Feuchtestreifen am Kellerboden

15.07.2012



Hallo Leute,

da sich meine Frau hartnäckig weigert so'ne Themen am Sontag Nachmittag mit mir zu besprechen, müßt Ihr leider wieder mal dran glauben ... ;)!

Also! Zugehöriges Bild soll helfen die Sache verständlich zu machen. ... Wir befinden uns im Keller, der vom Voreigentümer - weil der WW-Speicher sonst nicht reingepaßt hätte - vermutlich mal "tiefergelegt" wurde. Jedenfalls scheint das, weil etwa zwei Steinreihen über Boden an manchen Stellen eine Dachpappeschicht zu erkennen ist. Zwei Reihen darüber gibt es nochmal eine Sperre.

Nun habe ich letzen Herbst um den Keller etwas aufzuhellen, und weil doch immer relativ hohe Luftfeuchte herrscht als Vorbeuge gegen Schimmel die Wände weiß gekalkt. Soweit sogut, nur hat sich nun im Laufe des Sommers unterhalb der 1.Sperre eine deutliche Verfärbung in's gelblich/braune gezeigt.

Somit darf man wohl mit entsprechender Feuchte in dieserm Bereich rechnen! Auf dem Foto kommt die Verfärbung durch den Blitz nicht so deutlich rüber. Die Wand fühlt sich unterhalb der Sperre deutlich kühler, aber nicht wirklich nass an. Wand ist von 1920 in Kalksandstein gemauert. Mörtel kann ich nicht genau sagen, aber es scheint Kalk zu sein.

Ich weiß nun nicht ob ich mir bei dem KS überhaupt Sorgen wegen möglicher Versalzung machen muß. Optisch siehts nicht besonders aus, aber ich möcht mir vor allem keine Schimmelprobleme einhandeln. Meine Idee war nun die Wandflächen entsprechend bis zur 1. Sperrebene ebenfalls mit Fliesen zu versehen, weil vielleicht hygienischer!? Ein Nachbar von mir meinte aber, daß ich damit evl. riskieren würde die Feuchte hoch in die Wand zu drücken. Ich halte das für Quatsch, bin aber auch kein Fachmann!

Wie ist Eure Meinung?
Danke + Grüße

Friedrich





... Hier noch ein zweites Bild von etwas weiter links ...



Wände,



die mit Fliesen belegt werden, können natürlich nicht austrocknen. Auch ein Putz behindert dies schon.
Wenn Du mit der Optik leben kannst - das scheint ja der Fall zu sein - dann laß es so! Dein NAchbar hat in etwa Recht ....

Anbei Foto aus einer sanierten Schule, wo man zu Gestaltungszwecken die alten Wände in kleinen Abschnitten sichtbar gelassen hat. Auf dem Putz und den Steinen ist minimaler Salzbelag zu erkennen (über dem Fliesensockel) - Ursache ist eine enorme Umweltbelastung aus früheren Jahrhunderten (Bergbau).
Salz muß bei Dir nicht kommen, wenn keins durchs Mauerwerk durchs Wasser nach "oben transportiert" wird, Lehmziegel können manchmal von Haus aus Salzbelastet sein.





Hallo Olaf,

danke für deine Antwort! Schätzt Du die Salzausblühungen auf deinem Foto wirklich als leicht ein? Für mich sieht das schon recht heftig aus. Freilich dem Naturstein wird dies nicht viel anhaben.

Meine Überlegung war nicht die ganze Wand zu fliesen/verputzen, sondern genau mit Höhe der 1. Horizontalsperre (1.5 Steinreihen über jetziger OK Fliesen zu enden. Die Sperre ist ja noch intakt, Feuchte sollte also doch eigentlich bei den heutigen kunsstoffvergüteten Fliesenklebern auf Grund evl. Unachtsamkeiten nicht um die Sperre herum geleitet werden können. Oder sehe ich das falsch? Somit würde ich die Warscheinlichkeit mindern, daß sich im Zusammenspiel mit Schmutzablagerungen an den feuchten Stellen Schimmel bildet. Die Wand ließe sich auch besser säubern. Frage wäre natürlich ggf. wie lange die Fleisen Kleben bleiben.

Gruß,
Friedrich



bei



einer Salzbelastung werden die wohl schneller wieder runterkommen, ich würde nicht (!) höher fliesen und den Bereich bei Badarf mittels Handfeger nur salzfrei halten (abkehren!) Dem WW-Speicher sind mögliche Verfärbungen doch eh egal !

(minimal - weil es nur ein Keller ist und es auch schlimmere Ausblühungen gibt - mis zu 3 cm starke Verkrustungen habe ich schon gesehen.)