Lüftung und Spitzboden

01.12.2008



Seltsamerweise finde ich kein Infos mit einer ählichen Kostruktion wie ich. Die Dachschräge werden in DG jezt von innen gedämmt: Unterspannbahn(Solitex), HWFP, Hanf, DB+, Lattung, Heraklit BM. Jetzt, ab 2,20M fängt der Spitzboden an, unten mit Acryllack gestichenen Nut u. Feder Weichholz, dann Sperrholz, dann Balken. Keine Dampfsperre. Auf dem Spitzboden: keine Heizung, keine Lüftung, für Lagerzwecken (Ordner). Meine Fragen:
1. Spitzboden/Decke dämmen oder zwischen Sparren zu First hoch. (Die Dachtreppe ist sicher nicht dicht, und auch nicht gedämmt. Wäre evtl. zu verbessern. Aber ich bezweifle ob die ganze Decke so Luftdicht gemacht werden könnte, dass keine warme, Feuchte Luft hoch kommt.
2. Brauche ich eine Lüftung auf dem Spitzboden, wird das Papier feucht? Das alte Papier von der alten MWDämmung war feucht. Lag direkt an alte Delta Folie, die ich jetz entferne. Die neue Unterspannbahn wird, kann an den Sparren und First ziemlich gut geklebt werden, mit Anpresslatten. Dann auch DB darauf.



Hinterlüftung unter dem Ziegel...



ich gehe mal davon aus, dass Du für eine ausreichende Hinterlüftung zwischen Solitex und Ziegel gesorgt hast.

1. Variante:
Wenn du jetzt bis zur Spitze hoch dämmst, dann braucht es eine Entlüftung am First. Wenn das gelingt, dann würde ich bis zur Spitze gehen und damit den Spitzboden auch ein wenig staubfreier ausbilden.

2. Variante:
Wenn du das Kehlgebälk dämmst (also nicht bis oben):
Im Moment scheint sich viel feuchtwarme Luft im Spitzboden abzukühlen, die dann an der alten Delta kondensiert. Sie rauszunehmen ist richtig. Dadurch erreichst Du ja schon eine gewisse Querlüftung. Evtl. läßt sich das durch Öffnungen in der Giebelwand noch verbesseren, die man je nach Jahreszeit schließen oder öffnen kann. Durch die Wegnahme der Delta steigt dann der Staubanteil und die Gefahr von Flugschnee/Schlagregen. Ohne eine ausreichende Querlüftung geht diese 2. Variante nicht, da die Anschlüsse zwischen OG und Spitzboden nicht korrekt (Dachtreppe) ausgeführt werden können. Und selbst wenn es gelänge, brauchst Du dort im ungedämmten Spitzboden eine Entlüftung.

Langfristig würde ich die 1. Variante vorziehen und nach der Dämmung bis zur Spitze das Dach von außen optimieren, sobald eh was an den Ziegeln oder Ziegellattung erneuert werden muss.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Spitzboden Lüften



Vielen Dank Frank!
Bisher habe ich niemanden gefunden, dem ich trauen würde, die Hinterlüftung der Ziegel zu beurteilen. Ich habe für relativ viel Geld, 14 Lüfterziegel für meinen Frankfurter Pfannen gekauft, und baue sie Sparren für Sparren ein. An der Traufe habe ich nur die guten Bögen der Pfannen als Öffnung. Eine Konterlattung habe ich nicht. Reicht das, ist das was Du meinst?

Meinst Du eine Lüftung innerhalb oder außerhalb der durch USB + DB 'luftdichte Ebene'? Der First liegt zum größten Teil oben auf den Sparren oberhalb bzw. außerhalb von der Unterspannbahn. Ich habe überlegt, ob ich an dem einen Giebelende (Reihenhaus) die Holzverkleidung durchbohre als Lüftung dieses Bereiches, aber würde das nicht mehr Unterdruck im Spitzbodenbereich verursachen? Deswegen dein Vorschlag einer Lüftungsöffnug die man auch zumachen kann?

Und zur Idee Bodendämmung und ungedämmten Spitzbodenschrägen: würde die Querlüftung und unterschiedliche Feuchtigkeit und Temperaturen nicht den gelagerten Ordnern gefährden?

Wenn das Kehlgebalk schon gedämmt ist, (wahrscheinlich schwarzgefärbte MW wie auch sonst überall im Dach? Lieber raus, damit die Wärme den Spitzboden erwärmt und kondensation vermindert?
Sorry, vielleicht zu viel Fragen...
Grüße aus quadratisch, praktisch Waldenbuch



Hinterlüftung...



hallo Jan,

hier brennt was an...

