kurzfristige abhilfe bei schimmel und luftfeuchte durch entfeuchter?

15.11.2008



meine frage ist, ob kurzfristig durch einen luftentfeuchter das schimmelwachstum eingedämmt werden kann. oder hat es sogar eine längerfristige auswirkung?
Es handelt sich um ein haus aus den 50ern, der Schimmel bildet sich im Fenstersturz und es sind 73% Feuchte vorhanden



Entfeuchter kann helfen.



73%rF ist relativ hoch. Irgendwelche besondere Feuchtigkeitsquellen in der Wohnung? Lüften?

Gruß Marko



Ein



Luftentfeuchter bringt natürlich etwas. Auch eine Luftfeuchte gesteuerte Zwangslüftung. Nur deshalb ist die Ursache noch nicht behoben und das ganze könnte man auch einfacher und billiger haben, wenn manimmer mal wieder das Fenster öffnen würde. Gruß H. Köhler



keine feuchtequellen



und stoßlüftung wird on unseren mietern wohl auch regelmäßig gemacht. kann das noch von vor 2 wochen so feucht sein, wo der Mieter noch die wäsche in dem raum getrocknet hat, ich weiß sonst als Vermieter nicht mehr weiter. mein nächster schritt wird die wandfeuchtemessung sein, dann die raumtemp in der mitte des raumes, danach gibt es noc einen trick, wie man mit einem fieberthermometer die wandtemperatur mißt, kennt den jemand von euch?
Oder wie soll ich vorgehen?
Solen meine Mieter mehr heizen?





Die Verkleidung der Fensterlaibung mit Calziumsilikatplatten kann hier schon Abhilfe schaffen. Oftmals reicht eine geringfügige Temperaturverschiebung schon aus um die Kondensatfeuchte im Laibungsbereich wesentlich zu beeinflussen.
Der alte Putz in diesem Bereich sollte allerdings runter, vorher noch einen Sporenvernichter aufsprühen. Tapete ist dann für den Laibungsbereich allerdings zu unterlassen.
Handelt es sich um Kippfenster, diese Funktion ist in Zukunft einzustellen/ zu unterlassen.

viele grüße



schimmelpilz am fenstersturz



scimmelpilzkulturen können sich ab einer rel.luftfeuchtigkeit ab 80% entwickeln, bereits vorhandene pilzkulturen entwickeln sich allerdings bei 70% rel.l.feuchtigkeit weiter.natürlich ist es sinnvoll die Luftfeuchtigkeit abzusenken.allerdings wenn schimmelpilzkulturen im fenstersturzbereich ausschlisslich angesiedeld sind scheint es,das hier das fenster als kipplüftung fehl eingesetzt wird. da es sich um ein bauwerk aus den 50ern handelt,kann der event.noch alte rolladenkasten ebenso kausal verantwortlich sein. nun ecke ich bei vielen usern mal wieder an!!. fakt: 50er jahre, vermutlich hlz-o.vollziegelmauerwerk, i.d.r. max.30 cm wandstärke! wurde schon eine U_WERT-berechnung angestellt? wie sieht es mit den Heizkosten aus? JETZT KOMMTS--wurde über eine Fassadendämmung schon mal nachgedacht? sind die alten fenster noch vorhanden? gute luftentfeuchtungsgeräte sind in der anschaffung nicht billig un stromfresser---also für den dauereisatz nicht wirtschaftlich. ich würde über eine energetische gesamtsanierung nachdenken. gruss aus dem stiftland



schimmelbildung



nein, es ist kein rolladenkasten vorhanden, es ist eine art Wintergarten auf der wetterseite, ziegelstein, dünnes Mauerwerk ungedämmt. ein riesengroßes fenster kann man nicht kippen, das andere schon, da ist es extrem.
Ist eine gesamtdämmung des Teilbereiches (3 Außenwände)und obendrüber Balkon) sinnvoll oder geht es dann woanders los. wie teuer wird soetwas?



Das Wäschetrocknen in der Wohnung...



...sollten Sie grundsätzlich untersagen (weil bauschädigend), im ungedämmten Altbau bekommen Sie das Wasser gar nicht weggelüftet. Ich nehme doch an, daß es einen Trockenplatz (mit Dach?) im Freien gibt? Oder gibt es Platz für einen Wäschetrockner?

