Stein, Sandstein, Platten, Versiegelung, Steine

29.03.2009



Guten Abend, wir besitzen ein denkmal-geschütztes Haus aus dem Jahre 1890 (ca.). Im EG sowie im Keller wurde der Fußboden mit gut erhaltenen Sandsteinplatten freigelegt. Jetzt möchten wir diesen Fußboden gern erhalten. Allerdings sind die Platten nicht gut geschliffen und ziemlich rauh. Meine Fragen:
-Wie kann man die einzelnen Platten am besten bearbeiten,
um eine schöne Oberfläche zu erhalten?
-Wie versiegelt man die Platten?
-Welcher Untergrund ist am günstigsten? (im Moment liegen
die Platten im EG in Sand auf dem Gewölbekeller)
-Ist eine Fußbodenheizung möglich?
-Welche Preise erwarten uns?
Vielen Dank schonmal für die Antworten!!! Franka Kroll



Sandsteine



Hallo,

eigentlich muß man sowas sehen und in der Hand halten.
Sie können die Platten, je nach Schädigungs- und Verschmutzungsgrad aufarbeiten:
- durch Abbürsten mit Wasser und Schmierseife
- durch Schleifen mit grobem Korn
- durch Feinstrahlen mit entsprechendem Strahlgut

Entsprechend unterschiedlich sind die Kosten. Strahlen lohnt sich eigentlich nicht, weil es Sandstein auch neu und eben gibt.

Versiegeln ist in der Regel sinnlos, der Stein wirkt fleckig und verliert seinen Charakter. Sie werden keine Freude daran haben.
Fußbodenheizung unter Sandstein geht natürlich, weil der Sandstein gut leitet. Günstigster Untergrund ist ein dickes Mörtelbett (Dickbett), unter dem entsprechend gedämmt wird.

Die Preise richten sich nach dem Gesamtaufwand für den Boden: Egalisieren Sand, Dämmung, Steine + Heizungssystem, evtl. Heizestrich.

Grüße vom Niederrhein



Dem schließe ich mich,



bis auf die "Versiegelung", an. Eine Versiegelung im Wortsinne bringt tatsächlich nur Probleme, von chemischen Hydrophobierungsmitteln rate ich gleichfalls ab.

Alternative wäre ein Steinöl auf Leinölbasis, daß das Eindringen flüssigen Wassers stark reduzieren kann, ohne dampfförmiges Wasser wesentlich zu behindern. Der Boden wird dadurch besser wischbar. Ein Muster kann ich gern zusenden.

Schleifen kann man den Boden u.a. mit Diamantpads in der Einscheibenmaschine, das ist aber eher eine Arbeit für Profis.

Grüße

Thomas.



Vielen Dank für die Antworten!!!



Sehr geehrter Herr Böhme,
den Tipp mit dem Steinöl finde ich sehr interessant. Können Sie mir eine Probe zukommen lassen? Oder mir mitteilen, wo ich dieses Öl bekommen kann? Eine Frage hab ich allerdings noch. Ich habe schonmal einen Natursteinfussboden gesehen, der mit einer Versiegelung auf Kunstharzbasis versehen wurde. Sieht gut aus und ist praktisch. Kann man soetwas auch für Sandstein nehmen? Oder ist das die von Ihnen nicht empfohlene Versiegelung? VG Franka Kroll



Kunstharze...



...sind aus meiner Sicht nicht empfehlenswert, sie bilden eine Schicht AUF dem Stein, also letztlich eine Lackschicht.

Diese wird in absehbarer Zeit schadhaft werden und muß dann abgeschliffen werden, da das Wasser sie unterwandern wird, Lackablösungen folgen, Schmutztransport in den an Schadstellen unvermindert saugenden Sandstein erfolgt...

Sieht also nicht lange gut aus, ist mit hohen Folgekosten und Materialverlusten verbunden.

Lassen Sie mir freundlicherweise Ihre Adresse per mail zukommen, und ich sende Ihnen eine Probe.

Grüße

Thomas