Sandstein oder Speckstein

05.10.2008



Hallo ich habe eine Frage ich habe mir am Samstag 2 Kaminöfen angeschaut einen mit Sandstein und einen mit Speckstein der Sandsteinofen ist etwas teuren ist er deshalb auch besser als der Speckstein von der Wärmespeicherung?

Was ist vom Grundprinzip eher zu empfehlen?

Vielen Dank Katja



witz?



hallo katja,
ist das ein witz? man kan doch nicht automatsch rückschlüsse alein über den preis ziehen.
aber ein Kaminofen ist nie!!!!!!!!!!!1 ein speicherofen, damit fängt das problem eigentlich an.
wenn der sandstein besser speichert wie speckstein, geh ich morgen zu steinmetzt und lass mir meinen specksteinofen in sandstein nachbauen.
ich glaube sogar das es billiger wäre wie der originalpreis
meins speckstein ofens (ca 300kg)



Der beste Speicher



am Kaminofen ist ein gemauerter Schornstein. Bei den hohen Abgastemperaturen (meiner 300°C) wird der mit der Zeit, oberhalb des Anschlusses, schön warm. Ansonsten lohnt sich da m.E. praktisch kein Speicherstein am Ofen.

Gruß Marko





Das Grundprinzip ist nicht, ob Sand- oder Speckstein, sondern ob Kamin- oder Grundofen.

Wenn Du mit dem Ofen wirklich heizen willst, und zwar nicht nur 2 - 3 Stunden, dann brauchst Du einen schweren Grundofen, der ordentlich Wärme speichern kann. Ob Sand- oder Speckstein ist ziemlich egal, wenn der Ofen sonst richtig konstruiert und aus qualitativ hochwertigem Material gebaut ist. Aber, wie schon von Marko gesagt, bei Kaminöfen ist Stein jeder Art nur verkaufsfördernde Kosmetik; an der Tatsache, dass die meiste Wärme durch den Kamin geht statt ins Zimmer, ändert es nichts. (Deswegen heissen die Dinger auch so: Ofen für den Kamin)





Hallo

An Marko und Jens
Vielen dank für die Antwort hat mir weiter geholfen!

An Frank
Sicher habe ich mir was dabei gedacht.
Es handelt sich um das selbe model vom selben Hersteller nur andere Verkleidung und deshalb meine Frage.



@ Katja



Möglicherweise verstehst Du unter einem Kaminofen etwas anderes als diejenigen, die Dir geantwortet haben. Ein Kamin wird offen betrieben (ohne Tür). Speicherwirkung ist kaum vorhanden.

Als Kaminöfen (eine unpassende Begriffskombination, finde ich) werden oft transportable Öfen mit Glastür bezeichnet. Weil sie im Ganzen antransportiert werden, sind sie relativ leicht - somit ist auch egal, womit sie dekoriert sind, Speichermasse ist sowieso nicht viel vorhanden.

Solltest Du einen Grundofen mit einer Glastür betrachtet haben, wäre bezüglich der Speicherfähigkeit Speckstein vorzuziehen.

Grüße

Thomas



Ich habe mir



dass nochmal angeschaut und habe folgende Werte gefunden:

Speckstein
Wärmekapazität 0,98 kJ/(kgK)
Dichte ca. 3kg/dm³

Sandstein
Wärmekapazität 0,7 kJ/(kgK)
Dichte ca.2,1kg/dm³

Damit kommt der Sandstein massebezogen auf 71% des und volumenbezogen auf 58% Specksteines.

Aber wollen wir mal beispielhaft sehen welche Energie der Speckstein speichert.

100kg Speckstein die um 60K erwärmt sind, haben 5880kJ gespeichert. Da Holz einen Heizwert von ca.15000kJ/kg besitzt entspricht dies knapp 400g Holz. Also ca. ein Scheid.
Nun kann man sich selber überlege ob oder wie viel Speckstein an den Ofen soll.

Gruß Marko



Unstrittig...



...hat der Speckstein ja nur bei einem Grundofen Sinn. Und da sind die Differenzen doch beträchtlich genug, Speckstein vorzuziehen? Ein Ofen wiegt ja nicht nur 100kg, und selbst nur ein Scheit pro Tag ist ein Haufen Holz.

