Steinmauer sanierung bzw Dämmung

10.03.2019



Guten Tag,

wir würden gerne unser Steinhaus (ca 55 cm Wandstärke) sanieren bzw dämmen.
Bruttogrundrissfläche 7,5 * 4 m, zwei Geschossse , keine Horizontalsperre zum Erdreich, Mauerwerk ist zT feucht was aber großteils an der fehlenden Rollierung/Drainage liegt aber aufsteigende Feuchtigkeit ist natürlich ein Thema.
Die Fenster sind desolat und in jedem Fall auszutauschen, Heizsystem ist zz keines vorhanden.


Die fehlende Drainage/Rollierung Kies wird auf jedenfall gemacht. Dabei stellt sich die Frage ob eine Fassadendämmung Aussen Vorteile bringt. In Frage kommen würden diffusionsoffene Dämmplatten , eventuell mit Hinterlüftungsebene.

Wie offen sind solche Systeme bzw wie gut funktioniert der Feuchtigkeitstransport nach Aussen - vor allem an wenig/nicht besonnten Mauerflächen?

Wie äussert sich die Dämmung im Heizverhalten, Trägheit der aufzuheizenden Mauern, Verluste der solaren Einträge durch die Dämmung.

Welches Heizsystem ist zu Empfehlen, Szenario Dämmung , bzw keine Dämmung.

Ich freue mich auf Ihre Antworten bzw Erfahrungsberichte zu dem Thema,
vielen Dank



kleines Steinhaus



hallo, Sie wollen sich ein Kleinod schaffen und haben, trotz der bescheidenen Ausmaße sicher schon eine Vorstellung über die Nutzung. Auch über die Ursachen des teilweise feuchten Mauerwerkes haben Sie sich schon Gedanken gemacht und sich da schon ziemlich festgelegt. Für ernsthafte Tips brauchts aber noch verschiedene Informationen, wenn nicht gar eine letztgültige Beratung vor Ort am sinnvollsten ist. Fragen:
1. Gibt es einen Keller?
2. Um welches Material der Wände handelt es sich?
3. Ist das Dach und vor allem die Entwässerunsleitung in Ordnung? Gibt es für eine Außendämmung genügend Dachüberstand?
4.Wie ist das Außengelände um das Haus gestaltet, welcher Boden liegt an?
5.Eine Außendämmung wäre in jedem Fall einer Innendämmung vorzuziehen, aus bauphysikalischen Gründen, aber auch wegen des Raumverlustes, der ja eh schon nicht üppig ist.
Die Art des Heizsystems hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. welche Heizstoffe liegen an, besteht die Möglichkeit eigenes Holz zu werben usw. Nicht zuletzt davon, wie das Haus genutzt werden soll, wie die Verfügbarkeit von Zeit ( und Lust) vorhanden ist etc.
Bei einer Mauerstärke von 55 cm ist genügend Masse vorhanden, die Wärme speichern kann, z.B. die eines Kamines. Im Verbund mit einer Außendämmung sollte sich ein schönes Wohnklima einstellen.
Sie sehen, das Haus sollte als ganzheitliches System betrachtet werden und insofern sollte auch ein abgestimmtes Sanierungskonzept erstellt werden. Dabei ist ein erfahrener Planer von Vorteil, auch wenn der Geld kostet, das wird sich rechnen, vor allem bei der geringen Größe des Hauses sollten einige Parameter gesondert beachtet werden, z.B. bei der Heizungsplanung, Lüftung und bei der Auswahl der Fenster.
Noch ein Wort zur Drainage:
Die ist in den meisten Fällen nämlich gar nicht nötig, wird aber von Firmen gern verkauft, weil sich damit ordentlich Geld verdienen läßt. Unter Umständen geht die Drainierung des Mauerwerks nach hinten los, vor allem wenn sie nicht peinlich genau und nach den Regeln der Technik erstellt wurde. Gegen aufsteigende Feuchte ( wie von Ihnen vermutet) hilft sie nur bedingt bis gar nicht. Ich habe eher die Vermutuung, dass es sich um Kondensat handelt, vielleicht in Verbindung mit Salzbelastung. Steht das Haus jetzt leer, wie lange schon und wissen Sie etwas über die frühere Nutzung?
Achso, und Fotos würden helfen, den Zustand besser einzuschätzen. Pro Beitrag geht eines, wenn Sie sich angemeldet haben.



