Spritzbewurf auf Sandstein-Innenwand ....

07.11.2015 Benno1982



Hallo ZUSAMMEN,

hat jemand von Euch Ahnung/Erfahrung ob der Vorspitzmörtel für einen späteren Kalkputz unbedingt ein WTA-Vorspritzmörtel sein muss.

Die betroffenen Wände befinden sich im 1. OG und haben auch kein Feuchteproblem.
Es war für 20 Jahre ein Gipsputz drauf und der hebte wie Hölle.
Habe jetzt noch Reste drauf hängen die nicht so einfach weggehen.


Würde halt nur gerne wissen ob es auch ein Standard-Spritzbewurf tut, oder sogar die klassische Mischung Rheinsand und Zement.

Habe heut mal aus Spaß einen Zementmörtel dünn angrührt und dran geschmissen.
Mal abwarten..

Danke und Gruß



Innenputz



Keinen Zementputz auf Gipsputz!
Entweder alles runter oder mit Kalkputz oder Kalkgipsputz zweilagig arbeiten. Was ist die Ursache von der Ablösung des alten Putzes?



Wechsel von Gips auf Kalk



...der alte Putz löste sich überhaupt nicht ab.
Er war sehr fest, zumindest an den Stellen wo mal mit Gipsputz verputzt wurde.

An den Stellen wo noch Sand/Kalk verarbeitet wurde, gab es einige Hohlstellen.

Ich wollte eigentlich alles runter machen, weil ich alles mit Kalkputz Verputzen wollte bzw. will.

Nun habe ich den blanken Sandstein vor mir und bin mir nicht zu 100% sicher was ich drauf machen soll.

Für den Kalkputz muss ich vorspritzen, dazu muss der Gips ja anscheinend KOMPLETT runter.

Wobei man doch eigentlich nur bei glatten/nicht saugenden Untergründen vorspritzt ??!!
Der Sandstein saugt doch super, wieso wollen alle Gipser die ich frage, den öden Spritzbewurf haben ?

Was spricht gegen einen Tiefengrund und dem anschließendem direkten verputzen mit reinem Kalkputz ?

Es handelt sich um das 1.OG, wo der Sandstein nicht feucht werden kann, zu mal ja alles zweischichtig gemauert wurde.

Laut Wasserwaage muss ich auf 2m Länge 7cm mit dem Putz die Wände ausgleichen ?

Echt schwierige Sache......



Innenputz



Wenn es um Innenputz geht muß man nicht zweilagig puzen, das ist nur erforderlich um größere Unebenheiten auszugleichen. Das geht mit Dämm- bzw. Kalkleichtputzen sogar einlagig sehr gut, vorausgesetzt die Haftung stimmt. Da muß man im Einzelfall mit einem Kalkzement als Untergrund nachhelfen.
Tiefengrund ist überflüssig.
Man kann in einem alten Haus sicher auch mit krummen Wänden leben. Putze sind nicht dafür da, solche großen Unterschiede auszugleichen.
Wenn der Gips fest ist reicht es auch den fehlenden Kalkputz mit Gips- Gipskalk- oder Kalkputz zu ergänzen und die gesamte Fläche danach zu spachteln.
Wenn Sie unbedingt sauglatte, gerade Innenwände haben wollen geht das schneller und sauberer mit Trockenputz. Gipskartonplatten werden mit Ansetzbinder direkt auf die Wand geklebt. Falls größere Unterschiede wie 1 cm bestehen kann man die vorher mit geklebten Lehren ausgleichen.





Hatte auch schon an Trockenputz gedacht.
Nur liest man überall, dass Sandstein nicht mit Gips verputz/beplankt werden soll.

Ebenso soll man keinen Zement auf die Steine bringen,
weil der Zement zu hart ist und den Sandstein schädigen kann...oder so ähnlich.

Hatte urpsünglich mal an eine hinterlüftete Vorsatzschale mit Fermacell gedacht.

Der Vorteil von dem klassichen Putz wäre halt der Nebeneffekt, dass die Fugen wieder ausgefüllt sind.

Mit Trockenputz oder Vorsatzschale, müsste ich vorab alles verfugen, dann kann ich auch gleich verputzen.

Ist das Thema Sandstein wirklich soooo kompliziert, oder bezieht sich die ganze Theatralik nur auf Feuchte Wände ?

Beim Nachfugen, hört man ja auch immer was anderes.
Der eine sagt, nur mit Kalkmörtel nach fugen, der andere mit Trass-Kalk-Mörtel.

Ich hätte einfach die Fugen mit der Gartenspritze nass gemacht und mit Trasszementmörtel nachgefugt/nachgeschmissen. Zur besseren Haftung hätte ich noch eine Keller Armierungsmörtel dazu gemacht.
.....scheint ja aber auch falsch zu sein......

