Erwerb eines denkmalgeschuetzten Hauses

25.09.2011



Ich lasse das Haus in der kommenden Woche von Architekten und Statiker genauer anschauen und habe eine Kaufoption. Dann weiss ich mehr.

Es handelt sich um eine MFH Gruenderzeitvilla mit Berliner Dach (Kombination aus Mansard und Flachdach)

Ich war nur stutzig, das das Dach mit Dachpappe gedeckt ist. Das ist mit Sicherheit jünger als 100 Jahre und wurde sicher in der Nachkriegszeit als wenig Geld da war, so gemacht. Ich will das alles runterreissen, den Dachstuhl abbrechen und neu bauen, wenn dieser nicht mehr zu retten sein sollte, da sich an den Fusspfetten des Dachstuhls und im Bereich des Traufbretts verdaechtige Verrotungserscheinungen zeigen (siehe Pfeile in Bild).

Auch sind Setzungen im Haus aufgetreten die mit Gipsmarken versehen sind. Mal sehen was Statiker und Architekt mir sagen. Bitte Daumen drücken.

Ich hoffe das 300.000 Euro reichen, ich will nix selber machen, weil ich das nicht kann. Meint IHr das 300.000 euro erst mal ein guter Puffer sind um loszulegen und es auch zu einem Ende zu bringen?

Ich habe recht viel Budget für die Sanierung des Hauses eingeplant. Es sind insgesamt 420 qm Wohnfläche. Gewundert hat mich das bereits Kunststofffenster drin sind, dachte das sei mit Denkmlaschutz nicht vereinbar. Werde mal versuchen Originalbilder zu bekommen, wie es früher aussah. Die jetzige Dachentwässerung ist verbastelt. Regenfallrohr verläuft aussen künstelrinsch an der Wand, die alte entwässerung lief wohl im Gebäude....

Der Keller ist ein Kappengewölbe. Beim Denkmalschutzamt war ich noch nicht. Können die sich gegen Veränderungen des Grundrisses innen, und den Einbau zeitgemäßer Baeder sperren.



Moin Christian,



"Anfrage an Radio Eriwan: Kann man mit einem Goldstück einen Kirchturm vergolden?

Antwort: Geben Sie einem Kind eine Löffel Honig - Sie werden erstaunt sein, wie weit es damit kommt."

Ist dein Budget-Frage damit beantwortet?

;-), Boris



Sehr konstruktiv !



Boris, leider fand ich deine Antwort wenig witzig, sie führt mich auch nicht weiter.

Schade, hatte merh konstruktives in diesem Forum ertwaret, bin neu hier.



Hallo Christian



mag sein, daß Herrn Weblers Antwort nicht hilfreich war, ihre Fragestellung ist es auch nicht.

Was soll denn der Betrag von 300 k€ alles beinhalten ? Kauf ? Nur Renovierung? Alles Stochern im Nebel.

Bevor Sie mit Zahlen hantieren sollten Sie sich a) einen Überblick über das Haus mit einem Experten verschaffen und b) die Baubehörde und das Denkmalamt besuchen, um in Erfahrung zu bringen, was die eigentlich wollen.

Danach kann man anfangen zu ahnen, was an KOsten ggf. auf einen zukommen könnte.

VG J. Simon



Klarstellung



Ich will folgendes klarstellen oder weitere Informationen liefern:

Ich stelle mich darauf ein 350.000 Euro allein für die Sanierung bereitzustellen, Hauspreis mal ausseracht gelassen.

Was soll gemacht werden, Haus Nachgründung auf Pfählen wird 50.000 Euro kosten, dafür liegt mir ein Angebot vor.

Der Rest soll in der Substanz verwendet werden, Dachstuhl, Dachdeckung, 7 Bäder/WCs Anlagen, Elektrik, das sind immerhin 700 Euro/qm. dafür muss das wohl gehen oder?


Da werde ich wohl mit dem Betrag hinkommen. Denkmalschutzamt will das der Dachstuhl von der Form her unverändert bleibt, das Treppenhaus erhalten bleibt und die Dachform und Biberschwanztonziegel gedeckt wird. Dabei kommt die Dachentwässerung neu.





