Scheitholzheizung

27.02.2012



Hallo zusammen!
Vor anderthalb Jahren haben wir uns ein kleines Gehöft aus dem 18. Jahrhundert gekauft. Zuerst haben wir das alte bäuerliche Wohnhaus mit zwei Etagen à 55 qm entkernt, alles Alte erhalten aber wieder neu zusammengesetzt. Zu dem Zeitpunkt dachten wir bereits an den weiteren Ausbau von Stall (zum Atelier) und eines Teils der Scheune (zum Wohnhaus). Die exakten Ausmaße des weiteren Ausbaus waren zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, sodass wir bei der Dimensionierung der Heizung einen Schätzwert zugrunde legen mussten. So haben wir uns für einen 38KW-Scheitholzkessel (Fischer TX 38F) mit 3000 Liter Pufferspeicher entschieden. Nun haben wir mittlerweile den gesamten Stall und die gesamte Scheune ausgebaut, sodass sich die Gesamtfläche der 400 qm-Marke nähert. Da wir eigenes Holz verfeuern, das nicht unbedingt aus exakten Scheiten sondern mitunter aus verwundenem Holz besteht (sodass der Brennraum nicht satt gefüllt ist), kam der Kessel bei unserem Holzgut im nun zu Ende gehenden Winter an seine Grenzen: wir mussten mehr als einmal täglich Holzauflegen. Nun überlegen wir, den Scheitholzbrenner durch einen Kombikessel zu ersetzen, der automatisch anderes Brennmaterial nachholen kann, wenn das von usn aufgelegte Heizgut verfeuert ist und weiterer Wärmebedarf besteht. Das kommt für uns allerdings nur in Frage, wenn wir den nun 14 Monate alten Scheitholzkessel vernünftig verkaufen können. Der Brenner kostete Ende Dez. 2010 rund 9200 Euro (inkl. Mwst). Hat jemand Erfahrung ob man einen gebrauchte Kessel "absetzen" kann? Funktioniert hat er tatdellos, ist super verarbeitet, ... Wie gesagt: Es liegt nicht am Brenner, sondern an dem unvorgesehenerweise angewachsenen Fläche! Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.



Hallo Ulrich,



was ist denn so schlimm daran, wenn man mehrmals am Tag, bei einen so kalten Winter, auf den Ofen legen muß?

Ich habe auch einen Holzkessel mit 35 KW, allerdings von der Firma Rendl, und nur einen Pufferspeicher von 800 Liter, komme aber bei meinem Zweifamilienhaus gut über den Winter.
Muss manchmal 3x drauflegen, verfeuere überwiegend Holz aus Abbruch (verfaulte und kurze Stücke) und der Brennraum meines Ofens ist auch nie satt ausgefüllt.
Weil kurze Stücke eine größere Verbrennungsoberfläche haben, entsteht also mehr Hitze und das Haus wird schneller warm.
Ich denke mal, dass Dein Pufferspeicher zu groß ausgelegt ist, bzw. die Heizungssteuerung nicht optimal geregelt ist.

Grüße, Gerhard



Was ist, wenn man nicht kann ...



Vielen Dank Gerhard für die schnelle Antwort. Die Frage, was schlimm daran ist, wenn man bei extremen Temperaturen mehrmals Holz auflegen muss ist der springende Punkt: Was ist, wenn man im Winter mal zwei drei Tage weg will (z.B. über Silvester)? Was ist, wenn man ernsthaft krank wird? ... Und jünger werden wir auch nicht. Gewiss, wir haben noch einige Optimierungsmöglichkeiten (z.B. zusätzliche Entnahme von Wärme aus der Abluft im Kamin etc.). Doch wäre es für die weiteren Überlegungen dennoch interessant zu wissen, ob ein anderthalb Jahre alter hervorragender Brenner einen Markt hat. Danke für alle Antworten. Überhaupt ist diese Community prima!



Hallo Ulrich



um deine Frage zu benatworten wirst du den Kesel einfach mal bei ebay reinsetzen müssen. Wie soll das sonst funktionieren??
Und wenn ich so eine große Hütte habe, dann muss ich mir natürlich auch Gedanken machen, wie ich das Dingen warm kriege, wenn ich mal nicht da bin oder mal nicht heizen kann. Bei SV-Kesseln hilft da eine Heizpatrone im Pufferspeicher, die dann elektrisch heizen kann oder man hat noch eine alte Öl- oder Gasheizung da stehen. 3000 l -Puffervolumne sind bei einem 38 kw Kessel nicht zu viel. Das passt schon. Bei minus 20 Grad muss ich auch zweimal am tag anlegen, ist halt so. Sonst reicht mir einmal am Tag und über 10 Grad einmal in zwei Tag.

@Herrn Schobig : 35 kw kessel und 800l Pufferspeicher? das ist ja lächerlich wenig. Bafa-Förderung gibt/gab es immer erst ab einem Puffervolumen von ich glaube 75 l pro kw-Kesselleistung. Bei ihrem Kessel würde ich mindestens 2500 bis 3000 l Puffer dranhängen, sonst macht der Holzvergaser keinen Sinn.

VG J. Simon



Heizstab



wir haben in unseren Pufferspeicher einen Heizstab eingesetzt (7kw) für die Fälle längerer Abwesenheit im Winter!
Ausserdem haben wir optional einen Anschluss für einen Flüssiggasbrenner vorgesehen für den fall "wenn man nicht mehr kann"!
bis dahin verbrennen wir unser eigenes Scheitholz und ich muss auch mehrmals auflegen!
Wir haben für 240 m² einen Holzvergaserkessel mit 24 kw von Atmos und 2x 850l Pufferspeicher mit Solarunterstützung für Warmwasser!


Gruß aus Dortmund


Harald Vidrik



Nicht die Heizleistung,



sondern das Volumen des Brennraums ist für die Größe des Pufferspeichers entscheidend. Es sollte so sein, dass man mit einer vollen Ladung Heizgut den Speicher gut aufheizen kann. Wie oft dies nötig ist, hängt vom Wärmebedarf der Menschen ab, die in dem Haus wohnen. Wenn also der Ofen den Pufferspeicher mit einer Ladung gut versorgt, ist alles richtig. Ein größerer Puffer bringt dann keinen Komfortgewinn.
Eine Ersatzanschaffung ist finanziell mit großen Verlusten behaftet. Ich würde eher nach Ergänzungen suchen: Öl, Gas, Perlett, etc.
Ein Scheitholzkessel ist immer eine schlechte Lösung bei Abwesenheit, Krankheit oder auch nur bei Unlust.



Pufferspeicher



@ J.Simon

Leider ging kein größerer in den Keller.
Er reicht aber problemlos aus, das Haus über Nacht warm zu halten.
Er ist auch so geschaltet, dass erst der Heizkreislauf erwärmt wird und dann mit der überschüssigen Wärme der Speicher aufgeladen wird.

Viele Grüße, Gerhard



Hallo Gerhard,



das was sagts mag ja stimmen, wenn es nicht anders ging, dann ist es eben so. Dennoch wären zwei mal 800 l bei der kesselgröße natürlich bequemer. Kannst du denn nicht wezi Puffer nebeneinanmder stellen und parallel betreiben?

VG J. Simon



Hallo Joachim,



leider kein Platz vorhanden, macht ja auch nichts, da es funktioniert.

VG Gerhard