Gartengestaltung Steinwege

08.06.2005



Hallo :-)

ich hab mal ne gaaaaaaaaaanz andere Frage...

In so nem Hochglanzmagazin hab ich so nen schönen Hof gesehen - ich möchte nun nen Gartenweg machen.

Es sind ziemlich große Steine (bunt gemischt und in verschiedenen Größen), die - vermutlich in Beton (???)- eingemörtelt werden. (Es handelt sich NICHT um Kieselsteinmosaik, bei dem alle STeine nebeneinander und Über-Kopf eingearbeitet werden!!!).

Nur finde ich nirgends irgendwas, wie man das macht. Ich hab mir schon die Finger wundgegoogelt...

Mich interessiert die Verarbeitungsweise, so dass die STeine auch "liegend und nicht über Kopf" im Mörtelbett halten - und wie wird das später ausgefugt? Wie beim Kieselsteinmosaik?

Würde mich freuen, wenn jemand nen Rat hätte, hab momentan nämlich mehr Lust auf Garten als auf Fachwerk :-)

Grüße Annette
@Hartmut: habs nun doch gefunden... ist aber ziemlich versteckelt





Hallo Annette,

Architekt J.-E. Hamesse, hier auch in diesem Forum sehr aktiv, hat schon mehrere Bücher geschrieben über die Weiterverwendung von Altbau- und Rückbaumaterial zur Gartengestaltung. Entsprechend seiner Philosophie gibt es keine Abfälle.

Fragen sind trotzdem: Was ist beim Stein "über Kopf" ?
Welche Materialien sind vorhanden? Welche Steinarten? Größen? Sind sie plattenartig?
In jedem Fall würde ich die Fugen so klein wie mglich halten. Und für einen Gartenweg braucht man vielleicht garkeinen Fugenmörtel, wenn die Steine gut, ohne zu kippeln verlegt sind.
Aber die Geschmäcker sind verschieden.

Freundliche Grüße
D.





Hallo Herr Fröhlich,

ich hab das Buch von Herrn Hamesse :-).

Ich möchte nicht Steinchen an Steinchen legen (Kieselstein-Mosaik). Ich möchte STeine unterschiedlicher Größe benutzen, auch keine Platten.

Es soll prinzipiell so sein (nur mit großen Steinen halt) wie Waschbetonplatten. Aber als ganzer Weg.

Früher hat man das u. a. in Frankreich so gemacht. Es gibt heutzutage auch solche vorgefertigten Kieselstein-Matten für Bad und Küche...

Ich weiß garnicht, wie ich das beschreiben soll *seufz*.

Es soll ungefähr so aussehen:
Ich lege Steine auf den Boden in ein Betonbett (in Form eines Weges).

*ähm* weiß jemand, was ich meine?

*grins*

hab leider keinen Scanner, vielleicht kann ich das aus dem Heft mal fotografieren und hier einstellen (die Tür-Fotos stehen ja auch noch aus)...
Grüße Annette



Hallo Annette



ich würde es so gestalten, dass Du die Randsteine in eine leichte Zementmischung legst und die Platten oder Steine dann innerhalb der Randsteine in Kies oder Sand legst. So hast Du es leichter falls Du später mal in den Weg eingreifen musst.

Die Randsteine sollten deshalb in Zementmischung rein, damit sie nicht seitlich asuf Wanderschaft gehen. Der Kies Sand innen um einfacher evt. auch nur teilweise etwas austauschen zu können.

Einziger Haken, man muss die Breite des Weges vor festlegen. Andersrum wenn Du die Platten Steine "nur" so in Zement legst, wird bei späteren Eingriffen der Weg zu stark beschädigt und man bekommt es nicht mehr ordentlich zu.





@Bernd

es muss schon ein "fester" Weg sein, den man mal kräftig fegen kann, wenn z. B. Laub oder Rasenschnitt drauffallen... Gartenwege macht man ja in der Regel nur einmal im Leben :-) :-) und was meine "Nachbesitzer" alles wieder rausreißen, das ist mir Wurscht. Aber die nächsten mindestens 50 Jahre isses meins (behaupt ich jetzt einfach mal so)...

