Heizen á la Konrad Fischer

07.12.2011



Servus Gemeinde,

wir haben in unserem aktuellen Wohnhaus einen Strahlungswärme-Heizversuch gestartet, insipriert u.a. von Konrad Fischer. Bisher hatten wir mittags bis abends den Feststoffkessel eingeheizt, das Haus aufgeheizt und dann das Feuer ausgehen lassen sowie die Umwälzpumpe ausgeschaltet. Am Morgen die Umwälzpumpe an und den Speicher leergeheizt etc. Also ein ständiger Temperaturwechsel. Auch gab es einige kleine Ecken mit Schimmel.

Nun wollten wir es wissen, ob man beim Durchheizen wirklich nicht mehr Heizenergie braucht.

Die Hausdaten: knappe 300 m² beiheizte Hausfläche incl Flur, im EG ungedämmte Natursteinwände 60cm +, im OG verputztes Fachwerk mit Naturstein/Lehmfüllung, tw. ersetzt durch Porenbetonstein-Mauern. Die Fenster sind aus unbehandeltem Lärchenholz mit Wärmeschutzglas 1,1 W.

Heizung: Holzvergaser-Kessel, Flachheizkörper und nur bei zu wenig Platz Radiatoren, ausgelegt auf 40° Vorlauftemperatur bei Dauerheizung. die Heizrohre verlaufen offfen am Sockel der Außenwand. Eine 50 m² Solarheizung mit 5000 l Speicher unterstützt die Heizung.

Wir heizen jetzt also durch. In den Schlafzimmern ist die Temperatur auf 16° eingeregelt, in den anderen Räumen auf 18° die großen Flure sind unbeheizt, kriegen jedoch die Wärme aus dem Heizraum und aus den bei 7 Personen immer wieder offenstehenden Zimmern mit. Die Bodentreppe mit Bretterverschlag und Tür ist nicht ganz dicht, das wird aber wegen der Lüftung bewusst so gelassen.


Ergebnisse bei Temperaturen um die 0°C:

-Die Temperatur wird als angenehm empfunden. Nur in den 16° warmen Räumen braucht man bei sitzender Tätigkeit einen Pullover.
-Erstaunlicherweise sind die Heizkörper sehr oft kalt. Das brachte am Anfang Irritationen und Diskussionen. Aber die Temperatur passte.
-In einer unbeheizten Ausweichtoilette kam die Frage auf, ob die Heizung an wäre, weil es so angenehm warm ist, auch bei offener Tür zum Flur. Das Thermostat war aber zu. Die Wärme kam anscheinend von zwei Wänden und einem Fußboden hin zu beheizten Räumen.
-Der Flur ist kaum kälter als der Rest des Hauses.
-Gewöhnungbedürftig war die Tatsache, dass man Handtücher nicht mehr an den Heizkörpern trocknen kann.
-Mittag wird angeheizt und am Abend wird das zweite und letzte Mal aufgelegt. Am nächsten Morgen ist der 1000 Liter-Speicher oben noch um die 70° warm, ähnlich wie wenn man die Umwälzpumpe ausschaltet.
-Aus dem Solarpuffer kann man auch noch mit 30° Vorlauf heizen, ohne dass die Temperatur merklich absinkt.
-Holzverbrauch: pro Tag ca. 0,1 m³ dünne Sägeschwarten (Nadelholz) aus der Rolle vom Sägewerk, entspricht ca 10 l Heizöl. (Preis pro m³ ca. 10 €)
- Jahresverbrauch hochgerechnet bei 100 Heiztagen (der Rest macht die Solaranlage) 10 Ster Schwartenholz. Bisher hatten wir je nach Winter 6-15 Ster Verbrauch, also kein nennenswerter Unterschied. Das entspricht einem Heizölequivalent von 3-4 Liter pro Jahr und m³ - im Altbau ohne Dämmung.

Fazit: Bis jetzt in der Übergangszeit sehr angenehm von allen, vor allem denen mit den Eisloch-Zimmern, die überhitzt werden mussten, dass man sich darn wohlfühlen konnte. Ein kalter Winter bleibt abzuwarten, bis man näheres sagen kann. K. Fischer hat anscheinend recht. Und man braucht nicht unbedingt Heizleisten für den Strahlungseffekt. Was den Schimmel betrifft, müssen wir den mal entfernen und die Stellen den Winter über beobachten.

Adé,

Johannes



Das Verdienst



gebührt nicht allein dem Herrn Fischer; als da wären noch die Herren Eisenschink, Ringlstetter, Meier uvm.

Ansonsten ist das Heizprinzip an sich schon uralt, wurde ja auch bei uns noch zu Zeiten von Ofenheizung und den ersten schweren wasserführenden Heizkörpern realisiert. Erst mit der Einführung der kleinen, leichten Konvektionsheizkörper kam das heutige Heizverhalten auf.
Auch das Heizleistenprinzip (=> base board heating) ist quasi schon ein alter Hut aus Amerika.

Aber schön, dass es mal wieder einen echten Erfahrungsbericht gibt. Die meisten sonstigen Statements pro oder contra sind ja eher ideologisch geprägt.



Hört sich ja interessant an!



