Eisenstäbe in Sandstein einlassen




Eine Frage an die Steinmetze und Sandsteinexperten:

geschmiedete Geländerstäbe sollen von oben in die Sandsteinstufen einer Aussentreppe eingelassen werden. Voll im Wetter und mit starken Frostwechseln.

Mit welchem Material sind vorzugsweise die Bohrlöcher zu vergiessen, um Spannungen aus dem Eisen und Frostwechseln standzuhalten.
Bekannt ist mir Bleiverguss. Ich bin mir aber nicht sicher, ob zwischen Blei und Sandstein Feuchtigkeit dringen kann, die dann zu Frostschäden führen kann.
Gibt es andere elastische Vergussmörtel, die eine gute Verbindung zum Sandstein hestellen?

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Anforderung?

beste Grüsse,
jh



Blei --



Ein Steinmetz müsste zu diesem Thema näher Auskunft geben können.
- Meines Wissens gibt es noch die Möglichkeit, Geländerstäbe mit Bleiwolle und einem stumpfen Dorn -
zu verstemmen.
-
A. Milling



Bleiverguß...



...hat sich bewährt. Das Problem ist weniger die zwischen Blei und Sandstein evtl. eindringende Feuchtigkeit - Sandstein ist ohnehin recht saugfähig und nimmt Wasser so gut auf, wie es das auch wieder abgibt. Wichtiger ist, mit dem Verguß sicherzustellen, daß das Eisen an keiner Stelle (auch nicht unten!) mit dem Sandstein in Kontakt kommt und keine Dauerfeuchte am Eisen entstehen kann. Das eigentliche Problem ist nämlich die Sprengkraft des entstehenden Rosts. Deshalb auch so vergießen, daß die Bleifläche etwas höher als die Sandsteinoberfläche ist, und das Loch nicht zu knapp bemessen. 10mm Platz um die Stäbe sollte wenigstens sein. Das Loch sollte, falls der Stein sehr nass ist, mit Heißluft o.ä. vorgetrocknet werden.

Wo konstruktiv und optisch möglich, sollte man freilich mit Edelstahl in den Sandstein gehen und außerhalb des Steines einen Materialwechsel vornehmen.

Grüße

Thomas W. Böhme



Vielen Dank



für die Einschätzung.
Ich hatte im Stillen gehofft, dass es zum Bleiverguss eine bewährte Alternative gäbe, etwa einen elastischen Mörtel aus Sandsteinmehl und einem geeigneten Bindemittel (modifiziertem Kalk (?) herzustellen. mir wollen die mächtigen grauen Löcher (30mm!) nicht gefallen.

Die Edelstahlvariante ist sicherlich technisch vorzüglich, aber für uns mit unseren einfachen Mitteln nicht herstellbar.

Vielen Dank erst mal, vieleicht hat ja noch jemand einen Tip.

beste Grüsse,
jh



Wie die Lösung auch ausfällt,



sie sollte keine Feuchtigkeit an das Eisen lassen, Mörtel aller Art scheinen da jedenfalls auszuscheiden.

Außerdem scheint Blei eine antikorrosive Wirkung auf Eisen zu haben, die gute alte Bleimennige ist als Rostschutzanstrich ja wohl unübertroffen, wenn sie auch aufgrund ihrer Giftigkeit und somit aus sehr guten Gründen aus dem Verkehr gezogen wurde. Diese Bedenken muß man bei metallischen Blei aber nicht haben.

Grüße

Thomas



Eisen in Stein ohne Blei (forum 62404)



Hallo Jan,vielleicht bist du zur "richtigen Schmiede" gelangt:

- Loch bohren mit plus 4 mm, 80mm tief
- Mehl mit Luftpumpe, ggf.über Schlauchstutzen auspusten
- Mit Rundbürste Wandung "entmehlen"
- Nochmal auspusten
- Zweikomponenten- Kleber einfüllen(Verdrängung durch Stab beachten)
- Gitter einsetzen
- Eventuell hochgehängte Rosetten auf Kleberbett absenken
- Nach Erhärten Kleber abstoßen
- Bei Frost geht es nicht, Bei Kälte langsam,bei Hitze zu schnell)

kommunizierender Gruß, Siegfried