Starke Verwitterung - Bruchsteinsockel

11.02.2018 René



Hallo zusammen,

unser Haus von 1912 hat noch einen alten Bruchsteinsockel mit Charakter. Siehe Bilder. Allerdings macht sich nach den vielen Jahrzehnten eine zu starke Verwitterung bemerkbar. Die meisten Naturteine sind bereits sehr mürbe an der Oberfläsche und platzen reglmäßig ab. Wir leben in Neuwied am Rhein.

Ich habe zwei Fragen: Ist es irgenwie möglich den Stein vor der Witterung zu schützen ohne die Optik zu zerstören? Kann man ihn lasieren?
Ich habe in Dresden gesehen, dass es zum Beispiel für Sandstein eine art "Steinlasur gibt" die den Stein vor Säuren etc. schützt.

Was könnte ich mit den Fugen machen? Da ist überall Zement Mörtel drin.

Eine aufwendige Restaurierung durch eine Firma kann ich mir derzeit nicht leisten.

Gruß René



Sockelmauerwerk



Nur mit Hilfe eines Fotos den Zustand des Mauerwerks sicher zu beurteilen ist nicht machbar.
Ich kann nur orakeln:
Als Hauptursache vermute ich Fehler beim Mauern des Sockels. Die Steine, vermutlich Schiefer, wurden nicht lagerhaft gesetzt. Lagerhaft bedeutet sie so zu vermauern wie sie im Berg gewachsen sind, mit waagerechten Spaltebenen.
Eindringendes Regen- und Spritzwasser führt bei Frost zu Abschalungen.
Dann sind die Fugen in schlechtem Zustand, laienhafte Ausbesserungen mit Flankenabrissen führen zum Wasserstau hinter der harten Verfugung und zu weiteren Frostschäden.
Machen kann man dagegen nichts außer die losen Teile entfernen, die Fugen erneuern und auf die Erderwärmung vertrauen.
Bei der Neuverfugung auf genügende Flankenhaftung achten, also kapillare Abrisse vermeiden.



Bruchsteinsockel



Hallo,

Ihrem Wohnort nach könnte es sich um eine Art Tonschiefer handeln, welcher scheinbar durcheinander mit Sandsteinen und Basalten vorkommt. Das Problem, das man noch angehen kann, sind die teils offenen teils zu harten Fugen.
Ich würde zuerst mit dem Elektromeißel die Fugen ordentlich frei schlagen und anschließend loses Material beseitigen.
Das geht ordentlich mit der 300bar-Wasserfräse, wäre aber vielleicht ein zu hoher Aufwand. Wenn die Schlacht geschlagen ist, erst mit einem weichen Material ohne Zement mit zurückliegender Fuge verfugen, anschließend einen Fugmörtel mit Naturhydraulischem Mörtel (NHL 4) und Rheinsand als Zuschlag einfugen.
Keine Ahnung, wie man Tonschiefer verfestigt, wobei der eigentlich fest genug ist, und nur die Bruchlinien Probleme machen. Kaliwasserglas löst eigentlich solche Probleme gut (Keim Fixativ). Mit Restproblemen müssen Sie dann wohl leben.