Hallo Johannes,

das Ganze hört sich soweit ja ganz interessant an. Ich muß allerdings gestehen, dass ich mich mit dem "KF-Heizen" noch nicht auseinander gesetzt habe, demnach also wenig bis nicht´s davon weiß.

Was mir beim Lesen deines Bericht´s aber sofort in´s Auge stach ist das mehrmalige Erwähnen des "Mittags Einheizens".

Wenn das zu der "KF-Methode" gehört, dann ist das nicht´s für Berufstätige. Die sind Mittags in der Regel nicht zu Hause um Einzuheizen. Es sei denn, der Arbeitsplatz ist Daheim, was bei den wenigsten so sein wird.

Nachdenkliche Grüße
Martin

Nachtrag:
@Schwarzwild: Ich denke das heutige Heizverhalten hat nicht nur etwas mit den Heizkörpern zu tun, sondern eben mit der Tatsache der "Arbeitsstätten"-Verlagerung. Heutzutage arbeiten viele Menschen eben "Außwärts" und nicht daheim. Da fehlts einfach an der Möglichkeit mittags einheizen zu können.
Sollte das zum Prinzip gehören, würde ich es als nicht zeitgemäß bezeichnen. Auch wenn es Heizkosten sparen könnte (würde).



Vergleichszahlen.



...mal ein paar Vergleichszahlen aus meiner Hütte.

Johannes, du schreibst, bisher habt ihr 6-15 ster (=rm) Schwartenholz je Heizperiode verbraucht. Auf 300 qm.

Letztes Jahr bei mir: Vollfachwerk, Lehmausfachungen, keine Dämmung, 180 qm, 30 rm bestes Buchenholz. Jedoch keine Solarunterstützung. Übrigens ein in unserem Ort durchaus üblicher Verbrauch. Und wir wohnen nicht in der Arktis ;-)

Irgendwas mache ich wohl falsch. Verwende Holz mit besserem Heizwert, zahle dafür auch 70 Euro/rm und heize auch noch weniger Fläche.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit wie wenig viele Holzheizer auskommen. Ist es vielleicht doch die Bauart des Hauses die das bewirkt? Also weniger eine Frage des Heizverhaltens, oder der Dämmung? Oder macht´s da die Solarunterstützung?

Fragen über Fragen.

Gruß
Martin

P.S.: bei unseren örtlichen Sägern kostet ein Festmeter Schwartenholz, wenn ich mich recht entsinne so um die 90 Euro. Das ist hier kein Abfallprodukt mehr, sondern wird gern, in Eiche oder auch Fichte, für Zäune, Hochsitze, etc verwendet. Mit 10 Euro bist du gut dabei ;-)

Was willst du eigentlich einsparen? Ich glaub günstiger werden deine Heizkosten nur dann noch, wenn du eine Quelle auftust wo du das Holz geschenkt bekommst ;-)



Mittags einheizen...



... muss man ja nicht unbedingt sinnbildlich dahingehend sehen, dass mittags jemand, der physisch anwesend ist, Holzscheite nachlegt.

Es geht ja inhaltlich ums "Durchheizen". Die meisten Heizsysteme verfügen doch schon seit Jahrzehnten über diverse Temperatursteuerungssysteme, von einfachen analogen Zeitschaltuhren bis hin zu den derzeit gängigen Thermostaten und Außentemperaturfühlern, die entgegen den Einstellungen des Users oft eine befremdliche Eigendynamik entwickeln, die bei weitem nicht den angeblich angestrebten Zielen der Energieeinsparung dienlich ist.



@Schwarzwild



...so gesehen hast du natürlich Recht.

Da habe ich das "uralte" Heizprinzip einfach falsch verstanden ;-) Sorry!



An Schwarzwild wg. den "Erfindern" der Strahlungsheizung



Natürlich hast Du recht. Ich habe schon vor ca. 15 Jahren in einen 5-Mark-Buch aus dem Supermarkt darüber gelesen und aufgrund dieser Angaben die Rohre und die Plattenheizkörper an die Außenwand gemacht. Nur zum Dauern-Durchheizen ohne abschaltung und Nachtabsenkung haben wir uns nicht aufrafffen können, bzw. habens nicht geglaubt.

Nur dank der gebetsmühlenartigen Wiederholung von K. Fischer habe ich mich dann doch mal dran gemacht - mit erstaunlichem Erfolg.

Der Erfolg liegt wahrscheinlich darin, die massigen Speicherwände auf gleichbleibender Temperatur und damit gliechbliebender Wärmeabstrahlung zu halten. Es könnten die Mauern sogar noch etwas wärmer und trockener werden...Ich mach das erst seit 10 Tagen.

Adé,

Johannes



geiles Motto...



...übrigens. Und so wahr ;-) (Selbsterkenntnis meinerseits lässt grüßen)

Okay, du bist laut deinem Profil Hausmann. Da ist das Mittags-Einheizen nach "KF" wahrlich kein Problem.



an Martin Wittmar wg. Holzverbrauch



Woran liegt der niedrige Verbrauch? Hier ein paar Erklärungs-Versuche:

1. Fast würfelförmiger Wohnkubus, da die oberste Geschossdecke mit mehreren Holzschichten plus Isoflock gedämmt ist. 11 x 15 x 6 m. Also wenig Außenfläche zum Inhalt

2. 60-80cm dicke Wände in EG

3. nur 16-18° Wohntemperatur

4. Keine unnötige Lüfterei (das Meiste erledigen die Kids mit Tür auf/Tür zu und die zugige Bodentreppe

5. 50 qm Solarfläche können bei Vollsonne 40 KW auffangen - aber meistens sind es weniger, vor allem im Winter... aber von März bis Oktober brauchen wir nicht anzuschüren.

