Nach Sanierputzarbeiten stinkt es in der Küche.

27.02.2009



Sehr geehrte Damen und Herren, kurz die Vorgeschichte: Im April 2008 habe ich Nässe in der Küche festgestellt. Der Gutachter der Wohnungsgesellschaft war da und stellte keine Nässe fest. Nachdem ich selbst einen Gutachter bestellt habe bestätigte der, dass die Küchenwand und der Boden nass sind. Dann wurde im November die Küchenwand aufgerissen. knapp 14 Tage lang stand ein Gerät in der Küche um die Wand auszutrocknen. Täglich 6 l Wasser entsorgte ich, bis zum letzten Tag. Die Wand war bei der Messung trocken. Danach trug ein Maler Sanierputz auf die Stelle. Zwei Tage später zeigte sich schon wieder ein feuchter Rand im Putz. Im Dezember stellte man fest, dass ein Heizrohr leck sei. Kurz vor Weihnachten wurde das Rohr repariert.
Seit der Sanierputz aufgetragen ist, stinkt es in der Küche Den Geruch kann ich nicht erklären, da er mir aus dem Alltag nicht bekannt ist. Aber er zieht durch die gesamten Räume wenn das Fenster geschlossen ist. Die Küche musste saniert werden, da bis auf den Sand unter dem Fußboden alles nass war. Ein Trocknungsgerät wurde noch einmal aufgestellt, der Fußboden frisch verlegt. Der Fußboden (Laminat, darunter Spanplatten, darunter die alten Dielen aus der Gründerzeit und der Sand, waren nass. Das Holz so verfault, dass es schon Grünspan hatte) Und nun stinkt es aber immer noch, obwohl neu verlegt wurde. Der Geruch, der nach dem Auftragen des Sanierputzes aufgetreten ist, geht einfach nicht heraus. Die Wohnungsgesellschaft "riecht" aber nichts. Allerdings verlasse ich mich nicht darauf, da sie weder die Feuchtigkeit gemessen noch den Schimmelgeruch wahrgenommen haben, als ich den Schaden im April 2008 gemeldet habe. Ein Feuchteschaden an der rückwand der Küchenzeile wurde nachträglich abgetragen. Allerdings wurde nur ein Stück oberhalb der Fußleiste. An der Wand befinden sich noch zwei Lagen Tapetenreste. Darüber wurde scheinbar dann einfach Putz aufgetragen.

Wer hat eine Idee, woher der üble Geruch kommen kann.



Wasserschaden



Ich verstehe nicht ganz, wozu Sie einen Gutachter einschalten und der nur einen kleinen Teil seiner Arbeit macht.
In solchen Fällen ist es wichtig, die Ursache der Durchfeuchtung festzustellen und Vorschläge zur Beseitigung zu machen.
Um zu sehen, das eine Wand nass ist, brauche ich keinen Gutachter.
Auch die Sanierung bis zum erfolgreichen Abschluß zu begleiten ist Aufgabe des Gutachters.
Es sei denn, Sie haben ihn ausdrücklich nur mit der Beweissicherung des enstandenen Schadens beauftragt.
Dann kann ich nur sagen, schade für Sie und für den Gutachter. Der hätte sich noch etwas Geld verdienen können, Sie hätten wieder eine anständige Wohnung.
Bezahlen hätte es ohnehin Ihr Vermieter müssen.

