Sparrenauflager eingebrochen

09.10.2007 Paletti



Hallo

Vor ein paar Tagen habe ich angefangen ein historisches Gebäude hier im Ort aufzunehmen. Laut Denkmalpfleger 1906 gebaut. Massives Ziegelmauerwerk in unterschiedlicher Stärke. Darauf ein ausgebautes Mansarddach. Heute war ich mal im Dach, um auch dort die Maße aufzunehmen. Dabei musste ich feststellen das die Sparren des oberen Teils des Mansarddachs (gibt es da einen speziellen Namen dafür?) auf einem Balken aufliegen der sich schon beinahe in das Stockwerk darunter verabschiedet hat. Als ich das letzte mal mit dem Verwalter des Besitzers sprach, sagte dieser das Haus wäre nicht einsturzgefährdet. Morgen werde ich nochmal mit ihm sprechen. Wenn dieser sich weiterhin "stur" zeigt, was wäre dann ein sinnvolles vorgehen ? Ich befürchte eben, wenn man dies einfach ignoriert, das dann irgendwann das Sparrenauflager nach unten durchbricht und das ganze Dach mitnimmt. Das Haus steht an einer belebten Straßenecke, an der viele Autos und Fußgänger vorbeigehen. Wenn man von so etwas weiß, ist das anzeigepflichtig beim Bauamt oder darf jeder sein Haus einstürzen lassen, wann er will oder ist man als Besitzer verpflichtet das abzusichern? Was würdet ihr mir in diesem Fall raten? Vielen Dank schon mal im Voraus.
Gruß
Dorothée

Bilder habe ich heute leider keine gemacht da ich meinen Foto zu Hause liegenlassen habe, es handelt sich um das Haus in meinem Profil zu dem ich schon einmal nachgefragt habe.



Einsturzgefahr



Die meisten Bauordnungen sehen eine Erhaltungspflicht für Gebäude vor.
Es ist wohl selbstverständlich, daß ein Sachkundiger, sei er nun Hndwerker, Denkmalpfleger oder Architekt, zunächst den Eigentümer auf drohende Gefahren aufmerksam macht und dies auch dokumentiert.

Grüße



Statik im Dachstuhl



Hallo Dorothee, falls der Besitzer sich weiterhin stur zeigt und die Sachlage sehr brisant scheint, dann müßtest du halt mit Deinen Fotos beim zuständigen Bauamt vorsprechen, falls der Bauamtsleiter eine Gefährdung erkennt, wird er schon das Nötige einleiten, notfalls eine Sperrung durch das Bauordnungsamt. viele Grüße, Robert




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