6. Niedrige Vorlauftemperaturen verhindern Luftverwirbelung und Wärmetransport zu kälteren Flächen. Geht aber nur, wenn die Flächen groß genug sind.

7. Niedrige Vorlauftemperatuen ermöglichen das Auslutschen der vorhandenen Speicher bis auf 20° runter - und ich habe 1000 + 5000 l (Anmerkung: Beim Auslutschen kann dann doch die Haus-Temperatur auf 16° absinken...)

8. Der Holzvergaserkessel hat einen Wirkungsgrad von knapp 90%.

Mittags einheizen tu ich deshalb, weil ich da grad mal von der Baustelle (Fachwerkexperimentalhaus) heimkomme und mich aufwärme und nach den Kids gucke. Aber der Kessel ist da seit 16 Std. nicht mehr nachgelegt worden. Das bedeutet einfach dass auch für eine Abwesenheit tagsüber genügend Puffer da ist.

Bis dann,

Johannes

9. Der bisherige Verbrauch hängt auch von unserer Faulheit und niedrigen Komfortansprüchen ab - manchmal haben wir nur den Küchenofen oder den Wohnzimmerofen ein paar Stunden angeschürt und in der Früh etwas gebibbert... aber jetzt wollen wir ja durchheizen...

10. Hartholz oder Weichholz - da dreh ich die Hand nicht um ... Rein kommt, was billig ist.


Schwartenbretter: Es gibt bei den Sägewerken 5 m lange Bündel, 70cm im Durchmesser, die kaufe ich. und da kommt jedes Graffel rein, auch Rinde dran und die dünnsten Spleiße. Also Low Quality - aber mein Kessel packt das seit 13 Jahren.



Sind in deinen...



...Verbrauchsberechnungen der Küchenofen und Wohnzimmerofen eingeschlossen (Punkt 9)? So wie es klinkt sind das wohl Einzelöfen?

zu 3: wär mir zu kalt. Ist vermutlich das Problem ;-)

Zu 4.: Lüfterei ist für ein Fachwerkhaus lebenswichtig, nicht unnötig. Meine Meinung.

Zu 8: Meiner auch!

Zu 10: ...davon hängt eigentlich auch der Wirkungsgrad der Heizanlage ab. Da zeigt mir bei Nadelholz die meinige wohl Schwachsinn an. Geht kaum über 84 %

Schwartenbretter: Ich weiß! Kostet bei uns aber das 9 fache. Ebenfalls "Low Quality" mit allem drum und dran. Wie sich das für Schwarten eben gehört!

Zahlen und Werte sind schön...wenn sie vergleichbar sind, oder?

Ich habe 2000 Liter Puffer, wie es gemäß den Förderrichtlinien vorgeschrieben ist. Weitere 1000 Liter würden gemäß Angebot des Heizungsbauers 900 Euro kosten. Um auf deine 6000 Liter zu kommen müsste ich also 3600 Euro investieren.

Wirtschaflich?



an Martin Wittmar wg. Holzverbrauch II



Meine Antworten auf Deine Anmerkungen jewiels nach >>>

...Verbrauchsberechnungen der Küchenofen und Wohnzimmerofen eingeschlossen (Punkt 9)? So wie es klinkt sind das wohl Einzelöfen?
>>> ja, die sind dabei und es sind Einzelöfen.

zu 3: wär mir zu kalt. Ist vermutlich das Problem ;-)
>>> kommt darauf an, wie schnell sich die Luft bewegt, oder wie hoch der Strahlungsanteil ist.

Zu 4.: Lüfterei ist für ein Fachwerkhaus lebenswichtig, nicht unnötig. Meine Meinung.

>>> Meine auch. Ich meinte unnötige Lüfterei, die über das nötige Maß hinausgeht. Natürlich Lüften wir morgens das dampfige Schlafzimmer und nach dem Kochen und Braten die aromatisierte Küche. Nur den Rest erledigen die Kids und die Bodentüre.

Zu 8: Meiner auch!

Zu 10: ...davon hängt eigentlich auch der Wirkungsgrad der Heizanlage ab. Da zeigt mir bei Nadelholz die meinige wohl Schwachsinn an. Geht kaum über 84 %
>>> Naja, da kann ich nicht mit reden. Ich habe meinen 1997 installiert. Da war er einer der ersten und hatte noch keinen Computer und Sonde.

Schwartenbretter: Ich weiß! Kostet bei uns aber das 9 fache. Ebenfalls "Low Quality" mit allem drum und dran. Wie sich das für Schwarten eben gehört!

Zahlen und Werte sind schön...wenn sie vergleichbar sind, oder?