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Ich selbst bin Fliesenlegermeister, und kenne mich eigentlich gut aus.
Wir haben in Badsanierungen öfters mal Sandstein-Außenwände.

Die verkleiden wir aus Zeitmangel immer mit GKBi(Ansetztbinder) oder Hartschaumträgerplatten (Fliesenkleber) für das spätere befliesen.
Grundierung erfolgt immer mit Tiefgrund !

Das macht mein Vater (ebenfalls Fliesenlegermeister) schon 20 Jahre so, und es ist noch nie etwas in der Art passiert, wie das was passieren soll laut Internet und Co.

Mein Beruf bringt leider die Krankkheit mit, alles 100% lotrecht usw. haben zu wollen.
Von daher müssen die Wände später perfekt sein.



Innenputz



VORAB:
Ich hatte immer erwähnt das sich meine Hinweise auf INNENWÄNDE beziehen. Bei Außenwänden ist die Problemstellung viel komplexer und nicht vergleichbar.

"Hatte auch schon an Trockenputz gedacht.
Nur liest man überall, dass Sandstein nicht mit Gips verputzt/beplankt werden soll."
Quatsch. Ihr Gipsputz hält bombenfest, warum nicht auch Ansetzbinder. Problematisch wird es IMMER wenn Feuchte im Spiel ist. Das es kein Feuchteproblem gibt haben Sie selber geschrieben.

"Ebenso soll man keinen Zement auf die Steine bringen,
weil der Zement zu hart ist und den Sandstein schädigen kann...oder so ähnlich."
Quatsch. Trockene Sandsteine sind in der Regel härter als jeder Zementputz und ohne Feuchte kein Salztransport.

"Mit Trockenputz oder Vorsatzschale, müsste ich vorab alles verfugen, dann kann ich auch gleich verputzen."
Quatsch. Wenn Sie durch die Fugen durchgucken können ja, sonst nicht.

"Ist das Thema Sandstein wirklich soooo kompliziert, oder bezieht sich die ganze Theatralik nur auf feuchte Wände ?"
Ja.

"Beim Nachfugen, hört man ja auch immer was anderes.
Der eine sagt, nur mit Kalkmörtel nach fugen, der andere mit Trass-Kalk-Mörtel."
Scheißegal, beides geht an Innenwänden.

" Zur besseren Haftung hätte ich noch eine Keller Armierungsmörtel dazu gemacht.
.....scheint ja aber auch falsch zu sein......"
Das gehört nicht in einen Verfugmörtel.





Hallo,

also ist es doch gar nicht so kompliziert mit dem Sandstein...zumindest im Innenbereich... Das beruhigt mich.
Feucht können die Wände nicht werden, wie gesagt 1.OG.
Wird alles auf FBH umgestellt, von daher auch keine Probleme mit kalten Ecken oder ähnlichem.

Dann haben wohl manche Forumsbesucher nicht richtig gelesen, bei anderen Fragestellungen von mir, und haben Ihre Ratschläge auf Außenwände/feuchte Wände bezogen.

Gut, dass es mir doch komisch vorkam und ich nochmal nachgefragt habe.

Durch die Fugen kann man keines Wegs durchschauen.
Da bröselt nur die die ersten 1-2cm der alte Mörtel raus.

Die Innenwand/Innenschale hat auch so gut wie keine Belastung,
da die Aufstockung mit 24cm Außenwänden ausschließlich auf der äußeren Schale erfolgte.

Ich werden morgen mal ein/zwei Bilder reinstellen,
wie aktuell die Wände aussehen.

Bis dahin vielen Dank, Herr Böttcher



doch noch schnell die Bilder ....



Bild 1



Bild 2



...



Bild 3



...



Muss es sein, dass die Fenster so eingebaut werden ??



Wird schon irgend wie gehen.
Entspricht die den Regeln der Technik oder nach welchen Normen wird dies so ausgeführt?
@ Nur kurz zum Verputz - bewundernswert wie viel Zeit sich Herr Bötcher nimmt um einiges klarzustellen.
Die Geduld und die Zeit möchte ich auch einmal aufbringen.



Bitte nicht an den Fenstern stören...



... es geht mir nur um den Verputz.

Ich weiß, dass hier Dichtbänder usw. rein sollten.

Mein Fensterbauer meinte, dass dies unnötig sei.
Gehen wir darauf bitte nicht näher ein.

Hier gibt es wie sonst, geteilte Meinungen !

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Ich störe mich auch nicht an den Fenstern, sondern..



..an den Fachleuten die so etwas einbauen. Aber auch an Bauherrn die so etwas mit sich machen lassen.
Das darf doch nicht wahr sein.
Wenn jemand solch ein Murks nicht stört, ja warum sollte man sich dann um Qualität an anderer Stelle kümmern?
Warum machen sich einige Menschen Gedanken wie so etwas fehlerfrei hergestellt werden kann?