Daß der Schimmel primär von der Luftfeuchte abhängen soll, ist Unsinn. Vielmehr ist die Oberflächenfeuchte des Putzes eine wichtige Bedingung für das Pilzwachstum. Auch bei 50% rel. LF kann in kalten Ecken Kondensat anfallen und damit eine gute Basis für das Schimmelwachstum bieten.

Grüße

Thomas



schimmelbildung



wie du das schilderst,sind die fenster historisch,die Aussenwand wie von mir vermutet.energetische Sanierung bedeutet,ein gesamtes sanierungskonzept erstellen.das bedeutet,einen generalcheck des gebäudes erstellen. fenster,kellerdeckendämmung,fassadendämmung,dachbereich(dachschrägen o.dachboden-bodenfläche) heizanlage auf aktuellen stand bringen. wenn im Winter nach schneefall auf div.dächern der schnee liegen bleibt,dann ist davon auszugehen,dass bei beheizter oberer etage das dach gedämmt ist.taut der schnee jedoch zusehends weg,entströmt die Wärme gem.den phys.gesetzen nach oben durch das dach und der schnee schmilzt schnell ab.das ist ein teurer winterdienst.nur ein gesamtkonzept macht wirklich sinn. das gibt es natürlich nicht zum nllutarif,kann aber staatlich gefördert werden.ich würde es ,wenn ich es mache richtig machen.langfristig ist diese art preiswert.





Der Verweis von Thomas auf die Bauteilfeuchte ist natürlich richtig.
Die Luftfeuchte sagt darüber nochnichts aus und der Pilz braucht feuchte umgebungsbedingungen.
Wenn gleich eine gewisse Kausalität zwischen Putzfeuchte und Raumfeuchte besteht. Sieht man mal von aufsteigender Feuchtigkeit ab.
Die vorgeschlagene energetische Sanierung wäre hier das Mittel der Wahl.

viele Grüße



Also ihr könnt sagen



was ihr wollt, 73% rF in einem Wohnraum sind m.E. nicht normal. Da kommt man auf eine Tautemp. von 15°C. Die ist in der kalten Ecken durchaus erreichbar. Wenn du z.B. auf 50% rF runterkommst hättest du nur noch eine Tautemp. von ca.9°C.
Wenn die Wände durch das Wäsche trocknen recht viel Wasser aufgenommen haben geben sie es langsam wieder ab. Dies könnte die hohe Luftfeuchtigkeit ggf. erklären. Die Dämmwirkung der Wand sinkt damit übrigens auch.

Die Messung der Oberflächentemp. der Wand geht recht gut mit einem Infarot-Thermomerter. Gibt es z.B. Conrad für ca.20Euro.

Gegen eine, wie wurde es genannt, energetische Gesamtsanierung ist erstmal nichts einzuwenden. Nur kostet die doch erheblich Geld. Ob deine Mieter da bereit sind entsprechend mehr Miete zu zahlen damit sich diese Ausgabe für dich jemals lohnt?

Frage doch mal einen Energieberater wie viel du die Miete/m² erhöhen müsstest um in 15-20Jahren die Kosten wieder eingenommen hast.

Gruß

Marko



marko



sicher gibt es die energetische sanierung nicht zum nulltarif.du kannst aber die energieminderkosten der mieter auf die miete umlegen,da der mieter ja den nutzen hat.da die kommenden energiekosten nicht übersehbar sind hast du die wahl zwischen pest und cholera.



@ Marco



Natürlich ist die erwähnte LF zu hoch. Trotzdem kann man nicht sagen, bei x% schimmelts, und bei Y% nicht. Die Feuchte der Oberflächen, Oberflächentemperatur, Nahrungsangebot, pH-Wert sind bestimmende Faktoren.

Es sollte ferner geklärt werden, ob überhaupt genügend geheizt wurde. Über den jährlichen Verbrauch ließe sich sicherlich etwas dazu sagen.

Grüße

Thomas





noch eine ergänzung, das eine fenster ist schon 20jahre drin (bad) und war vorher Küche (nie schimmel!), das andere ist neu. beide schimmeln jetzt im sturz.
es wurde jeweils in beiden Stürzen mit ganz normaler bahr Farbe auf den Sturz gestrichen.



marco



selbstverständlich ist bei energetisch saniertem Gebäude das wohnverhalten auch zu ändern.es ist nichts mehr wie es war.heiz-lüftverhalten ist den neuen gegebenheiten anzupassen.das ist aber nicht wissenschaftlich hoch anzusiedeln .da kann jeder normalsterbliche damit umgehen.der mensch ist doch lernfähig ,vor allem in unseren kaltzonen seit jahrtausenden.wer friert und für das nichtfrieren immer mehr zahlen muss, der lernt in der regel schnell.