Ich habe 2000 Liter Puffer, wie es gemäß den Förderrichtlinien vorgeschrieben ist. Weitere 1000 Liter würden gemäß Angebot des Heizungsbauers 900 Euro kosten. Um auf deine 6000 Liter zu kommen müsste ich also 3600 Euro investieren.
>>> Deine 2000 sollten reichen. Ich benutze beim Holzheizen nur den 1000er. Der 5000er ist für die Solaranlage. Sieht aber fast so aus, dass unser Haus/Heizkörperarrangement einfach wirklich wenig braucht, wenn der aufgeheizte Kessel die ganze Nacht durchhält.

Wirtschaftlich?
>>> Wirtschaftlich sind (auch laut Thilo Sarrazin) vor allem Norwegerpullover, auch in der Luxusausführung. Ein Pullover verringert die benötigte Temperatur um 2°, drei Pullover folglich um 6°....

Bis demnächst,

Johannes



Heiztechnik nach...



Eisenschinck, Fischer & Co:

Was ist das wesentliche?

-Keine Dämmung, sonder massive Wärmespeicher.
-Mitnutzung der solaren Einstrahlung (auch der indirekten, wenn und wo die Sonne nicht hinkommt) auf die Fassade.
-Hüllflächentemperierung, d. h. Erwärmung der Innenflächen de Außenwände des gesamten Hauses.
-Durch Verwendung von Fußheizleisten (Minikonvektoren nach Eisenschinck-Sancal) oder Strahlungleisten (Thermaskirt)oder reine Strahlungsplatten zusätzlich zu den offen an der Außenwand verlegten Heizrohren. Die Wandfläche werden erwärmt durch Strahlungswärme plus langsam an der Wand hochsteigende Warmluft. Die gesamte Wand strahlt dann Wärme in den Raum. Alle Flächen im Raum beginnen nach und nach, Wärme abzustrahlen. Viel Strahlungswärme, kaum Luftbewegung, auch niedrige Temperaturen werden werden als angenehm empfunden.
-In die Außenwand eingeputzte Heizflächen werden nicht empfohlen.
-Keine Nachtabsenkung, sondern gleichmäßige Temperierung.

Soweit mal. Hab ich was vergessen oder falsch gesagt?

Johannes



Ja, so in etwa



http://www.casa-reiser.de/HP/Gallery/Abu%20Simbel%20Tempel/wgc_media/photos/Abu%20001.jpg



Hallo Johannes,



also ganz nach KF geht es ja bei Dir nicht:

- Wärmeschutzverglasung ist z.B. nach KF eine unnötige Dämmmaßnahme.
- Das Obergeschß ist gedämmt (Isofloc)!
- Porenbeton enthält viel Luft und ist leicht. In Bezug auf massive Baustoffe eher auch ein Dämmstoff (min. 3-6 mal bessere Dämmung als massiver Ziegel)! KF und Porenbeton im Fachwerk - schwer vorstellbar!
- Wofür wird eine Solaranlage benötigt, wenn die Sonne eh schon die Wände und das Dach "temperieren" sollen?
Ob KF eine Solaranlage auf dem Dach gutheißen würde, weiß ich nicht. Meine Vermutung: ggf. befürchtet er eine "Verschattung" des Dachs - d.h., die Solaranlage bringt nur einen teilweisen Mehrertrag. Und die Isofloc-Dämmung wird irgendwann mal absaufen, weil durch die Solaranlage das Dach potentiell kälter wird und die Taugefahr steigt. (nicht meine Meinung)

18° in allen Räumen wären für die meisten sicherlich 2-3 Grad zu niedrig. Ist natürlich Geschmacksache.

Zum Verbrauch:
Was hat die Solaranlage denn in den 10 Tagen gebracht und wieviel kW bringt sie im Jahresdurchschnitt ?

Der Vergleich ziwschen Nachabsenkung und Durchheizen o.ä. macht m. E. nur Sinn, wenn man die Verbrauchszeiträume bzgl. der Außentemperatur auf eine Bezugsgröße setzt (Stichwort Jahresbereinigung). Ein Vergleich mit anderen Standorten macht auch nur wirklich Sinn, wenn die Standorte wiederum auf eine Bezugsgröße bereinigt werden (Stichwort: Standortbereinigung).

Meine Meinung:
Dein Haus ist kein Altbau ohne Dämmung!
Zumindest ist es teilweise gedämmt (Isofloc, Porenbeton, Wärmeschutzglas) und vertraut nicht allein auf die von KF und Kollegen vertretene Thesen des Solareintrags über die Außenmauern und ggf. über das Dach. Du setzt hochwerige Technik ein (Solarkollektoren/gr. Wärmespeicher), was z. B. ein Eisenschink wohl eher mißtrauisch beäugen würde.

Grüsse
Gerry



Hallo,



bin zwar kein Holzfachmann, jedoch verstehe ich die Angaben nicht soganz:
"..
-Holzverbrauch: pro Tag ca. 0,1 m³ dünne Sägeschwarten (Nadelholz) aus der Rolle vom Sägewerk, entspricht ca 10 l Heizöl. (Preis pro m³ ca. 10 €)
- Jahresverbrauch hochgerechnet bei 100 Heiztagen (der Rest macht die Solaranlage) 10 Ster Schwartenholz. Bisher hatten wir je nach Winter 6-15 Ster Verbrauch, also kein nennenswerter Unterschied. Das entspricht einem Heizölequivalent von 3-4 Liter pro Jahr und m³ - im Altbau ohne Dämmung."

