Schieferfassade - Steinwolle ?

21.04.2013



Hallo erstmal.
Unsere Giebelseite (Wetterseite) soll verschiefert werden. Wir haben noch nagelneue Steinwolle hier liegen, der Dachdeckermeister möchte sie als Dämmung verwenden. Ich möchte das eigentlich nicht, da es eine Fachwerkwand ist, ich dachte an Hanf oder Holzweichfaserplatten.
Sein Argument : das ist Hinterlüftet, da passiert nix. Ich hab natürlich zu wenig Ahnung um meine Bedenken richtig zu Argumentieren.
Was meint ihr: unbedenklich oder sollte ich meine Vorstellungen durchsetzen. Eigentlich soll unser Haus so weit wie möglich diffusionsoffen und mit natürlichen Baustoffen renoviert werden.
Für Erfahrungswerte und Tips wäre ich super dankbar.
Lg Tina



Mineralwolle



Minieralwolle hat praktisch keinen Diffusionswiderstand und in hinterlüfteter Form ist sie für Vorhangfassaden als Dämmung sehr gut einsetzbar.



Ich würde ...



... die Entscheidung in erster Linie davon abhängig machen, um welchen Dämmstofftyp es sich handelt, bzw. ob der überhaupt für das Anbringen auf Außenwänden geeignet ist.
Lockere Filze sind die m. E. ohne zusätzliche Abdeckung mit Vliesen oder sonstigen Bahnen nicht, da sie nicht winddicht genug sind.
Auch ist zu berücksichtigen, wie die Unterkonstruktion der hinterlüfteten Vorhangfassade aussehen soll.

Empfehlen würde ich eher die Verwendung von Holzfaserdämmplatten mit oberseitig integrierter Unterdeckschicht (z. B. PAVATHERM-PLUS).
Diese bieten zum einen den Vorteil, recht winddicht zu sein, zum anderen vollflächig verlegt werden zu können und insoweit Wärmebrücken lediglich noch durch die Verschraubung der Grundlattung gebildet, d. h. minimiert werden.

i. V. Dirk Meisinger



MiWo hinter Vorhangfassade



Die MiWo kann man bedenkenlos einbauen, ggfs. mit einer diffuionsoffenen Bahn abdecken.
Sie ist vorhanden und kostet kein Geld mehr.
Alles andere muss gekauft werden.
Viel Erfolg
SG



Hallo Tini,



also Sie sind doch der/die Bauherr/herrin und bestimmen womit und wie gedämmt wird, letztendlich bezahlen Sie ja auch die Dachdeckerrechnung. Wenn Sie die Steinwolle nicht haben wollen dann sagen Sie es dem Meister, da gibts keinen Grund für Diskussionen oder Argumentationen.
Zur Steinwolle: Es kommt darauf an was Sie für ein Dämmprodukt haben, nicht jede Steinwolldämmung ist für Fassade geeignet.
Geegeignet sind durchgehend wasserabweisende, robuste Steinwolle-Dämmplatte mit einseitiger, Vlieskaschierung die formstabil, ( kunstharz)- gebunden und nichtbrennbar( Bindemittel) sind.
Zu beachten ist noch, dass je nach Unterkonstruktion die Dämmplatten mech. befestigt werden müssen. Das ist mit einer nicht formstabilien Dämmung problematisch da diese zusammensacken kann und so einmal Hohlräume entstehen und eventl. die Hinterlüftung unterbrochen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Danilo





Hallo,
erstmal Danke für eure Antworten.
Dann möchte ich dem Forum bzw den "Fachleuten" hier nochmal sagen : ihr seid Toll ;-)
Ich als Laie kann mir hier immer ein wenig Tips und Anregungen holen. Noch dazu beruhigt es ungemein meine Nerven, die bei unserer großen Baustelle doch sehr angegriffen werden ;-), wenn man sich noch mehrere Meinungen anhören kann.
lg Tina