Stahlträger Decke

29.09.2017 maci1220



Hallo Fachwerkfreunde,

wir haben seit ca 2 Monaten ein altes halbes Fachwerkhaus. Jetzt wollen wir unten 2 Stahlträger verbauen das die Deckbalken durchgefault sind. Der Statiker hat uns jetzt Stahlträger berechnet allerdings kommen mir diese sehr groß und schwer vor . Wir sollen HEB 220 verbauen der eine Träger wird 4200 lang und der andere ca 3650 . Bei dem 4200 Träger wird dieser ca 1000 mm aufliegen bedeutet 3200 werden in der Luft hängen . Der 3650 wird ca 800 mm aufliegen . Es liegt keine Dachlast auf den Trägern auf da das Dach mal erneut wurde und halt auf den Außenmauern liegt. Die Decke ist also für 2 Räume da Schlafzimmer und Hobbyraum . Daher meine Frage wer von euch hat schon Stahlträger verbaut und die dick waren diese? ( eins noch mit dem aktuellen Statiker reden wir zur Zeit nicht mehr dies ist eine längere Geschichte) Gruß Marcel



Moin,



Na was wollen Sie hören ?
In meiner Glaskugel steht, dass der Träger richtig oder falsch bemessen wurde.
Ihr Statiker hat Lastannahmen getroffen und danach die erf. Trägergrösse berechnet.
Die Sache mit dem "nicht miteinander reden" ist mehr als unklug von Ihnen.
Also entweder Sie werden sich einig, beauftragen solange einen anderen Statiker bis Ihnen das Ergebnis genehm ist oder bauen einfach einen Träger Ihrer Wahl ein.

Statik kann man nicht schätzen, man hat zwar Erfahrungswerte diese kann man aber nur dann einsetzen, wenn man über die örtlichen Gegebenheiten informiert ist, mit "hängt x m in der Luft" kann man nun wirklich nichts anfangen.



mh



Ich wollte hier einfach nur mal hören was andere so verbaut haben. Ob es unklug ist nicht mehr mit meinem Statiker zu reden werden sie genau so wenig beurteilen könne wie meine Träger, zur Zeit hat dies einfach seine Günde . Anhand der Antworten die ich mir wünsche werde ich beurteilen ob ich einen weiteren Statiker beauftrage. Da weder Schneelast noch Dach auf diesen Trägern lastet ist mein Gefühl einfach das die Träger zu groß berechnet wurden. Wir vermuten hier einen falschen Statiker bekommen zu haben. Dieser war einam kurz vor Ort wegen einer anderen Sachen und hat selber hier nichts ausgemessen diese Daten haben wir gesammelt und per Email an ihn gesendet ( wie er es selber gewünscht hat ) und dies kommt uns doch alles komisch vor, groß geschaut und geprüft hat er selber hier nichts. Daher kommt auch meine Frage oder ist es üblich das wir die ganzen Daten bringen ? Da es unser erstes Haus ist und auch unser erster Statiker sind wir hier halt sehr unsicher. G



Verständnis



Also wir hatten auch einen Statiker bei uns im Haus der einen etwas maroden Balken verstärken sollte. Aber wir haben den ersten Statiker nicht genommen, weil der den Balken durch einen Stahlträger ersetzen wollte, die ganze Konstruktion im Fachwerkhaus ändern, und sich alles nicht so genau anschauen wollte.

Ein zweiter Statiker ging dann durchs Haus, schaute sich die Belastungen an, und ermittelte auch die entsprechenden Maße.

Vielleicht setzen sie sich erst einmal mit einem Zimmermann in Verbindung, denn das haben wir erst einmal gemacht. Der konnte noch einmal eine Gegenprüfung machen. Außerdem konnte so unsere alte Fachwerkschwelle bleiben und es mussten auch keine Wand zusätzlich geöffnet werden.

Das Problem ist, dass der Statiker ihnen eine Dienstleistung erbracht hat, die sie mit einem zweiten Statiker noch einmal zahlen müssen. Es gibt für die meisten Probleme unterschiedliche Lösung. Vielleicht reichen ja auch bei ihnen Beilaschungen mit U-Trägern wie das bei uns dann möglich war oder eine Auswechslung mit Holz.





