Ich muss nochmals eine Frage zum Dachausbau stellen.....

08.06.2006



Da meine Freundin und zukünftige Frau mich z.Zt. ständig fragt, wie es nun mit dem Dachausbau weitergehen soll, muss ich in die Runde fragen:

Wie gestalte ich ihn?

von oben nach unten:
Dachziegeln
Ziegellattung
Konterlattung

evtl. DWD-Platte von Glunz techn. Werte:
Wasserdampf Diffusionswiderstandsfaktor 11 nach DIN 52615
Wärmespeicherkapazität DIN 4108-4 in J/kg K 2100
geringer Diffusionswiderstand von ≤ 0,2 m

Dann habe ich insgesamt ca 180-200mm Sparren zur Verfügung, denn die original Sparren werden mit 100er Sparren erhöht.

Welche Technik schlagt ihr vor (wenn möglich, ohne Dampfsperrfolien/pappen! Ich würde gerne Weichfasermatten einsetzen, ca. 100-150mm, dann könnte man die alten Balken noch 2-5cm sehen...würde sich gut machen...

Ich habe mittlerweile nur noch Angst, etwas falsch zu machen... Helft mir bitte!

MfG Sven



Der paßgenaue Einbau von Holzweichfaserplatten zwischen



krumme Dachsparren ist nicht sehr einfach. Eine preiswerte und technisch ausgereifte Wärmedämmtechnik mit sehr gutem sommerlichem Schutz vor Hitze ist das Einblasen von Zellulosedämmstoff.
Lassen Sie sich zum genauen Konstruktionsaufbau von einem Fachbetrieb für Zellulosedämmung beraten.





Die Aussage macht mich nicht so glücklich, denn, wenn ich noch oben neue Dachsparren draufsetze, dann sind die ja gerade, oder? zwischen Diese wollte ich die HWFM setzen/klemmen....

Herr Schillberg, Sie bieten ja auch Schilfrohr an. Das muss doch sicherlich in Sparrenrichtung verlegt werden...Könnten Sie sich dazu nochmal auslassen? Unter dem Schilrohr könnte ich mit Leichtlehm verputzen!

Trotzdem Danke für die erste Aussage!

MfG Sven



mein Vorschlag bezieht sich auf folgende Konstruktion:



-Dachziegel + vhd. Lattung belassen
-zwischen die Sparren Unterdachplatte 20mm auf seitliche Latten
-ca 14-16 cm Zellulosedämmung (verbunden mit seitlicher Sparrenerhöhung durch Brettlaschen)
-Dampfbremspappe, mit Lattung 24/48mm festgehalten
-20-25mm Holzweichfaserplatte mit 5mm LehmFeinputz

Schilfrohplatten + 15mm Lehmputz oder Heraklithplatten + 15mm Lehmputz würden für die vhd.Dachkonstruktion zu schwer werden.



Vorschlag Dachaufbau



Hallo Herr Sporleder

von aussen nach innen:

Dachziegel
Lattung
Konterlattung
52 oder 60 mm Weichfaserplatte(Stärke hängt vom Hersteller ab)
Sparren 100 mm
Zwischenparrendämmung (Steicoflex,Thermoflex von Gutex)
alternativ Lehm-Hobelspandämmung
Windkraftpapier oder DB+ von proclima (wegen Winddichtigkeit)
Unterkonstruktion
Schilfrohrmatten mit Lehm verputzt
alternativ Lehmbauplatten Verputz mit Lehm


Grüsse TK



@ Thomas Kehle: bitte auf das Gewicht achten!!



Lehmputz in Stärke von 15mm wiegt allein schon 27kg/qm
Ein nur 12cm dicker Dachsparren wird bei Ihrem Dämmvorschlag zu stark belastet.





Ich werde die Dachdämmung so ausführen, wie es Herr Schillberg mir vorschlug. Da ich seitlich an die Sparren noch Brettlaschen (4,5cm x 16/17cm) anbringen werde, sollte der Stabilität genüge getan sein....

Trotzdem vielen Dank für Ihre Vorschläge!

MfG Sven

EDIT: die Dicke der Brettlaschen werde ich mit meinen Zimmermann besprechen...





Ich würde mir das vorher jedenfalls von einem Statiker berechnen lassen.

Wenn sie Rahmen der Stärke 4,5 x 16/17 cm anbringen möchten, sei darauf hingewiesen, dass das ganz schöne „Klopper“ sind. Und wenn sie die nicht fachgerecht montieren, könnte das Mehrgewicht die Mehrstabilität leicht überkompensieren. Auch ist fraglich ob diese Dimensionen notwendig sind.

Überhaupt ist über die Dachkonstruktion selbst und über die Ausführung sowie Zustand der Auflager nichts bekannt.

Also neben den Vorschlägen zum Dachaufbau kann ich nur zu einem Vor-Ort Termin mit einem Statiker raten.

MfG

Nachtrag: Ich sehe gerade, Sie hatten ja ein paar Bilder und schon mehrere Beiträge zum Dach eingestellt. Sieht ja soweit mal gut aus. Trotzdem m.E. vor-Ort Termin wichtig



Ferndiagnosen



Zu Ferndiagnosen lassen wir uns prinzipiell nicht herausfordern und können hiermit nur der Antwort von Herrn Hoffman zustimmen!
Beratungen sind hier seht wichtig, doch die Endlösungen sollten stets mit einer Objektbegehung erfolgen!
Die Lösungen liegen stets im Detail, wie bilde ich Bauteilanschlüsse aus, wo wird die wetterführende Unterdeckplatte anbinden gelassen, damit die eventuell enstehend Feuchte austreten kann, ohne in Bauteile einzudringen, wie bildet sich der Firstbereich aus (Firstentlüfterelemente setzen!), Dämmstärke einmal rechnen lassen, um die notwendige Dämmstärke zu ermitteln und den notwendigen Aufdopplungsaufwand abzuleiten.
An einer Vor-Ort-Analytik wird man nicht vorbeikommen, denn wem wollen Sie im Nachhinein die Regreßansprüche stellen, wenn Sie so einfach nach Internetempfehlungen bauen und später sich gravierende baumängel ergeben sollten?

Nachdenken und sich den einen oder anderen guten Fachbetrieb kommen lassen (die Plattform bietet genügend) und eine Fachberatung am Objekt durchführen.
Innenseitig wie bereits erläutert ein Winddichtungspapier anbringen und allseitig und überlappend winddicht verkleben.
Zwischensparrendämmung mittels Einblasdämmstoff oder eben Bahnenware ausführen.

Grüße in der Fußballzeit
Udo Mühle



@ Klaus Schillberg



Laut der Beschreibung von Herr Sporleder, sollte auf die vorhandenen Sparren noch ein Sparren mit 10cm aufgedoppelt werden, d.H. nach einer Aufdoppelung mit 10cm erhalten wir eine Sparrenhöhe von ca 180-200mm (Je nach Querschnitt der vorhandenen Sparren).
Wichtig ist natürlich die Kraftschlüssige Verbindung der Sparren und der Doppelhölzer. Die statische Berechnung kann auch eine dementsprechende Fachfirma vor Ort, nach einer Baubegehung und Beratung machen.

Grüsse TK