Die Sache hat aber Haken:



Mieter interessiert der dauerhafte Bestand der Bausubstanz i.d.R. nicht. Wenn sie zu wenig Lüften und heizen, dann glauben sie zu sparen.

Nach der Sanierung werden sich manche die Wohnung nicht mehr leisten können, das hat mit Lernfähigkeit nichts zu tun. Eine Fassadendämmung, Dämmung gegen Keller und Dach, ggf. neue Fenster und ein Abluftsystem mit Wärmerückgewinnung, vielleicht auch noch eine moderne Heizung: All das "lohnt" sich vielleicht für den Selbstnutzer (über längere Zeiträume unter Einrechnung der Fördermöglichkeiten), für den Mieter aber nicht. Die Modernisierungsumlage wird in Größenordnungen höher ausfallen, als die Ersparnis an Heizkosten.

Also: Wäsche grundsätzlich draußen trocknen, bei einem Übermaß an Grünpflanzen vielleicht ein paar davon in den Salat schneiden :-), nur mit Absaugung duschen oder Baden (eine Abluft gibt es doch, oder?), alle Räume ausreichend heizen und richtig stoßlüften. Luftzirkulation an Außenwänden nicht unterbinden. Leider ist damit mancher Bewohner heillos überfordert.

Grüße

Thomas





@Thomas
Das ist etwas zu kurz gedacht!
Bei einem anstehen Mieterwechsel verkürzt sich der leerstand erheblich bei einem modernisierten Haus.
Es findet sich schnelle ein neuer Mieter. Diese Ausfall, oder Leerstandskosten sollten nicht vernachlässigt werden bei Kosten Nutzenrechnung für Modernisierungen.

gruß jens



jens



wieder richtig erkannt, jens! allein nur lüften--wie oft denn eigentlich?man muss doch auch in der kalten zeit noch im warmen leben und wohnen können.energetische sanierung ist doch alternativlos.





Sie sollte allerdings der Substanz angemessen sein.
Hab schon 48 Mauerwerk gesehen auf das ne 140er! Dämmung geklebt wurde.
In Eigenleistung mit "Feierabendkolonne" stolz vorgeführt.
Aufm Dachboden lag 100er Glaswolle lose rum.

gruß jens



totdämmen



jawohl jens ,man kann sich auch totdämmen. die leibungen werden immer tiefer,das tageslicht immer weniger,im august muss man event.schon dauerheizen.



@ Jens



Wirklich zu kurz gedacht?

Ein Beispiel (wie alle anderen Beispiele nicht verallgemeinerbar): Da wären einfache Häuser in der Lommatzscher Pflege, seit der Erbauung um 1900 gab es keine nennenswerten Baumaßnahmen. Die Mieter zahlen rund 3 EUR kalt und könnten auch nicht mehr aufbringen. Sie sind also nur noch "herauszumodernisieren". Stecke ich jetzt 200T€ in's energetische Aufpeppen der 300m² eines Hauses, setze ich jährlich 11% der reinen Modernisierungskosten als Modernisierungsumlage an. Die 22T€ dividieren sich durch die Fläche (300) und duch die 12 Monate, was zu einer stattlichen modernisierungsbedingten Mieterhöhung von 6,11€ führen würde. Für 9,11€ kann ich dort aber nichts vermieten, bei 5,5€ ist das Ende der Fahnenstange in Sicht. Ich hätte also ein Haus für viel Geld leermodernisiert. ABER: Ich habe zwar energetisch was Ordentliches hingelegt, aber den Rest der Substanz noch nicht mal auf mittelmäßigem Niveau (Fußböden, Installationen etc.). Das kostet dann nochmal. Diese Maßnahme rechnet sich trotzdem auch für Vermietobjekte super: in besseren Münchner oder Hamburger Wohnlagen. Auf dem Land, und nicht nur in der wunderschönen Lommatzscher Pflege (nahe Meißen und der Elbe) war's für Vermietobjekte ein finanzieller Blattschuß.

