Steinsockel Fragen über Fragen

31.05.2012 HandWerker



Hallo liebe Forum-Gemeinde,
ich habe schon öfters hier nach Antworten für viele Problemchen die unser Häuschen Bj. 1930 so mitbringt. Bin oft fündig geworden und finde es Super das es dieses Forum und all die Helfer Drumherum gibt.
Wir haben zwar kein Fachwerkhaus, (wär eigentlich unser Traum gewesen) aber dennoch ein schönes Haus im 20er Jahresteil, welcher auch erhaltungswürdig ist.
In den 80 Jahren wurde nicht gerade viel am Haus gemacht, was jetzt ein Vorteil für uns ist, wir wollen es Stück für Stück in dieses Jahrhundert transformieren. :-)

Folgende Fragen hätte ich die ich mir bei meiner Suche nicht beantworten kann:
Wir haben einen Steinsockel der nicht gedämmt werden soll, hier weiß ich nicht um was für ein Stein es sich handelt?
Da der Keller feucht war haben wir das Erdreich geöffnet und festgestellt dass die alte Drainage (Tonrörchen) mit Lehm zu sitzt, außerdem sind die Steine nicht richtig verfugt, womit sollte ich es am besten verfugen? Reicht hier einfacher Kalkmörtel?
Dann die Steine welche sich unter der Rasenkante befinden einfach mit Bitumen abdichten? dämmen oder eher nicht, von unten kann das Fundament eh viel Wärme an das Erdreich abgeben.
Die neue Drainage, soll ich da Kokosummanteltes Roh nehmen und mit Kies umfüllen, bis oben hin oder nur grob um das Drainagerohr herum?
Das wären so die wichtigsten Fragen, vielen Dank an alle die mir helfen wollen.
Grüße
Dominik



feuchter Keller



Das die Dränung zugeschlämmt war liegt garantiert an der mangelnden Wartung und Pflege. Mit einer Spülung ist sie sicher wieder in Funktion zu nehmen, warum dann eine neue bauen? In ein paar jahren sieht die dann ohne Wartung genauso aus.
Haben Sie sich mal Gedanken über die Ursache zu dem gerissenen Stein und den gerissenen Fugen am Sockel gemacht?

Viele Grüße



Stein



Wie Herr Böttcher schon schrieb.Die Dränung warten reinigen und pflegen.
Das Marode fugenmaterial würde ich restlos entfernen.
Im laufe der Jahre versanden diese und Wasser findet dann leicht seinen Weg ins innere.

So würde ich vorgehen.

1 Marodes Fugenmaterial restlos entfernen.

2 Anschließend den Stein reinigen.

3 In 2 Arbeitsgängen die geöffneten Fugen mit Solubel Luftkalkmötel PS50 ( Das Produkt ist Frost und Tausalzbeständig) Steinbündig verfugen.

Mörtel ausreichend Feucht halten bis zum abbinden.

Bei den Stein könnte sich es um einen Anröchter Dolomit handeln..

LG.P:Schneider



Steinsockel



Hallo Herr Böttcher,
Hallo Herr Schneider,
vielen Dank für die schnellen Antworten.

Die alte Drainage hat leider keinen Schacht durch welchen man diese reinigen könnte, ist auch alles sehr verwinkelt und nicht mehr bündig verlegt, auch gibt es gar keine Pläne dazu.
Wir haben das Erdreich bereits geöffnet um das drückende Wasser von den Wänden fern zu halten, der Keller ist jetzt trocken. Anbei ein Bild der alten Drainageelemente.
Da wir hier bei Regen bergabwärts recht viel Wasser haben, dachte ich dass ich wenigstens die zugeschütteten Sockelbereiche mit Bitumen dichtstreiche.

Zu der Ursache des gerissenen Sockels kann ich nur raten, es wird der Frost sein (auf diese Ecke regnet es am häufigsten), oder falsches Fugenmaterial, dieses ist außen sehr hart und danach sehr weich(wahrscheinlich mit Zement nachverfugt worden), was würden Sie dazu sagen?

Wie sollte ich die Steine am besten reinigen, Büste oder gar Hochdruckreiniger (hier hab ich Angst das die Wand wieder komplett nass wird)?

Danke für den Tipp mit dem Luftkalkmörtel und dem Dolomit. :-)
Viele Grüße
Dominik



bitumen



Irgendwann hat es doch mal funktioniert ??!! auch ohne Bitumen..

Wie beschrieben vorgehen ..Marodes Fugenmaterial rausnehmen und mit Solubel Luftkalkmörtel PS5o Steinbündig verschließen.
ggf.Dränung erneuern.