Viele Grüße





Guten Morgen, vielen Dank für die schnelle Antwort: Den Gutachter habe ich aus folgendem Grund eingeschaltet: Die Wohnungsgesellschaft hat einen eigenen Gutachter geschickt. Der hat die Wand gemessen und mir erklärt, es sei trocken. Gab mir einen Zettel in die Hand und meinte, ich solle richtig Lüften und heizen. Da ich den Eindruck hatte, dass man mich mit der Wohnungsbegehung nur beruhigen wollte, habe ich den Gutachter eingeschaltet. Der hat dann gemessen und mir bestätigt, dass die Wand und der Fußboden nass ist. Darauf hin habe ich dann den Vermieter aufgefordert, den Mangel zu beheben, bzw. nach der Ursache für die Feuchtigkeit zu suchen. Habe dann gleich die Miete gemindert. Danach gab man sich großzügig und dann wurde die Küchenwand aufgerissen, getrocknet (da kamen eben 6 l täglich). Angeblich war die Wand anschließend trocken. Und dann wurde Sanierputz aufgetragen. Danach begann es zu stinken. Zwei Tage später zeigte sich ein Feuchtrand im frischen SanierPutz. Und das wollte man bei der Wohnungsgesellschaft dann wieder nicht glauben. Den Gutachter habe ich nur gebeten das zu dokumentieren, was ich sah. Und im Dezember stellte man dann ein Leck im Heizrohr fest. Das wurde repariert. Und damit sollte die Sache eigentlich nach deren Erkenntnissen erledigt sein. Den feuchten Boden musste ich auch erst wieder "dokumentieren" lassen, ehe man den Boden erneuerte. Der Gutachter hat mir eigentlich die Sicherheit vermittelt, dass meine Wahrnehmung stimmt. Hat dies mit Hilfe von Fotos und Messgeräten dokumentiert. Somit konnte ich ganz beruhigt die Miete mindern.
Was mich halt nervt ist, dass es seit dem Sanierputz in der Küche ekelhaft riecht und auch die Schleimhäute reizt. Obwohl die Küche seit April 08 feucht war, hatte ich diesen Ekelgeruch nicht in der Küche. Es roch halt nach Schimmel und Feuchtigkeit. Dieser Geruch ist ganz anders. Kann ihn auch nicht zuordnen, da ich dafür keine Beschreibung finde. Eigentlich müsste es ja nach "sauber" in der Wohnung riechen, nachdem nun das feuchte und verschimmelte Holz vom Boden entfernt ist.

Dieser neue Geruch muss ja einen Grund haben: Der Sanierputz wurde aufgetragen, ohne zuvor Salze oder andere Sachen im Mauerwerk zu prüfen. Das Haus stammt aus dem Jahre 1920. Der Keller unter mir ist z.B. auch nass und feucht. Eigentlich sollte Sanierputz ja auf trockenen Steinen aufgebracht werden.

Kleine Anmerkung zu meinem Gutachter: Ich wollte diesen bei der Sanierung der Küche zu Rate ziehen. Aber die Wohnungsgesellschaft hat eine Zusammenarbeit mit ihm abgelehnt. Dagegen bin ich machtlos. Er hatte auch angeraten, den nassen Fußboden nur "vorsichtig" zu öffnen, um die Ausbreitung von Schimmel zu vermeiden. Die haben hier nichts abgedichtet, der Dreck war in allen anderen Räumen nach der Entfernung der verfaulten Bretter. - Ich habe mir von meinem Sachverständigen bestätigen lassen, dass mein Heiz- und Lüftverhalten in Ordnung ist. Dass die Schränke ausreichend entfernt sind und solche Sachen. Denn das Problem hier ist, dass die Wohnungsgesellschaft bei Schimmel nicht reagiert. Seine Gutachten habe ich für mich selbst gemacht, einfach um vor Gericht dann seine Fotos vorlegen zu können. Alle von ihm gemachten Vorschläge wurden ja nicht umgesetzt.

Auf dem Datenbatt des Sanierputzes waren Werte angegeben, wie weit oberhalb des Feuchtschadens das Mauerwerk abzutragen ist. Daran hat man sich auch nicht gehalten.

Also, auf meinen Gutachter lasse ich an dieser Stelle nichts kommen. Der kann mich ja nur beraten aber nicht die Wohnungsgesellschaft zwingen, nach seinen Vorschlägen zu arbeiten. Das macht die Sache im Moment nicht unbedingt einfacher.

Mal sehen wie die Sache ausgeht. Irgendwas dünstet in meiner Küche aus. Ich tippe eben auf den Sanierputz. Aber vielleicht liegt der Hund ja woanders begraben? Dieser Geruch ist eben nach dem Auftragen des Sanierputzes aufgetreten. Vielleicht stinkt ja das alte Mauerwerk? In jedem Fall macht der Geruch auch Schleimhautreizungen.

Vielen Dank für die Antwort!



Keine Lösung, nur ein kleiner Rat



Zur Ihrer Frage, woher denn nun der Geruch kommt, kann ich leider gar nichts sagen. Aber ich kenne das Problem mit Vermietern, die hartnäckig nicht sehen wollen, was offensichtlich ist, und sinnvolle und notwendige Maßnahmen verweigern. Ich habe in meiner Zeit als Mieterin sehr gute Erfahrungen mit dem örtlichen Mieterverein gemacht. Sind Sie Mitglied? Wenn nicht, würde ich an Ihrer Stelle sofort eintreten und die ganze Angelegenheit an den Mieterverein übergeben. Dann hat man erfahrene Leute und eine Mietrechtschutzversichung im Rücken, das ist den maßvollen Mitgliedsbeitrag allemal wert.