Grüße Annette



Natursteinpflaster



Hallo Anette, wie meine Vorredner schon geschrieben haben reicht ein normaler Pflasteraufbau ca. 25 cm Schotter als Frostschutz das ganze gut verdichten und darauf z.B. in Estrichkies die Natursteine verlegt und nochmal (mit Gefühl)verdichtet. Wenns vernünftig gemacht ist hält das die üblichen Belastungen ohne Probleme aus. In meiner Bildergalerie (ganz hinten, Bildname hinter der Mauer) habe ich auch ein Bild wie sowas z.B. aussehen könnte. Dort sind zwar auch " normale " Pflastersteine verbaut, geht aber natürlich auch komplett in Naturstein.
Viele Grüße



@Annette



*ironie an*
bestimmt wolltest Du keine Panzer wenden lassen
*ironie aus*

Da brauchst Du Dir wirklich keine Angst haben. Spätestens mit der bei meinem Eintrag leider fehlenden Beschreibung mit dem Unterbau (und im Garten reicht es im Allgemeinen auch aus wenn der Unterbau nicht Schotter oder ähnlichem ist, sondern auf gut verdichtetem Erdreich)habe ich es im elterlichem Betrieb ein paar Jahre so gemacht.

Und so auf der historischen Schiene, unser Pflaster im Innenhof steht ja auch unter Denkmalschutz und liegt noch sehr gut und das nach all den Jahren.



*schnüff* keiner versteht mich...



*heul*...

ich will doch aber aber *schluchz*...

ich weiß schon was ich will, weiß aber nicht, wie erklären...

Also:

Ein Weg, in den z. B. Kieselsteine einbetoniert sind (KEIN PFLASTER), so dass die oben noch ein bisschen rausgucken.
Wie verfuge ich das am besten?

Mal gespannt, obs hier Frauenversteher gibt :-)

Grüßle Annette

PS: was anderes: Ist das normal, dass Rasen, den man eingesät hat, "fleckig" wächst?



Frauenversteher? Bin ich ;-)



Als echter Frauenversteher würde ich es so machen, wie du es beschrieben hast:

1) Deine "Plastersteiner" in den flüssigen Beton geben
2) Weg betonieren (du willst es ja so)
3) Den Beton mit Waschbetonpapier abdecken
4) Überflüssige Zementschlemme auswaschen

Den Unterbau habe ich jetzt nicht bedacht. Aber das Ergebnis sollte eine Art Waschbeton mit "Riesenkieseln" sein.

Ausfugen kannst du vergessen, weil das nicht halten wird.



Hallo Annette



Welche Grundlage besteht denn momentan, also hast Du schon einen Weg vorgeben? Ist da ggf. eine Art Trampelpfad oder gibt es schon eine andere Art Weg?

Ich will Dich gar nicht ärgern!!!!





Es besteht momentan nur ein "Trampelpfad" ;-). Ich will auch ein Schotterbett vermeiden, der Trampfelpfad ist festgetrampelt....

@Hartmut...
Aber die STeine sollen doch alle oben gleichmäßig rausgucken... ich will keinen blauen Zeh :-). Nicht beim nicht arbeiten!

Ich glaub, ich machs doch auf die Art, wie man das Kieselstein-Mosaik macht.
Steine auf den Trockenmörtel geben (sorgfältig, so dass die oben alle gleichmäßig rausgucken), Gieskanne drüberschütten, wenn alles trocken, Trockenmörtel mit dem Besen reinfegen und wieder gießen...

Ich hoff nur, dass das hält ?!



Hm,



verstehe. Dann betonierst du den Weg eben auf dem Kopf und wenner hart ist, drehsten um ;-).

Versteh' einer die Frauen, ist doch ganz simpel



von wegen...



... so einfach isses nu auch widda net, weil die Fugen sollten schon ä bissl tiefer sein als die Steine. Und das möglichst auch noch gleichmäßig. Soll ja net so aussehen, als hättst Du das gemacht *frech grinsentu*...

*wink*
Annette



Hast wohl mit Claudia gesprochen?