Da wäre dann der Abriß die bessere Alternative zur energetischen Sanierung.

Grüße

Thomas



Recht hast Du Thomas.



Sanieren und Erhalten oder Abwohnen und Abriss!

Erhalten werden könne jedenfalls Häuser mit 3€ a.m² Mieteinnahmen nicht.
Kein Handwerker der bei Sinnen ist arbeitet für 1,10std.Lohn.

Wohlgemerkt, hier gehts um Mietwohnungen.
Die sollen ja, im Idealfall, auch noch etwas Dividende Abwerfen.

gruß



Richtig,



Einen erstrebenswerten Gewinn hatte ich vergessen, und die Finanzierungskosten auch. Damit hätten wir bei o.g. Beispiel die 10€ Kaltmiete sicher übersprungen.

Warum Einem nur immer der Taschenrechner die schönsten Ideen ausredet :-)

Grüße

Thomas



@ blacki



"allein nur lüften--wie oft denn eigentlich?man muss doch auch in der kalten zeit noch im warmen leben und wohnen können."

So dramatisch ist es nicht: 3x täglich für 5 Min. stoßlüften - bei geöffneten (nicht nur gekippten) Fenstern. Das ist ja wohl jedem zuzumuten.

Grüße

Thomas



stosslüften



3 mal stooss-lüften ist der normalfall. aber wie ich aus den beiträgen ersehe, soll ja mindestens doppelt so oft gelüftet werden.das ist nicht zumutbar u.nicht hinnehmbar.



Hat hier...



...wirklich Einer 6mal lüften gefordert?

Vortreten!

Grüße

Thomas



herrliche Diskussion. Entfeuchter kann auch helfen



Was für ne herrliche Diskussion - und ich hätte wieder fast alles verpasst.

Nun aber mal meine Erfahrungen. Ich hatte vor vier vier Wochen ersten Schimmel in den Fensterlaibungen und habe seit zwei Wochen einen Luftentfeuchter.

Herr Dreiundzwanzigfly fragt, ob Luftentfeuchter was bringen, und die Antwort ist ganz klar:

JA

unter bestimmten Umständen.

a) Die kleinen, mittel-billigen Entfeuchter ( 15 Grad C). Dann holen die richtig Wasser raus!

b) Es gibt Wohnungen, da steckt soviel Wasser in den Wänden (Lehm kann ja so gut Wasser speichern), da lüftet man, die Luftfeuchte sinkt auf 40% (der Taupunkt auf 8 Grad C), aber nach ner halben Stunde ist die Luftfeuchte wieder auf 70% (Taupunkt 15 Grad C). Sowas kommt, wenn man jahrelang Wäsche in der Wohnung trocknet! Und genau da ist so ein Luftentfeuchter Gold wert - der hält die Luftfeuchte nämlich dauerhaft auf was man eben so einstellt, 50%, 60% - und damit auf einem Taupunkt, der unter der Temperatur in den Fensterlaibungen liegt (meist so 12 - 15 Grad C).

c) Auch wenn man im Winter keine andere Möglichkeit hat, als seine Wäsche in der Wohnung zu trocknen, ist so ein Luftentfeuchter Gold wert - habe gerade dieses Wochenende alles Bettzeug gewaschen - drei Maschinen - und mit draussen aufhängen war ja nix. Also hing die ganze Zeit Wäsche im Bad. Und die Luftfeuchte stieg nie über 70%. Ohne Entfeuchter hätte ich Wasser von den Wänden trinken können. Da waren 2 Liter je nachmittag im Entfeuchter!

d) Ein Luftentfeuchter braucht Energie, das verursacht Kosten. Ist also ein Gegenargument. ABER die Energie ist ja nicht weg, sondern landet als Wärme im Zimmer. Ja ja, Elektroheizung ist nicht gut, aber es spart doch ein ganz klein wenig die Heizkosten.

e) Auf dem Abluftstrom des Entlüfters lassen meine Kinder selbst-bemalte Luftballons tanzen. Sieht spitze aus.

f) Calciumsilikatplatten mit profimässigem Einbau kosten > 100 € je qm. Das mag für kleine Fenster angehn, aber billiger als Entfeuchten (wenn's denn nur mal als Notmassnahme angesagt ist) ist es nicht.

g) Lüften verbraucht auch etwas Energie. Ich bin mir nicht sicher, ob unter gewissen Umständen (6 mal stosslüften am Tag o.ä.) Entfeuchten nicht die klar bessere Lösung ist, energetisch gesehen.