Ich vermute jetzt mal aufgrund Deiner Rechnung, daß der Specksteinofen die Wärme auch länger hält - noch ein speckiger Grund :-)

Grüße

Thomas





In den Alpen hat man in früherer Zeit Speckstein mit Maultieren über mehrere Tagesreisen und Hochpässe transportiert; das hätte man nicht gemacht, wenn es gewöhnliche Steine auch getan hätten.
Heute wird Speckstein leider hauptsächlich als verkaufsfördernde Werbeverschalung bei Eisenöfen eingesetzt, wobei es dann nicht gewöhnlicher Speckstein, sondern Spezial-Speckstein mit "Heat Memory Effect" sein darf. Mangels Speichermasse (Kunde soll den Ofen ja selbst im Kofferraum des VW Golf vom Baumarkt nach Hause transportieren können) ist es aber allemal nur Kosmetik.
Mit Ziel optimales Verhältnis Masse Wärmespeicherung müsste man einen doppelwandigen, mit Wasser gefüllten Ofen bauen, da gewöhnliches Wasser immer noch das beste bezahlbare Wärmespeichermedium ist (4.17 kJ/kg).



Meine Rechnung



sollte bitte nicht so ausgelegt werden, dass sie sich gegen schwere Öfen richtet. Diese sind vollkommen i.O. Ich wollte damit nur zeigen ,dass ein paar Kilo Speckstein am Kaminofen m.E. nicht unbedingt sinnvoll sind. Da habe ich mit 100kg auch schon recht hoch angesetzt. Sind wohl eher 20-60kg.

Wenn ich aber einmal beim rechnen bin, kann ich auch noch etwas fortsetzten.

5880kJ sind 1,63kWh. Wenn die 100kg in z.B. 4 Stunden abkühlen. Dann geben diese etwa 400W im Durchschnitt ab.


Gruß Marko





.... oder andersrum:
Wenn der Raum 1.6 kW braucht, um die Innentemperatur gegenüber der Aussentemperatur zu halten, (entspricht einem durchschnittlichen k-Wert aller Wände des zu beheizenden Volumens von 0.32 W/K*m2 bei 200 m2 Aussenfläche und einem Temperaturunterschied innen-aussen von 25 K) sollte der Grundofen ca. 2.4 t Masse haben, damit man nur einmal pro Tag anheizen muss, und, bei 4.2 kWh/kg Holz und einem Wirkungsgrad des Ofens von 75%, sollte der Brennraum ca. 12 kg Holz fassen. Der Ofen wird dann, bei 50% des Innenlebens als Rauchzüge, ca. 2 m3 Volumen haben. Das sind Abmessungen im üblichen Bereich eines schweren Grundofens, wie sie früher in vielen Bauernhäusern standen.

Diese Technik gefällt mir, weil es keine pannenfälligen Wasserkreisläufe und somit auch keine Zirkulationsgeräusche gibt und man nicht vom Strom abhängig ist.



Mit den schweren Öfen



kann ich voll unterschreiben, Jens. Blöd halt nur, wenn die Raumgröße ein solches Teil nicht zulässt. Von der Tragfähigkeit der Holzbalkendecken will ich erst gar nicht reden. Sind halt leider nicht überall nachrüstbar.:(

Gruß Marko





Hallo Katja,
ich weiß was Du meinst, da es mir z.Zt. genauso geht. Außer dumme und blöde Kommentare kommt nichts produktives! An ALLE was speichert Wärme länger SANDSTEIN oder SPECKSTEIN, welcher Stein ist leichter zu pflegen?
DANKE



Also noch einmal ganz einfach:



Speckstein speichert je Volumeneinheit mehr Wärme als Sandstein, und er ist besser zu pflegen, Aber: Als Verkleidung an transportablen Öfchen oder auch an Kaminen zählt nur noch die Optik, der Speichereffekt von dünnen Plättchen ist vernachlässigbar.

Das steht auch schon da, also nicht auf dumme und blöde Kommentare verweisen, sondern lesen.

Grüße

Thomas