Stall, Mauerwerk, Lehmputz, Dämmung, Lehm

23.05.2010



Wir haben einen ca. 100 Jahre alten Stall. Der Stall ist aus Ziegel gebaut. Das Mauerwerk ist 50 cm stark.
Wir wollen innen mit Lehmputz arbeiten. Die Architektin sagt, daß wir innen eine Wandstärke in 8 cm
(Lehmputz )benötigen um die Isolierung zu gewährleisten. Gleichzeitig wollen wir eine Wandflächeheizung
einbauen.
Frage: hat jemand Ahnung wie das zu bewerkstellen ist ?
Frage 2: da die Deckenhöhe nicht ausreicht, müssen wir ca.45 cm tiefer.
Kann der Boden auch mit Lehm bezw. Stampflehm gemacht werden oder aus Beton.
Besten Dank im Voraus.
Feissel





Da es sich um einen Stall handelt, sollte auch nicht vergessen werden, dass noch Salze sich im Mauerwerk brfinden könnten, also würde ich Luftkalkmörtel vorziehen, auch kann man mit Wandheizung arbeiten.

Warum um alles in der Welt soll bei einem 50 cm starken Mauerwerk eine mindestens 8cm starke Dämmung (egal ob Lehm oder was anderes) eingebaut werden?? Sind 50 cm Massivwand nicht genug?

Wichtiger wäre wohl das Augenmerk auf Decke und Dach zu richten, was hier wohl nötig wäre.

Grüsse Thomas



Innendämmung..



.. macht auch bei solch mächtigem Mauerwerk Sinn , so denn berechnet und moderat ausgeführt !
Wir bauen grad an einem eigenen Projekt - Denkmalsanierung Mehrfamilienhaus - auch eine 80 mm starke Innenwanddämmung
zum Verputz mit Kalkmörtel .
Näheres gern
Gruß aus Minden

Jürgen Kube



Moin Feissel,



wenn ihr den Stall zukünftig als Wohnraum nutzen möchtet, wärs sinnvoll den Boden zu dämmen, wenn ihr eh schon runtergrabt.

Gruss, Boris



Lehmputz...



...ist keine Dämmung, und er isoliert auch nicht (Außer in größeren Stärken gegen verschiedene Strahlungen wie Handyfunkwellen).

Da hat die Architektin wohl eher vom Hörensagen her fabuliert. Sucht Euch jemanden, der nicht schon bei den Basics strauchelt.

Grüße

Thomas





Wusste ich doch, das der Restaurator des Architekten natürlicher Feind ist, aber Recht hat der Thomas Böhme. Die Kollegin ist da etwas heftig gestrauchelt.
Im Denkmal macht man das was konstruktiv vernünftig ist, ansonsten richtet man sich nach der EnEv 2009, die uns den Energieverbrauch beschränkt.
Ich würde nur für eine warme Oberfläche sorgen, also 4 bis 5 cm Holzweichfaserplatte einbringen und verputzen.

Mit dem Abgraben müssen Sie aber vorsichtig sein, keinesfalls dürfen die Fundamente unterschnitten werden, weil sonst Kippen oder Gleiten droht.

In Abschnitten, die aber geplant werden müssen, ist das möglich, wenn eine stabile Betonplatte gewählt wird, deren Bewehrung mit dem aufgehenden Mauerwerk verkrallt wird. Das ist nichts für Eigenbauer und muß vom Statiker geplant und beaufsichtigt werden, sonst gibt es ein Desaster !

Grüße vom Niederrhein