Lg.P.Schneider



Drainage



Ich denke die ersten Jahre hat es funktioniert, die letzten 30 sicher nicht. Es gibt über den Keller verteilt viele Versuche der Bewohner die Feuchtigkeit in Griff zu bekommen.
Mit dem Freilegen der Wände haben wir es erst einmal geschafft.

Hat der Dolomit irgendwelche Wasserabweisende Eigenschaften?

Grüße und eine gute Nacht,
Dominik



Kalkstein



Der Dolomit gehört zu den Kalksandsteinen.
Der Stein hat keine Wasserabweisende funktion..Er arbeitet wie jeder andere Stein.
Der Stein ist nicht ihr Problem sondern eher die fehlende intakte Verfugung sowie die Dränung.
Beides wieder instandsetzen und es funktioniert.

Lg.P.Schneider


PS.Bitte nicht den Stein mit irgendwelchen Chemiepampen ,Bitumen oder der gleichen zuschmieren das dürfte auf Dauer zu massiven Schäden führen.



Drainage



Hallo Herr Schneider,
sorry für die Funkstille, habe mir ein wenig freigenommen.

Ich habe mal den Theoretischen Aufbau meiner neuen Drainage auf skizziert.
Sollte ich vielleicht eine Filzbahn Einsätzen um das Erdreich von den Kieselsteinen zu trennen?

Mit diesem Aufbau denke ich könnten die Steine des Sockels ganz gut durchatmen.

Danke.
Viele Grüße
Dominik



Dränung



Hallo Dominik,
ohne Kenntnisse über Zweck, Funktion, Planung und Bau sollten Sie so etwas nicht selber anfassen.
Holen sie sich einen Fachmann vor Ort.
Günstigstenfalls ist Ihre neue Dränung nur Geldverschwendung, ungünstigstenfalls eine Kellerbewässerungsanlage.

Viele Grüße

p.s. die Risse könnten auch auf einen beginnenden partiellen Grundbruch hindeuten.



Dränung



Hallo Herr Böttcher,
Danke für die Antwort.

In der Regel mache ich nichts ohne mit Fachläuten zu sprächen und /oder Bücher zu wälzen. Ich bin zwar nicht im Baugewerbe tätig habe aber durch viele Jobs als Schüler/Student und in der Familie einiges an Erfahrungen gesammelt, allerdings leider keine mit Steinsockeln.

Zu meiner Dränung habe ich bis jetzt immer nur das gleiche gehört, ausbuddeln und mit Bitumen zuschmieren, Dränung neu machen.
Mein Verständnis sagt mir hier das der Stein eigentlich "atmen" sollte, deswegen hier mein Beitrag im Forum.
Es scheint es gibt wenig Fachleute die sich mit alten Baustoffen auskennen.
Zu Zeit tendiere ich zu der Skizzierten Variante: Bruchsteine neu verfugen, eine Trennschicht die das schnelle abführen vom Wasser nach unten gewehreistet und gleichzeitig ein eventuelles Abtrocknen (Kieselsteine). Eventuell noch das Flies damit die Zwischenräume der Kieselsteine nicht durch das Lehm verstopfen.
Die Dränung würde ich unter Fachaufsicht mit Gefälle/ Reinigungsschächten /Sammelstelle usw. ausführen.
Hoffe dass die Steinwände so die Feuchtigkeit selbst regulieren und nach zB. Schlagregen wieder abtrocknen.
Vielleicht ist aber auch noch ein Denkfehler in meinem Plan!?
Viele Grüße
Dominik



Keller



Lassen sie sich für die Dränung und die senkrechte Abdichtung eine Planung! fertigen.
Die Ausführung sollte unter Anleitung und Aufsicht des Planers erfolgen.
So etwas zu bauen muß erst erlernt werden, die Ausführung bedarf praktischer Erfahrung.
Sie haben das weder erlernt noch haben Sie praktische Erfahrung damit. Vergessen Sie das nicht.

Viele Grüße



Dränung



Hallo Herr Böttcher,
ich versuche lediglich die Grundlagen zu klären um zu erfahren welcher Weg der Richtige ist für den Stein und den Keller, es gibt nun mal einige Möglichkeiten.

Ich vergesse hierbei nicht was ich gelernt habe und was nicht.

Habe einfach auf Tipps von Spezialisten aus dem Bereich der Altbausanierung gehofft.

Viele Grüße.



Spezialisten



Also ich schließe mich der Meinung des Herrn Böttcher absolut an .ferndiagnosen hier im Forum sind nicht angebracht.

Holen Sie sich einen Fachmann vor Ort ...und verzichten Sie auf Chemiepampen etc

Mfg .Peter Schneider

ps..und sparen Sie nicht am falschen Ende



Spezialisten



Vielen Dank Herr Schneider.

Viele Grüße
Dominik