Stroh im Fachwerkhaus entfernen!

30.05.2009



Hallo,

in ein paar Monaten wollen wir in ein altes Fachwerkhaus umziehen.
Wir sind mit der Hilfe von ein paar erfahrenen Handwerkern (Freunde meines Vaters) dabei, das Haus, in dem die letzten vierzig Jahre nichts gemacht worden ist Klarschiff zu machen, was nicht so einfach ist. Da wir selbst handwerklich Laien sind, ist die Hilfe von erfahrenen Handwerkern sehr gut.
Vieles haben wir auch schon gelernt.
Viele Fragen bleiben aber doch noch.
Deswegen habe ich mich entschieden mich hier in dem Forum anzumelden und die noch wichtigen Fragen mal zu stellen und hoffe sehr viele gute Antworten zu erhalten.
Im Keller, wo noch die alten Ställe sind, ist eine Menge Stroh untergebracht. Genauso auf dem Dachboden.
Dieses Stroh möchte ich gerne, bevor wir dort einziehen, komplett entfernen, natürlich in Eigenarbeit.
Eine Freundin hat mir gesagt, dass in dem alten Stroh Keime sein können und ich das deswegen nicht selbst beseitigen darf. Sie hat mir da was von der Feuerwehr gesagt, die für so was kommen muss.
Vor kurzem war ein Dorffest und ich habe einen Typen von der freiwilligen Feuerwehr gesprochen, dem ich das mit dem Stroh geschildert habe und er hat mir geraten mit der richtigen Kleidung und einer richtigen Schutzmaske könnte ich das auch selber beseitigen. Dabei ist es dann geblieben.
Mein Vater redet das alles schön.
Ich finde das gar nicht schön.
Wie bekomme ich das Stroh weg.
Wie gesagt, möchte ich das Stroh in Eigenarbeit entfernen.
Wie gehe ich da vor?
Was brauche ich da an Schutzkleidung und Atemschutz?
Bitte beschreibt mir genau, was ich da benötige und wo ich da her bekomme, d. h. die Firma oder Webadresse und vielleicht auch den Preis, der auf mich zukommen könnte.
Das Stroh auf dem Boden ist wirklich viel. Wie transportiere ich das ab? In Säcken?
Wer holt das ab?
Die Müllabfuhr?
Ja, Fragen über Fragen!
Bitte gebt mir ein paar Tipps.
Vielen Dank und einen schönen Abend!


Handwerker_Laie



Das Angstgespenst geht um!



Wenn man bei diesen Dingen schon sich verrückt machen lässt, wie soll das dann erst bei den richtigen Arbeiten weitergehen?

Was das Stroh angeht, so sprecht doch einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb an, ob er Euch das ganze kostenlos abholt.
Einen Container bereitstellen lassen und dann ab als Bodenverbesserungsmaterial!
Diese Arbeiten könnte Ihr selbst verrichten und Euch das Geld für teure Leistungen sparen.

Natürlich sollte man da vielleicht eine Schutzmaske tragen.
Macht Sinn, denn auch der Staub ist unangenehm.
Zwar nicht die billigsten nehmen, aber welche mit Atemventil.
Oder beim THW oder der Feuerwehr Euch ein paar leihen.
Oder in einen Lakierbetrieb fragen.

Extremmaßnahmen sollten da nicht erst zur Anwendung kommen.

Grüße zu Pfingsten,
Udo Mühle



Ist ganz einfach!



Atemschutz an, das Stroh in die Hände nehmen und raustragen.
Sicherlich wird sich auch eine Spezialfirma finden, kannst ja mal die Suchmaschine bemühen.
Gutes Gelingen!
K.



Staubmaske reicht eigentlich



Eine Staubmaske sollte hierbei reichen und wenn notwendig ein Ganzkörperschutzanzug zum Wegwerfen.

Grüße in die Unterwelt,
Udo



Keine Panik



Nehmen Sie Einweglakieranzüge aus Tyvek, gibts im Malergeschäft, Staubmasken P3

wenn möglich stellen Sie einen Container oder einen Ladewagen von einem Landwirt vors Haus, vom Dachboden aus ein Schuttrohr montieren und rein in den Container

Grüsse



Wenn später



auch ein Garten betrieben werden soll, kann man sich die Kosten für den Abtransport sparen, indem man das Stroh kompostiert. Das spart dann später auch noch Geld für Dünger.
MfG
dasMaurer



In dem alten Stroh...



...sind ungefähr die gleichen Keime wie in jedem Komposthaufen. Wann waren Sie das letzte Mal mit Vollschutz am Komposthaufen?

Wenn das Stroh sehr trocken ist (im Keller ja wohl eher nicht zu vermuten) wäre des Feinstaubes wegen eine gut sitzende Atemschutzmaske vorteilhaft, alles andere eher überflüssig. Transportieren lässt es sich auch recht gut mit Bigpacks. Das sind die großen weißen "Einkaufstaschen", wo Lehm oder Pflastersteine mit angeliefert werden.

Sie können das Stroh auch selbst kompostieren, oder zur Sommersonnenwende, falls Ihre Grundstücksgröße und die Gemeindesatzung das hergibt, ein schönes Feuer anstecken. Zuerst das Stroh, darauf die vielen Abbruchhölzer, die Ihnen sowieso im Wege sind.

Mit Feuer, Bier und Bratwurst kann man übrigends Helfer anlocken.

Grüße

Thomas



Aber



mit Feuer vorsichtig, sonst kommen die Helfer mit Blaulicht ;-))).
MfG
dasMaurer



So manche Feuerwehr ist ja recht fit;



wenn man denen signalisiert, daß ein Kasten Einsatzbier bereitsteht, bewachen die den Abbrand ganz freiwillig von Anbeginn.

Ist vielleicht auch ein schöner Einstand im neuen Lebensumfeld.

Grüße

Thomas



Ja,doch,



die Jungs sind sehr dankbar für jede realistische Übungsmöglichkeit ;-))).
MfG
dasMaurer



bei den ganzen fragen und problemen



die du hier mit eurem fachwerkhaus hast, wäre es zum einen wohl zunächst einmal sinnvoll sich selber weiterzubilden. Dafür gibt es viele gute lehmbaubücher, fachwerk-und lehmbauregeln und dann auch noch die fachleute; und zimmerermeister, baubiologen , lehmbauer usw.
Wer da an der falschen stelle spart, gibt in den allermeisten fällen wesentlich mehr geld aus, muss arbeiten doppelt und dreifach machen oder doch zu guter letzt den fachmann rufen, wenn das kind in den Brunnen gefallen ist. Täglich kommen kunden zu mir in den laden und müssen leider feststellen:"wenn wir sie doch nur mal früher gefragt hätten!" So wie auf dem nebenstehenden foto!



boah...



...welch schönes Foto!

Grüße

Thomas



...und dann am Feuer



mit eingeladenen Communarden gemütlich die seele baumeln lassen und den Liedern zuhören.

Grüße
Udo