Bruchstein- / Sandsteinwand

06.12.2007



Liebe Forenmitglieder,

ich habe beim Renovieren eines Raumes im 1. Stock unseres Bruchsteinbauernhauses (70cm Wandstärke) den alten Putz von der Wand abgetragen. Nun möcht ich die Wand offen lassen, müsste sie dazu allerdings aufarbeiten.
Meine Frage:
Wie mach ich das am Besten? (Sandstrahlen? Drahtbürste? Säure? Wie verfugen?)
Auf den Steinen befindet sich eine Salzkristallschicht und natürlich alter Putz.

Vorab danke für die Antworten.

Gruß,
Knout



Schön vorsichtig,



würde ich sagen. Die ganz harten Sachen wie Sandstrahlen oder Säuren einfach vergessen, die Schäden wären irreparabel. Erstmal vorsichtig mechanisch mit kleiner Kelle oder Spachtel, harter Bürste und eventuell mit ´ner weichen Drahtbürste anfangen. Losen Fugenmörtel rauskratzen. Dann kommt die Frage, wie´s dann fertig aussehen soll, nur eine Reparatur der Fugen oder eine ansprechende einheitliche Neuverfugung. Dann müssten die Fugen mit einem Fliesenmeissel vorsichtig ausgestemmt werden. Zum Ausfugen würde ich einen Kalkmörtel empfehlen, vermutlich ist der vorhandene Mörtel ein ebensolcher. Zum Abschluss eventuell eine "Versiegelung" auf Silikatbasis, das intensiviert die Farbe der Steine und man kann besser Staubwischen, das freut die Hausfrau. Und Ruhe bewahren, sowas ist eine Sch...fummelarbeit und braucht seine Zeit. Aber das Ergebnis lohnt.
MfG
dasMaurer





Wir haben unsere Sandsteinmauer auch freigelegt. Den Putz haben wir vorsichtig abgeklopft, fest haftendende Stellen mit einem kleinen Meißel gelöst.
Danach haben wir mit einem Küchenschwamm (naja, es waren schon mehrere ;-) ) der eine weiche und eine rauhe Seite hat, den ersten Waschgang vorgenommen. Danach kam die feste Schrubberbürste zum Einsatz mit einigen Arbeits-Gängen. Verfugt wird mit Kalkputz oder Lehm - kommt auf die Farbe an, soll ja zum Bestand passen aber nur die zu tiefen Fugen.
Das machen wir im Frühjahr wenn der Windfang mit Kalk verputzt werden kann.



Als Anregung



Hier einmal eine Variante, wo nachher nicht mehr ausgefugt wurde.
Und außerdem kommt es auf das Strahlgut und das Verfahren an. Und dann auch noch auf den, der strahlt!

Grüße Udo



Habe Sandstrahlexperten



Heut war ein Sandstrahlexp. da. Er würde den Stein Sandstrahlen und hinterher die Fugen, die er beim Strahlen möglichst auslässt,mit Muschelkalk füllen(maschinell).
Danach geht er mit dem Sandstrahler noch einmal leicht drüber. So hat er es mir erklärt. Außerdem kann er mit der gleichen Maschine Lehm (gegenüber liegende Seite) ausbringen (Lehm kostet ca. 7 €/qm bei 10mm Dicke)
Er schreibt erstmal ein Angebot.

Grüße, Knout



geht schon..



hallo,
geht zu einem Steinmetz oder sanierungsbetrieb mit referenzen über denkmalpflegeobjekte und bittet um ein angebot über eine Reinigung im jos-strahlverfahren damit gehen die ganzen mörtelreste runter und der stein wird minimal in mitleidenschaft gezogen!
habe das selber auch gemacht - siehe foto- zum verfugen nehmt unbedingt einen kalkmörtel ( von tubag einen NHL- Mörtel )
viel spass noch und hört nicht auf jeden beitrag, denn manche übertreiben es auch !
gruß falk



Natursteinreinigung.......



Falk sieht das völlig richtig, man kann es auch übertreiben.
Eine Wand mit der Drahtbürste zu reinigen ist wie ein Auto mit der Zahnbürste zu Waschen.
Eine erfahren Firma reinigt dir den Stein im Niederdruck Wirbelstrahlverfahren(z.b.Joos) ohne den Stein zu schädigen.
Ausschlaggebend ist der Strahldruck, Strahlmaterial und wie schon erwähnt der Mann an der Düse.
Vorsicht ist lediglich bei Drahtbürsten geboten.
Der abrieb von der Bürste führt später zu Rostflecken!!
Wenn schon dann Messingbürste verwenden!!
Eine Versiegelung, wie auch immer, ist bei Salzbelastetem Mauerwerk nicht zu empfehlen. Besser ist das Salz auskristallisieren lassen und regelmäßig abkehren.
Wenn die Wand ausgetrocknet ist werden auch die Salze nicht mehr im Stein Vagabundiren um an der Oberfläche Auszugkristallisieren.
Der Fugenmörtel sollte nicht härter als die Mauerwerksfuge sein und nicht kapillar sperrend. Kalkmörtel halte ich für einen guten Vorschlag, ohne mich hier auf eine Hersteller zu stürzen.

gruß jens



sandstrahlen



säuren können chem. prozesse herbeiführen und von einer drahtbürste würden wir komplett abraten. auch jos-strahlen ist fraglich da auch wasser in die öffnungen "gepresst" wird.
wir empfehlen trockenes sandstrahlen (gegebenfalls vorher anfeuchten wg. staubentwicklung) unter sorgsamer auswahl des strahlmittels und arbeitsdruck.

mfg focke





"jos-strahlen ist fraglich da auch Wasser in die Öffnungen "gepresst" wird"

jaja, bei zwei Bar Druckluft werden diese paar tropfen Wasser die in der Düse in Luftfeuchtigkeit übergehen sehr schädlich?!

(Ich bin der Geist der stets verneint und das mit Recht. Denn alles was entsteht ist wert das es zugrunde geht. Drum besser wärs das nichts entstünde, so ist den alles was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt mein eigentliches Element.)



sandstrahlen



wir haben selbst ca. 4 jahre mit josstrahlen gearbeitet. ein unterschied zu unseren herkömmlichen methoden war nicht zu erkennen. gegenteilig mussten wir festellen, dass spätere ausblühungen die folge waren. bitte erläutern sie uns, wo die vorteile vom josen sind!?! im endeffekt kommt es doch bloß auf die strahlmittelkörnung und den arbeitsdruck sowie, von ihnen richtig erkannt, den mann an der düse an.





Der Vorteil liegen beim Feuchtstrahlen darin das der Staub gebunden wird.

Und nun haben Sie vielleicht die Zeit mir zu erklären wie man beim Jos oder Wirbelstrahlen Wasser ins Mauerwerk "presst" und warum es im Gegensatz zum herkömmlichen Strahlen dabei zu Ausblühungen kommen soll?
Ich kann Ihre obige Antwort nämlich nicht nachvollziehen.

Mir ist es doch völlig gleich wie Sie Strahlen.
Und wie schon gesagt, wichtig ist der Mann an der Düse.
Nur verstehe ich nicht warum Sie über das Josverfahren so unsinnige Sachen schreiben?