Sandstein Aussensockel neu Streichen

06.07.2011



Der Sandstein-Sockel unseres Hauses ist an der Frontseite mit dunkler Farbe gestrichen. An einigen Stellen löst sich die Farbe und die Sandsteine fangen an zu bröckeln. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Alte Farbe runter und vorstreichen, wenn ja mit was? Oder einfach drüberstreichen? Was dann aber wo der Stein bröckelig ist?



Schluß mit lustig!



Hallo

Befreien Sie den Stein von den Anstrichen und lassen Sie das weitere Behandeln, wenn Ihnen der Stein lieb ist.

Der Grund fürs "bröselig" Sein ist der Wahn zu schützen und die falschen Behandlungen.

zur Not hier suchen:
http://www.slow-house.de/slow-house/I-3_files/Waid-Mappe.pdf

unter Steingrundierung nachlesen!

Das Beste wird NIX sein!

FK



?



Mit was hole ich dann die restliche Farbe runter ohne die Steine noch mehr zu beschädigen?



Das kommt d'rauf an!



Hallo

Putz- oder Mauerfräse?

Drahtbürste - händisch?

Drahtbürste - maschinell?

Kommt darauf an, wie sehr die Farbe haftet.
Wenn die mechanische Entfernungsmaschine zu schnell dreht kann es evtl zum Verschmieren führen!!

KEINE Abbeizmittel, keine Chemie, keine Hitze ...

gutes Gelingen

FK



So kommt kein Salpeter mehr!



Hallo zusammen

ich habe mich über ein Produkt für Sie informiert für, dass der kein Salpeter mehr auf Ihrem Sockel auftritt.

Auf dem Link sehen müssen Sie unter dem Produkt HEKONSEAL HX8 nachschauen, das könnte die richtige Imprägnierung für Sie sein:

http://www.hekontec.de/content/view/77/112/lang,de/

gutes Gelingen

Frank



Sandstein reinigen



Ein seltsamer Ratschlag.
Wie kommen Sie darauf das der Stein nitratbelastet ist?
Wie soll Wasserglas dagegen helfen?

Viele Grüße



Wasserglas isoliert



ich sehe die Sache so, dass der Sandstein zu viel feuchigkeit enthält, dadurch kommen ausblütungen zustande, die den Sockel langsam auflösen lassen. Wenn Sie einmal Berichte über Feuchte Wände gelesen haben finden Sie dises Fall wieder. Es muss sich eben irgend etwas zwischen die aufgebauten Ebenen setzen, damit die Farbe überhaupt abfallen kann.

Wasserglas ist deshalb so effektiv, weil dieser Tief ins Mauerwerk eindringt und die Baustoffe gewissermaßen trennt aber ohne diese wirklich auseinander zu reißen

Früher haben viele Handwerker Silikatgrund für diesen Fall benutzt. Dieser hat aber nicht die nötige Konzentration um Dieses Ziel langfristig zu Erwirken. Nur ein sehr hoch konzentriertes Mittel kann den Witterungseinflüssen stand halten. Das ist solch ein sehr hoch konzentriertes Mittel. Ich habe mit sagen lassen, dass man mit einem 10 Liter Kanister über 50 Liter Silikatgrund machen kann. Deshalb finde ich das Produkt für diese Anwendung sehr geeignet.

Frank





Wasserglas isoliert nicht. Das Problem scheint zu sein, dass die Außenfarbe auf dem Sockel einfach zu diffusionsdicht ist und die Feuchtigkeit im Sandstein nicht so zügig ausdiffundieren lässt, wie diese hinein kommt. Bröselig wird der weiche Stein auch ohne Salz, es reicht schon Frost, dann bröselt und rieselt es.
Ich sehe das eher wie Herr Kurz, weniger ist hier mehr. Sollten tatsächlich Salze im Mauerwerk vorhanden sein kann eine Hydrophobierung auch Schaden anrichten.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Farbe



Wenn es wirklich Buntsandstein ist stimmt die Aussage von Ihnen. Sollte es aber von der Feuchtigkeit und von den Ausblütungen des Salpeters kommen stimmt sie nicht. Aus diesem Grund wäre es hilfreich, wenn man wissen würde, welche Farbe dort verstrichen worden ist oder ob es doch Buntsandstein ist.

Frank



Wasserglas



Ich lese mich gerade aus einem anderen Grund etwas in die Thematik ein. In einem der Fachbücher finde ich die Aussage, daß reine Wasserglaslösung als Injektionsmittel zur Bohrlochverfüllung sehr bedenklich ist, da das Jahre später wieder aus anderen Gründen zu großflächigen Ausblühungen führen kann. Wollte das zum beitrag vom Frank nur "einwerfen",ohne selber das nötige Hintergrundwissen zu haben. Vielleicht kann das jemand der Experten mal näher erläutern.
Selber bin ich der Meinng, dass keine Farbe auf Naturstein gehört.





Mmh. Salz oder nicht Salz ist hier nicht die Frage, die Autorin schreibt nichts hierzu. Aber gerade wenn Salz mit im Spiel wäre kann eine Hydrophobierung nach hinten los gehen.
Selbst Hydrophobierungen unter Einsatz von Bohrlöchern vermögen nicht ein Mauerwerk durch und durch zu tränken, die Eindringtiefe wird wohl eher überschätzt, ebengleiches dürfte für eine Hydrophobierung in Anstrichtechnik gelten.

Nehmen wir einmal an, die Farbe währe entfernt worden. Wenn denn überhaupt Salze im Mauerwerk enthalten sind, werden diese während des Kapillartransportes des Wassers an die Oberfläche mit geführt werden und dort ausblühen. Wird nun der Kapillartransport durch die Hydrophobierung unterbrochen kristallisieren dies Salze nun im Stein in der Wechselzone von hydrophobierter zu nichthydrophobierter Schicht aus, da das Wasser hier ausdifundieren muss, da es die hydrophobierte Zone nur noch in der Dampfphase des Wasser passieren kann. Schon bei kleinsten Wasser- und Salzmengen, z. B. resultierend aus zu hoher Luftfeuchtigkeit, kann dies stattfinden.
Es findet eine so genannte Schalenbildung, eine Abplatzung durch den Kristallisationsdruck der Salze im Steininneren statt. Besonders anfällig sind hier Putze, Tuffe, Kalk-, Sand- aber auch Backsteine.
Um zuvor beschriebene Schalenbildung zu vermeiden muss auch sicher gestellt sein, dass selbst unter extremen Bedingungen (Feuchte und Temperatur) zu keinem Zeitpunkt Wasserdampf im Bauteil kondensieren kann. Ein anderer negativer Aspekt kann sein, dass durch das Unterbrechen des Kapillartransportes Feuchtigkeit eben nur noch in der Dampfphase aus dem Bauteil gelangen kann kann und der Wandbereich hinter der Hydrophobierung – je nach Art und Ursprung des Wassereintrages – sogar noch feuchter werden kann.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Danke



das hilft auch mir etwas weiter.