Also, mein Tip:

1) Hygrometer mit Taupunktsanzeige besorgen. Wie ist der TP?

2) Minimale Oberflächentemperatur bestimmen (Infrarot?). Ist die kleiner als TP?

3) Mit Lüften versuchen. Hilfts? Wird TP < Minimaltemperatur?

Wenn ja: Problem gelöst, wenn nein

4) Ausreichend leistungsfähigen Entfeuchter dazu (dem Bedarf angemessen ist; die ganz kleinen billigen Dinger holen mal eben 100 mL je Tag bei 30 Grad C aus der Luft, reine Verarschung) und intelligent einsetzen, also bis TP unter Minimaltemperatur.

5) Dazu weiterhin viel Lüften und wenig Wasser emmittieren. Nudeln mit Deckel kochen etc.

Ist ne technische Variante, klar, aber dem Ingenieur gefällt's, ehrlich. Weil's klappt, mit relativ geringem Aufwand.

6) Klappt's nicht - siehe die anderen Beiträge. Energetisch sanieren, zwangsbelüften, etc.

Gruss
stt



entfeuchter



das kann doch nicht die endlösung sein. der nächste teilnehmer hat dann die supererfahrung mit einer kleinen gasheizkanone gemacht,die mit 11 kg flaschengas und 4kw heizleistung 48 std für 20 E die aussenwände mit Warmluft anbläst und austrocknet und in der kalten jahreszeit noch heizungsunterstützend wirkt. ich hör schon was dann noch an div. innovationen kommt. es nützt nun mal nichts,aussen wände müssen von aussen gegen kälte geschützt werden damit die energie im gebäude bleibt und nicht durch die fassaden entfleucht--wärme die das mauerwer einspeichert wieder an die raumluft abgibt-sprich "kachelofeneffekt ".



@ S Trapp



Also, das Aufstellen eines Raumlufttrockners neben der Wäsche ist ökonomischer Unsinn (Miß mal die Verbräuche!!!), dann schon eher einen Wäschetrockner erwerben.

Vielleicht als neues Motto. "Let the children pay" :-)

Grüße

Thomas



200 Watt



Also keineswegs mehr als ein Wäschetrockner.

Gruss
stt



Mal versucht,



logisch heranzugehen:

Im Wäschetrockner wird auf kleinem Raum, optimiert auf die Aufgabe des Wäschetrocknens, der Wäsche das Wasser entzogen.

Ansonsten steht irgendwo im Raum ein Luftrockner, und dann hängen da halt die nassen Teile. Dieser Trockner läuft mit Sicherheit viel länger als eine Trommel zum Trocknen braucht, und er kann keinesfalls alles verdunstende Wasser "erwischen", es schlägt auf den Wänden nieder oder zieht in andere Räume. Gebracht hat es der Lufttrockner auch nicht wirklich: 70% LF sind zuviel.

Grüße

Thomas



Wo geht denn das Wasser hin ?



Lieber Thomas u.v.a.

kurzer Schwenk zum Thema Wäschetrockner.

Wo geht denn das Wasser hin, das der Wäsche da "auf engstem Raum entzogen wird"?

Da gibt es zwei mir bekannte Prinzipien.

Das eine ist der Kondenstrockner mit Wasser (z.B. mein alter Siemens). Bei diesen ist der Stromverbrauch moderat, aber es wird ziemlich viel Wasser in den Abswasserkanal geschleust, da dieses ja zum kühlen gebraucht wird. Ökonomischer Unsinn.

Das zweite Prinzip, das mir bislang begegnet ist, ist der Trockner mit Abluftschlauch aus dem geöffneten Fenster. Ja, genau, das sind die, bei denen im Winter diese Dunstfahnen aus den halboffenen Fenstern kommen. Bei diesen ist eigentlich alles ok, ausser den geöffneten Fenstern. Da geht ein bisschen mehr als 200 Watt raus, gell?

Soweit die mir bislang bekannten Prinzipien.

Schmunzel.

Gruss, ich bin jetzt wieder weg

stt



zum...



