Ungedämmten Spitzboden begehbar machen

13.05.2012



Hallo,

vorweg gesagt: Euer Forum ist wirklich klasse. Ich lese hier immer mal wieder nur so zum Zweck der "Weiterbildung".

Auf meine Frage habe ich jedoch noch keine Antwort gefunden. Wir möchten in einem Haus Baujahr 1967 den Spitzboden begehbar machen.

Der Aufbau der Decke zum Spitzboden ist von unten gesehen wie folgt:

Deckenputz, Zementfaserplatte, Holzbretter, eine Mischung aus Sägespänen und Zement zwischen den Kehlbalken, oben auf den Kehlbalken ist nichts mehr und der Spitzboden ist ungedämmt.

Da eine Dampfsperre unter den Kehlbalken nicht vorhanden ist und auch nicht nachträglich angebracht werden kann, müssen die geplanten Platten oder Bretter auf den Kehlbalken diffusionsoffen sein. Oder sehe ich das falsch?

Welche Materialien kommen da in Frage?

Schon mal Danke für Eure Bemühungen.



wie



wäre es mit Rauspunddielen, Stärke nach Abstand der Balkenlage.



Spitzboden



Tachchen,

Es ist immer richtig nach außen diffusionsoffen zu bauen. Bei Mehrschichtigen Aufbauten (wie scheinbar deine Decke zum Spitzboden) ist dies besonders wichtig.
Als grober Richtwert sollte der SD-Wert der Außenseite 5 mal offener (geringer) sein als Innen. Ein höheres Verhältnis ist natürlich besser.
Bei homogenen Wandaufbauten z.B. massive Ziegelwand oder Strohballenwände gibt es einen fixen SD-Wert des entsprechenden Materials. Hier muss nur bei den Putzflächen aufgepasst werden.
Ich denke das die Faserzementplatten einen recht hohen SD-Wert haben. Natürlich entscheidet hier die Verarbeitung dieser Platten wie hoch der SD-Wert der Deckenunterseite ist. Ich kenne den Dachboden natürlich nicht, im Zweifelsfall bietet sich an, eine unterlüftete Dielung zu bauen. Aufdoppeln der Kehlbalken/Hahnebalken evtl. Dämmung tauschen und darüber eine Dielung fertig.
Falls Notwendig Winddichtigkeit der Dämmebene beachtet!!



Spitzboden



....Jesus war`s



Genau genommen



war es laut Genesis ja Gott...vielleicht sollte man als Elektriker die Finger davon lassen ;)



könnte



es sein, das mit den Faserzementplatten die HWL-Platten gemeint sein .... anders kann ich mir den Deckeputz auf Holzschalung nicht erklären.
Weckle schreibt ja nichts von Zementfaserplatten. Das wären für mich die von HolzRichtergenannte Material.



Wenn die Gefache bis Oberkante



Kehlbalken gefüllt sind, kan man normale unbesäumte Bretter oder einen Rauhspund verwenden.
Eventuelle Hohlräume können mit Perlite wie ThermoFill aufgefüllt werden.

OSB-Platten und dergleichen würde ich in diesem Fall nicht verwenden.

Grüsse Thomas



Danke für Eure Antworten!



Was ich hier laienhaft als "Zementfaserplatte" bezeichnet habe, ist dann bei genauerer Betrachtung eine HWL-Platte.

Die Zwischenräume der Kehlbalken sind bis zur Oberkante mit dem Zement-Sägespäne-Gemisch gefüllt.

Aus Euren Antworten schließe ich, daß ich ganz normale Bretter bzw. Rauspund verwenden kann.

Nehme ich dann die grün imprägnierte Ware oder unbehandelte Bretter?

Noch eine Frage zu dem Zement-Sägespäne-Gemisch:

Kennt jemand den Dämmwert bei einer Materialstärke von circa 18cm?



Dämmwert Zementhobelspäne gemisch



Beim Boden reichen unbehandelte Bretter.

Den Dämmwert des Gemisches zu ermitteln gestaltet sich in sofern schwierig, da nicht klar ist wie hoch der Anteil an Zement und anderen Zuschlagstoffen wie z.B.Sand ist.
Daher wird das beurteilen ihres Dämmwertes nur ein sehr grober Schätzwert ohne Gewähr sein.
Es gab zwar vor einiger Zeit ein Gemisch aus Hobelspänen und Zement, bei dem der Zementanteil sehr gering war welches mit einer WLG von 055 angeben wurde, aber ich vermute sehr stark, dass man diesen Wert bei Ihnen nicht ansetzen kann.

Aber Sie dürfen sich diesbezügleich gerne bei uns melden.

Grüsse Thomas



Danke Euch allen



für die Antworten.

Ich werde dann die Rauspundlösung nehmen.

Gruß

Weckle