1 Ster = 1 Raummeter Fichtenholz bringen um 160 l Heizölaquivalent (Sägeschwarten evtl. weniger?).
Bei 0,1 cbm wären dass evtl. 16 l?

6-15 Ster Fichtenholz wären etwa soviel wie 900 - 2400 l Heizölaquivalent. Die Spannbreite ist m. E. auch bei sehr unterschiedlichen Wintern relativ groß - oder ?

Grüsse
Gerry



Ach noch was,



bei Deinen günstigen Brennstoffkosten frage ich mich, warum da eine 50 qm Solaanlage auf dem Dach ist. Rein wirtschaftl. macht die doch gar keinen Sinn. Wenn man damit vielleicht 15 Ster /Jahr einsparen kann, wären das gerade mal 150,- €/Jahr.

Ob da KF mitgemacht hätte, würde ich bezweifeln.

Grüsse
Gerry



Hallo



ich verbrauche mit 160 m2 beiheizter WF mit einem HV und kleinem Grundofen die letzten drei Winter ca. 15- bis 18 m3 Bucheholz. Nicht mehr nicht weniger. Im Winter unter 10 Grad läuft die Heizung ständig weiter, so daß die Temp.regulierung nur über die Thermostate erfolgt.
Hier gilt es festzuhalten, daß wenn alle HK auf 2 stehen, also eine zirkulation des Heizwassers zulassen, das Raumklima angenehmer ist, als wenn man ganz abdreht.

Lüftung durch 2 - 3 zugige Fenster und geöffnete Türen. Bäder und Duschen werden nach Gebrauch immer voll durchgelüftet bis die Wände trocken sind.

Gruß J. Simon



An Gerry



Servus,

Aber ich bin ja kein Nachbeter vom Fischer. Häuser sind kein Zustand, sondern ein Prozess. Da kommt mal das rein und das raus usw. Fischer würde mir bestimmt nicht raten, die Porenbetonsteine rauszureißen, auch wenn das die kältesten Wände sind. Ich liebäugle mit einer dicken Holzschicht innen.

Ich experimentiere gern. Und da es letztes Jahrhundert 250 Mark pro m² Zuschuss für Solarheizungen gab, habe ich das komplette Süddach meiner Scheune solarisiert und mir den Dachdecker gespart, weil die Ziegel eh hin waren.

Ich habe keinen Wärmemengenmesser und son Zeug. Aber ich brauche von März bis Oktober nicht zu heizen und auch bei Frost nicht wenn die Sonne richtig scheint.

Das ganze Zeug mach ich nicht, um Geld zu Sparen, sondern weils mich interessiert.

Warum nur 10 liter Heizöläquivalent? Das Holz ist Weichholz (ca.120 l/Ster) Steckerleszeug mit viel Luft dazwischen und nicht ganz trocken. Klaro?

Grüße,

Johannes



Sonnenkollektoren



Also ich habe auch eine Kollektoranlage auf dem Dach
(nur 8m²!) und heize auch von März bis Oktober nicht (ca. 160 m² Wfl, 3 Personen). Im Winter bei Sonnenschein läuft das Ding auch zur Heizungsunterstützung (Schichtladespeicher). Im Sommer hilft es noch beim Wäsche waschen, die Maschine ist ans WW- Netz angeschlossen.
Fördermittel gabs übrigens auch!
Statt sich mit diesen Schnurrpfeifereien am Heizkessel zu befassen wäre es für Johannes sinnvoller, die im Sommer anstehenden Unmengen von ungenutzter Solarwärme zu nutzen. Schon die Filtertechnik für ungetrocknetes Weichholz wird ein Kunstwerk.
Sich aus einem oder zwei alten WW- Speichern einen Latentwärmespeicher zu basteln ist einfacher und effektiver, Platz genug müsste ja vorhanden sein und solche Anlagen kann man sicher gebraucht auch aus dem gewerblichen Bereich kaufen.

Viele Grüße



Bzgl. der Porenbetonsteine



im Fachwerk wäre ich mir nicht so sicher, ob KF die drin lassen würde: Er zählt sie zu den 12 Todsünden... http://www.konrad-fischer-info.de/29bau16.htm

Ansonsten gratuliere ich Dir zu den niedrigen Beheizungskosten, von denen ich nur träumen kann !

Grüsse
Gerry



An Georg Böttcher wg. Sonnenkollektoren



Georg Böttcher schreibt:

"Statt sich mit diesen Schnurrpfeifereien am Heizkessel zu befassen wäre es für Johannes sinnvoller, die im Sommer anstehenden Unmengen von ungenutzter Solarwärme zu nutzen. Schon die Filtertechnik für ungetrocknetes Weichholz wird ein Kunstwerk.
Sich aus einem oder zwei alten WW- Speichern einen Latentwärmespeicher zu basteln ist einfacher und effektiver, Platz genug müsste ja vorhanden sein und solche Anlagen kann man sicher gebraucht auch aus dem gewerblichen Bereich kaufen."

Servus Georg,

In diesem Thread geht es um das sehr positiv erlebte Durchheizen bei gleichmäßiger, niedriger Temperatur im Gegensatz zu absenken oder auskühlen lassen. Es handelt sich anscheinend um Strahlungswärme, die von den dicken Mauern und sonstigen Gegenständen des Hauses abgegeben wird. Meine Tochter hatte vorher einen Heizlüfter, da ihr Zimmer im Osten über einem Gewölbekeller nie richtig warm wurde. Ich hab grade mal reingeschaut. Angenehme Temperatur, Knapp 18° auf dem Thermometer an der Innenwand.

