Gelber Natursandstein

16.02.2010



Servus,wer kann mir sagen wie man gelben Natursandstein behandelt im Innenbereich(ehemaliger Kuhstall,bald Wohnküche)und im Aussenbereich(Paterrestockwerk),innen sollte er möglichst nicht absanden,aussen sauber bleiben.Oder zumindest sagen was man auf keinen Fall machen darf(Eigene Erfahrung vielleicht).In meinem Steinlager(nicht abgedeckt)haben sich mache Steinquader(60/40/30)in gelbes Sandmehl verwandelt,plötzlich und nach Jahren in loser Liegeform.Die Ursache ist mir nicht bekannt,vielleicht weiss jemand bescheid?Vielen Dank Bernd Mühlbacher





Hallo,

Da werden wohl Salze die Ursache sein. Durch Viehhaltung sind erhebliche Mengen an Nitraten ins Mauerwerk alter Scheinen eingetragen wurden. Beim auskristallisieren sprengen diese die Oberflächen regelrecht ab.
Die Umnutzung von Stall- in Wohngebäude ist daher nicht ganz so einfach.

Grüße aus Schönebeck



Sandstein



Hallo Bernd,
Sandstein ist ein Naturprodukt und inhomogen.
Je nach Lagerstätte und Bindungsart kann die Druckfestigkeit und das Porenvolumen um das 2-3- fache variieren.
Als Sediment kann es selbst in der gleichen Lagerstätte zu unterschiedlichen Eigenschaften hinsichtlich Druckfestigkeit und Porenvolumen kommen.
Damit muß man leben.
Die Steine ein paar Winter draußen zu lagern war eine gute Idee, hier hat sich die Spreu sprich die nicht frostsicheren Steine schon vom Weizen getrennt.
Sandstein mit irgendwelchen Mitteln zu behandeln ist immer prolematisch. Was geht, ist im Innenbereich ein passendes Steinöl einzusetzen, wo es nicht zu umgehen ist. Noch besser ist es, in solchen Bereichen Sandstein gar nicht erst einzusetzen. Im reinen Sichtbereich würde ich den Stein unbehandelt lassen.
Außen sollte der Stein dicht und frostsicher sein.
Je dichter und härter er ist, je sauberer bleibt er.
Beschichtungen und Behandlungen mit irgendwelchen Mittelchen würde ich lassen.

Viele Grüße

Das Foto zeigt die getunnelte Auffahrt zum Schloß Amboise, Frankreich



Sandstein



Hallo, möchte mich für die Antworten bedanken, Grüsse Bernd Mühlbacher