Horizontalsperre? Fundament teilweise aus Sandstein




Ist grundsätzlich von einer Horizontalsperre abzuraten, wenn das Fundament aus Sandstein besteht?





Also mehr Informationen dürfen es schon sein.

Bernd Kibies



Horizontalsperre? Fundament teilweise aus Sandstein



Mir ist folgender aussage im Forum aufgefallen:

"... 12.01.10 | erstellt von Georg Böttcher
Sandsteinfundament
Hallo Frau Cyba,
ein schönes Beispiel dafür, wie man Kunden nutzlose aber teure Maßnahmen vekaufen kann.
Dieser Sandsteinsockel selbst ist bereits eine Abdichtung.
Was an Feuchte ins Mauerwerk gelangen kann, ist Spritzwasser oberhalb des Sockels und Ihrer (nutzlosen) Abdichtung).
Oder Kondensat von innen, dagegen hilft Ihre Sperre auch nichts.

Georg Böttcher ..."

Es ist Folgendes:
Altes Haus von ca. 1903 / die Fundamente bestehen nach außen aus Sandstein und nach innen aus Allerlei Steinen.
Um der aufsteigenden Feuchtigkeit entgegen zu wirken, tragen wir uns mit dem Gedanken eine Horizontalsperre (mechanisch) einrichten zu lassen.
Aus meiner Sicht sollte die Sperre so tief als möglich installiert werden- bin aber kein Fachmann und der Eintrag hat mich jetzt verunsichert, ob Sperre überhaupt und wenn ja, erst über dem Sandstein?



Jedes Gebäude ist anders...



... insofern kann es keine Pauschalaussage geben... wenn es hier mit der Feuchte klappt, dann ist noch lange nicht gesagt, dass es 200m weiter auch funzt.

Doofe Antwort, ich weiß... aber isso...

Gutes Gelingen,
sh



Horizontalpserre



Grundsätzlich ist der Einbau einer mechanischen Horizontalsperre sinnvoll. Bauchemisch-esoterische Methoden sind allerhöchsten Stand der Technik, aber nicht Stand der Wissenschaft und nicht mit 100% Wirkungsnachweis zu bekommen.

Dieser Punkt muss allerdings vor Ort im Zusammenhang mit der Sockelabdichtung/Bodenabdichtung betrachtet und konzipiert werden.

Zuerst müssen folgende Fragen beantwortet werden: Liegt aufsteigende Feuchte an? Ist der Sandstein salzbelastet? schließt die Horizontalsperre an eine Bauwerksabdichtung im Fussbodenbereich an? Liegt auf dem Fundamernt eine Fachwerkschwelle auf etc.

Im Gegensatz zum Zitat von G. Böttcher habe ich aufsteigende Feuchte im Sandsteinsockel (salzbelastet) bis in eine Höhe von ca. 70cm vorgefunden. Sandstein ist kein besonders dichtes Gestein.

Eine nachträglich mechanisch eingebrachte Horizontalsperre als eingetriebenes Edelstahlblech wird allerdings nicht möglich sein. Es fehlt die durchgehende Lagerfuge (oder ist es ein hammergerechtes Schichtenmauerwerk?). Jedenfalls wird das Mauerwerk sehr stark erschüttert werden und wahrscheinlich in den Fugen ausbrechen.



sägen,



eintreiben und ähnliches sollte nicht die lösung sein.wie in einer antwort schon richtig festgestellt ist eine natürliche dichte schon vorhanden die einfach nur wieder hergestellt werden muss, und dazu muss man durch sägen nicht gleich das ganze haus erschüttern.das konnte man früher auch nicht und es hätte mit sicherheit auch keiner getan denn die wussten ganz genau was sie machen und was gut ist. jedenfalls gehört das eintreiben von blechen mit sicherheit nicht dazu. auch halte ich injektionen oder ähnliches nicht unbedingt für allheilmittel da diese soße nie im leben überall hinkommt wo es erforderlich wäre. alternativen dazu gibt es natürlich auch, aber bevor ich hier saalschlachten entfache rate ich ihnen sich da vor ort über mehr als nur die bis jetzt erwähnten möglichkeiten beraten zu lassen. viel erfolg!



sägen,



eintreiben und ähnliches sollte nicht die lösung sein.wie in einer antwort schon richtig festgestellt ist eine natürliche dichte schon vorhanden die einfach nur wieder hergestellt werden muss, und dazu muss man durch sägen nicht gleich das ganze haus erschüttern.das konnte man früher auch nicht und es hätte mit sicherheit auch keiner getan denn die wussten ganz genau was sie machen und was gut ist. jedenfalls gehört das eintreiben von blechen mit sicherheit nicht dazu. auch halte ich injektionen oder ähnliches nicht unbedingt für allheilmittel da diese soße nie im leben überall hinkommt wo es erforderlich wäre. alternativen dazu gibt es natürlich auch, aber bevor ich hier saalschlachten entfache rate ich ihnen sich da vor ort über mehr als nur die bis jetzt erwähnten möglichkeiten beraten zu lassen. viel erfolg!



Es ist schon erstaunlich ...



... wie hartnäckig sich die Sage von der aufsteigenden Feuchtigkeit selbst in Fachkreisen hält.

Es dürfte sich mitlerweile doch herumgesprochen haben, dass Feuchte kapillar nur vom groben ins feine Medium aufsteigen kann.
Wenn also aus einer feuchtebefrachteten Lagerfuge Wasser kapillar in den darüber liegenden Stein zieht, kann es maximal diesen einen Stein befrachten. An der nächsten Lagerfuge ist halt Schluss.
Was vielmehr für Feuchte in Keller- und Sockelmauerwerk verantwortlich ist, sind Kondensat, Spritzwasser und Salze.
Wie auch immer geartige Horizontalsperren sind gegen alle drei genannten Beeinträchtigungen / Belastungen völlig wirkungslos und helfen m. E. nur denen, die sie herstellen, vertreiben und einbauen.
Gegen Kondensat kann man etwas über richtiges Lüften bzw. über Bauteiltemperierung erreichen.
Spritzwasser, gerade bei nah gelegenen Fahrbahnen, ist schon schwerlicher beizukommen.
Bei salzbelastetem Mauerwerk helfen Lehmwickel bzw. -packungen um die Salze herauszuziehen. - Ist zwar etwas mühsam aber wirkungsvoll.