Was Du als Schnurrpfeifereien bezeichnest, sind anscheinend meine Überlegungen in meinem Brennwert-Thread, wie man die Kondensationswärme von Holzfeuerstätten nutzen kann.

Was mich etwas in diesem Forum stört, ist die ständige Aufforderung, etwas bestimmtes zu lassen und dafür etwas anderes zu tun. Was ist denn der Grund dafür? Glaubt ihr wirklich zu wissen, was für einen anderen das Beste ist?

Aber natürlich bin ich offen für jegliche Art von Anregungen. Hab gleich mal bei Wikipedia nachgeschaut:

"Bei Einsatz von Latentwärmespeichern zur Solarwärmespeicherung der Heizenergie für den Winter sind die Investitionen zwar höher, das System spart gegenüber der Nutzung von Wassertanks oder Kies jedoch deutlich Platz und kann wegen der Ausnutzung der Latentwärme gleichmäßiger Wärme abgeben als diese.
Ein Rechenbeispiel soll die Größenordnungen verdeutlichen. Zur Beheizung eines gut gedämmten Hauses mit einem Energiebedarf von 100 kWh/(m²·a) und 89 m² Wohnfläche werden 890 Liter Heizöl oder 890 m³ Erdgas benötigt (siehe den Artikel „Heizwert“). Das entspricht einem Jahres-Wärmebedarf von 32.000 MJ. Um diese Wärmemenge im Sommer durch Solarabsorber zu erzeugen, werden bei angenommenen 100 Sonnentagen und einem Ertrag von 4 kWh/(m²·d) etwa 23 m² Solarabsorberfläche nötig. Um die durch Solarabsorber im Sommer erzeugte Wärmemenge von 32.000 MJ für den Winter in Form von Latentwärme zu speichern, werden ca. 200 m³ Paraffin in einem Tank benötigt. Im Jahre 2008 sind einzelne, mit Paraffin gefüllte Kleinbehälter in einem Wassertank üblich. Die 200 m³ entsprechen einem Rundtank mit 8 Meter Höhe und einem Durchmesser von gut 5,6 Meter. Mit den in einen solchen Tank passenden ca. 200.000 Litern Heizöl könnte das gleiche Haus allerdings 225 Jahre lang beheizt werden."

Zitat Ende.

Naja. Ich will das nicht sofort abschreiben, aber da scheint mir die Nutzung der Kondensationswärme doch schon etwas günstiger als 200.000 Liter Kerzenwachs. Oder gibt es etwas, das günstiger ist als Paraffin? Wie dem auch sei, meine 15 jahre alte Solaranlage braucht mal eine Überarbeitung in Sachen Steuerung und Optimierung der Wärmeeinspeisung. Ich bin da schon am Ideen sammeln. Bin daher für Neues immer offen.

Johannes



An Gerry wg. Porenbetonsteine



Servus Gerry,

Danke für den Glückwunsch. Die Porenbetonsteine sind nicht im Gefache drin. Bei der "Renovierung" um die 1960 rum wurde das Fachwerk im halben Obergeschoss einfach rausgeschmissen und die Wände komplett damit gemauert. Mich wundert es, dass die das schwere Dach tragen. Allerdings sind das auch die kältesten Zimmer, bzw die, die am schnellsten auskühlen.

Ansonsten war es wieder mal schön auf einer KF-Seite zu sein. Was er das so zeigt, das freut man sich gleich, nicht ganz so schlimme Sachen getrieben zu haben wie dort anzusehen. Auch weis man dann wieder, in welche ungefähre Richtung man arbeiten sollte.

Danke für den Link,

Johannes



KISS



Wie wärs mit Wasser statt Wachs?
Und nicht 200 m³ sondern erst mal 5 oder 10 m³?

Warum immer gleich solche hochtrabenden technischen Basteleien?
Das was an der völlig sinnlos überdimensionierten Kollektorfläche im Sommer an Wärme entsteht ist kostenlos und unschädlich. Es ist günstiger und einfacher, sich diese Wärme zunutze zu machen als einigen KW Kondensationswärme mit riesigem technischen Aufwand hinterherzuhecheln.
So kommt Ihre Rieseninvestition wenigstens im Nachhinein noch zu etwas mehr Effizienz.
Besorgen sie sich ein paar gebrauchte Tanks oder Speicher, dämmen sie die noch mal gut und schließen sie die in den Speicherkreislauf ein.
Ob das für den ganzen Winter reicht ist eine andere Sache. Von der Kapazität her kann man mit Ihren Kollektoren auch heizen, sogar ohne Riesenspeicher. Ab und an scheint ja auch im Winter mal die Sonne.
Dann reichen ein oder zwei einfache Öfen als Stör- und Spitzenlastreserve, wenn es mal zu wirklich extremen Wetterlagen kommt.
Falls Ihnen das mit der Speichererweiterung zu einfach und simpel ist, noch ein Vorschlag: Bauen sie sich einen Pool, da können sie auch den sommerlichen Wärmeüberschuss nutzen.

