Terrassenüberdachung begehbar bauen




Hallo liebe Fachwerkhaus-Forum-Mitglieder.
Wir haben vor, eine Terrassenüberdachung zu bauen, die begehbar werden soll, d.h. die gleichzeitig einen Balkon für den 1. Stock werden soll. Die Überdachung soll ca. 5Meter lang werden und 6Meter breit. Die 6Meterseite liegt an der Hauswand, soll daran aber nicht bzw. nur wenig angeschlossen werden, demnach soll die Konstruktion frei stehend werden. Die Spannweite der "Deckenbalken" beträgt 5Meter. Auf den beiden 6Meter langen Seiten soll ein Rähm auf Pfosten gestellt werden, auf dem dann die Deckenbalken aufliegen. Nun zu meiner Frage: Welche Querschnitte der einzelnen Balken sind für dieses Vorhaben angebracht? Für die Pfosten (die im Abstand von 1,5 bis 2 Meter stehen können), für die beiden Rähmhölzer und für die Deckenbalke (Spannweite von ca. 5Meter) damit die Balkenlage begehbar wird?



Eine solche Massnahme



ist genehmigungspflichtig und darf nicht ohne Statiker errichtet werden!
Wo steht das Haus? Vielleicht kann ich weiter helfen.



Das Haus



steht in Ruitsch, bei Polch. Was würde denn eine Begutachtung bzw. eine Statikabnahme ungef. kosten?



Genehmigungspflicht...



Eine solche Maßnahme ist genehmigungspflichtig, lese ich hier immer wieder - Ein abstossender Begriff. Sofern Sie die Terasse als solche fest mit dem Boden verbinden und nicht z. B. als fahrbare Arbeitsbühne auf geeignete Rollen (z.B. Gerüstrollen) montieren. Als fahrbare Bühne gilt sie nicht als "Bauwerk" und ist somit auch nicht genehmigungspflichtig. Dieser Tip nur um dem Amtsschimmel außen vor zu halten.
Natürlich ist eine "fahrbare" Konstruktion aufwendiger herzustellen und somit auch teurer. Sollten Sie einen Statiker beauftragen, empfehle ich alle relevanten Balken + 20% Dicke...schließlich sind Bäume nicht genormt und gehorchen keinem Taschenrechner. Ein ausgebildeter Statiker erzählte mir z. B., daß Stahlbolzen keinerlei "Scherbelastung" (also seitlichen Druck) aushalten und nicht für diese Zwecke eingesetzt werden dürfen... wer denkt sich solchen Blödsinn aus ? Versuchen Sie mal einen Stahlbolzen SEITLICH abzuscheren, also spannen Sie ihn in den Schraubstock und dann feste seitlich drücken... laut Statiker KEINE Scherkräfte nötig, d. h. er müsste ja nur so wegflutschen... nadann. Viel Spass mit dem Statiker ihres VERTRAUENS. Wir machen den Weg frei....



@Robbie



ich wiederhole meine Frage:
Woher solche Erfahrungen?
Warum Balken +20%, ich höre immer, dass wir Statiker alle Querschnitte weit überdimensionieren. Was willst du uns eigendlich mitteilen?



statiker vorschriften genehmigungspflicht - Bauherr ? moment mal ! Bau-HERR ?



Ich will Ihnen damit sagen, daß ich Statikern nicht vertraue...wenn ich mir heutige Dachstühle - vom Statiker berechnet - anschaue. Die Brettchen, mutig als "Dachsparren" bezeichnet - sind ja wohl ein schlechter Witz.

Die Sparren in meinem alten Dachstuhl haben die Abmessungen 20 x 26 cm. Ebenso die Deckenbalken.
Dafür war kein Statiker, kein Bautechniker, kein Architekt, kein Genehmigungsverfahren, kein Bauamt, keine Bauabnahme und kein anderer überflüssiger Unsinn nötig, was ja bezahlt werden muss. Und zwar vom Bauherren (das Wort ist wohl verfehlt, denn unter diesen Bedingungen wäre wohl Bau-SKLAVE angebrachter).
Stattdessen wurde das Geld ins Haus gesteckt, was mir wesentlich sinnvoller erscheint. Die Leute damals haben einfach Erfahrungswerte genommen und dann die dicksten Balken genommen, die sie auftreiben konnten.
Mein NICHT STATISCH BERECHNETES Haus steht seit 1689.
Die lächerlichen Neubauten mit Statiknachweis - ob die wohl in 316 Jahren auch noch stehen ???

VORSCHRIFTEN, aufgezwungene GenehmigungsPFLICHT ? Im EIGENEN HAUS ? Von meinem EIGENEN GELD bezahlt ?
vs.
Einigkeit + Recht + FREIHEIT ???

Welch Ironie.
Welcher Zynismus.

Ekelhaft.



statiker vorschriften genehmigungspflicht - Bauherr ? moment mal ! Bau-HERR ?



Achgotterle, nochwas.
Eine Frage.
Sind Sie - wie der andere Statiker - auch der Meinung, daß ein Stahlbolzen keinerlei Scherbelastung aushält ?
Dann können Sie ja mal vorbeikommen und den Schraubzwingentest machen.
Wir können ja einen kleinen Stahlbolzen nehmen, z. B. einen mit 6mm Durchmesser. Na - wie wärs ?
Falls der 6 mm Bolzen nun doch in der Praxis seitlichen Druck -Scherkräften- stand hält, können wir ja mal mit einem 5 mm Bolzen weitermachen...oder 4 mm - wie wärs damit ?
Also, wenn Sie es schaffen, auch nur einen 3 mm "dicken" Stahlbolzen (sagen wir besser Draht) mit Körperkraft SEITLICH ABZUSCHEREN, dann kriegen Sie von mir ein komplettes Mittagessen im Luxusrestaurant ihrer Wahl bezahlt.
Und immer feste drücken... !



Kurzmitteilung



Wer auch immer dieser Jochen ist, die eMail ist falsch und steht nun auf der Spam-Liste von Fachwerk.de. Der wirkliche Eigentümer hat sich bei mir beschwert. Sollte dieser Witzbold hier nochmal posten, bitte ich um kurze Nachricht. Weitere Ergüsse von Ihm lösche ich kommentarlos.

Schönes Wochenende.