Fehlboden zum Dachboden isolieren

05.06.2013



Hallo an alle Spezialisten,

bräuchte einen Rat bezgl. meiner Hausanierung. Ich habe ein Einfamilienhaus mit einem Fehlboden zum Dachboden hin. Leider war auf der Deckenseite der Putztäger (Schilfmatte) massiv beschädigt, musste also entfernt werden. Nun ist so, das ich eigentlich die Decke mit Rigipsplatten wieder verkleiden wollte, diese dann verspachteln und Farbe drauf, oder auf die Rigipsplatten dann eine Paneleendecke drauf machen wollte. Evtl. wollte ich statt Rigips evtl. dünne OSB Platten nehmen.
Von oben her, ist der Dachboden begehbar, und wenn ich die Bretter entferne, hat der Vorbesitzer scheinbar den Bereich zwischen Einschub und Dielung mit Styropor (flocken) aufgeschüttet.
Der Dachboden selbst soll später natürlich gedämmt werden (Gebäudehülle).

Meine Frage ist nun, macht es Sinn den Bereich zwischen Rigips (oder OSB) und Einschub mit Dämmwolle oder einen Dünnen Styropor aus zu legen ?

Danke vorab schonmal für eure Info´s



Die angedachte Maßnahme...



... bringt unter den gegebenen Voraussetzungen nur wenig Verbesserung in Hinblick auf Schall- und Wärmeschutz... ich würde sie damit also als überflüssig bezeichnen.

MfG,
sh





Beim historischen Aufbau liegt der Taupunkt, der in die Deckenkonstruktion eindringenden Feuchte aus den darunter liegenden Wohnräumen, i.d.R. an der Unterseite der Bodendielen. Deshalb ist die obere Luftschicht meistens seitlich unterlüftet. Bei meiner OG-Decke ist auch der Fehlboden seitlich unterlüftet.

Die feuchtetechnische Wirkung der oberen Styroporflockenschicht kann ich schlecht einschätzen.

Dämmung unter dem Fehlboden macht keinen Sinn, da die Dachfläche gedämmt werden soll. Selbst wenn nur die Decke gedämmt werden sollte, dann gehört die Dämmung unter die Bodendielen.

Um mögliche Feuchtigkeitsprobleme in der Decke auszuschließen, sollte man vielleicht eine Dampfbremse von unten an die Balken bringen, wenn die Decke sowie entfernt ist.

Falls die Luftschicht unter dem Fehlboden seitlich belüftet ist, dann sollte die abgedichtet werden.



Deckenaufbau



Der Hohlraum unter dem Einschub sollte frei bleiben.
Eine Dampfbremse ist nur bei hoher Feuchtebelastung (Bad, Küche)erforderlich. Wenn die Sparschalung noch dran ist, können sie mit Hutdeckenprofilen als Traglattung und Gipskarton die Deckenbekleidung erneuern. OSB ist überflüssig, über Paneele kann unterschiedlicher Meinung sein. Ich finde sie Sch.
Falls die Sparschalung mit dran glauben musste nehmen Sie Direktabhänger und Dachlatten als Traglattung, daran dann Gipskarton.
Nehmen Sie alle Komponenten von einem System und nicht aus der Kramkiste, halten Sie sich an die Verarbeitungsrichtlinien, dann gibt es ohne viel Mühe eine ordentliche Decke.
Wenn Sie die Decke dämmen wollen dann von oben, z.B. mit Weichholzfaserplatten. Wichtig ist die Oberseite nicht mit diffusionsdichten Belägen abzusperren.

Viele Grüße



Fehlboden zum Dachboden isolieren



Hallo,

danke für die Tipps!
Die Sparschalung ist noch vorhanden, ich hab das Schilfrohr mit dem Befestigungsdrähtchen heruntergepfrimelt.
Kann es sein, das man über die Sparschalung damals ein leichte dünne Dämmmatte aus Glaswolle gelegt hat ? Auf der Sparschalung liegt braunes Papier, und da drauf eine grau weiße Wolle, die ziemlich Kratzig ist.

Wenn ich Hr.Böttcher richtig verstanden habe, kann ich die Gipsplatten (oder Paneele aus Echtholz, wir werden sehen)direkt auf die Sparschalung verschrauben.....

Vielen Dank nochmal für die Ratschläge



Deckenbekleidung



nein, da haben Sie mich nicht richtig verstanden.
Ich habe eindeutig geschrieben:
HUTDECKENPROFILE, wenn die Sparschalung noch dran ist.
Die Proflie werden QUER zu den Deckenbalken DURCH die Sparschalung hindurch AN die Balken IM SYSTEMRASTER geschraubt und mit den dazugehörigen Gummipuffern ausgerichtet. Bei Bedarf kann man mit Sperrholzstücken o.ä. unterlegen um eine saubere Auflage zu erhalten. Daran kommen dann die GK- Platten.

Viele Grüße