...Prinzip 1: Allzuviel Wasser wird nicht zum Kühlen gebraucht, dazu wissen die Hersteller mehr. Wasser ist auch noch recht preiswert zu haben. Strom eher nicht.

Prinzip 2: Duscht Ihr, indem Ihr den Gartenschlauch durch das offene Fenster über die Wanne hängt?

Der Abluftschlauch kann an eine vorhandene Entlüftung angeschlossen werden, oder aber über eine separate Kernbohrung mit Entlüftungsklappe in's Freie geführt werden.

Ganz einfach also.

Grüße

Thomas



gaaanz einfache Kernbohrung



Hallo Thomas

schön, dass du dich so gut um uns kümmerst. Danke (das ist jetzt nicht ironisch gemeint, gell).

Zu Fall 1: Bei uns kostet ein Kubikmeter Wasser bereits 8 Euro - also, billig ist das nicht! Da kommt jedes Trocknen (Verbrauch 50 - 100 L je Gang) auf etwa 40 - 80 cent. Hinzu kommt noch ne halbe Kilowattstunde Strom, etwa. Dafür kann man einen 200 W Entfeuchter aber 12 - 24 Stunden laufen lassen, gell?

Zu Fall 2: Wenn ich dann diese Kernbohrung habe - da geht dieser ganz dünne Schlauch raus - kann da nicht auch massig Wärme entfleuchen? Selbst mit gedämmter Klappe? Und gibt's da eventuell Kondensationsprobleme, wegen Wärmebrücke?

Ich hatte mir das nämlich mal überlegt, wegen der Abluft aus der Küche, aber wir haben immerhin 48 cm Ziegelwand, und das Loch da drin würde mich irgendwie stören ... sooo einfach finde ich das auch wieder nicht, abgesehen von Dreck und Kosten.

Aber klar, jedem das seine: dem Architekt (auch dem Museologen) die "hard core"-bauseitige Lösung, dem Ingenieur die "softe" Techniklösung. Preislich und energetisch kann sich beides rechnen. Übrigens gibt es auch oft den Fall, dass man nicht eben mal ein Loch in die Wand bohren darf - z.B. als Mieter, oder im Hochhaus.


Hallo alle

Es war ja die Eingangsfrage, ob durch einen Entfeuchter das Schimmelwachstum eingedämmt werden kann. Und das kann es, wenn man den Taupunkt unter die minimale Wandtemperatur drückt. Ein Entfeuchter kann dazu unter Umständen eine passable Lösung sein, ich habe ja dazu einige Einschränkungen in meinem ersten Beitrag geschrieben. Und das spricht ja nicht gegen das Lüften oder dämmen - es ist eine Zusatzmassnahme.

Gruss
stt





Vielen Dank für die vielen Antworten.
Heute habe ich nochmal genau die Wandfeuchte nachgeprüft, fast alle außenwände sind feucht, das gerät mit kugelkopf zeigt bis zu 150 an, in anderen räumen ist es vergleichsweise bei ca 50!
ich werde jetzt auf jeden fall einen entfeuchter dort aufstellen und hatte die idee, eine tür zwichen küche und dem raum einzubauen,denn: die temperatur in dem raum bekommen wir nicht über 15-17 grad, stoßlüften bringt garnichts (heute 83% mit hygrometer gemessen) und der schimmel sprießt...
meint ihr durch eine tür könnte man zumindest die feuchte abhalten, wenns dann einmal trocken ist?
auch wenn es in dem raum kälter ist als in den anderen, dann könnte doch eine tür das aufheizen fördern...oder.
der eizkörper schafft das momentan nicht, es ist nur ein kleiner 1m langer für 24qm, sollte der auch verlängert werden?



Tür zu, Vorhang auf



Lieber Herr 23fly

das wichtige an der Tür ist, dass sie die FEUCHTE aus der Küche abhält.

Ansonsten entweicht der Dampf aus dem Topf und kondensiert sofort an der kalten Wand!

Wenn's im Raum 15 bis 17 Grad hat, dann hat's am Fenstersturz vielleicht noch 12 Grad - da kondensiert einiges! In der Küche, bei 20 Grad C und 60% Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei 12 Grad C. Kommt die Luft da ran, wird's nass. Deswegen Tür zur Küche zu.