Also die paar Lüfterziegel in den Ziegeln - ohne Konterlattung - das scheint mir zuwenig. Dazu noch Franfurter Pfanne, die ja nicht gerade einen hohen Kremper (Bögen)hat. Sollen sich mal Fachleute dazu äußern - aber mein Bauch sagt mir: das reicht nicht.

Es geht um eine ordentlich ausgebildete Hinterlüftungsebene zwischen der Unterspannbbahn (die zwingend dampfoffen sein muss - Solitex ist das) und Dachziegel.

Deine Beschreibungen vom First ist zu unklar.

Gerade weil Dir die Ordner wichtig sind, dachte ich, dass die komplette Dämmung, also die 1. Variante besser wäre.

Die alte Steinwolle wäre mir suspekt und ich würde sie entfernen: aber wichtig! - ich würde die nur über das Dach entfernen, d.h. nicht durch die Wohnräume entsorgen. Sonst kontaminierst Du über Jahre Deine Wohnräume mit den Bruchfasern.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Spitzboden Lüften



Nochmals Danke Frank!
Du wirst lachen aber ich habe 'Frangn' gegooglt!
Deine Bedenken bezüglich der Hinterlüftung der Ziegel nehme ich ernst und bleib daran einen Fachmann zu finden. Jedenfalls hat jetzt das Dach durch die Lüfterziegel überhaupt eine. Es fehlen noch die über und unter der Dachfenster. Später evtl. Firstziegel mit 'Lüfterfirst' ersetzen, oder ganz abdecken.
Wenn wir uns schon die Mühe gemacht haben, möchte ich sicher gehen, dass ich richtig verstanden habe. Das ist schwierig, da ich nicht immer weiß, von welcher der drei Variante Du redest.
1. Dämmung der Sparren zum First, dann DB+ darauf. Wie ich angefangen habe. Solitex als USB wird am Sparren entlang bis ca. 5cm oberhalb Firstbalken hochgeführt, dann runtergefaltet und an der Seite des Balkens festgeklebt mit Anpresslatte. Es bleibt einen Leerraum oberhalb des Balkens.
2. Ungedämmtes und super gelüftetes Dach ab Spitzboden, super gedämmte Decke zum Spitzboden, Decke/Treppentür als zweifelhafte Dampfsperre.
oder 3. Alles gedämmt.

Meinst Du mit 'komplette Dämmung' 1?
Und 'die MW nur übers Dach entfernen' verstehe leider gar nicht.
Ich vermute:
Also ich bleibe erstmal bei 1, und nimm die MW zwischen den Kehlbalken raus, lass sie ungedämmt, und tue was diffusionsoffenes auf die Kehlbalken drauf (statt die jetzigen Spannplatten und Gummimatten), stelle ein Hygrometer hoch, und wenn Kondensationsgefahr, bohre ich durch die Giebelwand (ist leider von außen mit Styropor gedämmt) durch und schließe einen kleinen 100mm Entlüfter mit Rückstauklappe an. Vielleicht in 5 Jahren sind die Nachbarn so weit, dass wir gemeinsam von außen abdecken und dämmen können. Sollen wir es so jetzt abschließen?



Balken, Sparren, Firstbalken ...



Hallo Jan, ich habe meine Antworten noch einmal abgeändert, damit sie hoffentlich klarer sind. Lese sie einfach noch mal durch. Hier noch ein paar Anmerkungen zu der Variante 1 die ich vorziehe. Diese Variante ist bei mir identisch mit dem was du als 3. schreibst (alles gedämmt). Ich zitiere hier die letzte Ausführung von Dir mit Anmerkungen:

Dämmung der Sparren zum First, dann DB+ darauf.

--> (Eigentlich müßte das mit der Solitex als erster Schritt genannt werden)

Wie ich angefangen habe. Solitex als USB wird am Sparren entlang bis ca. 5cm oberhalb Firstbalken hochgeführt, dann runtergefaltet und an der Seite des Balkens festgeklebt mit Anpresslatte.

---> Das wäre der erste Schritt. Hier die Frage, wie befestigtst Du die Solitex am Sparren? Mit "Balken" meinst Du doch den Firstbalken. Am Sparren wäre ja so eine Anpresslatte auch nicht verkehrt. Für eine Hinterlüftung ohne Konterlatte gibt es noch den Trick, eine etwas dickere Dachlatte vertikal in der Mitte des Sparrenfeldes auf die Dachlatten zu befestigen und erst dann die Solitex am Sparren befestigen. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Luftkanal.

Es bleibt einen Leerraum oberhalb des Balkens.

--> Die Solitex von Innen eingebracht ist eh nur der Versuch einer wasserführenden Schicht unter dem Dach. Jeder Sparren bleibt ein Risiko und das da "oberhalb des Balkens" eben auch - bis Ihr mal von Außen richtig ran könnt.

Grüße Frank



Spitzboden Lüften



Juhu!! Genau!!
Grüße und Dank.
Ian