Mindeststärke Hinterlüftung

30.05.2006



Hallo zusammen,

hab mal eine wahrscheinlich für Euch sehr einfach zu beantwortende Frage. Für unser Haus ist aussen eine hinterbelüftete Fassade aus Kiefernpaneelen vorgesehen. Die Hinterbelüftete Ebene wurde mit 2 x 22m Sparlatten vorgesehen. Aktuell überlege ich noch, ob ich evtl. am inneren Aufbau der Wand etwas ändere, wozu ich aber auf eine der beiden Latten verzichten müsste. Reichen die dann übrig gebliebenen 22mm (sind eigentlich eher 25-28mm) für eine ausreichende Hinterlüftung?

viele Grüße


Maik Koster



Mindeststärke Hinterlüftung



Hallo Herr Koster
Das Problem ist nicht die Mindeststärke, sonder der Wegfall der Konterlattung. Mit dem Anbringen nur einer Lattenreihe teilen sie die große Fläche in mehrere kleine Streifen auf. In diesen Streifen kann die Luft nur intern zirkulieren. Also nicht von Streifen zu Streifen. Durch das Anbringen der Konterlattung verbinden Sie diese schmalen Steifen miteinander so das sie auch quer zur ersten Lattung einen Luftaustausch haben und somit die Fläche ausgleichend belüften.
MFG
Jürgen Weiss



Dämmebene



Erstens wäre hier doch noch die Frage zu klären, welche Dämmung und in welcher Stärke wurde aufgebracht?
Auf welche Untergründe, bei welcher Wandstärke?
Gibt es eine fundierte Wärmedurchgangsberechnung für den ausgeführten Aufbau?
Usw. usw.
Erst wenn wir diese Dinge kennen, kann man weitere Aussagen treffen!

Grob definiert kann man sagen, daß es stets eine Konterlattung sein sollte, so wie Herr Weiss bereits erörterte.
Dieser Lüftungsraum bedarf egentlich einer mind. Stärke von ca. 50 mm.

Grüße Udo





Stimmt, das mit der Querlüftung hatte ich bisher noch nicht bedacht.

Also erst mal der Wandaufbau von innen nach aussen:

95mm Blockbohlen (Kiefer)
145mm Ständerwerk zum tragen der Dämmung aus Thermohanf
12mm Windschutzplatte
2x22mm Sparlattung
19mm Verschalung aus Kiefernpaneelen

Aktuell überlege ich nur, ob es Sinn machen würde, auf das Ständerwerk noch eine Querverlattung von ca. 40mm draufzumachen und noch mal mit Dämmung auszufachen. Aus Laiensicht würde dies die Punkte, an denen das schlechter dämmende Holz von Innen direkt bis nach aussen durchgeht (Sind ja dann nichts anderes als Wärmebrücken) auf die Kreuzpunkte. Da diese Querverlattung dann aber parallel zur Konterlattung für die Schalung wäre, habe ich halt überlegt, ob man diese nicht einfach weglässt.



Innenseitig...



...keine Winddichtungsebene?

Baupapiere oder ähnliches?
Was ist das für eine "Windschutzplatte"?

Grüße Udo





Also zwischen Blockbohle und Ständerwerk steckt natürlich noch ein Windschutzpapier. Hatte ich vergessen zu erwähnen.

Die Windschutzplatten sind latexvergütete Holzfaserplatten.