Aber: lassen sie Luft an die Fensterlaibungen rankommen, also Vorhang auf! Das hilft doch sehr, um die Temperatur um's Fenster rum anzuheben. Eventuell sogar anblasen.

Gutes Gelingen, und wählen Sie den Entfeuchter nicht zu schwach, sonst schafft der nix bei 15 bis 17 Grad, nach meiner Erfahrung.

Gruss nochmal
stt



Ich hänge mich da nochmal rein.



Ich habe es jetzt zwar nicht durchgerechnet, da fehlen mir die Daten, aber jeder Trockner der warme Luft nach draußen bläst ist m.E. keinesfalls sinnvoll.
Ein Luftentfeuchter führt erstmal keine Wärme nach außen ab.
Er wirkt somit eigentlich als Heizung. Die einzige Energie die dem Raum entzogen wird steckt im Wasser.
Beim Lüften wird prinzipiell Wasserdampf und!!! warme Luft aus dem Raum gebracht. Somit müsste damit schon der Energiebedarf(Bedarf nicht Kosten) höher sein. Weiterhin ist dem Wasser im Entfeuchter die Verdampfungsenergie entzogen. Sollte sich eigentlich auch günstig auswirken. Kennen wir ja von der Brennwerttechnik.

Bei mir im Keller läuft den Sommer über auch ein Entfeuchter. Er ist auf 70% rF eingestellt.
Der holt am Tag 1-2 Liter Wasser aus der Luft. Stromkosten pro Jahr ca. 75 Euro lt. Energiekosten-Messgerät. Da habe ca. 70m² Keller. Halte ich für nicht allzu teuer.

Gruß Marko





welcher entfeuchter ist denn gut?
ich habe bei ebay 360107355922 mit gutem preileistungsverhältnis gefunden. hat jemand nen besseren für bis 300€?



@ S Trapp



Irgendwas habt Ihr falsch gemacht, ich zahl die Hälfte und kriege auch Wasser. Egal.

Wenn nur der Trockner an die Klappe angeschlossen ist, wo soll da Wärme verschwinden (außer aus dem Trockner)?

Im Übrigen kannst Du ja gerne Strahlen ob der 70% LF, das ist aber einfach zuviel und kann bei zunehmender Kälte für Probleme sorgen. Dafür gibt es dann die Fragen unter der Rubrik "Schimmel"

Pilzige Grüße

Thomas



Hallo Thomas



schön, dass du mal wieder schreibst.

Klar haben wir was falsch gemacht, wir wohnen an der Ostsee ...

"Wenn nur der Trockner angeschlossen ist ..." der läuft aber nur 1 Stunde die Woche, oder? Die restlichen 167 Stunden, was mach ich da mit dem Loch? Dick zustopfen? Ansonsten ist das eben ein Loch!

Mit den 70% und "strahlen", das versteh ich jetzt nicht ganz, deswegen ja der Entfeuchter. Der holt das dann runter auf 60% oder 50% oder was ich einstelle.

Das Haus stand 6 Jahre lang leer, war zwar wunderschön aber keiner wollte es haben, so sind die Leute, und die Dachrinne war kaputt - da hat sich wohl etwas Wasser in die Wand eingesaugt. Ich denke mal, so 1000 bis 5000 Liter. Vermutlich deswegen ist - ohne Entfeuchter - die Luftfeuchte so hoch.

Komm doch mal vorbei, am Besten im Sommer, wir haben den einzigen Südstrand in D (die Angabe müsste schon fast genügen, um das Haus zu finden, ansonsten: 150 m westlich der Kirche, 150 m südlich vom Hafen). Prinzensuite nur für dich!

Gruss
dein stt





Bevor Ihr hier beginnt den ersten Luftentfeuchter auseinander zu Schrauben.
Vielleicht nochmals die Eingangsproblematik lesen!!
Oder soll der Luftentfeuchter zwischen das geöffnete Fenster und der Laibung bzw. dem Sturz aufgestellt und betrieben werden?

gruß jens



An der See...



...muß da nicht das ganze Salz erst aus dem Wasser rausgetüdert werden :-)

Du bist zu sehr auf den Schlauch fixiert. Es gibt Klappen, da wird solch ein Schlauch fix installiert. Vorndran hängt solch ein Pippus, der fällt immer runter, wenn keine Luft nach draußen will.