Viele Grüße

p.s. KISS ist die Abkürzung für ein technisches Prinzip:
keep it simpel, stupid!



An Georg Böttcher wg. Sonnenkollektoren



Lieber Georg,

Ich habe einen 5000 l Pufferspeicher. Wenn der voll ist, kann ich 3 Tage lang heizen. Also bis das für ein Jahr lang, da muss ich ganz schön anbauen.

Die Kollektorfläche ist nicht völlig sinnlos überdimensioniert. Erstens wollte ich damit mein Scheunen-Süddach eindecken. Zweitens braucht man eine gewisse Größe, damit in der Kalten bzw. Übergangszeit was zusammen- und reinkommt. Was man im Sommer nicht braucht, das wird dann einfach nicht benutzt.

Nachdem Sie das Wort Latentspeicher benutzt hatten, habe ich mich zuerst mal kundig gemacht und kam dann auf Wachs oder Salze. Naja, so riesige Becken könnte man dann auch mit wasserumspülten Kies füllen, der ansxheinend etwas mehr speichert als Wasser. Aber das Ganze muss man ja dämmen, damit das einige Monate hält. Und das ist dann doch eine Investition im fünfstelligen Bereich...

Was ich mir als Verbesserung dachte, ist eine bessere Einspeisung und Schichtung im 5000 l Pufferspeicher, damit vorhanden Wärme besser genutzt werden kann.

Grüße,

Johannes



Wärmespeicher



Dann haben sie ja schon Ihre erste Ausbaustufe und können bei Bedarf oder falls ihnen mal ein Speicher über den Weg läuft immer weiter ausbauen. In Ihrer Anfrage oben schreiben sie nämlich etwas von einem Heizöläquivalent von 3-4 l pro m² Wohnfläche und Jahr, das Sie verbrauchen. Da reicht Ihre Solaranlage doch locker aus, wenn ab und zu mal die Sonne scheint, oder? Außerdem haben Sie ja ihre jetzige Heizung, die bei Bedarf einspringen kann.

Viele Grüße



heizen



Ich habe mir mal den Spaß gemacht und die Angaben des Fragestellers zum Heizöläquivalent nachgerechnet.
Da komme ich auf andere Zahlen:
Bei einem Verbrauch von 10 Ster Holz pro Jahr entspricht das etwa 8 m³ Festmasse; bei einer Dichte von 0,7 und einem Wassergehalt von 20% alles geschätzt) komme ich auf eine Masse von ca. 6.500 bis 7.000 kg. Bei einem Energiegehalt von ca. 3 kWh/kg wären das ca. 20.000 kWH/a Heizenergieeinsatz.
Heizöl hat ein Energieäquivalent von etwa 10 kWh/kg, damit wären das 2.000,- Liter Heizöläquivalent.
Bei 200 m² Wohnfläche komme ich auf einen Energieeinsatz von
10 Litern Heizöl pro m² und Jahr nur fürs Heizen statt der angegebenen 3 bis 4 Litern.
Nun läuft noch eine gigantische Sonnenkollektoranlage, die die WW- Bereitung abdeckt und im Winter mit zuheizt. Bei dieser Fläche und einem einigermaßen gedämmten Haus sollte diese Anlage schon allein in der Lage sein, den Heizungsbedarf zu 80, 90% zu decken.
Ohne die Anlage schätze ich den Energieverbrauch für Heizung und WW auf etwa das doppelte, also etwa 200 kWh/m²a. Das ist auch der Wert, den man bei dem energetischen Standard erwarten kann.
Das Fischer'sche Wunder ist also nicht eingetreten.

Zum Vergleich: Die angegebenen 3-4 Liter Heizöl pro m² und Jahr sind Niedrigenergiestatus( inklusive WW- Bereitung) und für solche Gebäude praktisch nicht erzielbar.
Ich empfehle sich im Thread 179727 den Beitrag von Schubdüse einmal durchzulesen, der ein ähnliches Haus hat und seinen Verbrauch angibt. Er kommt umgerechnet auf 11, 12 Liter Heizöläquivalent pro m² und Jahr, ein für solche Häuser recht guter Wert.

Viele Grüße



Schön....



...Georg, dass du dir die Mühe gemacht hast mal zu rechnen. Bei den Angaben in der Fragestellung hatte auch ich ein, na sagen wir mal, ungläubiges "Bauchgefühl". Nur hat mich die "Trägheit", das reale Leben und die fehlende Bereitschaft mich mit Fantastereien auseinanderzusetzen davon abgehalten selbst zu rechnen.

Okay, mein Verbrauch ist (oder war in den letzten strengen Wintern) sehr hoch, aber an den von Johannes geschilderten minimalistischen Einsatz von Heizmitteln konnte ich auch nicht recht glauben. Und tue es immer noch nicht. Aber vielleicht gibt es ja doch "Wunder"?