Viele Grüße



Der örtliche MV...



...kümmert sich oft erst nach einer gewissen Karrenzzeit um Probleme der Mitglieder.

Ich bezweifle, daß der Bodenaufbau unter den Spanplatten trocken ist, vielleicht fault der Plattenkleber?

@ Patronata

Mitunter muß man auch loslassen können. Gibt es keine vergleichbare Wohnung ohne Gestank und verfaulten Fußboden?
Der Streit mit dem Vermieter kann Sie noch viel Zeit, Nerven und Geld kosten.

Grüße

Thomas





Sehr geehrter Thomas,
vielen Dank für Ihre Zeilen. Leider bin ich erst vor einem Jahr (16. März 08) in diese Wohnung gezogen. Habe recht viel Geld in die Ausstattung der Wohnung gesteckt. Der Gedanke, dass ich wieder ausziehe, war auch schon einmal da.
Noch habe ich die Hoffnung, dass man das Problem irgendwie noch in den Griff bekommt. Irgendwie ist der Geruch ja erst aufgetreten, nachdem der Sanierputz angelegt wurde. Zuvor roch es nur schimmelig und "nass". Dieser Geruch ist ja nun auch weg. Es bleibt bei dem unangenehmen Geruch. Wenn man länger in der Küche sitzt, tränen die Augen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, die Atemwege verkleben. Da wir während der Renovierung im Hotel schliefen konnten wir feststellen, dass weder die Augen brannten oder tränten und der Atem frei war. Sobald man längere Zeit aus dem Haus ist, scheinen sich die Bronchien zu lösen. Vielen Dank für die Anteilnahme. Sollte ich das Problem hier noch lösen, werden ich bestimmt ganz ausführlich darüber berichten.
Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Gruß Patronata



Danke für die Antwort.



Sehr geehrter Thomas,
vielen Dank für Ihre Zeilen. Leider bin ich erst vor einem Jahr (16. März 08) in diese Wohnung gezogen. Habe recht viel Geld in die Ausstattung der Wohnung gesteckt. Der Gedanke, dass ich wieder ausziehe, war auch schon einmal da.
Noch habe ich die Hoffnung, dass man das Problem irgendwie noch in den Griff bekommt. Irgendwie ist der Geruch ja erst aufgetreten, nachdem der Sanierputz angelegt wurde. Zuvor roch es nur schimmelig und "nass". Dieser Geruch ist ja nun auch weg. Es bleibt bei dem unangenehmen Geruch. Wenn man länger in der Küche sitzt, tränen die Augen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, die Atemwege verkleben. Da wir während der Renovierung im Hotel schliefen konnten wir feststellen, dass weder die Augen brannten oder tränten und der Atem frei war. Sobald man längere Zeit aus dem Haus ist, scheinen sich die Bronchien zu lösen. Vielen Dank für die Anteilnahme. Sollte ich das Problem hier noch lösen, werden ich bestimmt ganz ausführlich darüber berichten.
Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Gruß Patronata



Sanierputz



Hallo,
ich hab meine Zweifel ob es an dem Sanierputz liegt.
Normalerweise riecht ein Sanierputz etwas nach Chemie bei anmachen. Auf der Wand kann sich auf dem Sanierputz Schimmel bilden, der riecht natuerlich, aber den wuerden Sie sehen.
Ich denk eher Ihr Feuchteschachen ist viel groesser und es wurde was uebersehen.
Gruss N. Hoepfer





"Wenn man länger in der Küche sitzt, tränen die Augen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, die Atemwege verkleben. Da wir während der Renovierung im Hotel schliefen konnten wir feststellen, dass weder die Augen brannten oder tränten und der Atem frei war. Sobald man längere Zeit aus dem Haus ist, scheinen sich die Bronchien zu lösen."

Kann Sanierputz solche Reaktionen auslösen ? Ich würd mich sofort nach einem anderen Wohnort umsehen! Und versuchen rauszukriegen was für Material im Boden verbaut wurde und ob bei dessen Einbau auch alles wirklich trocken war.