Das Angebot mit der Prinzensuite war vollfett leichtsinning, ich liebe die Ostssee (sonst oben auf den Bakenberg / Rügen), mein Aufkreuzen ist somit nicht unwahrscheinlich. Als Protegee von "fachwerk unterwegs" muß ich nun ja auch Meilen vorlegen :-)

Grüße

Thomas



Bis bald



Man sieht sich. Da freu ich mich schon.

Gruss
Stt



Gespannt gelesen, nun noch ein Hinweis...



...zumindest solange der Trockner läuft, bläst er Luft nach Außen ab und muß irgenwo her neue bekommen. Die kommt dann von außen und ist zumindest im winter kalt.
Jetzt könnt ihr weiterrechnen :-).

Gruß Patrick.

P.S.: Bei mir kommt ein Wäscheständer in die Scheune (vom Haus durch den Stall, jetzt Werkstatt, zugänglich), dann habe ich die ganzen Probleme nicht. Meiner Herzallerliebsten habe ich nämlich schon einen Stromfresser ala Trockner ausgeredet. Den Strom benutz ich lieber für sinnvollere Dinge wie meinen Beamer, harhar...



Badfenster Schimmel , was tun?



Hallo. Ichhabe da mal eine Frage.

Ich wohne im DG und habe im Bad am schrägen fenster im Rahmen leichten Schimmelbefall. Selbst wenn das Fenster zu ist und die Heizung an ist, fängt das Fenster an zu beschlagen in den Ecken und es bildet sich Wasser.
Was kann ich noch tun? Der Vermieter hält mir einen Lüftungsfehler vor. DIe Fugen drumherum platzen allerdings schon ab...

Ich weiß es echt nicht mehr.



Lüften...



...und heizen.

Grüße

Thomas



das heißt also



wenn ich duschen gehe bleibt das Fenster zu und die Heizung an, bin ich fertig geht die Heizung aus, Fenster auf bis der entstandene Dampf weg ist und alles trocken ist dann Fenster wieder zu und die Heizung an?

Was ist wenn es wärmer wird draußen und die Heizung nicht mehr geht?



Dann...



...gibt es z.B. kein oder weniger Kondenswasser am Fenster, und letzteres ist öfters auf.

Grüße

Thomas



Tipps + Raumentfeuchter



Hi,

ich hatte gerade exakt das selbe Problem.
Die Ursache greift man zwar nicht damit an, aber Raumentfeuchter war die dauerhaft beste Lösung.
Und so teuer sind die auch wieder nicht, wenn man mal hier http://www.purenature.de/shop/a680/raum-entfeuchter-original.html und hier http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=raumentfeuchter&x=0&y=0 schaut.

Was auch gut hilft, jetzt nicht unbedingt im Wohnzimmer, aber im Keller (Waschmaschinenraum) sind Zeitungen!
Einfach Zeitungen ausbreiten oder aufhängen, die saugen sich so schnell voll.

Man könnte Zeitungen als stark hygroskopisch bezeichen ;)

LG
Klaus



Das ist, mit Verlaub, Käse.



Diese hygroskopischen Salze vermögen ein bisschen Wasser zu binden, dann kann man die Salzbrühe wegkippen. Das ist weder ökologisch ("Pure Nature"; ich lache mich krank. Wäre das mehr als ein leider nicht verbotenes Produkt für Oberblauäugige, würden die Klärwerke ein Problem bekommen) noch ökonomisch: mit 1kg Salz (vermutlich Calciumclorid) kann man 1,428 l Wasser binden, und man bezahlt dafür 14,21 Euro.

Viele müssen somit mehr als eine Stunde arbeiten, um anderthalb Liter Wasser wegkippen zu können.

Das ist klassische Hausfrauenware für Leute, die denken "Wenn ich mit Karte bezahle, muß ich ja kein Geld hingeben".

Echt amüsiert

Thomas



Kondenswasser



Die Tipps von Klaus erinnern mich an die Weisheiten meiner Oma.
Die glaubte damals, wenn man Salz aufs Fensterbrett streut, hilft das gegen die atomare Strahlung bei einem Atomkrieg.
Zur Information: Die Sorptionsfeuchte von Papier beträgt etwa 12 Masse-% bei günstigen Bedingungen.
Da muß ich für die Bindung von einem Liter Wasser ca. 10kg Zeitungspapier aufhängen...

Viele Grüße