300 tausend
… das sind bei 700 m² dann gut 400,- Euro je m² Wohnfläche.
Ich denke realistische Werte liegen so ab 1500,- /m²

Grüße
Oliver Struve



700 Euro/m2



könnten gehen, je nach Ansprüchen, als Faustregel habe ich bei Renovierungen 500-1000 Euro/m2 in Erinnerung. Allerdings sieht das hier schon eher nach einer heftigen Renovierung aus.



Moin Christian,



deine Reaktion ist durchaus verständlich, aber Aussagen wie "dafür muss das wohl gehen oder?" lassen mich doch zweifeln, ob du weisst was du da tust.

Bevor nicht alle KV's (In Einklang mit den Vorgaben vom Denkmalamt/Bauamt) auf dem Tisch liegen, fehlt da auch nur ansatzweise die Geschäftsgrundlage für solche Spekulationen.

Oder kürzer: Du hast noch nichtmal die Planungsphase begonnen und willst wissen was es kostet!?

Jetzt verstanden?

Gruss, Boris



Interessant



Leute ich weiss Ende dieser Woche weiss ich mehr. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich hier begleitet. Ich stelle dann die gesamte Projktdokumentation hier ein.

Es ist mein erstes Denkmalobjekt, das ich mache.

Das Gebäude hat eine Abmessung von 11,50* 12,50.
Der Keller ist rocken, die Aussenwände auch.

Ob ich die aufgetretenen Setzungen in den Griff bekomme weiss ich nach Bodenmechanischer Analyse und statiker Rat. ein Mikropfahl kostet pro stück 2500 euro. Unklar ist wieviele Pfähle und ob welche benötigt werden.

Das Dach kostet, hab hier erste Angebote vorliegen, in etwa wenn es ganz neu muss, 80.000-100000. Euro. Der Rest meine ich, müsste stemmbar sein. Für ein Gesamtbudget Sanierung von 350.000.

Der Wert von 1400 euro/qm verstehe ich so, dass neu aufgemauert werden muss. Dann ist ja nichts mehr an substanz vorhanden befürchte ich. Wenn das sein sollte (ihr habe mehr Ahnung als ich) ist, ist das Projekt tot. Das wäre ja Geld Verbrennnung. Da komme ich ins grübeln.

Der Wert kommt mir zu hoch vor und stammt wohl aus Verkaufssanierungsangeboten im Berliner Umland. Dort werden ja Objekte vertickt zu Preisen wo sich einem die Haare sträuben. Aber Lemminge gibt es ja reichlich, hoffentlich bin ich keiner.....



Moin Christian,



wir können hier den Sinn oder Unsinn konkreter Maßnahmen besprechen, bei scheinbar überteuerten Angeboten zum weitersuchen raten oder bei der Suche nach kostengünstigen Lösungen behilflich sein.

Aber eine Projektbegleitung per Ferndiagnose geht per se garnicht!

Such' dir dafür einen Profi, der dir das Projekt erstmal sauber durchplant und rechnet.

Falls das nämlich nicht funktioniert bzw. du später rein rechnerisch 12€/m² Kaltmiete verlangen müsstest, kannst du jetzt noch an die anderen Lemminge verkaufen.

Gruss, Boris



Ist doch ganz einfach.



Bei unserem denkmalgeschützten Fachwerkhaus werden wir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (Planung unseres Architekten) bei höheren Sanierungskosten landen - und das bei ca. 150qm Wohnfläche.

Also: Vielleicht klappt die Sanierung mit nur 300k€ - oder sie kostet locker über 2000€ pro qm (ich wette 300k reichen nicht - setzt jemand dagegen?).



Nicht zu machen fuer das Geld



Dieses Objekt waere mir zu unsicher. Ich denke, da kommen locker 500.000 Euro zusammen, denke es werden eher 650.000 Euro. Wuerde ich nicht anfassen wollen.

Dafuer bracuht man dann vermutlich bei Eigenutzung keine Einkommensteuer die naecchsten 12 Jahre bezahlen aber 12 * 18000 Euro p.A. decken das Erlebnis wohl nicht ab. Für mich gibt es grenzen. Ich vermiete wohne aber selbst im Neubau/Passivhaus. das konnte immerhin fuer 1800 Euro pro qm erstellt werden und kostet im Moment keine Heizkosten.

Die Fotovolatik und die Kollektoren speist die Waermepumpe, die das Wasser aus dem Grundwasser entnimmt.