten verschiebt. Da ist noch etwas Platz drin.

Was die Wärmebrücken angeht: Dämmen. Beispielsweise in den Fensterlaibungen mit 2-3cm (je nachdem wieviel Platz ist) Holzweichfaserplatte, die auch als Putzträger dient. Evtl. werde ich den alten Laibungsputz etwas wegstemmen müssen.

Wo sehen Sie noch Möglichkeiten für schwierige Wärmebrücken?

Insgesamt ist mir ein schönes Haus - auch von außen gesehen - wichtig. Trotzdem hat für mich persönlich die Funktion einen noch etwas höheren Stellenwert.

Am besten gefällt mir das Haus so wie es ist, aber was ich sehe ist wie die Energiepreise immer weiter steigen. Ich möchte für die nächsten Jahrzehnte gewappnet sein, das heißt den Rohstoffverbrauch für Heizenergie soweit wie möglich runterfahren. Das schließt auch die Warmwasserbereitung ein.

Viele Grüße,
Jörg



Auswirkungen Optik, Lichtbeute und Folgekosten



Hallo Jörg,

ich denke die Fenster und Türen sind sicherlich die heikelsten Stellen bezüglich Wärmebrücken, wenn man von außen dämmt. Ich würde hier insbeaondere aupassen, dass die Dämmwerte von Stroh und Holzweichfaser zusammenpassen. Hier müssen Sie beim dämmen natürlich auch berücksichtigen, dass Sie genügend Platz haben für die Holzweichfaserplatten und berücksichtigen, dass die Fensteröffnung dadurch zusätzlich nochmal kleiner wird. Aber das wäre natürlich bei jeglicher Dämmung der Fall.

Warum probieren Snicht mal aus, was passiert, wenn Sie die Fenster eines Zimmers mit Stroh umbauen? "Teststroh" gibt es ja für wenige Euro beim Bauern.Um die Reflektion zu imitieren, Befestigen Sie dann einfach einige weiße Pappen an den Ballen. Meine Vermutung ist, dass es Sie sehr viel Licht kosten wird.

Ich habe da ein wunderbares Buch aus dem Leipziger Reprint Verlag (ich hätte es Ihnen gern aufgeschrieben, kann es aber auf deren Website nicht mehr finden). Dort ist dargestellt, wie sich der Lichteinfall ändert alleine bei der Frage, ob gerade Innen- und Außenwände an den Innseite der Fensternischen oder abgeschrägte. Ist enorm, was das für einen Unterschied macht. Dazu am besten mal die Fensterkonstruktion im Grundriss zeichnen: Vorher, nachher und die maximalen (natürlichen) Lichteinfallswinkel einzeichnen. Ich denke, dass Ergebnis wird sein, dass - ähnlich wie bei den Fenstern von Burgen - Sie in erster Linie auf Reflektion angewiesen sein werden und kaum noch direkten Lichteinfall haben werden. Es sei denn, Sie haben sehr große Fenster.

Wie sieht es denn aus mit einer Dämmung aus Leichtlehm? Da können Sdoch auch viel in Eigenarbeit machen. Ist natürlich innen mit mehr Renovierungsärger verbunden. Oder noch eine Idee: Da Steinwände ja nicht ganz so heikel sind wie Fachwerk. Wie wäre es mit Multipor Mineraldämmplatten von Xella. Hier würde ich allerdings nicht auf die kapilaren Fähigkeiten vertrauen, was aber bei der Außendämmung ja vielleicht nicht ganz so heikel ist.

Überlegen Sie sich auch, wieviel Arbeit welchem Materialwert gegenüber steht. Ihr Haus scheint mir ja nicht so groß zu sein, so dass der Materialwert sich nicht ganz so enorm auswirken dürfte. Da hat eine schnelle Beendigung der Arbeiten ja vielleicht auch seine Vorzüge. Zumal man in der Kalkulationen ja auch nicht die Extrakosten für z.B Dachverlängerung, Neue Regenrinne etc vergessen darf. Ich schätze, dass wird auch nicht ganz billig...

Viele Grüße
Andrea



Wärmedämmung mit Strohballen



Für die,
die sich unter der Einstufung B 2 im Ergebnis der von Jörg Negtra genannten Brennbarkeitstest nichts vorstellen können:

Mit der Klasse B werden brennbare Baustoffe gekennzeichtet.
B 2 bedeutet, es liegt ein normal entflammbarer Baustoff vor.
Ob und wann Bauteile aus B 2- Baustoffen für Fassaden genutzt werden können, regeln im Einzelfall die jeweiligen Landesbauordnungen. Das entscheidende Kriterium ist die Einstufung der jeweiligen Konstruktion aus diesem Material in die erforderliche Feuerwiderstandsklasse.
Eine selbst zusammengeschusterte Konstruktion, die nicht dem geprüften Aufbau entspricht, hat auch keine Zulassung. Entweder man muß die Zulassung einzeln beantragen oder man hält sich an den Aufbau einer bereits geprüften Konstruktion bzw. Bauweise.

Viele Grüße



Ein paar Zeichnungen



Hallo Zusammen,

mittlerweile habe ich ein paar alte Zeichnungen von unserem Haus vorliegen.

@Andrea
Beim genauen Betrachten ist mir schon klar geworden, dass eine Dämmung mit Strohballen das Haus erheblich verändern würde.

Die Idee mit der Prüfung des Lichteinfalls finde ich gut.