Meine Frau sagt auch immer:

Das sieht man, dass du das gemacht hast



*hihihiiiiiiiiiiiiiiiiii* *brüll*



DER war gut!
*lach*
*diehandindenmundstopfdamitesimbüronichtsoauffällt*
*grmpf*

aber ich geb Dir noch n Tipp am Rande (nur, falls Du das mal machen willst, mit dem umklappbaren Weg: Steine hinlegen, Sand 5 mm drüberschütten, sauber (gleichmäßig) um die Steine rumschütten und dann Beton drauf. Dann klappts auch mit den Fugen.
Aber leider nur bei der umklappbaren Version des Gartenweges

*grins*...

ich seh schon, ich bin hier im falschen Forum, hier basteln alle noch am Haus rum, keiner macht schon Gartenwege... *schnief*... Und die, die schon Gartenwege basteln, die forum-len vermutlich schon garnimmer... :-)

ich such mir jetzt n anderes Forum. Soooooo...

*lach*...

Für alle die sich jetzt freuen, mich loszuhaben:
nur dieses einzige Mal und nur für den Gartenweg :-)

Grüße Annette



kieselsteinmosaikgartenweg...



hallo frau Tessin oder Annette (wie Sie wollen),
ich versuche etwas Ordnung in den verschiedenen Antworten und Stellungnahmen über Ihr Anliegen zu bringen.
Es gibt ein sehr schönes Buch über die Restaurierung und Verlegung eines Flettbodens bestehend aus unterschiedlichen Kieselsteinen: Fischer, Ludwig "Ein Haus zieht um" zu kaufen bei www.IGBauernhaus.de. Die Bilder zeigen sehr schöne Zusammenstellungen von verschiedenen Kieselsteinen, kein opus incertum sondern schön strukturiert. In Japan konnte ich in einem Shinto Tempel etwas ähnliches sehen: einen Weg zum Tempel nach dem Prinzip des Feng Shui. Die grossen Kiesel nach außen (sozusagen als Randbefestigung) die kleineren wie einen Bachlauf im inneren Bereich. Etwas ähnliches können Sie in meinem Buch auf den Seiten 61 und 62 sehen, allerdings mit Abfallsteinen gepflastert (ich mag keine Bauschuttkontainer).
In Lissabon sind ganze Gehsteige so gepflastert worden.
m.f.g.
J.E. Hamesse





Hallo Herr Hamesse,

nein, ich meinte eben nicht diese strukturierten Kieselmosaike. Hierzu habe ich kürzlich ein superschönes Buch gekauft und werde mit Sicherheit auch Kieselsteinmosaike machen (z. B. als Einfassung um den Swimmingpool, vor dem Eingang usw.).
Mir gefällt das auch seeehr gut.

Bei uns gibts Kieselsteine nur in 25 KG Beuteln (a 11 Euro) zu kaufen (jedenfalls die größeren). Und das wird mir ehrlich gesagt zu teuer. Deshalb hatte ich an eben diese andere Version für den Weg gedacht...

Wenn alles mit Kieselsteinmosaik zugepflastert ist, wirkt es nimmer...

Grüße Annette





hallo ja wir haben ihre angebot gelesen
wir sin bereit diese arbeit zu besichtigen



Kieselsteinpflaster



Also, ich hab gerade etwas ähnliches gemacht. Im Laufe der letzten eineinhalb Jahre ist bei uns im Garten eine abgesetzte Holzterasse entstanden, kreisrund mit ca. 3,50m Durchmesser, eingerahmt mit Pflastersteinen. Und für's Auge und gegen den Wind habe ich die zur Grundstücksgrenze zeigende Hälfte mit einer Mauer versehen. Und damit das ein wenig schöner aussieht habe ich diese aus lauter verschiednene Materialien gemacht: Kalkstein, Klinker, Kiesel, Glasierte Steine ...
Na ja, als ich die jetzt endlich fertig bekommen habe, blieb ein Haufen Steine übrig. Daraus habe ich kurzerhand einen Weg gemacht. Zuerst den Rand endlang mit kleineren Pflastersteinen, damit der Weg eine Führung hat. Dann habe ich erdfeuchten Estrichbeton reingekippt und Stein für Stein mit dem Gummihammer reingeklopft, bis sie alle die gleiche Höhe hatten. Verbaut sind: Klinker, Pflastersteine in verschiedenen Größen, Kiesel in verschiedenen Größen, Porphyrplatten. Nachdem alles getrocknet war, habe ich die Fugen mit einem Brei aus Estrichkies und Trasszement ausgegossen, so dass die Fugen so ca. 3-5mm tiefer liegen als die Steinoberfläche. Nachdem das Ganze ein wenig angezogen hatte, habe ich die Fugen mit einem feuchten Heizkörperpinsel nochmal glattgestrichen.
Es gibt aber auch von Knauf eine spezielle Fugenmasse dafür, die wird einfach reingefüllt, so dass sie ein wenig übersteht, anziehen lassen und dann der Überstand abgestoßen. Abschließend dann mit dem Schwamm geglättet. Das ist halt ein wenig teuerer, und die Fugen haben die gleiche Höhe wie die Steine. Dfür ists ein wenig heller und schaut auch toll aus.
Auf Wunsch kann ich Dir mal ein Foto Mailen.
Viele Grüße

