Richtige Auswahl an "Handwerkern"

17.07.2008



Hallo
ich habe mir auch meinen Traum erfüllt und mir ein kleines stark sanierungsbedürftiges Fachwerkhäusschen gekauft. Baujahr ca. um 1750. Wir haben jetzt den alten Putz abgeschlagen und zum Vorschein kam ein echtes Schmuckstück. Also es besitzt ein reines Sichtfachwerk mit vielen Zierriegeln und -Ständern. Leider wurden doch einige schöne Balken durch falschen Fenstereinbau zerstört.
Die Fachwerkkonstruktion besteht überwiegend aus Eichenbalken, wobei die Schwelle natürlich nahezu komplett weggefault ist. Muss man hier nun speziell einen Statiker beauftragen sich das Haus mal anzuschauen? Oder machen das Zimmermänner gleich mit. Wie kann ich erkennen, dass sich ein Zimmermann in der Fachwerksanierung gut auskennt? Ich habe ja keine Ahnung von den korrekten Holzverbindungen und wie man am besten Teile des Balkens austauscht.
Genauso wpllen wir die Gefache später mit Lehmsteinen ausfüllen. Ist das eine sinnvolle Art des Ausmauerns? Machen das normale Maurer oder sucht man auch hier nach Spezialisten? Gibt es noch bessere Möglichkeiten die Gefache auszumauern. Im ersten Stock sind die Lehmfächer alle noch intakt und die würden wir auch belassen wollen. Kann man die aber ausbessern?
Danke für eure Hilfe



Für den Austausch einer Schwelle...



...brauchen Sie keinen Statiker.

Lassen Sie sich Referenzen zeigen, wo der Zimmermann Ihres Interesses ähnliche Aufgaben verwirklicht hat.

Sie sollten sich anmelden (geht schnell, kost nix), dann können Sie im Community-Bereich direkt nach Zimmermännern in Ihrer Umgebung suchen.

Grüße

Thomas



Bevor drauflos gebaut wird,



... empfiehlt sich zunächst eine Planung, damit nicht "planlos" auf die Schnelle in völlig falsche Richtungen investiert wird.

Meist ist es leider nicht nur eine Schwelle, oft auch die Deckenbalken unter der Traufe, Bereiche von Bädern und Küchenentwässerungen etc, auf die besonders geachtet werden muss. Das sieht man nicht beim ersten Blick, kann sich aber als ungünstig herausstellen, wenn dann der Ausbau bereits fertig ist.

Mit folgenden Zimmereien in Ihrer Nähe habe ich bei Fachwerksanierungen gute Erfahrungen gemacht:
Holzbau Wagner, Braubach, www.holzbau-wagner.de
ArsLigni, Münchwald www.arsligni.de

Lehmgefache sind nach derzeitigen Stand (wieder) die beste Lösung. Ob gemauert (schneller trocken) oder mit Bewurf auf Stakung (traditioneller), dafür gibt es mittlerweile wieder eine ganze Reihe spezialisierter Lehmbaufirmen. Die können auch Altgefache sichern und haben auch oft Erfahrung mit dem dazu passenden Kalk-Gefachputz.

Haben Sie sich erkundigt, ob es sich bei Ihrem Haus um ein Kulturdenkmal handelt ?
Dann besteht eine Genehmigungspflicht bei Änderungen und Instandsetzungen, aber auch steuerliche Vorteile.

Beste Grüße aus der Vorderpfalz,
Marc Sattel



Die Axt im Haus...



... erspart halt nicht den Zimmermann.

Hallo Katja,

wenn denn nun schon alles freigelegt ist, lassen Sie die Zimmerleute anrollen. am Besten 3-5 Stück => am Besten aus der näheren Umgebung. Lassen Sie sich eine Referenzliste geben, schauen Sie sich davon einige Objekte an und: Fragen Sie den jeweiligen Hausherren wie zufrieden er war! Vor der Auftragserteilung muss ein hieb- und stichfestes Angebot vorliegen um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Ich bin da gerne behilflich.

Normalerweise werden Sie keinen Statiker benötigen, es sei denn, es sind noch andere die Statik beeinträchtigende Schwachstellen zu finden. Einen erfahrenen Statiker hätte ich zur Hand.

So wie Herr Sattel schon sagt ist ein Gesamtkonzept unabdinglich, denn einmal bauen ist billiger als zweimal bauen.

Denkmalschutz ist in Trebur ziemlich sicher ein Thema. Zuschüsse vom Landesdenkmalamt allerdings sind - soweit meine eigene leidige Erfahrung - nicht zu erwarten, bei Einstufung nach §2 HDschG aber zumindest steuerliche Vorteile.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer

P.S.: Sollten Sie im Laufe des Umbaus ein Schreiner- oder Sanitärunternehmen aus Wiesbaden beauftragen, fragen Sie mich doch mal kurz an, ich kenne da einige Kandidaten, von denen Sie die Finger lassen sollten. :-((



Die Axt im Haus...



... erspart halt nicht den Zimmermann.

Hallo Katja,

wenn denn nun schon alles freigelegt ist, lassen Sie die Zimmerleute anrollen. am Besten 3-5 Stück => am Besten aus der näheren Umgebung. Lassen Sie sich eine Referenzliste geben, schauen Sie sich davon einige Objekte an und: Fragen Sie den jeweiligen Hausherren wie zufrieden er war! Vor der Auftragserteilung muss ein hieb- und stichfestes Angebot vorliegen um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Ich bin da gerne behilflich.

Normalerweise werden Sie keinen Statiker benötigen, es sei denn, es sind noch andere die Statik beeinträchtigende Schwachstellen zu finden. Einen erfahrenen Statiker hätte ich zur Hand.

So wie Herr Sattel schon sagt ist ein Gesamtkonzept unabdinglich, denn einmal bauen ist billiger als zweimal bauen.

Denkmalschutz ist in Trebur ziemlich sicher ein Thema. Zuschüsse vom Landesdenkmalamt allerdings sind - soweit meine eigene leidige Erfahrung - nicht zu erwarten, bei Einstufung nach §2 HDschG aber zumindest steuerliche Vorteile.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer

P.S.: Sollten Sie im Laufe des Umbaus ein Schreiner- oder Sanitärunternehmen aus Wiesbaden beauftragen, fragen Sie mich doch mal kurz an, ich kenne da einige Kandidaten, von denen Sie die Finger lassen sollten. :-((



ein Tip.



Hallo,

sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Zimmerermeister Ralf Birk aus Büdingen Callbach gemacht.

Mittelstraße 36
63654 Büdingen - Calbach
Tel.: 06048 / 98 16 96
Fax: 06048 / 98 16 97

Gute Referenzen bis zum Abwinken. Arbeitet zu über 80 % in der Denkmalpflege.

Natürlich auch Mitglied in der Community.

Grüße

Jürgen Jobmann