Lehmbausteine




Hallo liebe FAchleute,
ich habe eine Frage zu Lehmbeusteinen.
Ich habe meine Gefache so weit rausgekllopft und will die sie nun ausmauern. Ich habe von eine größere Menge Leichtlembausteine abgenommen und diese in die Gefache im Balkon verarbeitet. Da ich nun einige übrig habe, würde ich diese auch in die anderen Gefache vermauern.
Geht das?
Die Seite ist die Wetterseite, aber durch eine größere Scheune als Vorbau doch wesentlich geschützt.
Halten die Steine das aus? Oder soll ich doch die festen verarbeiten?



Lehmstein ist nicht gleich Lehmstein!



Hallo Günter,

da es sich bei deinem Haus wohl um Fachwerk handelt, sind Lehmsteine grundsätzlich die richtige Wahl (aus meiner Sicht). Handelt es sich um Leichtlehmsteine, oder etwas anderes?

Ein wenig "problematisch" wird es dann aber auf der Wetterseite.

Wenn du dort Sichtfachwerk beibehalten willst, wirst du um einen Verputz der Gefache nicht herumkommen. Hast du einen Putz geplant? Wenn ja, wie?
(Lehmstein ohne Putz geht wohl kaum, denke ich).
Auf der Wetterseite sollte aufgrund der Witterungseinflüsse meiner Meinung nach mindestens ein hydraulischer Kalkputz (Trasskalk, o.ä.) verwendet werden.

Besser noch eine hinterlüftete Holzverkleidung um das Fachwerk zu schützen.

Das Ganze entspringt aber nur meiner laienhaften Einschätzung (ein wenig auch meiner Erfahrung) und ist ohne Gewähr.
Die Lehmbauspezies hier werden sich sicher noch zu Wort melden.

Grüße
Martin



sicherheitshalber sollten Sie den Lehmstein-Hersteller



fragen- am besten schriftlich-, ob ihre Steine für die Ausfachung in Außenwänden überhaupt geeignet sind.



Näheres zum Produkt



Wie bereits erkannt und auch abgefragt, ist es wichtig, genaueres über das Lehmsteinprodukt zu erfahren.
Hersteller, Produkt bzw. auch Steinformat.
Nicht jeder Lehmstein ist ein Lehmstein und somit für jeden gedachten Einsatz nutzbar.
Handelt es sich um Schwerlehmsteine (so ab 1400 kg/m³), um Leichtlehmsteine (so ab 900 kg/m³), um NF oder 2 DF-Steine mit Loch- oder ohne Lochanteil.
Usw. usw.
Nun eine weitere Frage: Wie ist das mit dem Balkon zu verstehen? Ein Bild würde da mehr helfen.
Wetterseitig würden wir eher auf eine Verschalung bzw. Verkleidung mit plädieren, denn eine Sichtfachwerklösung bleibt immer sehr erhaltungsintensiv und kritisch.
Sollte aber trotzdem ein Verputz erfolgen, stellt sich nunmehr die Frage, ob auch ein genügender Rücksprung (mind. 25 mm!) der Ausfachung erfolgte, um einen vernünftigen Kalk-Putzaufbau zu gewährleisten.

Handwerklicher Gruß
Udo Mühle