Fred





Ich versteh´Sie ja komplett!!!

Hallo Annette,
ja, ich weiß was Sie meinen!!
Gerade habe ich ein paar nette Bilder in einer aktuellen Gartenzeitschrift entdeckt. Wir wollen das gleiche Pflaster aus verschieden großen Steinen (die heißen ganz simpel RHEINKÖRNUNG) unter unserem großen Walnußbaum setzen. Anstatt Tipps zur Verlegung zu bekommen, wurden meine Anfragen auch nur müde lächelnd abgewiesen. "...wenn Sie sich diesen Aufwand machen wollen..." -JA! Will ich!
Ich bin zwar auch noch nicht wirklich weiter gekommen, aber vielleicht hilft es ja, daß Sie hier jemand versteht:-)
Wir haben ziemlich lehmigen Boden, ein Gärtner riet mir, die Körnung einfach in den Boden zu drücken - hätte wohl früher auf den Höfen auch gereicht ... !?
Und zum Rasen: Ja, das scheint normal zu sein. Wir haben den Samen vor 2 Monaten ausgestreut und hatten ähnliche Muster im Boden (vor allen Dingen ist das Gras dort gewachsen wo das Wasser den Samen hingespült hatte). Jetzt nach 2 Monaten haben wir noch ein wenig an den kahlen Stellen nachgesät und die Fläche ist schon fast geschlossen. Und gießen, gießen, gießen.... das mag er.
Ach, und die Steine nicht im Baumarkt kaufen!! Bei unserem Steinhöker in der Nähe kostet die Tonne EUR 65,--!
Würde mich sehr über weitere Anregungen freuen...
Viele Grüße





Hi,

ich weiß mittlerweile, wie man das macht. Hab ein tolles Buch hierzu gekauft...

Umrandung wird betoniert (dass die Steinen nen Halt haben).

Die Steine werden in Sand gesetzt, gleichmäßig auf die gewünschte Höhe reingeklopft und später wird eine trockene Mischung Beton und Sand draufgeschüttet, eingekehrt und dann vorsichtig immer wieder gewässert und abgedeckt.

Ferddisch!

@fred wir wollen Fotos sehen!!!!

Grüße Annette



Uff...



Es ist ein Jahr her, dass ich das gepostet habe. Hab nicht damit gerechnet, dass nochmal ne Rückmeldung kommt ;-)
Natürlich hab ich noch kein Foto vom Weg gemacht :-(
Aber .. ich zeig Euch derweil zwei Bilder von der Mauer, deren Restmaterial ich für den Weg verwendet habe:

http://www.fred-art.de/mauer1.jpg
http://www.fred-art.de/mauer2.jpg

Im Moment bin ich gerade wieder dabei, ein neues Stück Weg anzulegen. Diesmal rechts und links ne Einfassung mit Granitsteinen, innen einzelne Porphyrplatten (die derzeit auch schon da liegen) und dazwischen lockerer Kies.





Ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

ist die schön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Boah, sowas Tolles hab ich ja noch nie gesehen!

ich bin echt hin und weg!!!

Jetzt will ich auch so ne schöne Mauer
:o) da bin ich aber auf den Weg gespannt!