Guten Morgen,
danke für den Eintrag, dass es vermutlich nicht am Sanierputz liegt.
Da ich ja nur laienhaft die Sache angehe, hatte ich allerdings auch schon so etwas mal gedacht. Der ganze Keller unter mir ist nass und feucht. Vielleicht zieht das ja noch rauf? Wie gesagt, diesen Krimi werde ich bis zum Ende hin durchziehen.
Einen schönen Sonntag, nochmals Dank für die Anteilnahme.
Gruß Patronata



Wasserschaden



Wenn Sie auf Ihren Gutachter nichts kommen lassen, warum wenden Sie sich dann hier ans Forum?
Fragen Sie Ihn nach der Ursache!

Viele Grüße



Vor teuerer Ursachenforschung auf eigene Kosten,



suchen Sie sich am Besten eine neue Bleibe, wer weiss schon was die genaue Ursache ist, das kann viele Möglichkeiten haben. Sie müssen selbst Entscheiden, was tun wollen.

Grüsse Thomas



Danke für das Interesse



Sehr geehrter Herr Thomas,
vielen Dank für die Anteilnahme. Ich denke auch darüber nach. Aber irgendwie bin ich doch erst vor einem Jahr hier eingezogen. Habe ganz viel Geld invesiert, in gute Böden, gesunde Wandfarben. Habe mich in die schönen Holzfenster verliebt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass diese Wohnung heimelig ist. Ist aber im Moment eher unheimlich. - Was die Ursachenforschung betrifft, so kostet sie wahrlich viel Geld. Aber im Moment muss ich tatsächlich erst mal zusehen, dass es hier nicht mehr so stinkt. Im Frühjahr und Sommer kann ich ja den ganzen Tag die Fenster geöffnet haben. Un mal ganz ehrlich: Es muss doch möglich sein, solche Schäden irgendwie in den Griff zu bekommen. Eine Wohnungsgesellschaft muss doch selbst ein Interesse daran haben, die eigene Bausubstanz zu erhalten.

Ihnen ein schönes Wochenende, Dank für die Rückmeldung
Patronata



Wir hatten vor nicht allzulanger Zeit einen ähnlichen Fall,



ob sich eine Wohnungsgesellschaft sich um eine solche Geschichte kümmert, ist ganz von der Gesellschaft abhängig.
Es gilt zu unterscheiden, ist die Gesellschaft die Eigentümerin oder nur die Verwalterin.
Da eine solche Massnahme nicht gerade Billig ist, wird es vermutlich sehr lange dauern, bis hier etwas unternommen wird. Ich verstehe sehr gut, dass man an einer Wohnung hängt, in der man nicht nur etwas Herzblut hinein gebracht, sondern auch noch Geld investiert hat.
Aber hier gilt es sich zu entscheiden, was für einen selbst wichtiger ist, die Wohnung sei sie auch noch so schön oder die eigene Gesundheit, vorallem wenn Sie schon eine gesundheitliche Beeinträchtigung spüren.

Grüsse Thomas



Was da stinkt,



werden Sie vermutlich nicht selbst herausbekommen.

Raumluftmessungen kosten Sie schnell das Mehrfache Ihrer Miete.

Auch wenn Ihnen dann immer noch die Augen tränen, ich würde zunächst eine Mietminderung von 50% vornehmen, im gleichen Zuge dem Vermieter den Schaden formell anzeigen und eine Frist von 7 Tagen stellen, den Schaden zu beseitigen. Ferner würde ich versuchen, das örtliche Gesundheitsamt für Ihr Problem zu begeistern.

Eine Wohnungsgesellschaft hat mehrere Ansprechpartner. Vielleicht können Sie in der Etage über Ihrem Bearbeiter einen für einen Vor-Ort-Termin bei geschlossenen Fenstern gewinnen.

Viel Glück

Thomas



Raumluftmessung auf Chlorpyrifos muss sein. Danke Thomas!!



