Womit soll ich die Gefache ausmauern um eine gute Dämmung zu erreichen?

29.05.2009



Hallo zusammen!

Ich habe zwar kein echtes Fachwerkhaus, aber ein schönes altes Haus mit Fachwerkelementen (Veranda, Erker, Giebel). Die Veranda ist sanierungsbedürftig, da die Schwelle ziemlich morsch ist und ein Ständer fehlt (Wetterseite). Ich möchte die Schwelle austauschen und einen neuen Ständer einbauen.
Jetzt zu meiner Frage: Womit mauere ich die Gefache am sinnvollsten aus? Wichtig ist mir eine gute Wärmedämmung (U-Wert nicht schlechter als 0,6 bei max. 20 cm Wandstärke). Ich dachte an eine Ausmauerung mit Porenbetonsteinen, auch wenn hier im Forum davon abgeraten wird. Oder sollte ich lieber einen Aufbau wie bei einem Fertighaus wählen (verputzte Holzfaserplatte in den Gefachen mit Dämmung dahinter und von innen OSB)? Kann mir jemand einen geeigneten Wandaufbau empfehlen. Wichtig ist mir die Wärmedämmung, da die Veranda im Winter sehr ungemütlich kalt ist, ich aber nach der Sanierung ein Gäste-WC mit Dusche einbauen möchte.

Vielen Dank schonmal im Voraus!



Denkbar wäre das ausmauern der Ständer



mit Lehm oder Ziegel und dann eine Innendämmung aus Calziumsilikatplatten, Holzweichfaserplatten, ...
Vorther sollte aber geklärt sein, warum die Schwelle so stark geschädigt wurde. ich die Wand hinterher immer noch feucht, kann eine Innendämmung nicht aufgebracht werden. Die Feuchtequelle muss also zu erst abgestellt werden.
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Ich würde eine andere Lösung bevorzugen: Eine Außendämmung mit einer Lärchenholzschalung sieht bei einem solchen Erker ebenfalls gut aus. Damit habe ich dann die bessere bauphysikalische Lösung. Wenn ich es dann möchte, kann das Fachwerk innen sichtbar bleiben.
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Die einzuhaltende Forderung der EnEv für die Sanierung einzelner Außenbauteile ich nicht 0,6 W/m²K sondern <= 0,45 bzw. 0,35 W/m²K je nach Ausführung.
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Die Fa. Unger Diffutherm bietet eine Lösung für Dämmungen im Gefach an, Informationen unter www.unger-diffutherm.de. Wirklich überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Allerdings glaube ich, das die Holzweichfaserplatte eines der wenigen Materialien ist, mit dem es funktionieren könnte. Aus meiner Sicht bleibt es aber ein kleines Experiment.
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Die Knackpunkte bei einer solchen Aktion liegen wie immer im Detail, aus diesem Grunde rate ich, dass sie sich fachliche Hilfe hinzu ziehen. Eine gute Adresse wäre ein Ingenieur oder Architekt mit einer baubiologischen Grundausrichtung. (www.baubiologie.de)