Spreu als Dämmschicht ?

01.02.2008



Hallo Fachleute,
wir haben in unserem Fachwerkhaus den Boden im 1. OG geöffnet. dort fanden wir (neben einem Rattenskelett) die Balkenzwischenräume mit Spreu gedämmt. wir wissen noch nicht, wie wir die Zwischenräume dämmen sollen, überlegen uns aber, in wie weit wir die gut erhaltene Spreu wieder einarbeiten können. Was sind Vor/Nachteile und wie sollte die Spreu wieder eingebracht werden, wenn überhaupt?
wir wollen das Dach des Hauses dämmen, ist es dann überhaupt nötig, dass wir die Zwischendecke aufwendig füllen? Freu mich auf eure Erfahrungen.
Gruß Klaus



Fundsache!



Die Fundsache sollte doch zu Überlegungen verhelfen.
Die Spreu bestenfalls im Garten ausbringen bzw. Komposthaufen befüttern.

Der neuerliche Dämmeinbau sollte ganz einfach mit einer Zellulosedämmung erfolgen.

Grüße Udo



Zellulose-Nestbaumaterial



Hallo, die entschlafene Ratte halte ich für kein Indiz einer ungeeigneten Dämmung. Die findet man überall, auch im Mauerwerk. In einer Zellulosedämmung habe ich selber einmal eine schöne Mäusewohnung zerstört, bestehensd aus einem Tunnelsystem in dieser Watte, mit Nestern und Komposttoilette. Geht in der Zellulose ja auch gut, da sie ja hervorragend zusammenhält und nicht zurückrieselt wie irgentwelche Schüttungen. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Mumifizierung



Ich kenne auch diese Sachverhalte, doch nach gewisser Zeit tritt Mumifizierung ein.
Der hohe Borsalzgehalt führt dazu.

Natürlich können Mäuse in jedweder Dämmung sich einnisten.
Ob MiWo, Styropore, Hobelspäne, Zellulose, etc..


Grüße Udo



Resteverwertung vergangener Zeiten



Die Spreu bietet auch weiterhin Tierchen und Pilzen Futter, ist in keiner Weise behandelt, auch ich votiere für den Komposthaufen. Nicht alles, was früher gemacht wurde, sollte wiederholt werden.

Wärmedämmung ist zwischen 2 beheizten Stockwerken überflüssig. Schalldämmung bietet die Spreu sowieso kaum. Eigendlich sollte mehr Masse zwischen die Balken, z.B. Grünlinge, abgezogen mit Liapor. Rieselschutz (diffusionsoffen)darunter nicht vergessen.

Grüße

Thomas



Was habt ihr denn für Komposthäufen?



Allein aus meiner Decke zwischen OG und DG habe ich zwischen vier und fünf Kubikmeter rausgeschaufelt :-).
Wie die Vorredner schon sagten, was wollt ihr denn? Ist zu einem Kaltraum hin und soll dämmen, braucht ihr Schallschutz? Wenn das klar ist, wird sich eine Lösung finden, aber ich würde den alten Mist in jedem Falle rausschippen. Bei mir kamen auf 5 Spreukörner eine Mäusekacke. Widerlich.

Gruß Patrick.

P.S.: Nachdem das Spreu raus war, hat es schrecklich nach "Mäusepippi" gestunken. Also mußten die 3 Tonnen Lehm/Strohgemisch auch noch raus, und das aus dem 2 Stock. Fassade war fertig und Gerüst war weg. Deshalb viel die "Fallrohrlösung" flach. Der Patrick ist dann mit Eimern gelaufen....



Masse zwischen die Balken



Verstehe ich euch also recht, Wäredämmung ist an dieser Stelle nicht nötig? Mehr Schalldämmung mit Masse!
Problem mit der Masse ist aber, dass die Decke wohl nicht so stabiel ist, dass ich da viel reinfüllen kann.
Was sind Grünlinge, abgezogen mit Liapor?
Was soll ich mit der Spreu machen welche ich nicht entfernen muss, z.B. bei anderen Räumem bei welchen ich nicht den Boden herrausnehmen muss? soll ich den trotzdem öffenen oder alles so lassen wie es ist?
Unter dem UG ist ein Gewölbekeller. Dort waren bis jetze nur Sandstein splitter dazwischen und das nicht wenig.
Was soll ich dort dazwischen machen, auch in Bezug auf Feuchtigkeit vom Keller her?



Grünlinge:



Nur selten zwitschern sie, überwiegend wird damit ein Ziegelrohling gemeint.

Liapor = Blähton.

Grüße

Thomas



Mit etwas Phantasie...



...sieht man die schwarzen Dinger. Bei mir waren es vielleicht etwas viel Mäuse, aber allein der Gedanke an die ganzen toten Viecher und deren Hinterlassenschaften machen mich froh, alles entfernt zu haben.

Gruß Patrick.