Dem kann ich voll zustimmen...



Woher hier wohl der Nonsens mit der Drainanlage kommt, es kann doch nicht nur am Umsatzdenken liegen oder doch?
Nun dann bin ich mal auf die Antworten und Bilder neugierig.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



Danke für die Antworten,

Das Haus besitzt keine Unterkellerung.Die Mauer besteht aus Mischstein , Aussen u Innenputz, genaueres kann ich leider noch nicht sagen.

Durch den Wunsch nach einer Dämmung wird es nötig sein um das Haus zu graben um ein Sockeldetail auszubilden können. Was mich hier Interessieren würde inwieweit bei einer geringfügig feuchten Wand eine Horizontale Feuchtigkeitssperre von Nöten ist. Meiner Meinung nach sind hier nur durch Bleche/Kunstoffplatten ausgegbildete Sperren dauerhaft, auch der Anschluss an eine weitergeführte Sperre am Boden ist hier gut vorstellbar. Nach ersten Augenschein ist der Untergrund aber relativ trocken.

Gibt es anhaltepunkte bezüglich kosten 7 LFM

Da das Niveu EG ca , 35 cm unter FOK Strasse liegt würde meiner meinung nach eine Drainagekonzept Sinn machen um mit dem ankommenden wasser der Strasse umzugehen. Das umlaufende Abgraben ist sowieso nötig.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



Danke für die Antworten,

Das Haus besitzt keine Unterkellerung.Die Mauer besteht aus Mischstein , Aussen u Innenputz, genaueres kann ich leider noch nicht sagen.

Durch den Wunsch nach einer Dämmung wird es nötig sein um das Haus zu graben um ein Sockeldetail auszubilden können. Was mich hier Interessieren würde inwieweit bei einer geringfügig feuchten wand eine Horizontale Feuchtigkeitssperre von Nöten ist. Meiner Meinung nach sind hier nur durch Bleche/Kunstoffplatten ausgegbildete Sperren dauerhaft, auch der Anschluss an eine weitergeführte Sperre am Boden ist hier gut vorstellbar. Nach ersten Augenschein ist der Untergrund aber relativ trocken.

Gibt es anhaltepunkte bezüglich kosten 7 LFM

Da das Niveu EG ca , 35 cm unter FOK Strasse liegt würde meiner meinung nach eine Drainagekonzept Sinn machen um mit dem ankommenden wasser der Strasse umzugehen. Das umlaufende Abgraben ist sowieso nötig.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



Danke für die Antworten,

Das Haus besitzt keine Unterkellerung.Die Mauer besteht aus Mischstein , Aussen u Innenputz, genaueres kann ich leider noch nicht sagen.

Durch den Wunsch nach einer Dämmung wird es nötig sein um das Haus zu graben um ein Sockeldetail auszubilden können. Was mich hier Interessieren würde inwieweit bei einer geringfügig feuchten wand eine Horizontale Feuchtigkeitssperre von Nöten ist. Meiner Meinung nach sind hier nur durch Bleche/Kunstoffplatten ausgegbildete Sperren dauerhaft, auch der Anschluss an eine weitergeführte Sperre am Boden ist hier gut vorstellbar. Nach ersten Augenschein ist der Untergrund aber relativ trocken.

Gibt es anhaltepunkte bezüglich kosten 7 LFM

Da das Niveu EG ca , 35 cm unter FOK Strasse liegt würde meiner meinung nach eine Drainagekonzept Sinn machen um mit dem ankommenden wasser der Strasse umzugehen. Das umlaufende Abgraben ist sowieso nötig.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



Danke für die Antworten,

Das Haus besitzt keine Unterkellerung.Die Mauer besteht aus Mischstein , Aussen u Innenputz, genaueres kann ich leider noch nicht sagen.