Grüße
Martin

In diesem Jahr (Februar bis jetzt) habe ich schätzungsweise 6 Rm verbraucht. Aber das ist ja nun auch kein Winter im Gegensatz zu den letzten Jahren.



an Martin Wittmar wg. Holzverbrauch III



Servus Martin,

es gibt keine Wunder. Hier noch einige Fakten:

- 6 Ster Holz, das war der Winter 1996, der kein Winter war. ihr erinnert Euch? Da gab es viel Sonnenschein und meine Solaranlage hatte 100m². (Inzwischen ist die eine Hälfte wegen Frost hops gegangen - nobody is perfect.)
- Dank der Klima-Erwärmung sind die Winter jetzt kälter geworden, und es gab nur wenig sonnige Tage, deswegen geht es auch, wie schon gesagt, eher in Richtung 15 Ster.
- Wir hatten die vergangenen Winter nicht durchgeheizt, manchmal nur ein Zimmer mit Ofen.
-die großen Flure sind unbeheizt, (aber seit dem Durchheizen angenehm temperiert).
- und natürlich auch niedrige Temperaturen (so um die 18°).
- Die Holzmenge hab ich geschätzt am Stapel: Scheitlänge mal Höhe mal Breite. Da kann was 2 Ster rauf oder runter gehen

Nach dem umstellen auf Durchheizen kann ich nur sagen, das wir die letzten 2 Wochen pro Tag 4 Tragerln Holz á 25 Liter Stapelinhalt verbrauchen. Bei Temperaturen so um die 0° oder tagsüber etwas mehr rum.

Erklärt das was?

Immer schön kritisch bleiben,


Johannes



Heizung



Hallo Martin,
auch ich hatte anfangs keine Lust mich mit solchen Lobhudeleien zu befassen.
Die ständigen Beiträge von Johannes zum Heizen haben mich genervt und dazu gebracht nachzurechnen.
Das war nur eine Draufgabe für meinen Abschluß aus den Threads von Johannes.
Fragen die keine sind, Antworten die ihn nicht interessieren wenn Sie nicht seine Weltsicht reflektieren, ein sehr laxer Umgang mit der objektiven Realität, Selbstdarstellungen um eine Diskussion zu provozieren - dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Viele Grüße



Hallo Johannes,



bei Deinen ungenauen Angaben, dem feuchten Heizmaterial, der ehem. 100 qm Solar-Großanlage, dem manuellen Holznachlegeverfahren und dem ungleichmäßigem Heizverhalten kann keiner auch nur annähernd feststellen, ob Du Energie sparst, wenn Du mal durchheizt. Wie lange hälst Du das überhaupt durch :-))

Beweisen kannst Du damit leider auch nichts. Vielleicht reicht es für Konrad Fischer und er nimmt dich dann als Kronzeuge auf seine Website ;-)

Ansonsten viel Spass beim Heizen!

Grüsse
Gerry



Servus miteinander,



Ich hab nicht schlimmes getan, niemanden beleidigt und nur so gut wie möglich (jeder Mensch hat da eine andere Streubreite) von etwas berichtet, von dem ich glaube, dass es für einige Menschen interessant ist. Ich denke, das liegt innerhalb der Forumsregeln.

Ich mach jetzt mal Pause und berichte nach dem Winter, was ich wirklich gebraucht habe. Das Heizen macht Spaß, besonders weil es mich jetzt gar nichts mehr kostet. Aus meinem Häuschen Nr. 2 Habe ich genügend Brennholz für einige Zeit heraus geholt.

Trotzdem lass ich das Nachdenken über Einsparmöglichkeiten nicht sein, einfach weils mich interessiert. Und wie sagen die Schwaben so schön?

"Mer schparet, koschte was es wolle."

In diesem Sinne, adé miteinander. Bis demnächst,

Johannes



Nachgerechnet



Servus Georg,

wollte mich schon in Sack und Asche hüllen, wegen meiner Falschrechnerei. Dann habe ich doch noch mal nachgeschaut wegen dem Heizöläquivalent.

Heizmaterial:
10 Ster Fichtenholz-Sägereste
Handelsdichte 330 kg/Rm entspricht 3000 kg (wegen dem dünnen Zeug könnt's bei mir etwas weniger sein.

Heizwert bei trockenem Holz 4.2kw/kg
Du gibst 3kw/kg bei feuchterem Holz an, das ist ok.
ergibt zwischen 3000x3=9000kw
und 3300x4,2=13 860kw

Ein Liter Heizöl liegt bei 10kw (das kg bei 11.8kw, aber Heizöl wiegt 0,845 kg/Liter)

also entspräche die o.a. Menge zwischen 900 und 1386 Liter Heizöl

bei einer beheizten Wohnfläche von 280 m2 wären das
zwischen 3,2 und 4,95 Liter/m2, letzterer Wert bei hochwertigem, trockenem Holz, was ich nicht habe.

Ich habe nicht behauptet, dass ich ein 4 Liter-Haus habe, sondern dass wir bei sparsamen Intervallheizen und niedrigem Temperaturniveau diesen Verbrauch erzielen.

Wie schon gesagt: Es ist kein Wunder, sondern das Ergebnis einer bestimmten Vorgehensweise bei nicht allzu großen Energieverlusten.

Wäre das so für Dich und Gerry nachvollziehbar?

Grüße,

Johannes



Bitte auch



..nicht vergessen, dass wir derzeit den wärmsten Winter seit ca 40 Jahren haben(meine ich, gelesen oder gehört zu haben)
In einem normalen Winter dürfte der Verbrauch deutlich höher sein

Halte dennoch von der Strahlungswärme und moderatem Durchheizen sehr viel