Stahlplatten als Trittschalldämmung

29.01.2011



Hallo Forums-Mitglieder,

ich möchte den Trittschall einer Holzbalkendecke aus den 30er Jahren verbessern. Dazu stelle ich mir folgenden Aufbau vor (von unten nach oben):

Schilfrohrdecke (alt)
Holzbalken (mit Schlackenschüttung) (alt)
Dielen (alt)
neu (zusätzlich):
5mm Stahlplatten (verklebt, 40kg pro qm)
4mm Holzfaserplatten (z.B. Pavastep)
12mm OSB-Platten (schwimmend verlegt)
2,5mm Linoleum

Die Statik würde das Gewicht der Stahlplatten noch erlauben. Mehr die entstehenden Kosten und mögliche bauphysikalische Probleme bereiten mir Sorgen. Bringt das zusätzliche Gewicht sehr viel Schallverbesserung? Erziele ich das gleiche Ergebnis wie mit 40kg Sandschüttung?

Vielen Dank für alle möglichen Hinweise



Fußboden- Trittschallverbesserung



Um was für einen Raum handelt es sich? Ist beheizter Raum darunter? Das System FloorTD könnte vielleicht eine einfache und Schallmindernde Alternative sein.



Hmm...



... dass ich noch nie etwas von Stahlplatten zur Verbesserung der Trittschalldämmung gehört habe, macht mich etwas stutzig. Warum setzt Du nicht konventionelle Lösungen wie eben Schüttungen ein?

Ok, dass jetzt schon x mal FloorTD als Lösung von J. Ziegler (und nur von ihm) angepriesen wurde, ist auch nicht grade ein Grund, das bei unserem Haus einzusetzen...

Dirk



Das wird...



ja kein Schlachtschiff, verzichten Sie auf die Panzerung. Kein Mensch legt Stahlplatten auf den Boden.

Sie sollten, wenn's denn wirklich zu laut ist, die alten Dielen entfernen, und im Balkenzwischenraum (bislang offenbar ein herrlicher Resonanzkörper) etwas tun:

Einschub tieferlegen, Rieselschutz, Auslegen mit Gehwegplatten, Ziegeln, Lehmziegeln..., Auffüllen mit Blähton (Liapor etc) oder trocknem Waschkies. Darauf dann eine 25er OSB oder MFP-Platte, und das Linoleum (ich würde freilich eine Dielung bringen, statt Platten.

Das ist jetzt noch kein entkoppelter Aufbau, ist aber im EFH i.d.R. verzichtbar.

Grüße

Thomas



Gelesen



schon... aber in einer mäßig zuverlässigen Quelle. Knaurs Handwerksbuch von 1958 empfiehlt als Sanierungsmaßnahme Bleiplatten um die Masse des Bodenaufbaus zu erhöhen.
Nur mal so zum Amüsement...



Blei im Einschub...



...ist ja zu heutigen Rohstoffpreisen fast wie der versteckte Notgroschen. Hab' leider noch keine Bleimine unter der Dielung gefunden.

Grüße

Thomas



Bezweifle



auch, daß das in der Realität oft gemacht wurde ;-)



laut Statik war eine Lehmfüllung mit ca. 170kg geplant,



wenn das tatsächlich so ausgeführt wurde, werde ich außer einer Holzfaserplatte und einer OSB-Platte nichts weiter machen. Hoffentlich reicht es.

Vielen Dank für die Antworten

Lars



Stahlplatten



verbessern richtig eingebaut den Luftschall, aber nicht den Trittschall, zumal Stahlplatten nicht nur bauphysikalisch die denkbar ungüstigste Lösung für diesen Einsatzbereich sind.

Sie sind ja schon auf dem richtigen Weg, Holzweichfaserplatte und OSB-Platte mehr nicht.

Grüse Thomas