Durch den Wunsch nach einer Dämmung wird es nötig sein um das Haus zu graben um ein Sockeldetail auszubilden können. Was mich hier Interessieren würde inwieweit bei einer geringfügig feuchten wand eine Horizontale Feuchtigkeitssperre von Nöten ist. Meiner Meinung nach sind hier nur durch Bleche/Kunstoffplatten ausgegbildete Sperren dauerhaft, auch der Anschluss an eine weitergeführte Sperre am Boden ist hier gut vorstellbar. Nach ersten Augenschein ist der Untergrund aber relativ trocken.

Gibt es anhaltepunkte bezüglich kosten 7 LFM

Da das Niveu EG ca , 35 cm unter FOK Strasse liegt würde meiner meinung nach eine Drainagekonzept Sinn machen um mit dem ankommenden wasser der Strasse umzugehen. Das umlaufende Abgraben ist sowieso nötig.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



Danke für die Antworten,

Das Haus besitzt keine Unterkellerung.Die Mauer besteht aus Mischstein , Aussen u Innenputz, genaueres kann ich leider noch nicht sagen.

Durch den Wunsch nach einer Dämmung wird es nötig sein um das Haus zu graben um ein Sockeldetail auszubilden können. Was mich hier Interessieren würde inwieweit bei einer geringfügig feuchten wand eine Horizontale Feuchtigkeitssperre von Nöten ist. Meiner Meinung nach sind hier nur durch Bleche/Kunstoffplatten ausgegbildete Sperren dauerhaft, auch der Anschluss an eine weitergeführte Sperre am Boden ist hier gut vorstellbar. Nach ersten Augenschein ist der Untergrund aber relativ trocken.

Gibt es anhaltepunkte bezüglich kosten 7 LFM

Da das Niveu EG ca , 35 cm unter FOK Strasse liegt würde meiner meinung nach eine Drainagekonzept Sinn machen um mit dem ankommenden wasser der Strasse umzugehen. Das umlaufende Abgraben ist sowieso nötig.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



EDIT: die vorherigen posts wurden versehentlich geposted, könnten also vom admin oä gelöscht werden...

Danke für die Antworten,

Das Haus besitzt keine Unterkellerung.Die Mauer besteht aus Mischstein , Aussen u Innenputz, genaueres kann ich leider noch nicht sagen.

Durch den Wunsch nach einer Dämmung wird es nötig sein um das Haus zu graben um ein Sockeldetail auszubilden können. Was mich hier Interessieren würde inwieweit bei einer geringfügig feuchten wand eine Horizontale Feuchtigkeitssperre von Nöten ist. Meiner Meinung nach sind hier nur durch Bleche/Kunstoffplatten ausgegbildete Sperren dauerhaft, auch der Anschluss an eine weitergeführte Sperre am Boden ist hier gut vorstellbar. Nach ersten Augenschein ist der Untergrund aber relativ trocken.

Gibt es anhaltepunkte bezüglich kosten für die einbringung einer horizontalen Dampfsperre im mauerwerk ?

Da das Niveu EG ca , 35 cm unter FOK Strasse liegt würde meiner meinung nach eine Drainagekonzept Sinn machen um mit dem ankommenden wasser der Strasse umzugehen. Das umlaufende Abgraben ist sowieso nötig.

Vielen Dank



Oberflächenwasser der Straße



ist anders abzuführen als mit einer Drainage - genau dies meinte ich. Sie ziehen sich das Oberflächenwasser in die Tiefe anstelle es oberflächlich abzuführen. Dafür könnte u.U. sogar der Träger der Straßenlast, wohl die Kommune, zuständig sein, denn es kann nicht sein, dass Oberflächenwasser aus kommunaler Zuständigkeit auf Ihr Grundstück entwässert wird. Ob überhaupt aufsteigende Feuchte die Ursache der scheinbar feuchten Wände ist, müsste noch ermittelt werden. Besteht die Wand aus Bruchsteinen ist nämlich aufsteigende Feuchte eher unwahrscheinlich, weil die unregelmäßigen und mit grobem Mörtel gefüllten Fugen Kapillaraktivität eher behindern. Die Mauerwerksfeuchte sollte durch eine verläßliche Methode, etwa die Darrmessung ermittelt werden. Dies wird für relativ kleines Geld in bestimmten Baulaboren durchgeführt, auch erfolgt da gleich die Untersuchung auf Salzbelastung, welche für hygrische Feuchte verantwortlich wäre.