An einen Zimmermann hätte ich jetzt nicht gedacht . Unser Fachwerkt ist fast nicht mehr vorhanden da es durch die Vorbesitzer stark beschädigt wurde . Fast alle Balken von den Außenmauern waren mehr als die Hälfte nur noch Erde. Wir denken der Grund war das von außen Betonfassade ist anschließend das Fachwerk mit Ziegeln und Putz auf dem Putz war noch so eine Teerschichtpape und darauf war Gipskarton montiert .Hier konnte wohl nichts mehr atmen. Nuja jetzt stehen halt die Hauptbalken die auch nicht mehr zu reparieren sind . Ein Balken wurde schon mal mit einem Billigen Baumarktbalken unterstützt ( unter dem Balken und links und rechts von unten nach oben ) da dort mal eine Wand gestanden hat diese wurde vor ca 20 Jahr oder so entfernt. Der andere Balken ist ein Doppelbalken, einer ist am Stück montiert also ca 3650 lang und in der Mitte ging früher nochmals ein Balken nach oben ( wahrscheinlich war der von dem alten Dach ) dieser wurde aber abgeschnitten von dieser Mitte gehen nochmals ein Balken nach links oder rechts. Diese Balken sind auch schon Fast Erde an den Auflagepunkten . Aber schon mal Danke für ihren Tipp. :-)



Balkenbemessung



Ich vermute, der 420 cm lange Balken hat eine lichte,zu überbrückende Spannweite von 320 cm, wenn er auf einer 100 cm langen Mauer aufliegt.
Der andere 365 cm lange Träger hätte eine lichte Spannweite von 285 cm.
Wie groß ist das Auflager auf der anderen Seite? wird das addiert oder ist das noch abzuziehen?
Oder habe ich etwas übersehen?

Wie dick waren die vorher verbauten Holzbalken?
Warum nicht dieselbe Stärke wieder benutzen?
Balken wurden früher überdimensioniert.

Ich würde, wenn jetzt alles feuchtetechnisch saniert ist wieder Holzträger verwenden, die auch vorteilhafter für Befestigungen sind.

Gibt's Fotos der Situation?
Welcher Fußbodenaufbau ist vorgesehen?

Zimmerleute haben auch Stahlträger in ihrer Statiksoftware, sodass Holz- und Stahl leicht alternativ gerechnet werden kann.

Andreas Teich



Fotos am 2 Tag des Besitzens



Ich lade mal Fotos von den ersten Tagen hoch dort ist auch ein Deckenbalken zuerkennen als er noch unterstützt war. Ich hoffe alle anderen Fotos sind im Profil von mir bitte dort mal nachschauen. Jetzt auch nochmals etwas genauer : Balken 1 mit der Länge 4200 liegt auf der einen Seite mit ca 70 cm auf und auf der anderen mit ca 40 . Der 3560 liegt auf einer sEite mit ca 35 cm auf und auf der anderen Seite mit ca 26 cm . Die Außenmauer wurde durch eine neue Kalksandsteinmauer ersetzt mit 3df Steinen mit 17,5 bis zu den Ringbalken ( ich glaube so heißen die ) . Die alten Balken wo die Deckenbalkenbalken Auflagen habe ich leider nicht mehr gemessen waren aber dünner als die neue Mauer. Fußboden bleibt erst mal so wie er ist die alte Mauer bzw. Balken waren mit Ziegeln 11,5 gemauert dicker waren die Balken aber auch nicht . Dort sind neue Balken verbaut wurden diese liegen auf den Alten Balken . Aber die Hautbalken müssen halt neu könnte Morgen auch mal neue Fotos erstellen falls es jemanden interessiert.



Fachwerksanierung



Ehrlich gesagt komme ich weder mit der Situationsbeschreibung noch mit den Fotos klar.
Das einzige was ich in dem apokalyptischen Chaos identifizieren kann ist eine Baustütze.
In der Beschreibung fällt mir die Tiefe der Auflager auf. Normalerweise werden solche Elemente als statisch bestimmte Systeme gelenkig aufgelagert, mit Los- und Festlager. Die Auflagertiefen dafür betragen 10 bis 20 Zentimeter. Größere Auflagertiefen rufen Einspannmomente und damit unnötigerweise statisch unbestimmte Systeme hervor.
Bei einer Einspanntiefe von etwa einem Meter ist das einmal Materialverschwendung, dann unnötige Erschwernis bei der Montage und dann auch noch unnötiger Rechenaufwand beim Tragfähigkeitsnachweis. Solche Einspanntiefen findet man bei Kragträgern, nicht bei Unterzügen.
Neue Wände, Ringanker, Unterzüge- das klingt nach einem praktisch neuem Erdgeschoss mit einer umfangreichen statischen Dokumentation, Prüfstatiker, einer Fachfirma für die Ausführung und einer professionellen Baubetreuung/Bauüberwachung einschließlich Sicherheitsbeauftragtem.
Deshalb komme ich mit der Fragestellung und der Situationsdarstellung nicht klar.



Kaputtsaniert



Das hört sich nach zwei mal kaputtsaniert an. Bei der Sanierung eines Fachwerkhauses nicht an einen Zimmermann zu denken ist für die Konstruktion fatal, aber wenn nichts mehr zu retten war ist das halt so. Ich wünsche mehr Erfolg bei der Sanierung, die, wenn ich ihre Erklärungen richtig deute, mit Fachwerk nichts zu tun haben soll.

Viel Erfolg

Herbert