Guten Morgen Thomas,

vielen Dank für die Zeilen. Ich bin gerade auf dem Weg zur Geschäftsstelle.
Habe darin eine Mietminderung angekündigt, wenn nicht innerhalb von 7 Tagen mitgeteilt wird, was man bezüglich des Geruches machen will. Aber ich vermute es wird so laufen wie mit dem Wasserschaden: Im April 08 gemeldet, im Dezember 08 anerkannt, im Februar 2009 dann die Schadensbehebung. Und bis dahin immer wieder Besichtigungs- und Geruchstermine. Und bei jedem Termin hatte ich einen Zettel in der Hand, der mich über richtes Heizen und Lüften aufklärte. Bei den Besichtigungsterminen im vergangenen Jahr hat man ja einfach nichts gesehen. Die Messungen des hauseigenen Gutachters erbrachten keine Werte. Ich halte das Forum hier auf dem Laufenden, wie die Sache ausgeht. - Ach ja, vielleicht hilft ja auch der Druck auf meinen Vermieter, dass in unserem Blut Chlorphyrifos gefunden wurde (ansteigend). Die Tierklinik behandelte unseren Hasen und Hund. Die zeigten beide die gleichen Krankheitssymptome. Was bei der verschiedenen Nahrungs- und Verdauungskette natürlich nicht zu erklären war. (Beide Tiere hatten Lähmungen) Die haben diesen Zustand mit Kollegen anderer Kliniken diskutiert. Man kam zu dem Ergebnis, dass solche Erkrankungen bei Bauernhoftieren auftraten, die in alten Ställen (wohl noch alte Holzbalken mit Pestiziden) lebten.
Bis ich denen dann gesteckt hatte, dass ich auf eigene Kosten eine Feuchtemessung gemacht hatte.

Das Gesundheitsamt in unserem Ort wird bei solchen Sachen nicht tätig. Das hatte ich schon probiert. Schimmel ist kein Grund, die Wohnung zu wechseln. Da gibt es scheinbar in unserer Stadt sehr konkrete Vorgaben. Eine behinderte Frau (Kollegin meiner Tochter) wohnt in einer verschimmelten Wohnung. Die Abteilung für Grundsicherung hat einem Aus- und Umzug in eine andere Wohnung nicht zugestimmt.

Dass ich hier noch nicht meine Zelte abgebrochen habe liegt daran, dass meine Tochter ebenfalls behindert ist. Ich brauche in jedem Fall eine Wohnung im EG oder mit Aufzug, ohne Schwellen, mit Sanitärräumen in denen ich pflegen kann. So schnell findet man hier nichts in dieser Richtung. Deshalb kämpfe ich hier eben zunächst vor Ort. Und mal noch eine andere Seite der Geschichte: Wenn ich hier ausziehe, wird diese Wohnung so wie bei mir bei der Besichtigung mit geöffneten Fenstern vorgestellt. Da nimmt man dann den Geruch nicht wahr ... - und dann leiden die nächsten Mieter wieder. Leider darf man ja bei seinem Auszug aus der Wohnung nicht auf die Wände schreiben: Hier war Schimmel, hier stinkt es ...

Ihnen eine schöne Woche! Vielen Dank für die Anteilnahme.
Hoffe, dass ich an anderer Stelle dann behilflich sein kann. Schimmel ist mein Thema - gesundheitliche Probleme -, die man zunächst gar nicht dem Schimmel oder feuchten Wohnungen zuschreibt. Nur mal so als Info. Hatte ich aber auch in meinem Profil angegeben.

Viele Grüße
Patronata



Kann da jemand...



bei einem Schimmelbekämpfungsversuch in die falsche Kiste gegriffen haben?

Zum Thema Mietminderung: Das Recht auf Mietminderung besteht ab dem Auftreten des Schadens. Der Mieter muß diesem Schaden unverzüglich anzeigen. Eine Mietminderung in Aussicht zu stellen hilft meistens nichts. Ich würde, je nachdem wann der Schaden auftrat, die Miete mindern. Was jetzt mit der Märzmiete zuviel überwiesen wurde, im April einbahalten. Geduld habt Ihr bisher genug bewiesen.

Wenn das Gesundheitsamt auf Schimmel nicht anspringt, dann vielleicht auf Schadstoffe? Dafür sind die Leute da, auch bei schon leicht angeschimmeltem Gesäß. Im Zweifelsfall hilft vielleicht eine Klage wegen Untätigkeit im Amt? Die wollen doch alle ihre Ruhe, und vielleicht bewegen die sich ja 'mal, um größeren Ärger zu vermeiden, und tun denn doch das, wofür sie bezahlt werden.

Grüße

Thomas