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



vielen dank, ihre argumentation macht hier wirklich sinn. die Fuge zwischen öffentlichen grund u haus wird aber weiter bestehen bleiben. eine anböschung des strassenquerschnitts zur hausmauer ist vielleicht eine option. die vertikale Abdichtung der hausmauer wird denke ich aber trotzdem von nöten sein.



Steinmauer sanieren feucht



Hallo,
Kennwerte:
1. Außenwand Mischmauerwerk (Ziegel/Naturstein) Wanddicke: ca. 55 cm
2. OKFFB innen ca. 35 cm tiefer als Straßen bzw. Fußwegniveau
3. Abdichtungen horizontal und vertikal nicht vorhanden.
4. kein Keller
5. Nutzung : Wohnen
Sanierung:
1.Freigraben der Außenwand bis mindestens UK Unterbeton/ Bodenplatte. Gründungstiefe des Mauerwerkes ist zu beachten. Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum sollten nicht in Eigenleistung vorgenommen werden (Medienleitungen der Versorgungsträger!
2. Bei aufsteigender Feuchtigkeit nachträgliche Horizontalsperre einbauen. 100%-ig nur möglich mit Diamanttechnik, da hartes Mauerwerk. Sperrschicht GFK, PE-HD oder Edelstahl. Bei Edelstahl besteht jedoch die Gefahr der Korrosion, da dieser Fremdrost annimmt. ( Nassschnitt)
3. Fußpunktabdichtung ,innerhalb, unterhalb Sägeschnitt und Anschluss an Dampfsperre Fußboden
4. Vertikale Abdichtung des betreffenden Bereiches nach (alt) DIN 18-195 Teil 4/6 einschließlich Schutzschichten/ Schutzbahn
5. Drainage: in der Regel bei diesen Tiefen nicht von Nöten. Eine Einleitgenehmigung ins öffentliche Abwassernetz wird normalerweise nicht erteilt!
6. Eventuelle Dämmung von außen. Wobei bei einer Wanddicke von 55 cm würde ich dies nicht machen.
Kosten: Regional sehr unterschiedlich, daher ist hier ohne Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten eine Angabe nicht möglich.
MfG
Jens Zinke
Zinke Bausanierungs-und Bau GmbH



Steinmauer sanierung bzw Dämmung



Vielen dank für die sehr ausführlichen Antworten !!!
In ähnlicher Weise stelle ich mir das auch vor :-)

Eine kurze Frage zur Dämmung, warum raten sie persönlich ab ?
Da das Haus bewohnt werden soll erhoffe ich mir durch etwaige Dämmung eine erhebliche Einsparung der Heizkosten bzw Steigerung der Wohnqualität ... Da ohnehin die Fassade saniert werden wird, Putz/Fenster, würde ich es als sinnvoll betrachten.



Dämmung



Bei einer Wandstärke von 55 cm muss es aus meiner Sicht nicht sein. Wenn sich das Mauerwerk nach oben verjüngt kann es jedoch erforderlich sein.
Ich möchte nur nicht an dem Dämmwahnsinn teilnehmen, da die Generation nach uns mit dem vielen Müll zurechtkommen muss.
Jens Zinke
Zinke Bausanierungs-und Bau GmbH



Dämmwahnsinn



Ja da haben sie recht. Ich denke aber wenn materialien so gewählt u verarbeitet werden dass sie wieder in den stoffkreislauf zurückführbar sind und nicht als sonder/giftmüll auf einer deponie unter der erde lagern, ist gegen eine reduktion des energiebedarfs nichts einzuwenden.