Ja, an Leichtlehm habe ich auch schon gedacht. Ich habe nachgesehen: Dieser hat eine Wärmeleitzahl von 0,10 w/mk bei 300 kg/m3 bzw. 0,17 w/mk bei 600 kg/m3. Strohballen hingegen haben 0,045 w/mk. Das ist der Grund warum ich die Strohballen so faszinierend finde.

Ich muss aber auch zugeben, dass sich mein Konzept momentan etwas wandelt. Auch weil ich ständig dazulerne. Ich denke etwas in die Richtung, dass eine Innendämmung aus Leichtlehm in Kombination mit einer Fußleistenheizung ein guter Anfang sein könnte. Zumal wir im Haus sowieso noch alle Tapeten entfernen wollen. Lehm ist mir sehr sympathisch.

Ein Architekt hat mir geraten, außen einfach einen Dämmputz aufzutragen. Da könnte es die wenigsten Komplikationen geben.

Danke auch, dass Sie mich auf weitere Kosten bezüglich Dachüberstand, Dachrinne etc. hingewiesen haben. Ich hatte wohl auch schon daran gedacht, dieses in meine Gesamtrechnung aber noch nicht einbezogen.



Seitenansicht



Die sichtbaren Bruchsteine unten sind mittlerweile verputzt worden. Auf der Nordseite ist unten im Keller der Putz abgeplatzt. Könnte das an dem Verputz außen liegen?



Vorderansicht



Die Vorderansicht schaut grob nach Norden (ca. 18 Grad verschoben Richtung Ost).

Die Rückansicht (Südseite) sieht ähnlich aus. Dort sind allerdings die Fenster vergrößert worden.



Wärmedämmung mit Strohballen



Schön, Lieber Herr Negtra, das Sie meinen Vorschlag mit dem darüber schlafen und noch mal nachdenken beherzigt haben.

Viele Grüße



Fenster etc



Hallo Jörg,

sind die schönen Fenster noch da? Die würde man auch nicht mehr gut sehen, mit so einer dicken Dämmung davor. Wenn sie nicht mehr da sind, würde ich gucken, ob Sie nicht solche wieder einsetzen können. Gibt dem Haus enorm Gesicht. Scheint übrigens ein sehr wohl proportioniertes, schlichtes, hübsches Haus zu sein.

Vielleicht kann man auch das Bruchsteinfundament wieder freilegen. Sieht sicherlich sehr nett aus. Ohne fachlicher Experte zu sein, würde ich mal vermuten, dass wenn der Putz innen abgeplatzt ist, dort zu viel Feuchtigkeit ist. Dies wiederum spricht entweder für schlechte Lüftung im Keller oder den Punkt, dass die aufsteigende Feuchtigkeit nicht mehr nach außen abtrocknen kann, weil der aufgebrachte Putz zu dicht ist. Aber das muss sich sicher mal ein Fachmann ansehen. Den würde ich mir übrigens ohnehin suchen. Vielleicht findet sich ja jemand hier im Forum, der Ihnen einen gute fachliche Planung erstellen kann und Ihre Arbeiten überwacht, so dass Sie trotzdem viel selber machen können.

Viele Grüße
Andrea Berenfeld



Proportionen



Hallo Andrea,

nachdem ich mir die Zeichnungen genauer angesehen habe, bekomme ich immer mehr Lust das Haus in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Von den alten Fenstern ist nur noch eines erhalten geblieben. Es befindet sich in einem Raum im Obergeschoss, der wohl nur selten genutzt wurde. Eine von den Einzelscheiben hat einen Riß, aber es ist trotzdem das schönste Fenster im Haus.

Auf der Südseite hat man die Fenster vergrößert, wahrscheinlich in den siebziger Jahren. Es sind so alte einglasige Holzfenster darin. Die kenne ich noch aus meiner Kindheit. Solche hatten wir auch zuhaus. Aber zurück zum Haus. Die Fenster sind gut erhalten. Ich möchte sie gerne drin lassen, die Fensterrahmen weiß Streichen und die Scheiben "aufdopppeln".

Auf der Nordseite sind jetzt "moderne" weiße Kunsstoffenster eingebaut. Die werde ich wohl auch erst einmal drinlassen.

Die Steine im Sockelbereich würde ich gerne freilegen, weiß aber noch nicht ob das sinnvoll ist. Das müsste ich wohl mal mit einem Architekten besprechen.

Nachdem ich einiges über den Sinn und teilweise Unsinn von Wärmedämmung gelesen habe (Artikel http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/5565$.cfm), habe ich nun den Plan, die Fassade zunächst einmal in einen guten Zustand zu versetzen ohne zu dämmen. Das bedeutet den Putz ausbessern und mit einer guten Farbe streichen (Stichwort Hydrophobierung), damit das Mauerwerk austrocknen kann. Ich glaube im Moment ist da eine etwas verwitterte weiße Dispersionsfarbe auf den Wänden. Und wie gesagt evtl. den Sockelputz entfernen. Die Dachrinne geradebiegen usw. Ich möchte, dass das Haus wieder aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Ich denke, da ist der Einsatz sowohl an Arbeit als auch an Geld geringer. Aber eine schöne Fassade ist mir schon wichtig. Manchmal sieht man wie alte Häuser erst drei Jahre von innen renoviert werden bevor sie einen neuen Anstrich bekommen. Das würde ich gerne anders machen.

Und dann erstmal eine Zeitlang abwarten um das Haus richtig kennenzulernen. Im Moment wohnen wir noch gar nicht darin.

@Herrn Böttcher
Ja, ich denke gerne nach und bin auch bereit meine Meinung zu überprüfen. Danke für Ihre Anregungen.